|
|
Marken News
Dolce & Gabbana zu P&G
Procter & Gamble und Dolce & Gabbana verkündeten, dass P&G Prestige Products, die Geschäftseinheit für edle Düfte von P&G, einen Vertrag zum Abschluss einer Lizenzvereinbarung mit Dolce & Gabbana S.r.l. unterzeichnet hat. P&G wird ab dem 1. Juli 2006 das bestehende Parfümsortiment vermarkten und vertreiben.
"Dolce & Gabbana gilt auf der ganzen Welt als Symbol für italienischen Glamour. Die Marke steht für einen zeitlosen Stil für unkonventionellen Luxus