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Marken NewsTulip verkauft Commodore-MarkenrechteLaut eigenen Angaben haben Tulipund der Erwerber einen Letter Of Intent unterzeichnet: Gemäß diesem soll die bislang zu Tulip gehörende Commodore International BV für 24 Millionen Euro veräußert werden. Der erst im Juli 2004 gegründete Erwerber mit Sitz in Beverly Hills vertreibt derzeit digitale Musikdateien. Unter der Marke Commodore sollen weltweit Entertainment-Produkte vermarktet werden. Der Verkaufspreis von 24 Millionen Euro sei teilweise abhängig von den künftigen Einnahmen von Commodore; dieser Gesamtbetrag solle in Teilzahlungen bis spätestens Ende Oktober 2010 beglichen sein. Mit Inkrafttreten der Übernahme erhalte der Erwerber alle Rechte an der Nutzung der Marke Commodore - einschließlich der gegenwärtigen Produktpalette und Partnerschaften von Commodore. Derzeit bietet das Unternehmen unter dem Namen Mpet digitale Musik- und als Fpet USB-Speicher an. In den USA ist seit November die Spielkonsole C64 Direct-to-TV erhältlich, auf der dreißig Spiele im Stil des ursprünglichen C64 installiert sind. Der 1982 vorgestellte Heimcomputer gilt als einer der Meilensteine in der Entwicklung des Personal Computing und erfüreut sich einer treuen Fangemeinde, die sich um Computer-Legenden wie den "Volkscomputer" VC-20, C64 und den Amiga auf privaten Websites wie der Commodore Amiga Information Source versammelt haben. Selbst ein Webbrowser wurde noch 2003 für das Gerät entwickelt, das keine Festplatte besitzt und über einen Arbeitsspeicher von gerade einmal 64 Kilobyte verfügt. Von Image und Bekannheitsgrad der Namen von Rechnern einer fern erscheinenden Epoche können andere Marketingstrategen nur träumen -- so schätzte Tulip 2003, dass es weltweit immer noch rund sechs Millionen treuer Commodore- Anwender gibt: 300 kommerzielle Websites würden die Bezeichnungen "Commmodore" oder "Commodore 64" einsetzen, jedoch ohne Lizenz. Gegen die nicht autorisierte Verwendung der Markennamen wollen Tulip und der designierte Neueigentümer vorgehen. In Medienberichten wird außerdem wieder einmal über eine Wiederbelebung der Namen für aktuelle Computer spekuliert. 30.12.2004 Boss wechselt Lizenznehmer für UhrenDer Modekonzern Hugo Boss, Metzingen,arbeitet ab Ende März 2005 mit einem neuen Lizenznehmer, um seine Uhren zu vermarkten. Der neue Lizenznehmer ist in den kommenden acht Jahren für die weltweite Distribution der bestehenden Uhrenkollektionen sowie für Design, Produktion und Vermarktung neuer Modelle zuständig. Eine weitere Boss Woman- und Man-Kollektion will er im Frühjahr 2006 auf der Baseler Uhren- und Schmuckmesse vorstellen. 17.12.2004 Tommy Hilfiger kauft Rechte an Lagerfeld-MarkenDas amerikanische ModeunternehmenTommy Hilfiger übernimmt sämtliche Marken von Karl Lagerfeld. Ausgenommen sind lediglich die Arbeiten des Modedesigners für Chanel und Fendi. Karl Lagerfeld werde – wie die dpa berichtet - weiterhin entwerfen und die kreative Führung der Lagerfeld- Marken beibehalten. Hilfiger will mithilfe des Zukaufs seine Expansionspläne in den USA, aber auch weltweit, fortsetzen. Die Stücke sollen vor allem in gehobenen Kaufhäusern und Spezialgeschäften ausliegen. Jüngst hatte Lagerfeld für das schwedische Bekleidungshaus H&M eine sehr gefüragte Kollektion entworfen, die schon nach wenigen Tagen ausverkauft war. Im Anschluss daran soll Lagerfeld laut Presseberichten gerügt haben, dass zu wenige Teile produziert wurden und diese in zu wenigen Läden zur Verfügung standen. 14.12.2004 Studie über Ermittlung von MarkenwertenAb Januar 2005 gelten neue Bilanzierungsregeln.So wird die Bilanzierung von Marken bei Transaktionen nach US-GAAP in der EU verpflichtend. Um den monetären Markenwert zu ermitteln, existieren laut Absatzwirtschaft über 30 Markenbewertungsverfahren, Tendenz steigend. Die Vielzahl der Verfahren und die teilweise großen Differenzen bei den errechneten Werten haben zu großer Unsicherheit geführt. Einen Blick in die Black Box der Verfahren ermöglicht eine Studie der Absatzwirtschaft, die in Zusammenarbeit mit dem Beratungs- unternehmen PricewaterhouseCoopers PwC erstellt wurde. Bedenklich daran ist, PwC ist Anbieter und sein Verfahren Teil der Studie. Da beurteilt also ein Anbieter sein Angebot im Vergleich zu Mitbewerbern. 8.12.2004 Pierre Cardin steht zum VerkaufPierre Cardin steht zum VerkaufDie Französische Modelegende bietet den größten Teil seiner Unternehmen an, sein Modegeschäfts, die Lizenzen und die Geschäfte rund um Maxim’s. Alles zusammen soll eine Milliarde US Dollar erzielen. Cardin, unter dessen Marke man fast alles findet von Seidenkrawatten bis Champagner will sich nach seiner 65-jährigen Karriere eigenen Angaben zufolge auf die Kunst und kulturelle Stiftungen konzentrieren. Der 82-jährige bietet im ersten Schritt sein Mode Geschäft und die damit verbundenen Lizenzen für 500 Millionen US Dollar an. Im zweiten Schritt sollen Maxim’s und die damit verbundenen 800 Produktlinien, von Schokolade bis Mineralwasser, veräußert werden. Auch diese Tranche soll 500 Millionen US Dollar erzielen. Behalten will Cardin nur die Parfum Linien, die Immobilien und die Boutiquen. 8.12.2004 Do you, uh, want a Yahoo DVD player?Vergangenen Montag startete Yahoo aufseinem Web-Portal den Verkauf von Geräten der Unterhaltungselektronik unter der Marke Yahoo. Damit soll die Marke Yahoo aus der virtuellen Welt in das Wohnzimmer getragen werden. Die Yahoo Lizenzprodukte können auch bei BestBuy.com, Target.com und JCPenny.com erworben werden. Damit folgt Yahoo einem Trend von Lizenzen von IT Firmen, von denen einige sehr erfolgreich sind. Bereits fürüher hatte Yahoo Lizenzen vergeben für PC Produkte, Digital Cameras und Brillen für PC Nutzer. Erfolg ist allerdings nicht garantiert. Neben einer etablierten Marke brauchen UE Produkte herausragendes Design. Es braucht also Brand und Style. Zusätzlich erwartet der Markt immer öfter neue Produkte und ohne Werbung ist das Scheitern programmiert. So scheiterten Compaq and Gateway bei dem Versuch Fernseher zu vermarkten. Intel und Compaq verkauften Musikgeräte in in 2000 und gaben nach wenigen Monaten auf. 7.12.2004 Wrangler MöbelWrangler, eine der führenden Jeans Markendes Konzerns VF Corp., bringt nach 3 1/2 Jahren Verhandlung und Entwicklung Möbel in Lizenz auf den US Markt. Im Oktober präsentierte Wrangler auf der internationalen Möbelmesse in High Point die mittelpreisige, 54 teilige Kollektion Wohnzimmermöbeln. Im Frühjahr 2005 will Wrangler Schlaf- und Esszimmermöbel präsentieren. Kinder- und Gartenmöbel, Heimtextilien, Leuchten und Wohnaccessoires sollen folgen. 29.11.2004 Marken in Meta-TagsIm Streit um die Zulässigkeit der Verwendungvon geschützten Marken als Meta-Tags hat nunmehr auch das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg die Verwendung verboten und folgt damit einer Reihe von anderen Gerichten. Doch es gibt auch zwei Entscheidungen des OLG Düsseldorf, die Meta-Tags für zulässig erklären. Vor den Kadi gezogen war ein Produzent von Holzschutzmitteln, der sein unter der Marke "AIDOL" bekanntes Produkt nur an Fachhändler ausliefert. Der Beklagte, ein ehemalig belieferter Händler, hatte nach Beendigung der Geschäftsverbindung den Markennamen weiterhin als Meta-Tag in den HTML-Code seiner Web-Seiten eingebunden. Vor Gericht verwies der Ex-Geschäftspartner, dass die Verwendung von Meta-Tags branchenüblich sei und ein Händler mit ständiger Geschäftsbeziehung zum Hersteller die Markennamen zu Werbezwecken auch benutzen dürfe. Das OLG sah dies allerdings anders und gab der Klage des Produzenten auf Unterlassung der Verwendung nach §14 Absatz 5 Markengesetz statt. 29.11.2004 Dior übernimmt LizenznehmerDas zum Luxuskonzern LVMH gehörendeUnternehmen Dior übernimmt seinen Lizenznehmer für Schmuck. Die Produktion des Pforzheimer Herstellers, dessen Umsatz zu fast 100% von der Lizenz abhängt, bleibt erhalten, der Vertrieb wird eingestellt. Zukünftig wird Dior Schmuck nur noch über die Marken-eigenen PoS angeboten. 27.11.2004 HEAD vergibt MasterlizenzHEAD, ein Österreichischer Hersteller von Ski-und Tennis Ausrüstung vergibt eine Masterlizenz für Japan. HEAD wurde vom Erfinder des Metallski, Howard Head, gegründet. 1969 brachte er zudem den ersten Aluminium Tennisschläger auf den Markt. Heute bietet HEAD Produkte unter anderem für Ski, Tennis, Squash, Golf und andere Sportarten an, sowie Bekleidung. Vermarktet werden die Produkte in 80 Ländern, Europa und die USA sind die größten Märkte. 26.11.2004 Markenartikler setzen auf eigene VertriebskanäleAngesichts der gestiegenen Macht des Handelsversuchen Hersteller zunehmend, mit eigenen Vertriebskanälen ihren Einfluss auf die Wertschöpfungskette zu vergrößern und die Margen zu verbessern. Wie das in funktionierten kann, zeigte Bosch. Der Werkzeugmaschinen-Hersteller suchte nach einer Möglichkeit, sich im Angebot der Baumärkte besser zu präsentieren. Dies gelang ihm mit einer Shop-in-Shop-Lösung, die inzwischen in über 120 Baumärkten im deutschsprachigen Raum realisiert wurde. Durch die exponierte Präsentation der Bosch- Produkte stieg der Umsatz zweistellig, die Marke wird stärker wahrgenommen und ihr Image durch eine verstärkte Beratung gefördert. Auf ein ähnliches Konzept setzt auch Nivea. Nachdem die ersten 10 Shop-in-Shop-Löungen in Kaufhäusern 30 bis 50 % Umsatzsteigerung brachten, sollen eigene Nivea-Shops nun deutschlandweit und international zum Einsatz kommen. 17.11.2004 Sind Stars oder VIPs Marken?Die Wäsche von Elle Macpherson,parfümiert mit J.Lo’s "Glow”, der Lippenstift von Jessica Simpson und eine Tasche von Alek Wek. Star Labels verdrängen traditionelle Anbieter im US Einzelhandel. Der Trend begann 1985 mit Michael Jordan’s Air Jordan Nikes. Dann erschien die Mode von Charlie’s Angel Jaclyn Smith, von der über 40 Millionen Teile bei Kmart verkauft wurden. Der berühmte Rapper Sean Combs, besser bekannt als Puff Daddy, brachte 1998 seine Sean John clothing line auf den Markt. Letztes Jahr soll die Umsatzmarke von $ 450 Millionen erreicht worden sein. Mr. Combs wurde mehrfach für den American Fashion Award nominiert und wird im Atemzug mit den Calvins, Ralphs und Tommys genannt. Ihm folgten zahlreiche Stars wie Jennifer Lopez mit Bekleidung und Parfum, Celine Dion mit Brillen und Düften, Jessica Simpson und Hillary Duff mit Kosmetik, Christy Turlington mit Yoga Bekleidung und Schuhen. Hip-Hopper wie Nelly, Eminem, Bow Wow, Queen Latifah schlossen sich an. Die Liste der Star Labels ließe sich fortsetzen mit den Supermodellen Cindy Crawford, Nicky Taylor and Milla Jovovich, den Zwillingen Mary-Kate and Ashley Olsen, Schauspielerin Jane Seymour, Ex-Spice Girl Victoria Beckham, Destiny’s Child’s Soloist Beyonce Knowles, Pop-Prinzessin Britney Spears, Tennis Stars Maria Sharapova und Serena Williams und viele mehr. Bei Einzelhändlern wie Macy’s nehmen Star Labels fast 50% der Verkaufsfläche ein. Sind Stars also Marken? Viele versuchen, es zu sein. Was aber den meisten Star Labels zum Markenstatus fehlt, sind eine Vergangenheit, eine echte Markengeschichte, Stabilität und in vielen Fällen die Zukunft. Denn Pop Stars sind vergänglich. Denken Sie an Ihre eigene Jugend und Ihre Stars. 13.11.2004 EU Aktion gegen FälschungenDie EU-Kommission hat heute eine"Strategie zur Durchsetzung der Rechte an geistigem Eigentum in Drittländern" angenommen. Der Aktionsplan soll dazu dienen, diesen nicht näher benannten Ländern bei der Bekämpfung von Fälschungsdelikten zu helfen. Allerdings werde die Kommission "auch nicht zögern, bilaterale und multilaterale Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Ländern einzusetzen, in denen die Rechte an geistigem Eigentum systematisch verletzt werden", heißt es in einer Mitteilung. 11.11.2004 Wiederbelebung der MarkeIm September 2005 will Bugatti nun dieersten des mit 1,16 Mio. Euro Kaufpreis teuersten und zusätzlich schnellsten für den Straßenverkehr zugelassene Autos auf die Straße bringen. Derzeit gebe es rund 50 Interessenten, vor allem in den USA, aber auch in arabischen Ländern, China und Europa. Insgesamt sollen maximal 300 Autos gefertigt werden. Später, jedoch nicht vor 2008, soll ein erheblich günstigeres Fahrzeug dem Veyron zur Seite gestellt werden. Der denkbare Schnäppchenpreis: Um die 100.000 Euro. "Der Veyron wird niemals profitabel sein. Es geht um den Erhalt der Marke Bugatti und um Prestige", sagte Thomas Bscher, der Präsident der Volkswagen-Tochter Bugatti Automobiles SAS. Volkswagen hatte die Namensrechte an Bugatti 1998 übernommen und sich zunächst mit mehreren Designstudien an die Tradition der Marke herangetastet. 10.11.2004 Wettbewerb unter MarkenIm Amerikanischen Lebensmittelhandelverdreifachte sich seit 1991 die Zahl der Marken. 2003 registrierte das US Patent- und Marken-Amt 140.000 neue Marken, 100.000 mehr als 1983. Der Amerikaner sah 60% mehr Werbumg in 2003 als 1993. Was bedeutet das für Markeninhaber? Der Wettbewerb um einen Platz im Marken Repertoire der Konsumenten wird härter. Frequenz und / oder Intensität des Marken- Erlebnis muss steigen. Besser noch beide. 10.11.2004 Branded EntertainmentKinofilme sind heute wahrscheinlich das stärkste Mediumfür Markenkommunikation. Ein Grund dafür ist die kulturelle Kraft von Filmen. Auch, wenn das Fernsehen großen Einfluss auf uns hat, besitzt es weniger und abnehmende Popularität. Die Zahl derer, die Fernsehen ablehnen, wächst. Von Randgruppen abgesehen, findet man jedoch kaum eine ablehnende Haltung gegenüber Kinofilmen. Natürlich gibt es Ablehnung gegen einzelne Filmgenre. Als Regel gilt jedoch: Menschen schauen Fernsehen, aber sie mögen Filme. Weltweit sind Kinofilme in unsere Kultur eingebunden, sind Kinobesuche, Video oder DVD Abende, und der Austausch über Filme Teil unseres Lebens. Kinofilme geniessen Aufmerksamkeit wiederum in allen anderen Medien. Zeitungen, Zeitschrften, Radio- und Fernsehsender sowie Internetseiten berichten über Kinofilme und erzeugen so weitere Verbreitung. Gleichzeitig sind Kinofilme das wahrhaft weltweite Medium. Dagegen ist Fernsehen geradezu provinziell. So waren und sind Filme schon immer globale Phänomene. Dagegen muss eine Fernsehsendung oder –Werbung in zig Ländern und wiederum zahllosen Kanälen laufen, um dieselbe Aufmerksamkeit zu erreichen. 2.11.2004 Markenführung - Strategisch oder Operational?Es ist kein Zufall, dass einige Marken unser Leben stärkerbeeinflussen als andere. Markenführung ist Teil der langfüristigen, strategischen Unternehmensplanung. Immer noch behaupten manche Führungskräfte, "Marketing hat derzeit keine Priorität". In diesen Unternehmen versteht man Marketing häufig als Marketing Services und sieht darin ein Mittel zur kurzfüristigen Umsatzsteigerung. In Unternehmen mit dynamischen, wachsenden Marken steht das Brandmanagement an der Spitze des Marketing. Diese Unternehmen setzen den Kunden ins Zentrum ihres Denkens und meist reflektiert das Organigramm dies auch. Die Unternehmen verstehen Marketing als Hauptaufgabe: Wer nichts verkauft, hat kein Geschäft. Strategisches Marketing beschäftigt sich mit langfüristigen Zielen und Plänen. Dorthin gehören unter anderem die Markenführung, Marktforschung und Produkt- und Sortimentsentwicklung. In erfolgreichen Markenunternehmen wie Dell oder Nike beeinflusst die Markenstrategie die gesamte Organisation. Zum Beispiel bei dem Bemühen um den immer gleich bleibenden Auftritt beim Kunden. Diese Unternehmen bilden so auch Markenwerte, die von Banken und Investoren honoriert werden. Nike ist ein Paradebeispiel dafür und benötigte nur etwa 15 Jahre zum Aufbau einer Weltmarke. Als Teil der Unternehmensstrategie schafft erfolgreiche MarkenführungEintrittsbarrieren gegen Wettbewerb. Wer zum Beispiel an sichere Familienautos denkt, denkt an Volvo. Volvo besetzt diese Markenposition so stark, dass kein Wettbewerber die Marke dort angreift. Und strategische Markenführung sichert den Fortbestand von Unternehmen. Harley Davidson überlebte gegen die Japanische Konkurrenz nur Dank der Marke, während viele andere Europäische und Amerikanische Hersteller aufgeben mussten. 2.11.2004 Candies, Inc. erwirbt Luxus Designer Marke Badgley MischkaNeue strategische Ausrichtung zum Aufbau einesPortfolios elitärer Brands Candies, Inc. gab heute bekannt, dass es mit dem Marken Eigentümer B. E. M einen Vertrag geschlossen hat.B.E.M. ist Teil der Escada Holding. Der Kauf umfasst das eingetragene Warenzeichen Badgley Mischka sowie zwei vorhandene Lizenzen für Brautkleider und Pelzmäntel.Zusätzlich hat Candies die Rechte zum Betrieb des Einzelhandelsgeschäfts Badgley Mischka am Rodeo Drive in Beverly Hills erworben. Candies, Inc. wandelt sich von einem Schuh- und Jeans- Anbieter zu einem MultiMarken- undLizenzunternehmen. Candies lizenzierte seine Candies und Bongo Schuhe im Mai 2004 und seit August auch Bongo Jeans. Mit dem Erwerb von Badgley Mischka baut Candies nun sein Marken- und Lizenzgeschäft aus. Badgley Mischka aus New York ist bekannt für luxuriöse Abendgarderobe und von Top Einzelhändlern wie Bergdorf Goodman, Neiman Marcus, Saks Fifth Avenue und Nordstrom vertrieben. Die Marke wird in 11 Länder exportiert. Gegründet 1988, wurde Badgley Mischka von Vogue Magazine als einer der "Top 10 American Designers" gekürt. (BW)2.11.2004 Nautica vergibt Lizenz für KindertextilienNautica Apparel, Inc. hat eine vollstufige Lizenzfür Kinder- und Babytextilien vergeben. Die Lizenz umfasst Betttextilien, Decken, Lätzchen, Badetücher, Windeltaschen und Accessoires. Der Lizenznehmer erschließt sich damit eine für ihn neue Produktkategorie in seinem wichtigsten Absatzkanal. Die Lizenzprodukte heben sich durch eine längere Nutzungsdauer vom Mitbewerb ab. Nautica hatte mehrere Jahre nach einem geeigneten Lizenznehmer gesucht. (htt) 28.10.2004 MarkenwertDen größten Sprung zur Lifestyle-Marke macht die Marke PumaPremium-Marken, die den Markengedanken hochhalten und sich auf die Kernkompetenz ihrer Marken konzentrieren, sind die Gewinner einer monetären Bewertung der wertvollsten Deutschen Marken. Der Münchner Markenhändler Semion analysiert seit 1996 Marken, die im internationalen Wettbewerb eine maßgebende Rolle spielen und an der Börse notiert sind. Der Analyse zufolge können die meisten Markenprofis der Top 50 trotz Konjunkturflaute und international schwieriger Bedingungen den Wert ihrer Marken steigern. Den größten Sprung mit + 63 % macht die Marke Puma, die sich nachhaltig von einer verstaubten Sportschuh-Marke zur Lifestyle-Marke entwickelt. Weitere Gewinner sind Adidas (+ 7 %), Fielmann(+ 7 %) und BMW (+ 6 %). Wohingegen DaimlerChrysler und VW ihre Markenwerte schmälern (- 5 %). Um die Stärken und Schwächen der Markenführung noch deutlicher werden zu lassen, ist es hilfüreich, den Wert über einen längeren Zeitraum zu vergleichen: Puma verdoppelt seinen Markenwert, ProSiebenSat1 erreicht die Wertsteigerung nur durch Fusion, und MobilCom verliert zwei Drittel seines Markenwertes durch die Beinahe-Insolvenz und kann erst langsam wieder Markenvertrauen aufbauen. Bei Porsche, BMW und Beiersdorf zahlt sich eine erfolgreiche und konsequente Markenführung durch eine Wertsteigerung um 30% deutlich aus. Die Großkonzerne Telekom, Deutsche Bank und Siemens hingegen mussten bei einer unklaren oder häufig wechselnden Markenpolitik zusehen, wie sich ihre Markenwerte um über 10 % verringern. (asw)27.10.2004 Neues Netzwerk gegen MarkenpiraterieIst die Rolex echt? Stammt der Sportdress wirklich von Nike?Auf den ersten Blick lassen sich Plagiate heutzutage kaum vom Original unterscheiden. Neben den Verlusten für die Markenhersteller gibt es auch für Plagiate-Käufer einen faden Nachgeschmack: Mangelhafte Qualität, zweifelhafte Inhaltsstoffe und die Tatsache, dass der Erweb von Fälschungen strafbar ist. Das erste Informationsportal rund um das Thema Marken- und Produktpiraterie ist unterwww.markenpiraten.de gestartet. Konsumenten können auf Produktfälschungen hinweisen und Unternehmen somit die Möglichkeit geben, schnell auf illegale Kopien zu reagieren. (impulse)26.10.2004 Lizenz von WerbepromisEin TV-Tag hätte in den vergangenen Monatenso aussehen können: Im Frühprogramm preist Franz Beckenbauer die Postbank. Irgendwann am Mittag erscheint Günther Jauch in der Sauna und erklärt die neuen Telekom-Tarife. Am Abend läuft mit Michael Ballack (PlayStation), Felix Magath (debitel) und Uli Hoeneß (wiederum Telekom) die Fußballer-Fraktion auf. Später eröffnen Erdinger-Fan Beckenbauer, Krombacher-Freund Jauch und der Warsteiner-Aktivist Jürgen Kohler den medialen Dreikampf um den Bierabsatz. Völlig erschöpft von so viel bekannten Gesichtern legt sich der Zuschauer zur Ruhe und nimmt sich vor, morgen den Fernseher zu meiden. Entkommen wird er den Werbepromis nicht. Sie lauern in Printanzeigen, auf Plakaten und im Internet. Die Reklameindustrie hat Stars zum Mittel der Wahl erklärt, um dem infogesättigten Konsumenten den letzten Rest Aufmerksamkeit abzutrotzen. Nach Angabe des Fachblattes "Absatzwirtschaft" stieg der Anteil von Werbespots mit bekannten Gesichtern zwischen Anfang der 90er und 2001 allein von 3 auf 12 %. Schön für die beworbenen Marken, wenn es denn funktionieren würde. In vielen Fällen geht die Rechnung nicht auf - zu Lasten der Konzernkasse und der Marke. Jüngstes Beispiel für das grandiose Scheitern mit einem Werbestar ist die Molkerei Müller. Bohlen steht stellvertretend für eine ganze Reihe von fehlgeschlagenen Kampagnen, bei denen die Stars außer Kontrolle gerieten. RWE musste den Vertrag mit Bayer Leverkusens Trainer Christoph Daum lösen, nachdem dieser durch die Kokainaffäre belastet war. Die Deutsch Telekom trennte sich kurzzeitig von Jan Ullrich, weil dieser in den Dopingsumpf geriet. Die Wassermarke Adelholzer machte mit Oliver Kahn Schluss, weil der Bayern-Torhüter mit Discoliebschaften Schlagzeilen macht. "Das schlimmste ist, mit einem Promi zu werben, wenn einem die Ideen ausgehen. Beispiele dafür gibt es reichlich", sagt Uli Veigel, Deutschland-Chef von Grey. Allzu oft sparen sich die Verantwortlichen eine saubere Marktforschung. Der Bekanntheitsgrad muss richten, was an anderer Stelle eingespart wurde, zumal der bekannte Präsentator einiges kostet. Namhafte Träger von Werbebotschaften kassieren Millionensummen. Selbst wenn die Prominenz nicht aus dem Ruder läuft, bleibt das Investment in einen Werbepromi ein Vabanquespiel. Eine Umfürage des Marketing-Fachblatts "Horizont" förderte jüngst zu Tage, dass gerade mal 46 % der Bundesbürger Anzeigen und TV-Spots mit bekannten Gesichtern auffälliger finden, als jene mit Normalos im Mittelpunkt. Nur 15 % attestieren den Promis überzeugendere Wirkung. Beispielhaft dafür ist Claudia Schiffer. Zwar räkelte sich das Top-Model ehemals für H&M leicht beschürzt auf einem Hocker, Umsatzsprünge verbuchte der Modediscounter deswegen nicht. Auch gibt es eine ganze Reihe von Werbestars die von Unternehmen geradezu inflationär eingesetzt werden. Showmaster Thomas Gottschalk lockt für Haribo, die Deutsche Post und war auch für McDonalds aktiv. Fußballpate Franz Beckenbauer wirbt für Bier, Bankkonten und Handys. Moderator Günther Jauch präsentiert unter anderem Telekomtarife, Lotto, ebenfalls Bier und Beton. Veronica Ferres steht oder stand unter anderem bei O2, Alete und E.ON unter Vertrag. Universalwerber aber gehen zu Lasten des Produkts, weil der Konsument den Star nicht mehr zuordnen kann. "Jauch und Beckenbauer bewegen sich bereits an der Grenze", sagt Joachim Bacher, Berater bei der Marktforschung TNS-Sport. Schlussendlich droht der Marke bei einem allzu dominanten Promi auch die schlichte Verdrängung in die Bedeutungslosigkeit. Wenn es zum so genannten Overkill kommt, merkt sich der Verbraucher nur den Star, nicht aber das beworbene Produkt. Das Geld für eine solche Kampagne können sich Unternehmen getrost sparen. Auf der Gewinnerseite jedenfalls stehen die Stars selbst. Sie streichen nicht nur ein ansehnliches Honorar ein, sondern bekommen die Aufmerksamkeit des Publikums gratis mitgeliefert. Beispielhaft dafür sind Harald Schmidt und Verona Pooth, ehemals Feldbusch. Die haben zwar derzeit kein eigenes TV-Format mehr, sind aber dank ihrer Reklame für Medikamente und Auskunftsdienste permanent auf dem Bildschirm zu sehen. (JS)7.10.2004 Brigitte Kommunikationsanalyse 2004Die viertsympathischste Marke bei Frauen zwischen 30 bis 49heißt Aldi. Nur AEG, Dr. Oetker und Langnese schafften in der Brigitte-Kommunikationsanalyse 2004 (KA) bessere Plätze. Erstmals nimmt die G+J-Studie auch das Verhältnis von Frauen zu Handelsmarken unter die Lupe. So gaben zum Beispiel 68 Prozent der Befüragten an, dass sie ohne Aldi, Lidl & Co. mit ihrem verfügbaren Geld nicht auskämen. Im Gegenzug büßten die klassischen Marken drastisch ein: Im Vergleichzeitraum 2002 zu 2004 verloren von mehr als 800 Marken 53 Prozent an Bekanntheit und 61 Prozent an Sympathie. ... Positiv: 48 Prozent der Frauen gaben an, sich durch Werbung zum Kauf eines Produktes animieren zu lassen - immerhin acht Prozent mehr als vor zwei Jahren. Besonders hoch ist die Markentreue nach wie vor bei Mode. Auch bei Lebensmitteln und Kosmetik kauft mehr als die Hälfte entweder immer die gleiche Marke oder wählt aus einer bestimmten Anzahl von Marken aus. Gute Ergebnisse bei Stiftung Warentest sind allerdings brandgefährlich, weil sie für 86 Prozent der Frauen wichtiger sind als ein guter Markenname.5.10.2004 Style GuideEin Element der Markenführung ist Selbstähnlichkeit.Das Erscheinungsbild Ihrer Marken soll konsequent gleich sein. Unter www.gebrandcentral.com/brand/design_library/ finden Sie ein ausgezeichnetes Beispiel für einen Marken Style Guide. Auch die Arbeit mit Lizenznehmern wird so deutlich einfacher und effektiver. 27.9.2004 Unilever verkauft MarkenDer Haferflocken-Hersteller Kölln in Elmshornübernimmt die Unilever-Marken Livio, Biskin, Palmin, Becht′s, und Pomps sowie die Lizenz für die Marke Edelweiß Milchzucker. Unilever in Hamburg will für eine Übergangsphase noch in Sachen Verwaltung und Vertrieb zur Seite stehen. Kölln soll anschließend die Produktion in Eigenregie übernehmen. Der Verkauf der Marken ist Teil der "Path to growth"-Strategie von Unilever, die eine Konzentration auf Core-Marken und das Kerngeschäft vorsieht. 25.9.2004 Die 30 vertrauenswürdigsten Marken 2004Markenklassiker wie Nivea, Persil, Aspirin,Schwarzkopf, Maggi, Miele, AOL, TUI und Sparkasse haben in der Neuauflage der Studie "Reader′s Digest European Trusted Brands 2004" die Nase vorn und genießen bei den Deutschen das meiste Vertrauen. Allerdings haben die Traditionsmarken der Hersteller das Vertrauen der deutschen Konsumenten offenbar nicht gepachtet: Wie das Magazin Reader′s Digest mitteilt, haben die Deutschen nie zuvor eine so große Vielzahl von Marken als für sie persönlich vertrauenswürdig angesehen. Selbst für Marken-Klassiker wird es aufwändiger, ihre Spitzenposition auf Dauer zu halten. Als die 30 vertrauenswürdigsten Marken in ihren jeweiligen Produktkategorien wählten die Verbraucher: Abtei, Aldi, Allianz, AOL, Aral, Asbach Uralt, Aspirin, C&A, Canon, Frosch, Gerolsteiner, Haribo, Jacobs, Jade, Junghans, Maggi, Miele, Müller, Nivea, Nokia, Odol, Persil, Rotkäppchen, Schwarzkopf, Siemens, Sparkasse, TUI, Visa, Volkswagen und Wick. Mit der Studie "Reader′s Digest European Trusted Brands 2004" ermittelt das Magazin Reader′s Digest zum vierten Mal die vertrauenswürdigsten Marken in 14 Ländern Europas. Rund 30 000 Menschen beteiligten sich von September bis November vergangenen Jahres an der Umfürage, davon 8 100 allein in Deutschland. Insgesamt nannten die deutschen Verbraucher für alle Produktbereiche über 4 800 unterschiedliche Marken. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Die Studie gilt als größte Verbraucheruntersuchung Europas. 1.9.2004 70 Verfahren zur MarkenbewertungMonetärer MarkenwertGrundsätzlich gilt - auch für Marken -, ein Gut ist genau soviel wert, wie jemand dafür zu zahlen bereit ist. Zur echten Markenbewertung benötigen Sie also verbindliche Kaufangebote. Die unserer Meinung einzige alternative Bewertungsmethode ist abgeleitet aus der gewerblichen Immobilienbewertung. Diese werden professionell nach ihrem NOI (net operating income) bewertet. Der Kaufpreis beträgt das 10-fache NOI bei höchstem Kreditrating des Mieters. Auf Marken angewandt bedeutet dies: Die Nettolizenzeinnahmen Ihrer Marke bestimmen den monetären Wert. 30.8.2004 Handelsmarken contra HerstellermarkenWie eine repräsentative Emnid-Umfürage zeigt,hängt es in erster Linie vom Produkt ab, ob sich der Verbraucher für eine Handels- oder Herstellermarke entscheidet. Keine Kompromisse gehen die Deutschen zum Beispiel in punkto Bier ein: Mehr als 60 % entscheiden sich für Bitburger, König Pilsener & Co. Nur rund zehn % greifen zu einer Handelsmarke. Auch bei Kaffee und Tee, Zahnpasta, Schokolade, Kakao, Shampoo und Rasierklingen setzt die Mehrheit auf Herstellermarken. Anders verhält es sich dagegen bei Spülmitteln und Nudeln. Hier kauft jeder zweite die günstigere Alternative. Auch bei Marmelade und Honig, Tiefkühlprodukten, Eiern, Milchprodukten und Waschmittel bevorzugen die Befüragten eher Handelsmarken. Das wachsende Angebot an Bio-Handelsmarken stößt bei Verbrauchern ebenfalls durchaus auf Interesse. Immerhin kaufen rund 30 Prozent der Befüragten zumindest gelegentlich Produkte von BioBio, Naturkind, Füllhorn und anderen. Vor allem Besserverdiener, Westdeutsche sowie Frauen zwischen 30 und 40 Jahren greifen häufiger zur Bio-Handelsmarke. Bevorzugte Produkte bei den Biokäufern sind vor allen Eier (mehr als 60 Prozent) und Milchprodukte (40 Prozent). Grundsätzlich gilt: Je bekannter die Handelsmarke, desto mehr wird sie gekauft. Knapp zwei Drittel der Befüragten kennen JA!, 39 Prozent kaufen JA!-Produkte. Damit liegt die REWE-Handelsmarke auf Platz 1 des Bekanntheitsrankings. Knapp 50 Prozent der Verbraucher kennen AS, TIP und Erlenhof. Auch A&P und Gut&Billig gehören zu den bekannten Handelsmarken. Bei den Dicounter-Labels führt Aldi das Ranking mit mehr als 90 Prozent an, gefolgt von Lidl und Plus. Insgesamt wählen 63 % der Deutschen bei ihren täglichen Einkäufen hauptsächlich Handelsmarken. Nur gut 30 Prozent der Käufer setzen auf namhafte Hersteller. Der Sensor ist eine monatliche persönliche Repräsentativbefüragung bei zirka 1 300 Personen im Alter ab 14 Jahren im Auftrag von Mediaedge Cia, durchgeführt von TNS Emnid.27.8.2004 Drei von mehr als 6.000 Werbekontakten bleiben in ErinnerungMehr als 6.000 mal wird jeder deutsche Konsumenttäglich mit Werbung konfürontiert, an nur drei Kontakte kann er sich erinnern. Das hat das Institut für Marketing und Kommunikation (IMK) jetzt herausgefunden. Dabei hat das Institut sechs Regionen in Deutschland untersucht: Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet, Köln/Düsseldorf, Frankfurt und München. Berlin führt dabei mit 6.400 Werbekontakten vor Hamburg (5.800), Köln/Düsseldorf (5.650), Frankfurt (5.300), München (5.250) und dem Ruhrgebiet (4.850). Gemessen wurden jeweils die angegebenen Zielgruppen der klassischen Medien, Print, TV, Radio und Plakat. Hinzu kamen Beobachtungen an verschiedenen Orten der Städte: Leuchtreklamen, Schaufenster, Aufkleber, Logos auf Bekleidung und Tüten. In einer zweiten Stufe der Untersuchung wurden Passanten befüragt, an wie viele Werbekontakte sie sich aus den letzten 24 Stunden bewußt erinnern können: In der Regel waren es nicht mehr als drei. (acq)19.8.2004 Kaufhof will mehr Marken bietenDer Kaufhauskonzern Kaufhof will mit einergrößeren Auswahl an Markenartikeln den Umsatz wieder ankurbeln. "Wir werden nicht wie in den 90er Jahren in den Billigkampf einsteigen", verspricht Vorstand Lovro Mandac. Stattdessen wollen die Kölner Marken in das Sortiment aufnehmen, die bislang noch nicht in den bundesweit 115 Warenhäusern vertreten sind. Die Markenoffensive soll sich nicht auf Textilien beschränken, sondern nahezu alle Warenbereiche umfassen, kündigt Einkaufsvorstand Ralf Pütmann an. (ork)16.8.2004 Erstes Yamamoto-Parfum auf Deutschem MarktDer Damenduft "Yohji Yamamoto Pour Femme" kommtauf den deutschen Markt. Lizenzgeber ist der japanische Modehersteller Yohji Yamamoto, der Vertrieb und die PR wird von Wiesbaden aus übernommen. Begleitend zur Markteinführung startet eine Printkampagne in ausgewählten Magazinen wie "Elle", "Cosmopolitan" oder "Bunte". (rp)10.8.2004 Markenwerte in DAX und STOXXDer Stern sinkt: Daimler-Chrysler musste das Feld räumen.Die wertvollste deutsche Marke kommt nun nicht mehr aus Stuttgart, sondern aus Bonn: Die Deutsche Telekom hat den Sprung von Platz drei auf Platz eins geschafft. Daimler-Chrysler dagegen landete auf dem dritten Platz. Dies ist das Ergebnis des Markenwert-Rankings der Dax-30-Unternehmen der BBDO Germany in Düsseldorf zusammen mit Bernd Wirtz, Professor für Markenmanagement an der Universität Witten/Herdecke. BBDO-Chef Olaf Göttgens Fazit lautet: "Die Top-Ten sind dominiert von den Autoherstellern und Finanzdienstleistern. Die meisten wertvollen Marken kommen aus diesen Branchen und machen insgesamt die Hälfte der Top-Ten aus." Das ist auch logisch. Denn gerade im Finanzdienstleistungsbereich ist die Marke entscheidend für die Kundenbindung, da es sich um immaterielle Produkte handelt. Bei Autos dagegen zählt wie eh und je das Image und mit dem verbindet der Kunde eine bestimmte Produktqualität. Die Top-Ten sind dieselben Kandidaten wie im vergangenen Jahr - nur auf anderen Plätzen. "Im Langfüristvergleich hat sich die Deutsche Post am besten entwickelt", urteilt Göttgens. Als die Marken mit der stärksten Kontinuität lobt er Daimler-Chrysler, Allianz, BMW und Deutsche Telekom. Auch die Deutsche Bank bewegt sich seit vier Jahren stets zwischen Platz drei und vier. Das Thema Markenführung nehmen die Unternehmenslenker immer ernster. Insbesondere weil die Bilanzvorschriften der EU vorsehen, dass bei Unternehmensverkäufen und -übernahmen der Markenwert bilanziert werden muss. Wirtz erwartet: "Wahrscheinlich werden die Unternehmen bald den Wert ihrer Marke in der Bilanz aufführen müssen." Damit wird sie einer der wichtigsten Werte des Unternehmens werden. Hinzu kommt: Die Unternehmenslenker haben, so Göttgens, verstanden, dass die Produkte immer austauschbarer sind. Allein die Marke sei es, die für Konsumenten beim Kauf oft ausschlaggebend ist. Die Handymarke Nokia hat es vorgemacht, erklärt BBDO-Chef Göttgens. Nokia führt am Handymarkt - ohne dass es eine besondere technische Überlegenheit hierfür gebe. Krass auch die Autos: "Beim Autokauf entscheidet zu 70 % allein die Marke, was gekauft wird," so der Düsseldorfer. Bestes Beispiel seien der VW Sharan, der Ford Galaxy und der Seat Alhambra, die fast baugleich sind - bis auf Kühlergrill und einzelne Designteile - und alle in Portugal gefertigt werden. Dennoch: Der Sharan verkauft sich fast dreimal so gut wie der Alhambra, der Galaxy liegt in der Mitte - obwohl der Sharan der teuerste ist. Die Kosumenten wissen dies auch. Wirtz ergänzt: Ähnliches gelte für die Premium-Geländewagen Porsche Cayenne und den VW Touareg. Neu ist: "Auch Nicht-Konsumartikler und Handel entdecken jetzt das Thema Marke", beobachtet Göttgens. Der Handelsriese Metro zum Beispiel leistet sich seit vergangenem Jahr zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Printkampagne. (handelsblatt)6.8.2004 Chupa Chups bringt ParfumDie Lutscher-Schmiede Chupa Chups weitet die Markein Großbritannien in das Komsetik-Segment aus und schickt ein Parfum für junge Frauen in den Markt. Das Unternehmen kooperiert dabei per Lizenzvertrag. Der neue Duft heißt "Chupa Chups I Love Me" und wird ab September in vier Varianten angeboten. Kommuniziert wird der neue Duft zunächst im Internet unter www.iloveme.com. Printanzeigen sind geplant. Im Mittelpunkt soll dabei als Key Visual das so genannte Chupette Girl stehen. (horizont)5.8.2004 Lizenzvermarktung für Smarties und KitKatNestlé startet mit der Lizenzvermarktung der MarkenSmarties und KitKat. Der Nahrungsmittelriese sucht Unternehmen, deren Positionierung mit den Marken harmoniert und die auf die gleiche Zielgruppe ausgerichtet sind. Der Schokoriegel KitKat (Claim: ′Have a break, have a KitKat′) kommt in Deutschland auf eine Bekanntheit von 92, Smarties von fast 100 Prozent. (wuv)5.8.2004 EU-Domains: Unternehmen sollten Vorbereitungen treffenBei der Vergabe von EU-Domains könnte es zuKonflikten kommen. Denn die EU-Kommission plant, die Namen nach dem so genannten Windhundverfahren zu vergeben, bei dem der Schnellste auch den Zuschlag erhält. Ursprünglich sollte im Dezember dieses Jahres die Periode beginnen, innerhalb derer sich Firmen und bevorrechtigte Inhaber von Markenrechten für bestimmte Adressen vormerken können. Den fürühesten Stichtag sehen Experten jetzt aber im April 2005. (handelsblatt)4.8.2004 Erweiterte Parfümrange von BossDer Kosmetiklizenznehmer fächert die Range derLizenzmarke Hugo Boss weiter auf: Nach dem Launch der Parfüm-Submarke "Boss Intense" im vergangenen Jahr kommt in diesem Spätsommer die neue Duftrichtung "Boss Intense Shimmer Edition" in die Regale. Die Neueinführung wird von einer TV- und Printkampagne begleitet. (rp) 2.8.2004 Weight Watchers vergibt Eiscreme LizenzWells′ Dairy Inc. erhält die Exklusivlizenz zuHerstellung und Vertrieb von Eis für kalorienbewußte Verbraucher. Der Eishersteller und Weight Watchers Int. Inc. erklärten, die Lizenz beginne am 1. Oktober. Der Lizenznehmer wird zunächst 12 Produkte unter der Marke anbieten. Bereits bestehende Produkte werden überarbeitet. Weight Watchers hatte innerhalb der letzten 25 Jahre Eis Lizenzen an verschiedene Firmen vergeben. Nun sind sie in einer Hand. (myway) 29.7.2004 Gore-Tex wirbt mit starken MarkenDas Textiltechnologieunternehmen Gore, München,startet im September für seine Marke Gore-Tex eine neue Kampagne in der Publikumspresse. Unter dem Motto "It′s a great day" werden in einem 12-seitigen Beihefter erstmals renommierte Marken wie C.P.Comany, Puma, Murphy&Nye, Chiemsee und andere mit Gore-Tex-Ausstattung in den Auftritt eingebunden. Ziel ist es, die Marke als unverzichtbaren Begleiter im Sport und im Alltag darzustellen. (horizont)28.7.2004 Marke Toyota ist mehr wert als MercedesMercedes ist nicht mehr die wertvollsteAutomobilmarke der Welt. Das ergibt sich aus der aktuellen Bewertung der Markenberatungs-Agentur Interbrand, NY. Im bislang vierten Ranking hat sich Toyota mit einem Markenwert von 18,2 Mrd. Euro auf Rang neun vor den deutschen Rivalen geschoben. Der fiel mit einem gleich bleibenden Markenwert von 17,1 Milliarden Euro um einen Platz auf Rang elf zurück. Dagegen verbesserte sich BMW um zwei Plätze auf Rang 17. Außerdem schafften es Porsche (74) und Audi (81) erstmals unter die 100 wertvollsten Brands. Als höchster Neueinsteiger kommt Siemens auf den Rang 39. Mit SAP (34), Volkswagen (48), Adidas (69) und Nivea (97) sind vier weitere deutsche Marken im Ranking vertreten. Die größten prozentualen Wertsteigerungen aller Marken verzeichneten Apple, Samsung, HSBC, Yahoo und Amazon. Dagegen mussten Kodak, Nintendo, Nokia und AOL die höchsten Wertverluste hinnehmen. Vier der fünf Top-Gewinner sind Marken aus dem Technologie- Sektor, während etablierte Brands wie Coca-Cola, Microsoft und Disney ebenfalls Markenwert einbüßten. Rang 04 Marke Rang 03 Wert (Mrd. €) Veränderung 1 Coca-Cola 1 54,1 - 4 % 2 Microsoft 2 49,3 - 6 % 3 IBM 3 43,2 4 % 4 General Elec. 4 35,4 4 % 5 Intel 5 26,9 8 % 6 Disney 7 21,8 - 3 % 7 McDonald′s 8 20,1 1 % 8 Nokia 6 19,3 - 18 % 9 Toyota 11 18,2 9 % 10 Marlboro 9 17,8 0 % 23.7.2004 Corbis vermarktet Warhol-Bildrechte exklusivDie Bildagentur Corbis hat die exklusiven Vermarktungsrechtefür Bilder und Abbildungen des Werks der 1987 verstorbenen Pop-Art-Legende Andy Warhol von der Warhol Foundation übernommen. Wer immer in der Medien- oder Werbebranche künftig ein Abbild der wohl berühmtesten Dose Tomatensuppe der Welt verwenden will, kommt an dem Unternehmen von Bill Gates nicht mehr vorbei. "Das ist für uns mehr als nur ein weiterer Fotograf im Portfolio", erklärte Corbis CEO Steve Davis im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Warhol ist eine weltweite und professionell gemanagte Marke." .... (handelsblatt)23.7.2004 Mercedes ist die Marke mit den loyalsten KundenDie Stuttgarter Automarke Mercedes hat dieloyalsten Kunden und damit den höchsten Anteil an potentiellen Wiederkäufern. Gefolgt von BMW, Lego und Coca Cola. Das ergibt eine unter Markennutzern durchgeführte empirische Untersuchung der weltweit agierenden Dialogagentur Wunderman. Für die Studie befüragten die Kommunikationsspezialisten Konsumenten kategorieübergreifend zu ihrem markenbezogenen Kaufverhalten. Aus den Antworten und den daraus resultierenden Loyalitätsprofilen ermittelten die Forscher die Top Ten der Marken mit den loyalsten Kunden. Angeführt von Mercedes (1), gefolgt von BMW (2), Lego (3), Coca Cola (4), Singapore Airlines (5), Pepsi (6), Disney (7), Ratiopharm (8), Audi (9) und O2 (10). Die neuen Analysetechnik (Brand Experience Scorecard) zeigt auch die konkrete Markenerfahrung in den einzelnen Branchen. Zu den Branchen-Siegern zählen im Bereich Auto: Mercedes (1), BMW (2), Audi (3), Toyota (4) und Ford (5) Airlines: Singapore Airlines (1), Lufthansa (2), Ryanair (3), British Airways (4) und Air France (5) Pharma: Ratiopharm (1), Bayer (2), Roche (3), Merck (4) und Aventis (5) Banken: Diba (1), Dresdner Bank (2), Deutsche Bank (3), Citibank (4) und Commerzbank (5) (handelsblatt)22.7.2004 Chopard DüfteDer Lizenznehmer erweitert die Chopard-Duftrangeum den Duft "Infiniment". Die Einführung des Damenparfüms wird von einer Anzeigenkampagne werblich begleitet. (rp)19.7.2004 Vorschrift zur MarkennutzungTotal, die viertgrößte Tankstellenmarke in Deutschlandnach Aral, Shell und Esso, vereinheitlicht derzeit den Auftritt aller Tankstellen und eliminiert Marken wie Elf und Fina. Doch in Berlin eröffnete Total eine Minol Station und verkauft da "Ostalgie" Produkte wie Spreewaldgurken und F6 Zigaretten. Hintergrund ist, dass die Marke Minol sonst im nächsten Jahr verloren ginge. In der EU verliert man die Rechte an einer Marke, wenn sie fünf Jahre nicht genutzt wird. In den USA schon nach zwei Jahren.19.7.2004 Bilanzierung von MarkenVermögenswert MarkeVon Maike Telgheder Neue Bilanzregeln rücken Marken in den Fokus: In Zukunft müssen Unternehmen bei einer Übernahme die gekauften Marken mit ihrem Wert in die Bilanz einstellen. Damit wird die Diskussion um Markenbewertung nicht mehr nur von den Marketingabteilungen geführt. Welchen Wert haben Marken und wie ermittelt man ihn? Die Frage wird die Führungsetagen europäischer Konzerne in den nächsten Monaten stärker beschäftigen. Denn börsennotierte Unternehmen müssen künftig bei jeder Firmenübernahme in ihren Bilanzen die erworbenen immateriellen Vermögenswerte ausweisen - Marken, Patente oder auch Kundenbeziehungen. Das schreiben die neuen International Financial Reporting Standards (IFRS) vor, nach denen börsennotierte Konzerne in der Europäischen Union ab 2005 ihre Geschäftsberichte erstellen müssen. Deshalb ermittelt beispielsweise der Henkel-Konzern, welche immateriellen Vermögenswerte er mit dem Kauf des US-Konsumgüterunternehmens Dial erworben hat. Dabei geht es nicht nur um den Wert der Waschmittelmarke Purex und der anderen Dial-Produkte, sondern unter anderem auch um die übernommenen Kundenstämme, Auftragsbestände und patentierte Technologien. Die neuen Regeln werden mehr Transparenz für den Kapitalmarkt bringen, aber sie erhöhen auch den Rechtfertigungsdruck auf das Management. Bei Zukäufen muss eine viel genauere Bewertung der Akquisition durchgeführt werden und die muss dann auch offen gelegt werden. Wichtiges Novum der neuen Standards ist, dass künftig bei Unternehmenszusammenschlüssen jeweils ein Konzern als Erwerber identifiziert werden muss. Einen Merger of Equals wie bei Daimler und Chrysler, bei dem beide Unternehmen ihre Buchwerte addiert haben, wird es dann nicht mehr geben. Bilanztechnisch müssen Fusionen in Zukunft immer als Erwerb dargestellt werden. Bei der Ermittlung des Kaufpreises müssen die Unternehmen künftig eine Vielzahl immaterieller Vermögenswerte identifizieren und bewerten, die bislang im so genannten Goodwill subsumiert waren. Marken, Werbung, Lizenzen, Stillhalteabkommen, Internet Domains, Kundenlisten, Leasing-Verträge, Computer-Software aber beispielsweise auch Wegerechte, die in der Energiewirtschaft eine große Rolle spielen, fallen darunter. Ein ungeheurer Aufwand, der den Wirtschaftsprüfern einige neue Aufträge sichern dürfte. Natürlich ist ein Kritikpunkt an den neuen Standards, dass sie die Abbildung von Akquisitionen deutlich komplexer und aufwendiger werden lassen. Aber das ist der Preis, der für die höhere Transparenz entrichtet werden muss. Die Kapitalmarktakteure sollen in die Lage versetzt werden, den Erfolg von Transaktionen besser beurteilen zu können. Die neuen IFRS/IAS-Regelungen folgen den vor drei Jahren geänderten US-GAAP-Vorschriften, um eine weit reichende Übereinstimmung zu erlangen. Eine weitere wichtige Neuerung der Standards: Den Goodwill und seine planmäßige Abschreibung wird es mit IFRS künftig nicht mehr geben. Statt der subsumierten Gesamteinschätzung der immateriellen Vermögenswerte müssen Konzerne die von ihnen erworbenen Firmen künftig jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairmenttest) unterziehen und damit die Werte von Marken, Patenten und Kundenbeziehungen ermitteln und in ihre Bilanz einstellen. Allerdings gilt das nur für die Marken zugekaufter Unternehmen, nicht für die selbst geschaffenen Marken. Der Wert, den beispielsweise Beiersdorf mit seiner Marke Nivea kreiert hat - er wird auch künftig nicht in der Bilanz auftauchen. Bewertungsanlässe: Bisher wurden Marken hauptsächlich im Falle eines Kaufs oder Verkaufs bewertet. Im Marketing diente die Ermittlung des Markenwertes auch dazu, um zu erfahren, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um die Stellung der Marke positiv zu beeinflussen. Neue IFRS-Regeln: Wenn börsennotierte Unternehmen andere Firmen kaufen, müssen sie den Wert der erworbenen Marken künftig jährlich bestimmen und in der Bilanz ausweisen. Eigene Marken: Der Wert selbst geschaffener Marken wird auch künftig nicht in der Bilanz aktiviert werden. Deshalb werden Unternehmen, die organisch wachsen, vom Bilanzbild her ganz anders da stehen als solche, die durch Zukäufe gewachsen sind. Das kann sich negativ auf die Kreditvergabe auswirken, warnen Experten. Sie empfehlen Firmen, die organisch wachsen, füreiwillig über den Wert ihrer selbst geschaffenen Marken im Geschäftsbericht Auskunft zu geben. 15.7.2004 Profitabel - nur durch LizenzenPhilips weist im aktuellen Quartalsberichtfür den Bereich Unterhaltungselektronik € 87 Mio. Lizenzeinnahmen aus. Ohne diese hätte die Sparte UE einen Verlust von über € 30 Mio. erwirtschaftet. (ftd) 14.7.2004 Flüchtiger LuxusJung, erfolgreich, gut verdienend - es gibt ihn noch,den erfolgreichen Nachwuchs in den Führungsetagen. Doch der Handel profitiert nicht von der überquellenden Kaufkraft. Denn Manager haben einen vollen Terminkalender, und so sind die Profiteure der Zeitarmut nicht Cartier und Gucci, sondern Aldi, Amazon und Lidl. Junge Manager mit ihren Familien sind die perfekte Zielgruppe, könnte man meinen. Doch tatsächlich tragen kaufkräftige Verbraucher unter 40 Jahren nicht viel dazu bei, den Konsum in Deutschland anzukurbeln. Ihr Problem: Zeitmangel. 36 Prozent der Bürger gehören zu den "Zeitarmen", ergab eine Studie des Marktforschers GfK, die am vergangenen Freitag in Nürnberg vorgestellt wurde. Nur 27 Prozent - überwiegend Rentner - werden dagegen zu den "Zeitreichen" gezählt - der Rest bewegt sich in der Mitte. Es sind die Jüngeren und dabei insbesondere die Frauen, die über Zeitstress klagen. "Die Zeitnot scheint weiblich zu sein", sagte die Marketingexpertin Christa Wehner. "Kinder und Karriere lassen vielen Frauen zeitlich besonders wenig Spielraum." Um das steigende Tempo des Alltagslebens zu bewältigen, entwickeln die "Zeitarmen", die als besonders ungeduldig und perfektionistisch gelten, eigene Zeitspar-Strategien. Außerordentlich lästig ist ihnen das Beschaffen der Alltagsprodukte. Sie kaufen stärker auf Vorrat ein und erwerben mehr Fertiggerichte. Dem Spruch "Wer die Wahl hat, hat die Qual" stimmen rund drei Viertel aller Gehetzten zu. "Die Leute haben keine Lust, aus einem zehn Meter langen Jogurt-Regal einen auszuwählen", sagte Wehner. Profiteure des Zeitstresses seien daher besonders Discounter wie Aldi und Lidl. "Dort gibt es zwei Sorten Jogurt. Das finden die meisten Leute völlig ausreichend." Auch ein Parkplatz vor der Türe ist für die "Zeitsparer" ein wichtiges Kriterium, ebenso die schnelle Abfertigung an der Kasse. Um Zeit zu sparen, wird auch weniger geschlafen. "Schlaf ist für manchen offenbar reine Zeitverschwendung", sagte Wehner. Bei fast jedem zweiten "Zeitarmen" klingelt bereits nach weniger als sechs Stunden Nachtruhe wieder der Wecker. Die klaren Gewinner in der Konkurrenz um Zeit und Aufmerksamkeit seien dagegen die Medien. "Man könnte auch sagen, sie seien mit schuld an der zunehmenden Zeitnot." Besonders das Internet werde intensiv genutzt, zum ausgiebigen Fernsehen bleibe allerdings nur am Wochenende Zeit. Für die Werbung bedeutet das: Sie muss mit neuen Strategien auf das gewandelte Einkaufs- und Medienverhalten reagieren. "Werbung, die Verbraucher mit höherem Einkommen, aber knappem Zeitbudget erreichen will, muss ihnen dorthin folgen, wo sie sich aufhalten", sagte der Geschäftsführer der Münchner Agentur Serviceplan, Peter Haller, auf der GfK-Tagung. Er empfahl mehr Online-Werbung, denn da der zeitknappe Verbraucher während der Woche weniger fernsehe und häufig unterwegs sei, erreichten ihn die TV-Werbebotschaften nur selten. (dpa)12.7.2004 3/4 aller Konsumenten halten einer Marke die TreueMehr als drei Viertel der Konsumenten (76,4 Prozent) habeneine Marke, der sie über viele Jahre hinweg die Treue halten. Vor allem bei Bier, Kindernahrung und Zigaretten ziehen die Verbraucher Markenprodukte den günstigeren Alternativen vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Markenstudie der Hamburger Marktforscher von dpm-team. Klarer Sieger der Treuemarken ist Nivea. Jeder Zehnte (10,9 Prozent) will nicht auf diese Marke verzichten. In den Treue-Top-5 sind desweiteren Milka (8,1 %), Persil (6,3 %), Coca-Cola (5,5 %) und Marlboro (4,1 %) zu finden. Insgesamt nannten die Befüragten ungestützt über 100 verschiedene Marken aus allen Lebensbereichen. Ein klares Bild ergibt sich bei der Frage, bei welchen Produktbereichen die Verbraucher echte Markenprodukte, Handelsmarken oder Produkte von Discountern bevorzugen: Markenprodukte werden vor allem bei Bier (80,8 %), Kindernahrung (75,0 %), Zigaretten (71,9 %), Sekt (69,5 %), Kaugummi (69,3 %), Kosmetik (69,0 %) und Kaffee (68,7 %) gewählt. Markenprodukte gelten dabei als "bekannt", "etabliert" und "beliebt", aber als wenig "preisgünstig". Anders sieht der Aspekt "preisgünstig" bei Handelsmarken und Produkten von Discountern aus. Favorisierte Handelsmarken nennen die Befüragten in Produktkategorien wie Haushaltsreiniger (33,6 %), Mineralwasser (31,2 %) und Toilettenpapier (29,4 %). Dass die Marke bei einigen Produkten sogar nebensächlich sein kann, zeigt die Entscheidung für bestimmte Produkte aus einem Discounter. Hier nennen die Teilnehmer Toilettenpapier (58,1 %), Saft (49,0 %) und Haushaltsreiniger (44,4 %). Die Studie basiert auf einer bundesweiten Befüragung unter 1.078 Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren über das Umfürageportal meinungspool.de. 12.7.2004 MarkenanmeldungenDie Zahl der in Deutschland eingetragenen Markenverdoppelte sich in den 10 Jahren von 1992 bis 2002 auf 1.000.000 (eine Millionen). (mm)8.7.2004 Herkunftsland, eine Hilfe oder Bürde?Es war einmal ganz einfach.Amerikanisch sein war cool, aus Deutschland kamen die besten Autos und Hi-Fi kaufte man spätestens seit dem Walkman aus Japan. Das ist natürlich eine Vereinfachung und dennoch hat das Herkunftsland signifikanten Einfluss auf die Beurteilung von Waren durch Konsumenten. Nur, diese Beurteilungen scheinen sich immer schneller zu ändern. "Made in Germany" war über 100 Jahre ein unangefochtenes Qualitätssiegel, Amerika war über 50 Jahre groovy, cool oder hipp – je nach Altersgruppe - und Japan war 20 Jahre lang ein Synonym für Unterhaltungselektronik. Amerika ist nicht mehr so cool - zumindest aus Sicht vieler Menschen. NOP World, eine weltweite Marktforschungsgesellschaft aus New York, berichtet von abnehmender Popularität und vor allem abnehmendem Kauf US-Amerikanischer Marken außerhalb der USA. Grundlage ist die jährliche Befüragung von 30.000 Konsumenten in 30 Ländern. Demnach erleiden US-Marken wie Coca-Cola, Microsoft, Nike und McDonald’s Vertrauensverlust bei Konsumenten, da der abnehmende Respekt vor der Amerikanischen Kultur auf sie abfärbt. Natürlich ist die Amerikanische Lebensart immer noch für viele Menschen attraktiv, es gibt kaum Boykotte oder massive Einbrüche. Es gleicht mehr einer Erosion. Andere Länder steigen auf. China und Korea gewinnen an Prestige mit dem Erfolg der dortigen Hersteller wie Legend, Samsung oder LG. Und diese wiederum profitieren vom Prestigeanstieg ihres Herkunftslandes. Im Zuge der Globalisierung haben sich viele Marken von ihrem Herkunftsland verabschiedet. "Made by BMW" statt "Made in Germany", aus "British Telecom” wurde "BT” und die meist als Englisch bezeichnete Bank "HSBC" hieß mal "Hongkong and Shanghai Banking Corporation". Eine regelmäßige Überprüfung der Relevanz für und des Einfluß des Herkunftslandes auf eine Marke ist nötig.7.7.2004 Liechtenstein ist MarkeDer Kleinstaat Liechtenstein ist künftig auch eineinternationale Dachmarke. Eigentümerin ist die Stiftung Liechtenstein. Die Marke besteht aus einem Schriftzug und einer stilisierten Krone. Diese enthält sechs Elemente, die unter anderem die Rolle des Landes als Wirtschaftsstandort, Finanzplatz und Ferienland symbolisieren. (ork) 7.7.2004 Umsatz der deutschen Markenartikler stagniertDie deutschen Markenartikler haben im vergangenen Jahr337 Milliarden Euro Umsatz gemacht - genau so viel wie 2002. Dies gab der Markenverband heute in Hamburg bei der Präsentation seiner Jahresbilanz bekannt. Danach ist das Inlandsgeschäft um 0,5 Prozent auf nun 190 Milliarden Euro geschrumpft, während die Exporte um 0,7 Prozent auf 147 Milliarden Euro zulegten. "Vor dem Hintergrund der extrem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation hat sich die Markenartikelwirtschaft insofern recht beachtlich geschlagen", erklärt Johann C. Lindenberg, Verbandsvorsitzender und Chef von Unilever Deutschland. Dabei entwickelten sich die verschiedenen Branchen unterschiedlich: Während die Ernährungsindustrie den Markenumsatz um 2 Prozent steigerte, musste der Bereich Markenkleidung ein Minus von 5,5 Prozent hinnehmen. Für das laufende Jahr rechnen knapp 48 Prozent der Mitglieder mit einer Zunahme der inländischen Umsätze, 29 Prozent gehen von einer Stagnation aus und 23 Prozent von einem Minus. (horizont)29.6.2004 IconKids & Youth: Trend Tracking Kids 2004Die beliebtesten Fernsehwerbungen nach MarkenMit weitem Abstand sehen die Jugendlichen zwischen 6 und 19 Jahren Werbung von McDonalds am liebsten. Konkurrent Burger King kommt in den Top Ten hingegen nicht vor. Angaben in Prozent McDonalds 15 Coca-Cola 9 Fanta 6 Kinder 5 Haribo 5 Axe 5 Levis 5 Peugeot 4 Ikea 4 VW 4 weiß nicht/k.A. 25 Beliebteste Beigaben nach Produktarten Dinge zum Sammeln wie Sticker oder Poster finden die Jugendlichen zwischen sechs und 12 Jahren richtig gut. Angaben in Prozent JungenMädchen Dinge zum Sammeln (Sticker, Poster) 23 25 Figuren, Anhänger 26 20 Spezielle Lizenzthemen 21 18 Spielsachen 19 18 Modische Accessoires (Schmuck, Tattoos)2 18 Gebrauchsgegenstände (Tasse, Strohhalm)7 9 (wuv)29.6.2004 Werbung treibende wechseln von TV auf elektronische SpieleDie Werbeausgaben in Spielen, die über Konsolen,Online- oder kabellose Zugänge angeboten werden, steigen in den USA beständig. Das ist ein zentrales Ergebnis der New Yorker Konferenz "AdWatch: Outlook 2004". Ein Grund für die zunehmende Beliebtheit dieses Mediums sind die jährlich steigenden Kosten für TV Spots. Immer weniger Werbung treibende Unternehmen scheinen bereit zu sein, dieses Spiel der amerikanischen TV- und Kabelanstalten mitspielen zu wollen. Statt in TV zu werben, gehen die Marketers dazu über, ihre Marken in elektronischen Spielen oder so genannten "Advergames" zu platzieren. Die größte Nachfürage gibt es für Produkt Placements in aktuellen Video-Spielen. Entgegen kommt den Unternehmen, dass sich die Demographie der Spieler im Laufe der Jahre grundlegend gewandelt hat. Es ist nicht mehr der männliche Teenager wie vor rund 15 Jahren. Der durchschnittliche Konsolen-Spieler ist heute 28 Jahre alt und fast jeder zweite Spieler ist weiblich (44 Prozent). Von diesen weiblichen Spielerinnen ist die Mehrheit über 35 Jahre. Für die nächsten zwei Jahre erwarten die amerikanischen Experten, dass das Interesse vor allem an mobilen Spielen explodieren wird. "Am Ende des Tages wird es die größte Herausforderung sein, eine Pampers-Box in ein Video-Spiel zu integrieren", prophezeit ein Konferenzteilnehmer. (asw) 23.6.2004 FCB ist die viertteuerste Fußball-Marke EuropasDer FC Bayern München bleibt die teuerste Markeim deutschen Fußball. Eine aktuelle Studie ergab einen Markenwert von 149 Millionen Euro für den Klub, der als einer der wenigen Bundesligisten über eine weltweite Fan-Basis verfügt. Auf europäischer Ebene liegen die Münchner nur auf Platz vier hinter Manchester United (288 Millionen Euro), Real Madrid (278 Millionen Euro) und dem AC Mailand (197 Millionen Euro). Von den deutschen Klubs rangiert außer den Bayern lediglich Borussia Dortmund unter den Top-Ten Europas. Der BVB nimmt mit einem Markenwert von 85 Millionen den neunten Platz ein. Immerhin haben es Schalke 04 (47 Millionen Euro) und Bayer 04 Leverkusen (40 Millionen Euro) auf die Plätze 14 und 15 geschafft. (ha) 23.6.2004 Electrolux erwirbt Markenrechte an AEGDie AEG-Haushaltsgeräte sollen von 2005 anunter der Doppelmarke AEG-Electrolux auf den Markt kommen. Die schwedische Electrolux-Gruppe habe dafür die Rechte an der Marke AEG erworben, teilt Electrolux Deutschland mit. Die Rechte lagen zuvor bei der EHG Elektroholding , die zur Daimler-Chrysler-Gruppe gehört. Sie wurden von Electrolux im Rahmen einer Lizenzvereinbarung genutzt. Mit der Doppelmarke soll die Zugehörigkeit von AEG zur Electrolux-Gruppe untermauert werden. Insgesamt will Electrolux in diesem Jahr 70 Millionen Euro in AEG investieren. (mas)22.6.2004 TrendProfile: Kunden greifen zur MarkenwareDie Marke spielt beim Kauf von Unterhaltungselektronikeine entscheidene Rolle. Dies geht aus der Studie TrendProfile des Magazins Stern über den Markt der ′Consumer Electronics′ hervor. Nach der Beratung durch den Fachhandel, der mit 78 Prozent die höchste Priorität beim Kauf genießt, folgt mit 68 Prozent die Bekanntheit der Marke. Die bekanntesten Elektronik-Marken sind laut TrendProfile Philips, Siemens, Grundig und Sony. Ihre Bekanntheit liegt jeweils weit über 90 Prozent. Siemens kommt allerdings trotz einer Bekanntheit von 98 Prozent nur auf eine Kaufbereitschaft von 38 Prozent. Spitzenreiter Philips erreicht dagegen bei einer Bekanntheit von 99 Prozent eine Kaufbereitschaft von 52 Prozent. Allerdings hat der niederländische Weltkonzern eine vergleichsweise alte Kundschaft. Die höchste Kaufbereitschaft erzielt Philips in der Altersgruppe der 50- bis 59jährigen. Anders Sony; die Bereitschaft zum Kauf dieser Marke erreicht ihren Peak in der umworbenen Gruppe der 20- bis 29jährigen. Dass Marken trotz eines vergleichsweise bescheidenen Bekanntheit eine durchaus respektable Kaufbereitschaft erzeugen, zeigt das Beispiel Bang & Olufsen. Obwohl nur 48 Prozent der Befüragten die dänische Premium-Marke kannten, erreicht die Kaufbereit 13 Prozent. Im Vergleich zur TrendProfile 2002 konnten Toshiba ( + 12 Prozent), Thomson (+ 11) und Samsung (+ 9) ihre Bekanntheit am deutlichsten verbessern. (wik) 18.6.2004 Gerry Weber kommt erstmals mit Parfüm auf den MarktDer westfälische Damenmodehersteller Gerry Weber, Halle,launcht im September sein erstes Parfüm. Hersteller und Lizenznehmer ist der Kölner Kosmetikhersteller Muelhens, ein Tochterunternehmen der Wella-Kosmetiksparte Cosmopolitan Cosmetics. Zielgruppe der Gerry-Weber-Duft- und Pflegeserie sind Frauen zwischen 40 und 59 Jahren. Eine Printkampagne in auflagenstarken Frauenzeitschriften begleitet die Markteinführung. Ein Gewinnspiel am PoS mit Verlosung einer Wellness-Reise in ein 5-Sterne-Luxushotel rundet das Marketingpaket ab. (rp)15.6.2004 Studie - POS-Marketing Report 2004Was landet in Zeiten der Konsumflaute im Einkaufswagen?Im Durchschnitt kaufen die Konsumenten zu 28 Prozent ihre Lieblings-Marke, bei 37,6 Prozent ihrer Einkäufe greifen sie lieber innerhalb einer Produktgruppe zu der jeweils günstigsten Marke im Angebot und bei 24,2 Prozent entscheiden sich die Befüragten generell für das billigste Erzeugnis. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle POS-Marketing Report 2004 der Wiesbadener Marketingberatung UGW. 10.6.2004 Shiseido launcht FCUK-Duft in DeutschlandDer Kosmetikhersteller mit Sitz in New Yorklauncht sein Lizenz-Parfüm "FCUK" nun auch in Deutschland und Österreich. Lizenzgeber ist der britische Modehersteller French Connection. Die hiesige Vertriebsgesellschaft bringt den Duft in einer Variante für Damen und Herren im Juli in den Handel. Begleitend dazu startet unter dem Motto "Scent to bed" eine Printkampagne (rp) 4.6.2004 Ferrari-Pferd genießt ArtenschutzDer Bundesgerichtshof hat dem Ferrari-Pferd,Markenzeichen des italienischen Sportwagenherstellers, einen weit reichenden Schutz zugesprochen. Wer seine Waren ebenfalls mit einem sich aufbäumenden Pferd schmückt, muss sich auf Unterlassungsklagen einstellen. Das hat jetzt ein Hersteller von Computerspielen erfahren müssen, dessen Lenkräder und Pedale ebenfalls ein schwarzes Pferd schmückten. Das Tier sah zwar deutlich anders aus als das Ferrari-Pferd mit der fliegenden Mähne und dem aufgestellten Schweif. Das Pferd auf dem Computerspiel war deutlich stämmiger, besaß keine fliegende Mähne und sein Schweif hing zu Boden. Dennoch befanden die Bundesrichter, dass eine Zeichenähnlichkeit vorhanden sei. Denn, so die Begründung des für das Wettbewerbsrecht zuständigen I. Zivilsenats, es komme auf den Gesamteindruck an. (tagesschau)3.6.2004 Studie ModetrendsetterTrendsetter mögen Tommy Hilfiger, Esprit und NikeDie bevorzugten Modemarken der trendbewussten deutschen Bevölkerung sind Tommy Hilfiger, Esprit, Nike, Mexx, Replay, Marco O′Polo, Diesel und Benetton. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung, die der Werbezeitenvermarkter von ProSibenSat.1, SevenOne Media, gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführt hat. Knapp ein Drittel der Deutschen sieht sich demnach als Mode-Trendsetter. Zu diesem Personenkreis zählen vornehmlich junge Frauen, die selbst wenig verdienen, aber durch Eltern oder Lebenspartner über ein vergleichsweise hohes Budget verfügen, das sie in Modeartikel stecken. Neben den genannten Marken bevorzugen die Fashion Victims Trendsportarten als Freizeitbeschäftigung, probieren gern neue Produkte und sind nach eigenen Angaben Werbung gegenüber sehr aufgeschlossen. (sh) 3.6.2004 Mexx LizenzMexx launcht Waterlove-DuftserieDer Kölner Kosmetikhersteller Muelhens erweitert die Parfüm- und Körperpflegeserie seiner Lizenzmarke Mexx. Im Juli bringt das Tochterunternehmen der Wella-Kosmetiksparte Cosmopolitan Cosmetics den Duft "Waterlove" in einer Damen- und Herrenvariante auf den Markt. Zielgruppe sind junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren, die "spontan sind, Neues ausprobieren, aber den eigenen Idealen treu bleiben", textet das Unternehmen. Zur Markteinführung startet eine TV-Kampagne auf reichweitenstarken Privatsendern sowie Kooperationen mit ausgewählten Zeitschriften. (rp)3.6.2004 Was macht Kultmarken aus?Kultmarken sind unabhängig von aktuellen StrömungenTradition ist der wichtigste Erklärungsfaktor einer so genannten Kultmarke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Media-Logics, der Marktforschungssparte von Zenith-Optimedia in Düsseldorf. In persönlichen Interviews und einer Internetbefüragung wurden 1000 Konsumenten befüragt, was eine Marke ihrer Meinung nach zum "Kult" macht. 79 Prozent nannten Tradition, 70 Prozent Authentizität und 64 Prozent eine "persönliche Verwicklung mit der Marke". Kultmarken zeichne also vor allem eine "Unabhängigkeit von aktuellen Strömungen mittels einer unnachahmlichen Trendkreation aus", resümieren die Autoren. (rp) 23.5.2004 Chinesische MarkenChinesische Marken sind auf dem Sprung nach EuropaJeder besitzt unzählige Produkte "Made in China". Aber kaum jemand kennt auch nur einen einzigen chinesischen Markennamen. Das könnte sich bald ändern, denn immer mehr chinesische Unternehmen, die bisher nur als namenlose Auftragsfertiger für westliche und japanische Multis tätig waren, erwägen unter eigenem Markennamen den Schritt auf internationale Märkte. Kühlschränke von Haier, Laptops von Lenovo, Handys von TCL, Flachbildschirme von Konka, Mikrowellenherde von Galanz oder Anzüge von Baoxiniao - all das soll künftig global vermarktet werden. "Wir befinden uns in der Mitte einer Revolution", kommentiert Craig Branigan, Chef der Design-Beratung Landor die Entwicklung. Fast alle multinationalen Konzerne lassen Produkte in China fertigen. Bis heute hat es allerdings noch keine einzige chinesische Marke unter die Top 100 des jährlichen Business-Week-Rankings geschafft. Noch konzentrieren sich chinesische Markenartikler auf den großen heimischen Markt. Experten rechnen jedoch damit, dass schon in drei bis fünf Jahren in vielen Branchen chinesische Marken zu den stärksten Konkurrenten westlicher Hersteller auf internationalen Märkten heranwachsen können. Der chinesische Computerhersteller Lenovo will schon im zweiten Halbjahr dieses Jahres in mindestens zwei europäische Märkte einsteigen, sagt Marken-Direktor Zhu Guang. Welche, will er bewußt noch nicht preisgeben. Die Zeiten, in denen "Made in China" als Warnsignal für Ramsch und Mangelware diente, sind vorbei, viele chinesische Hersteller wie Lenovo müssen sich in punkto Qualität nicht vor den Wettbewerbern verstecken. Das Unternehmen hat schon seit den fürühen 90er Jahren als Zulieferer für viele internationale Hersteller Erfahrung gesammelt und hält heute einen Weltmarktanteil von rund 20 Prozent bei PC-Motherboards, sozusagen das Gehirn des Computers. Zhang Ruimin, CEO des Elektronikriesen Haier, geht da noch weiter: "Unser Erfolg in ausländischen Märkten hängt für uns vor allem von einer Sache ab: lokal ausgerichtete Marken zu schaffen. Wir müssen den Amerikanern das Gefühl geben, dass es sich bei Haier um eine amerikanische Marke handelt und nicht um chinesische Importware". Damit dreht Haier den Spieß um, denn bisher waren es vor allem amerikanische Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble, die sich mit einer gänzlich lokalisierten Markenkommunikation Marktanteile in China sicherten. Den meisten chinesischen Neulingen mit globalen Ambitionen fehlt jedoch die Erfahrung mit internationalem Marketing und den Präferenzen ausländischer Verbraucher. "Im wesentlichen gibt es zwei Strategien, mit denen chinesische Marken in den internationalen Wettbewerb treten", sagt Dr. Nicolas Ziegler, Manager bei der Unternehmensberatung BBDO Consulting. "Zum einem versuchen chinesische Unternehmen durch Vertriebskooperationen mit großen Händlern in einen ausländischen Markt einzusteigen. Sie minimieren so ihre Werbe- und Marketingkosten, und lassen die gute Qualität ihrer Produkte für sich sprechen." Beispiel ist der chinesische Fernsehgerätehersteller Changhong, der seine Produkte bei Wal Mart unter den Namen "Apex Digital" vertreibt. Zum anderen, so BBDO-Berater Ziegler, besetzten chinesische Marken gerne zunächst Nischensegmente wie beispielsweise Haier mit seinen Mini-Kühlschränken, bevor sie ihre Wettbewerber in profitableren Marktsegmenten attackieren. Im Geschäft mit dem Endkonsumenten bieten Discountketten chinesischen Marken eine profitable Bühne, die eigene Marke - flankiert durch gezielte PR - bei preisbewussten Käufern bekannt machen. Der Discounter bürgt im Gegenzug für die gute Qualität der neuen Marke. Der Trend zum Discount und Smartshopping könnte chinesischen Marken, die sich fast immer über einen noch niedrigeren Preis vom Wettbewerb differenzieren können, den Eintritt in westliche Märkte noch erleichtern. HANDELSBLATT19.5.2004 UnternehmenswertMarketing-Potenzial ungenutztDeutsche Marketeers bleiben bei ihrem Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes hinter ihren Möglichkeiten. Für sie ist das unternehmensstrategische Handeln weit weniger wichtig als die marktorientierte Unternehmensführung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Marketing und Unternehmenswert - eine Erfolgsstory?". Der in Zusammenarbeit mit dem Marketing Forum, Dr. Philip Kotler (Northwestern University), und dem Assekuranz Marketing Circle in Deutschland vorgenommene internationale Vergleich von Marketing-Funktionen zeigt, dass Marketers zwar die richtige Intention haben, Kunden- und Aktionärsnutzen zu steigern. Sie verharren jedoch meist in traditionellen Aufgaben: Kundenbedürfnisse wecken, Produkte auf Kundenanforderungen ausrichten und Umsatz steigern. Firmen mit wertorientierten Zielen im Marketing erzielen dagegen einen um sechs Prozentpunkte höheren Total Shareholder Return. Weitere zentrale Ergebnisse der internationalen Studie zum wertorientierten Marketing: Marketers haben zwar den Anspruch für strategisches Handeln, agieren jedoch nicht so, dass sie maximalen ‚Shareholder Value’ erreichen: Deutsche Marketers bewerten das Ziel Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie mit 35 Prozent weniger wichtig als marktorientierte Unternehmensführung mit 63 Prozent – international ist dies genau umgekehrt. Marketers sind gut im Schaffen von Kundenwert, können jedoch ihren Beitrag kaum genau quantifizieren und unternehmenswert-orientierte Steuerung umsetzen – Marketers in Deutschland stimmen Aussagen zur Konzentration auf profitabelste Produkte und Kunden erheblich weniger zu als der internationale Durchschnitt (40 % zu 70 %). Marketers haben Kernkompetenzen in klassischen Marketingaufgaben, könnten aber das Marketing auf eine noch erheblich strategischere Ebene heben: Teilnehmer aus Deutschland bewerten ihre Fähigkeit zum aktiven Realisieren der Geschäftsstrategie mit 44 Prozent niedriger als international (74 Prozent) – nur 14 Prozent der Teilnehmer, in Deutschland 10%, sehen die primäre Aufgabe, Marketing auf der Agenda des Vorstands zu verankern. (asw) 19.5.2004 Mund-zu-Mund PropagandaMund-zu-Mund-Propaganda ist für die täglicheEntscheidungsfindung wichtig: Über 75 Prozent der Verbraucher vertrauen bei der Produktauswahl Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der internationalen Mediaagentur Mediaedge:cia, London. Die Agentur untersuchte, wer Mund-zu-Mund-Propaganda betreibt, ob sich diese Personen je nach Produktkategorie unterscheiden und welche Möglichkeiten es gibt, sie über die Medien anzusprechen. Der Analyse zufolge mischt ein weitaus größerer Anteil der Bevölkerung als bisher angenommen aktiv bei der Mund-zu-Mund-Propaganda mit. Personen, die häufig Empfehlungen aussprechen, "Transmitter" genannt, zeichnen sich durch deutliche Verhaltensweisen aus: Sie gehören in ihrer jeweiligen Kategorie zu den starken Verwendern und sind dementsprechend gut informiert. Sie haben ein hohes Markenbewusstsein, achten verstärkt auf Werbung und nutzen die vorhandenen Kommunikationskanäle überdurchschnittlich. Die Mehrzahl der Bevölkerung gehört in mindestens einer Kategorie zu den Transmittern. Allerdings unterscheiden sich diese Personen je nach Produktkategorie stark voneinander - auch in Bezug auf ihr Mitteilungsbedürfnis. Dieser Impuls kann von den Produkten kommen, aber auch von dem Werbeauftritt oder von der Marke selber. Die Forscher empfehlen, Mund-zu-Mund-Propaganda als grundlegende Philosophie in alle Bereiche der Marketing-Strategie einzubinden. Marketeers sollten ihre laufenden Programme überprüfen und sich in der Kommunikation verstärkt auf Transmitter konzentrieren. Eine Möglichkeit wäre, sie in den verschiedenen Kommunikationskanälen durch Promotions, Treuekampagnen, Mitglieder-werben-Mitglieder-Initiativen etc. aktiv einzubinden. Die Analysten der Agentur befüragten für die Studie "Where′s Debbie?" 10 000 Personen in Großbritannien. (handelsblatt)14.5.2004 Abnehmendes Image von US MarkenDas Image von US-Marken wie McDonalds, Coca-Cola,Nike und Microsoft verliert im Zuge der zu beobachtenden geringeren Wertschätzung der US-amerikanischen Kultur. Einer neuen Studie des internationalen Marktforschungsinstituts NOP World zufolge ist die Beliebtheit von US-Marken im vergangenen Jahr signifikant zurückgegangen, während Labels, die als "nicht-amerikanisch" wahrgenommen werden, in ihrer Bewertung relativ konstant bleiben. Wie NOP berichtet, ist der Anteil der nicht- amerikanischen Konsumenten, die Coca-Cola "vertrauen", von 55 Prozent auf 52 Prozent, der von McDonalds von 36 Prozent auf 33 Prozent gefallen. Auch Nike (von 56 auf 53 Prozent) und Microsoft (von 45 auf 39 Prozent) müssen Einbussen bei der Imagebewertung hinnehmen. Befüragt zu den Assoziationen mit "Ehrlichkeit" fällt Coca-Cola von 15 auf 18 Prozent, McDonalds von 19 auf 14 Prozent, Nike von 14 auf elf und Microsoft von 18 auf zwölf Prozent. Insgesamt ist die Verwendung von US-Marken von 30 auf 27 Prozent gesunken, während der Gebrauch nicht-amerikanischer Marken mit 24 Prozent konstant bleibt. Der Prozentsatz von Konsumenten, die glauben, dass Ehrlichkeit ein wichtiges Attribut amerikanischer Kultur ist, liegt in einer Reihe von wichtigen Märkten wie Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und der Türkei unter 50 Prozent. In Deutschland glauben nur 31 Prozent der Konsumenten, dass Ehrlichkeit ein amerikanischer Kulturbestandteil sei, in Saudi-Arabien sind es gerade einmal 23 Prozent. NOP befüragte im Rahmen der Studie 30 000 Menschen. Die Untersuchung erfolgte zwischen Januar und März, in einer Periode, die durch die wachsende Krise im Irak gekennzeichnet war. 12.5.2004 Marken in ChinaWas findet die zukünftige Elite cool?Chinas Studenten haben eine Schwäche für deutsche Marken. Das ergab eine Umfürage bei 1 200 Hochschülern in Peking und Shanghai. Auf der Liste der Lieblingsmarken erreicht Adidas immerhin den dritten Platz. BMW ist nach dem Urteil der Jungakademiker die coolste Automarke, noch vor Mercedes und auch vor Volkswagen, dem ausländischen Hersteller mit der längsten Fertigungstradition im Reich der Mitte. Auf Platz eins des Marken-Rankings steht Nike. Danach folgt Sony. Auf den weiter hinten liegenden Plätzen rangieren so prominente amerikanische Global Player wie Microsoft, IBM und Coca Cola. Bei der Auswertung fanden die Marktforscher auch zahlreiche Hinweise für eine optimistische Grundstimmung. 72 Prozent der befüragten chinesischen Studenten sieht der Zukunft positiv entgegen. "Mehr als jede andere Gruppe sind diese Menschen auch bereit, das Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten", meint der Verleger Huang Hung, der zusammen mit der PR-Agentur Hill & Knowlton und Sinomonitor International die Trendstudie "Cool Hunt" durchgeführt hat. Es verwundert daher auch nicht, dass 64 Prozent der Jungakademiker nach dem Studium eine Karriere in der Selbständigkeit anstreben - vor allem in Shanghai. 12.5.2004 Barbie LizenzenMattel baut Barbie zur Modemarke ausMit neuen Lizenzprodukten will Mattel seine Abhängigkeit vom Spielwarenmarkt verringern. Höhepunkt ist eine Barbie-Damenkollektion, die 2005 kommen wird. Im Zentrum des Mattel- Events beim International Licensing Summit stand Ende März bereits die Damenkollektion ′Barbie Couture′, die aber bisher nur in Japan vertrieben wird. Für das kommende Jahr ist der Europa-Start geplant. In Deutschland, wo der weltweit größte Spielwarenhersteller aus El Segundo, Kalifornien, mit Marken wie Barbie, Hot Wheels und My Scene ebenfalls an der Spitze steht (Marktanteil: zehn Prozent), hängt bisher nur die ′Barbie Kids Fashion′ für Mädchen zwischen drei und neun Jahren in den Läden. Neben ′Barbie Couture′ - der Lizenznehmer für Europa steht noch nicht fest - plant Mattel weitere neue Produkte außerhalb des Spielwarensegments. Im Herbst soll es das erste ′Barbie Parfum′ geben, Partner ist der Kosmetikriese Puig, Barcelona. In der zweiten Jahreshälfte wird Mattel wieder verstärkt werben. Geplant ist etwa ein TV-Spot für das ′Barbie Magazin′, das der Egmont-Verlag, Berlin, herausbringt. (w+v)7.5.2004 Markentreue"Markentreue bei Wasser höher als bei Bier"Jeder dritte Internet-Nutzer (31,2 Prozent) ist auf eine ausgewählte Mineralwassermarke fixiert. Dagegen hat die Mehrheit der Biertrinker zwar eine Anzahl unterschiedlicher Marken in der engeren Wahl, aber nur jeder Fünfte (21,1 %) ist seinem Bier wirklich treu - so das Ergebnis einer Markenstudie des Hamburger Marktforschungsunternehmens DPM-Team. Am stärksten ist das Markenbewusstsein der deutschen Konsumenten bei Zigaretten ausgeprägt: Mehr als die Hälfte der Raucher (57,3 Prozent) sind ihrer einmal gewählten Marke treu. Dabei fühlen sich Frauen mit 63,4 Prozent deutlich stärker ihrer Zigarettenmarke verbunden als Männer (52,3 Prozent). Die Studie basiert auf einer bundesweiten Befüragung unter 1050 Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren, die im März 2004 über das Umfürageportal meinungspool.de repräsentativ im Internet erhoben wurde. 4.5.2004 DessertMolkerei Müller erwirbt Lizenz für Cadbury DessertprodukteDas Dessertgeschäft hat nach Angaben der Molkerei Müller in Aretsried einen Wert von 50 Millionen Pfund. Müller baue damit seinen Marktanteil im traditionellen Dessertbereich aus und wird Marktführer. 30.4.2004 Image von DiscountproduktenMarkenartikler dürften angesichts der Resultatedes aktuellen HORIZONT-Markenbarometers erschüttert sein: Fast drei Viertel der Befüragten (73 Prozent) halten Discount-Produkte im Vergleich zu Markenartikeln für gleich gut oder gar besser. Nur 20 Prozent der Verbraucher halten sie dagegen für schlechter oder viel schlechter. Sogar der Service der Discounter kommt äußerst gut weg: 70 Prozent haben noch nie schlechte Erfahrungen gemacht und lediglich 18 Prozent manchmal. Als Grund für die günstigeren Preise von Aldi und Co nennen die meisten Verbraucher das schmalere Sortiment sowie den Einkauf großer Mengen (jeweils 55 Prozent der Befüragten). Der beliebteste Discounter ist Aldi, der von 50 Prozent der Befüragten am häufigsten fürequentiert wird. Auf den weiteren Plätzen folgen Lidl (22 Prozent), Plus (9 Prozent) und Penny (7 Prozent). Für die Studie wurden im November und Dezember 2003 2013 Personen ab 16 Jahren von IMAS international befüragt. (horizont)29.4.2004 Markenübernahmen StudieMit der Umbenennung einer etablierten Markesind Unternehmen in den meisten Fällen erfolglos. Dies zeigt die Studie ′Auswirkungen des Markennamenwechsels auf den Markenwert′ der Universität Mannheim. Danach sind nur ein Fünftel der Umbenennungen von Marken ein Gewinn für das Unternehmen. Der Rest mindert den Markenwert und kann die mit der Neupositionierung der Marke angestrebten Ziele nicht erreichen. Ein neuer Name, so die Studie, komme einer neuen Marke gleich. Die Marke müsse praktisch von Grund auf neuaufgebaut werden. Positive Assoziationen und garantierte Nutzenversprechen können nicht einfach auf den neuen Markennamen übertragen werden. (horizont)28.4.2004 LC1Müller Milch relauncht Nestle LC1Der Probiotik-Pionier Nestle LC1, der seit Sommer 2003 vom Lizenznehmer vermarktet wird, zeigt sich mit einem Relaunch und einem neuen TV-Spot. Der Auftritt kommuniziert die positiven Auswirkungen des Joghurt für die Darmflora. Neben Vater, Mutter und Sohn am Frühstückstisch zeigt das Commercial daher animierte LC1-Männchen, die im Darm ihre Arbeit verrichten. 28.4.2004 MarkenpiraterieMarkenpiraterie zerstört 70.000 JobsDie Schwemme gefälschter Markenprodukte kostet nach Einschätzung von Experten tausende von Arbeitsplätzen. "Produktpiraterie nimmt weltweit explosionsartig zu", sagte Volker Spitz, Vorsitzender der Vereinigung zur Bekämpfung von Produktpiraterie, in München. Statistisch sei in Deutschland bereits jedes zwölfte Markenprodukt gefälscht. Plagiate machten inzwischen zehn Prozent des Welthandels aus und zerstörten jährlich bis zu 70.000 Arbeitsplätze allein in Deutschland. Die Vereinigung rief die Verbraucher auf, auf den Kauf von billigen, aber offenbar gefälschten Markenprodukten zu verzichten. Zum Teil würden die Plagiate in Kinderarbeit hergestellt. Zu einer Hochburg der Markenpiraterie hat sich nach Einschätzung von Experten China entwickelt. Dort sei sei das Kopieren von T-Shirts, Jeans, DVDs, Spielwaren, Software oder Autoteilen zu einem eigenständigen, hochprofitablen Industriezweig geworden. Spitz fordert, dass die Europäische Union Druck auf die Staaten ausüben müsse, in denen besonders viel gefälscht wird. Dort müssten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um gegen Markenpiraterie vorgehen zu können. (tagesschau)28.4.2004 JugendmarkenNike und Adidas sind für Jugendliche die Marken-Favoriten.Um angesagt zu sein, müssen die Marken dabei von jedermann getragen und in Werbung und Medien präsent sein. Das ist die Kernaussage der Studie ′Bravo Faktor Jugend 7′ von der Bauermedia KG (Hamburg). Basis sind Interviews mit 738 Zwölf- bis 18-Jährigen.28.4.2004 MöbellizenzIn Lizenz von National Geographickommen Möbel und Einrichtungsaccessoires auf den US Markt. Nach der erfolgreichen Hemmingway Lizenz ein weiterer Versuch, die Schwäche von Martha Stewart auszunutzen. 28.4.2004 JugendBravo Faktor Jugend die Siebte: Jugendliche LebensweltenDie zentrale Botschaft der siebten Studie ′Marken und Trends′ aus der Forschungsreihe Bravo Faktor Jugend: Jugendliche finden sich selbst zuverlässig, vernünftig und normal, wären aber gerne selbstbewusst, erfolgreich und cool. Beim Konsum orientieren sie sich gerne an anderen und setzen auf bekannte Marken und Geschäfte. Was Marken in den Fokus bringt? Die Clique und die Präsenz der Marke in Werbung und Medien sind die beiden Kernpunkte, die hier ganz vorne stehen. 71 Prozent der Jugendlichen gehen davon aus, dass das Aussehen in der Zukunft wichtiger sein wird als der Charakter. 58 Prozent glauben, dass Jugendliche ihr Geld schneller ausgeben werden und 77 Prozent erwarten, dass Markennamen immer wichtiger werden. Durchgeführt wurde die Studie, die auf Interviews mit 738 Jugendlichen basiert, vom Institut Iconkids & Youth im Auftrag von Bauer Media. In 15 Produktbereichen wurden 108 Marken gestützt abgefüragt, in 7 weiteren Produktbereichen wurden Marken ungestützt erhoben. (horizont)28.4.2004 Marken gegen DiscountOetker-Marken stemmen sich erfolgreich gegen Discount-BoomDer Lebensmittelriese lässt sich auch in Geiz-ist-geil-Zeiten nicht stoppen und hat im vergangenen Jahr im In- und Ausland beim Umsatz mit seinen Markenprodukten deutlich zugelegt. Jeden vierten Euro nimmt das Bielefelder Unternehmen dabei mit Pizza ein. Jetzt liebäugelt Oetker zudem mit dem Einstieg in den Markt für Wellnesskost. Die internationalen Erlöse des Oetker- Lebensmittelgeschäftes wuchsen um 5,6 % auf 1,12 Mrd. €, sagte Firmenchef August Oetker am Dienstag in Bielefeld. "Unser Wachstum in kritischer Zeit ist ein Beweis dafür, dass starke Marken ihre Geltung beim Verbraucher behalten." Fast jeden zweiten Euro setzte das Unternehmen 2003 im Ausland um. Tiefkühlpizza sei weiter wichtigstes Segment der Produktpalette. Hier erzielte Oetker 27 % des Umsatzes (Vorjahr: 26 %) und blieb mit 37,5 % Marktanteil in Deutschland Marktführer - ebenso in acht weiteren der elf Oetker- Sortimente. Auch im europäischen Ausland nehme Oetker häufig Spitzenpositionen ein. "Es leiden vor allem die wenig profilierten Marken unter der Discounter- und Geiz-Hausse", schilderte Oetker. Trotz des getrübten Konsumklimas in Deutschland habe Oetker im Inland beim Umsatz um 2,6 % auf 581 Mill. € zugelegt. Damit wuchs Oetker mehr als doppelt so stark wie die deutsche Ernährungsbranche. Der Auslandsumsatz kletterte um 9,2 % auf 539 Mill. €. Zur Ertragslage gab es keine konkreten Angaben, sie sei jedoch "zufürieden stellend". Oetker rechnet für 2004 ebenfalls mit einem guten Geschäftsjahr. 28.4.2004 Duft Marken"Top Ten der Düfte"Frauen Deutschland: 1. Flower by Kenzo 2. Dolce & Gabbana Light Blue 3. Davidoff Cool Water Woman 4. Chanel No. 5 5. Laura Biagiotti Roma 6. Jil Sander Sun 7. Joop! Femme 8. Glow by J-Lo, Jennifer Lopez 9. Escada Ibiza Hippie 10. Laura by Laura Biagiotti" Männer Deutschland 1. Jean Paul Gaultier Le Male 2. Davidoff Cool Water 3. Fahrenheit, Dior 4. Hugo by Hugo Boss 5. Baldessarini, Hugo Boss 6. Boss, Hugo Boss 7. L′Eau d′Issey pour Homme, Issey 8. Davidoff Echo 9. Laura Biagiotti Roma Uomo 10. Gucci Rush for Men28.4.2004 Markensuche bei GoogleDie meistgesuchte Markenbei Google im Januar 2004 1. aldi 2. ikea 3. bmw 4. hp 5. deutsche bahn (www.google.de/press/zeitgeist.html) 29.3.2004 EntwicklungDeutsche vertrauen Traditionsmarken,aber Handelsmarken legen zu Markenklassiker wie Nivea, Persil, Schwarzkopf, Siemens, Miele, AOL, TUI und Sparkasse genießen weiterhin das meiste Vertrauen der Deutschen. Allerdings haben die Traditionsmarken ihre Vorreiterrolle nicht gepachtet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Neuauflage der Reader′s Digest-Studie "European Trusted Brands 2004". Ihr zufolge sind für die deutschen Konsumenten mehr Marken vertrauenswürdig denn je. Damit wird es für die Marken-Klassiker aufwändiger, ihre Spitzenposition auf Dauer zu halten Gleichzeitig haben die als günstiger geltenden Handelsmarken ihren Platz in der Gunst der Verbraucher erobert - allen voran Aldi. Bei der Frage nach dem vertrauenswürdigsten Handelsunternehmen vereinigte der Discounter 22 % der Verbraucherstimmen auf sich, Edeka erreichte 11 und Lidl 8 %. Offenbar weiß der Verbraucher, dass auch hier "Markenprodukte" mit angeboten werden und dass selbst die mit einem Handelslabel gekennzeichnete Ware überzeugen kann, wenn Qualität, Preis und Leistung stimmen. Auffällig sind auch die Akzentverschiebungen in der Kategorie der vertrauenswürdigsten Marken. Bei den Automobilen punktete Volkswagen knapp vor Mercedes, bei der Bekleidung C&A vor Hugo Boss. Immer mehr Deutsche haben offenbar einen sehr kritischen Blick für das Verhältnis von Preis und Leistung. Die Befüragten nannten in 29 Produktkategorien über 4.800 Marken - ein Zeichen dafür, wie stark Marken inzwischen konkurrieren. 23.3.2004 Baby NamenBabies in den USA werden nach Marken benanntWie eine Untersuchung ergab, wenden sich Amerikaner immer stärker der populären Kultur zu, wenn es um die Namensfindung für ihr Baby geht. Zwei Jungen, einer in Michigan und einer in Texas, wurden sogar ESPN getauft, nach dem populären Sportfernsehkanal. Psychologie Professor Cleveland Evans entdeckte den Trend bei der Analyse der US Social Security Daten von 2000. Prof. Evans von der Bellevue Universität in Nebraska, studiert Baby Namen in den USA seit 25 Jahren. "Darin liegt kein Unterschied zum 19. Jahrhundert, als Eltern ihre Kinder "Ruby" oder "Opal" nannten. Es zeigt ihre Hoffnungen." Prof. Evans fand Auto Modelle als Inspirationsquelle. 22 Mädchen wurden als "Infiniti" angemeldet, während 55 Jungen auf "Chevy" hören und fünf Mädchen auf Celica. Sieben Jungen tragen den Namen Del Monte - nach der Nahrungsmittelmarke - und nicht weniger als 49 Jungen wurden Canon benannt, nach der Kamera. Designer Firmen und Bekleidungsmarken waren ebenso präsent mit nahezu 300 Mädchen namens "Armani", sowie sechs Jungen namens "Timberland" and sieben "Denim". In manchen Fällen hatten die Eltern offensichtlich andere Dinge im Sinn, sechs Jungen wurden nach einem Cognac "Courvoisier" benannt. (http://www.bbc.co.uk) 9.3.2004 Bilanzierung von MarkenBilanzierung von Marken wird ab 2005 PflichtZur Markenbewertung wurden zahlreiche Ansätze und Modelle zur Markenwertberechnung entwickelt. Grob lassen sie sich nach der Herkunft der Anbieter in marketing- oder finanzorientierte Modelle sowie Kombinationsmodelle einteilen. Rund 30 Markenbewertungsverfahren existieren derzeit. Die Vielzahl der Verfahren und die teilweise großen Differenzen bei den errechneten Werten haben jedoch zu Unsicherheit geführt. Transparenz in die Methoden zur Markenbewertung bringt nun die neue Studie von absatzwirtschaft und PricewaterhouseCoopers. Anhand eines fiktiven Modellunternehmens, für das die Nürnberger GfK die Daten zur Verfügung stellte, bewerten neun führende Anbieter von monetären Markenbewertungsansätzen das Unternehmen. So werden die unterschiedlichen Sichtweisen der Ansätze transparent und nachvollziehbar gemacht. Aktuell ist das Thema nicht zuletzt deshalb, weil die Bilanzierung von Marken bei Transaktionen ab 2005 Pflicht wird. (http://www.absatzwirtschaft.de) 18.2.2004 Namenwechsel gefährdet den MarkenwertObwohl Marketeers in der Marketing-Praxis ausstrategischen Gründen Markennamen wechseln, schenkte die wissenschaftliche Forschung diesem Phänomen bisher wenig Beachtung. Jetzt untersucht ein Beitrag des Institut für Marktorientierte Unternehmensführung (IMU) der Universität Mannheim die bei dieser Strategie vorherrschenden Alternativen, den schlagartigen und den schrittweisen Namenswechsel. Die Wissenschaftler füragen, inwieweit sich der von den Konsumenten wahrgenommene Wert einer bestehenden Marke auf eine andere Marke übertragen lässt und welche Rolle die zwei postulierten Strategieoptionen spielen. Die empirische Überprüfung der Hypothesen zeigen, dass der Wechsel des Markennamens eine erhebliche Bedrohung für den Markenwert darstellt. (www.absatzwirtschaft.de) 18.2.2004 Bekannteste Marke der Welt gekürtGoogle ist die bekannteste Marke der Welt.Nach einem von Interbrand in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Businessweek veröffentlichten Ranking der 100 einflussreichsten Marken des Jahres 2003, hat die Suchmaschine die größte Popularität. Platz zwei belegt die Computermarke Apple, gefolgt vom Automobilkennzeichen Mini. Coca-Cola, Samsung und Ikea kamen auf die Ränge vier bis sechs, gefolgt von Nokia, Nike, Sony und Starbucks. In der Region Europa & Afürika kann sich das schwedische Möbelhaus Ikea über die Popularität seiner Marke füreuen. Die Fluglinie Virgin und der Handyhersteller Nokia folgen auf den Plätzen zwei und drei. Die deutsche Automarke BMW wurde an fünfter Stelle gelistet. Erstmalig auch unter den bekanntesten zehn Marken war der Fußballclub Real Madrid auf Platz Nummer sieben. Apple wurde in den USA und Kanada zum bekanntesten Kennzeichen gekürt, gefolgt von der Marke des Discounthändlers Target. In der Asien-Pazifik-Region waren es Sony, Samsung und Toyota, in Lateinamerika kam die Zementmarke Cemex, gefolgt von Corona und Bacardi auf den ersten Platz. An der Umfürage konnte sich jeder beteiligen, der einen Internetzugang hatte. Insgesammt stimmten 4.000 Person ab. (juk) 17.2.2004 Servie-Tipp: Mehr Realismus bei E-Games durch echte MarkeProduct Placement in Computer- und Videospielen stößtbei Verbrauchern auf hohe Akzeptanz. Ob Creative, On Set oder Verbales Product Placement, die Gamer sind sich mehrheitlich einig: Echte Marken erhöhen nicht nur die Realität der Spiele, sie steigern auch die Glaubwürdigkeit platzierter Marken und Produkte. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Untersuchung von TNS Emnid unter Deutschlands Internetnutzern, die zugleich Computer-, Konsolen- und/oder Mobile-Gamer sind. 71 Prozent sind der Auffassung, dass echte Marken auf Banden oder Trikots, beispielsweise im Verlauf eines Fußballspiels, nicht stören würden. Wiederum ein Drittel der Befüragten betont, dass die Nutzung echter Produkte - im E-Game virtuell integriert - ebenfalls nicht stören würde. Jeder zweite Befüragte hält gar die Spielsoftware für realistischer, wenn die Anbieter echte Marken und Produkte integrieren. Außerdem würden in Spielen platzierte Marken bei immerhin 20 Prozent der befüragten Zielgruppe positiv zur Markensympathie beitragen. Weitere Studienergebnisse werden auf dem Kongress GFM-World, Games for Marketing, der am 24. März 2004 in Berlin stattfindet, vorgestellt. (www.absatzwirtschaft.de) 11.2.2004 Best Brands Award für Adidas, Haribo und SiemensDie Gewinner des Best Brands 2004 Award stehen fest:Adidas siegt in der Kategorie "Stärkste Produktmarke", Haribo in der Kategorie "Dynamischste Produktmarke" und Siemens in der Kategorie "Beste Unternehmensmarke". Best Brands ist ein Markenranking auf Basis eines ausgewogenen, repräsentativen Studiendesigns. Die Studie wurde von der GfK Marktforschung durchgeführt. Initiatoren des Preises sind neben der GfK die Agenturgruppe Serviceplan, Seven-One Media, die "Wirtschaftswoche" und der Markenverband. Die Gewinner bekommen Medialeistungen im Wert von einer Million Euro. (kj) 10.2.2004 Studie: Verbraucher zählen auf die MarkeDas Markenbewusstsein der Deutschen istnach wie vor hoch. Weder die Euro-Umstellung noch die mit der wirtschaftlichen Lage verbundene Stimmung in Deutschland können daran etwas ändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befüragung. Mittels der Semiometrie, einem Instrument zur exakten Erfassung von Einstellungen, Werten und Präferenzen, wurden drei Käufertypen mit unterschiedlichem Markenbewusstsein ermittelt. Für die "prestigeorientierten Markenkäufer" (35 Prozent der Bevölkerung), bei denen Männer und Jüngere überrepräsentiert sind, spielen Image und soziales Ansehen eine große Rolle. Marken stehen in dieser Gruppe für Lebensgefühl, Exklusivität und Individualität. Für die "loyalen Markenkäufer" (30 Prozent) steht die Sicherheit und das Vertrauen in die Marke im Vordergrund. Da es sich hier vor allem um ältere Personen mit hoher Bildung handelt, spielt der Preis wegen ihres eher hohen Einkommens keine Rolle. Besonders auf den Geldbeutel achten beim Einkauf hingegen die "preisorientierten Käufer" (35 Prozent). Sie wollen besonders günstig einkaufen und interessieren sich darum vor allem für No-Name-Produkte. Ihre Aufgeschlossenheit und Neugier für ein neues Produkt ist im Gegensatz zu den anderen Gruppen relativ hoch. Die preisbewussten Käufer verfügen tendenziell über eine geringe Bildung und ein geringeres Einkommen. (www.horizont.de) 5.1.2004 Ebay ist die populärste Marke DeutschlandsDie Unternehmensmarken des modernen Handelssind die beliebtesten Brands in Deutschland. Vor drei Jahren noch hatten die Telekommuni- kationsmarken die Nase vorn. Zu diesem Ergebnis kommt die Werbeagentur Young & Rubicam in der mittlerweile vierten Untersuchungswelle ihres "Brand Asset Valuator", der nach Meinung von Y&R "weltweit größten Studie zu Marken und deren Beziehung zum Verbraucher". Danach ist das Internet-Aktionshaus Ebay die populärste Marke in Deutschland. In der vorherigen Untersuchungswelle im Jahr 2000 war die ehemalige New-Economy-Marke gar nicht in den Top 10 vertreten. Auch die Web- Suchmaschine Google beamt sich unter die obersten zehn Brands. Noch weitere fünf Handelsunternehmen und -formen sind neu im Ranking: Ikea - aus dem Stand auf Platz 3 -, Lidl, Fielmann, Media-Markt und Payback. Eine traditionelle Herstellermarke befindet sich nicht mehr unter den Top 10. (rp) 25.11.2003 EU-Kommission beklagt Zunahme der MarkenpiraterieAllein in den ersten sechs Monaten dieses Jahresverzeichneten die Zollbeamten 50 Millionen nachgemachte Artikel, gab die EU-Kommission am Montag bekannt. Im Gesamtjahr 2002 lag die Gesamtzahl bei 80 Millionen Produkten. Den stärksten Zuwachs hatten gefälschte Handys, Kleidung und Kosmetika. Zwei Drittel der Imitate stammen aus Asien, vor allem aus China und Taiwan. Sämtliche Gebrauchswaren sind mittlerweile eine potenzielle Zielscheibe für die Produkt- und Markenpiraterie, stellte EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein fest. Gefälschte Produkte seien gefährlich, weil sie ohne Kontrolle des Sicherheitsstandards auf den Markt kämen. Nicht mehr nur große Hersteller litten unter den Fälschungen, auch immer mehr kleine und mittlere Betriebe beklagten Einbußen, schrieb die Kommission weiter. Die Zollbehörden registrierten von Seiten der Unternehmen immer mehr Anträge, gegen Fälschungen vorzugehen. Das Flugzeug sei immer noch Transportmittel Nummer Eins für die ProduktPiraten. 45 Prozent aller entdeckten Waren kamen auf dem Luftweg in die EU. (www.wuv.de) 25.11.2003 ′Fit for Fun′ wirbt für Food-RangeDas Lifestyle Magazin ′Fit for Fun′ aus dem HamburgerVerlag Milchstrasse wirbt nun auch für seine Food-Range. Um die Produktreihe als eigenständige Marke zu etablieren, entwickelte die ortsansässige Agentur Mama eine entsprechenden Print-Kampagne. Das erste Motiv ist derzeit nur in den Ausgaben von ′Fit for Fun′ zu sehen. Die Kampagne soll im kommenden Jahr ausgeweitet werden. Die Fit for Fun Lizenz GmbH bieten in Lizenzpartnerschaft Brotaufstriche, Jogurts und Vollkornprodukte an. Bei Burger King kann man seit einiger Zeit ′Fit for Fun′-Salate kaufen. (www.wuv.de) 25.11.2003 Levi′s startet in Europa mit UnterwäscheDer US-Jeanshersteller Levi Strauss & Co startetim kommenden Jahr mit Damen- und Herrenunterwäsche in Europa. Die Lizenz hat Levi′s Europe mit Sitz in Brüssel vergeben. Der Lizenznehmer ist zugleich Lizenznehmer für Herrenunterwäsche unter dem Label "Dockers"; das Unternehmen will beide Kollektionen gemeinsam vertreiben. Weitere Unterwäschemarken im Portfolio sind Puma , Tommy Hilfiger und Mexx. (rp) 25.11.2003 Smith & Wesson LizenzenDie Muttergesellschaft des 151-Jahre-alten Herstellersvon Handfeuerwaffen diversifiziert die Marke in Wohnaccessoires, Bekleidung und Schmuck mit einem neuen Katalog namens "Crossings by Smith & Wesson". Die Firma bietet bereits Jagdausstattung an, wie zum Beispiel Ferngläser, und hat Lizenzen vergeben für Fahrräder und Golfschläger. 13.11.2003 Guess?, Inc. USA vergibt eine Lizenz für ParfumsGuess?, Inc. und die 100% Tochter, Guess IP Holder LP,verkündete, eine exklusive weltweite Lizenz für hochwertige Parfums und verwandte Produkte unter der Marke Guess? und diversen Subbrands vergeben zu haben. Der Lizenzvertrag läuft bis 2009. Guess? erwartet keine wesentlichen Lizenzeinnahmen daraus vor 2005. 10.11.2003 Bundesgerichtshof stärkt die Marke>Als "ein für die Absatzpolitik speziell imgehobenen Bereich außerordentlich wichtiges Urteil" bewertet der Markenverband die in dieser Woche ergangene Entscheidung des Bundesgerichtshofs gegen den reinen Internetvertrieb von Luxusmarken. In diesem Urteil vom 04.11.2003 hat der Bundesgerichtshof es dem Kosmetikhersteller Lancaster, Mainz, gestattet, den Absatz seiner Produkte auf den klassischen Fachhandel mit einem physischen Ladengeschäft zu beschränken und den reinen Internetvertrieb zu untersagen. Lancaster vertreibt seine Luxuskosmetika über ein selektives Vertriebssystem mit dem Schwerpunkt des Absatzes im Fachhandel. Die zugelassenen Händler müssen eine gute Ausstattung, ein umfassendes Angebot und eine kompetente Kundenberatung vorweisen, um die Produkte ihrem Markenimage angemessen zu präsentieren. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, wird einem Fachhändler auch ein ergänzender Internetabsatz gestattet. Die beklagte Firma BeautyNet, München, hatte sich als reiner Internethändler etabliert und wollte beliefert werden. "Die Entscheidung hat grundsätzliche Bedeutung und weist über das Produktsegment der Luxuskosmetik weit hinaus. Sie bestätigt im übrigen die Auffassung des Markenverbandes, daß eine angemessene Markenführung nur in einem entsprechenden Verkaufsumfeld erfolgen kann und der reine Internetvertrieb per se keinen ausreichenden Beitrag zur Markenpflege leistet", erklärt Horst Prießnitz, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes. 6.11.2003 Die vertrauenswürdigsten Marken DeutschlandsTraditionsmarken wie Lufthansa, TUI, Niveaund Eurocard werden von Konsumenten als besonders vertrauensvoll eingestuft. Sie erreichten in ihrer Kategorie Werte zwischen 52 (Eurocard) und 70 Prozent (Lufthansa). Auch Persil, Aspirin und Nokia vertrauen fast 50 Prozent der Befüragten in dem jeweiligen Segment. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "European Trusted Brands 2003" der Zeitschrift Reader´s Digest, die europaweit untersuchte, welche Marken bei den Konsumenten das größte Vertrauen genießen. Dabei waren wenig Veränderungen zum Vorjahr bei den bekannten Marken auszumachen. Nur bei Uhren, Nahrungsmitteln und Süßigkeiten fand ein Wechsel auf dem ersten Platz statt: Junghans übertrifft Citizen, Dr. Oetker übertrumpft Maggi und Haribo löst Milka ab. Die größten Verluste fährt Coca Cola ein: das Vertrauen in die Marke fällt von 29 auf 15 Prozent. Auch Aral verliert 9 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 36 Prozent. Die europäischen Ergebnisse weichen leicht von denen in Deutschland ab: in allen anderen Ländern ist Visa die vertrauenswürdigste Marke - nur in Deutschland Eurocard. Mercedes vertrauen jedoch nicht nur 22 Prozent der Deutschen sondern auch die Polen, Portugiesen, Spanier und Russen. (www.horizont.de) 23.10.2003 Magenta gehört der Telekom?Die Deutsche Telekom hat eigenen Angaben zufolgeihren Markenauftritt in der Farbe Magenta erfolgreich vor Gericht gegen Nachahmer verteidigt. Ein Telekom-Sprecher sagte in Bonn, der Bundesgerichtshof (BGH) habe anderen Unternehmen in der Branche Telekommunikation die Nutzung der Farbe Magenta untersagt. Es bestünde Verwechslungsgefahr mit dem Auftritt der Telekom, da in der Öffentlichkeit die Farbe Magenta mit der Deutschen Telekom verbunden werde. Der vom BGH entschiedene Fall geht auf eine Werbekampagne des Telekommunikationsanbieters Mobilcom zurück. Mobilcom hatte in den Jahren 1998 und 1999 in Anzeigen mit der Farbe Magenta für das eigene Unternehmen geworben und Kunden zum Wechsel von der Telekom aufgefordert. Die Telekom versucht seit Jahren vehement, ihren in den 90er Jahren bei der Privatisierung entworfenen Markenauftritt mit der Farbe Magenta zu verteidigen. Nach Unternehmensangaben verbanden zuletzt in Umfüragen rund 70 Prozent der Befüragten die Farbe Magenta mit dem Konzern. (www.ard.de) 23.10.2003 Markenartikler kämpfen gegen leere GeldbeutelMarkenartiklern stehen schwierige Zeiten ins Haus,prognostizieren die Herausgeber der ′VerbraucherAnalyse 2003′, die Bauer Verlagsgruppe und Axel Springer. Neben dem Vormarsch der Discounter, der Zunahme billiger Handelsmarken und sinkender Markentreue macht jetzt auch die wirtschaftliche Lage der deutschen Verbraucher den Absatz von Markenartikeln schwierig. Rund 43 Prozent der Personen in einem Haushalt, so ermittelten die Marktforscher bei einer Umfürage unter 31.424 Teilnehmern, haben einen finanziellen Spielraum von unter 100 Euro monatlich. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei 37 Prozent. Nur noch knapp 17 Prozent der Haushalte haben 300 Euro oder mehr fürei verfügbar; vor zwei Jahren waren es noch fast 21 Prozent. Weitere 40 Prozent der Haushalte können zwischen 100 und 300 Euro ausgeben, das sind zwei Punkte weniger als vor zwei Jahren. Der schrumpfende Spielraum der Haushalte hat tief greifende Auswirkungen auf die Hersteller von Markenartikeln und die werbetreibende Wirtschaft. "Finanzschwache Konsumenten kaufen weit seltener im klassischen Lebensmittel-Einzelhandel ein, sind weniger markenbewusst und kaufen eher Handelsmarken beim Discounter", sagte Wenzel. Damit sei das mangelnde Einkommen ein weiteres Risiko für die Zukunft des Markenartikels. Die Werbewirtschaft beobachtet schon seit längerem den Trend zum Discounter und zu namenlosen Handelsmarken sowie die sinkende Markentreue der Verbraucher. Die Einschätzung, dass Markenartikel qualitativ besser sind, nimmt ab. Bernd M. Michael schätzt, dass rund die Hälfte der 50.000 beworbenen Marken in Deutschland in den nächsten Jahren verschwindet. 23.10.2003 USA tritt Madrider Markenabkommen beiDie Anmeldung einer Marke in den USA etwa vonDeutschland aus (oder anderen Beitrittsstaaten) muss jetzt nicht mehr über das us-amerikanische Trademarkoffice laufen. Das Madrider Markenabkommen ermöglicht es, etwa von Deutschland aus in allen anderen Beitrittsstaaten, beispielsweise Frankreich, Island oder Lichtenstein eine Marke anzumelden, ohne sich mit den dortigen landesinternen Regelungen und Marken-Gesetzen und Sprachproblemen auseinandersetzen zu müssen. Die Eintragung einer Marke kann nämlich für jedes dem Madrider Markenabkommen beigetretene Land über das Büro der Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) in Genf einheitlich beantragt werden. Dabei steht es dem Anmelder offen, zu entscheiden für welches Mitgliedsland er eine Marke beantragen möchte oder ob er seinen Antrag gar auf alle Mitgliedsstaaten ausdehnen möchte. Dem Markenabkommen sind über 70 Staaten, hierunter die wichtigsten Industriestaaten beigetreten. Erst vor zwei Jahren war Japan beigetreten. Der Beitritt der USA war längst überfällig. Konnte man auch problemlos in vielen Überseestaaten Marken über die Wipo in Genf anmelden, war es zur Anmeldung einer amerikanischen Marke immer noch erforderlich, über einen amerikanischen Anwalt unmittelbar an die zuständige Behörde in Amerika heranzutreten. Dies wirkte sich nicht nur kostenmäßig negativ aus. Dies soll nun bald der Vergangenheit angehören. Die USA sollen am 2. November diesen Jahres wirksames Mitglied des Madrider Markenabkommens werden. 23.10.2003 Dockers BodywearDockers hat eine Lizenz für Bodywear an dieSchiesser Lifestyle GmbH in Aschaffenburg vergeben. Die erste Kollektion soll im Frühjahr 2004 ausgeliefert werden. (www.kontakter.de) 23.10.2003 DaimlerChrysler ist die wertvollste Marke in DeutschlandDaimlerChrysler, Deutsche Telekom und Allianz:So heißen die wertvollsten Marken in Deutschland. Die Studie der Unternehmensberatung BBDO Consulting ermittelte für den Stuttgarter Autobauer einen Wert von 25,3 Milliarden Euro, was den ersten Platz im Markenwert- Ranking bedeutet. Im vergangenen Jahr lag der Konzern noch auf Platz vier. Die Deutsche Telekom erreicht Platz zwei mit einem Wert von 20 Milliarden Euro und der Versicherungskonzern Allianz landete mit eine Wert von 15,8 Milliarden Euro auf Platz drei. Automarken sind bei der diesjährigen Untersuchung allgemein die großen Gewinner. BMW stieg mit einem Wert von rund 16 Milliarden Euro von Platz neun auf Platz sechs. Den größten Sprung im Ranking machte nach Analyse der Forscher die Deutsche Post. Sie kommt auf einen Wert von 8,8 Milliarden Euro, machte damit fünf Plätze gut und rutschte in die Top Ten des Rankings. Zur Ermittlung des Markenwert-Rankings untersucht BBDO Consulting in Zusammenarbeit mit Bernd Wirtz von der Universität Witten/ Herdecke die Unternehmen des Dax 30 und die Euro-Stoxx-Werte. 10.10.2003 |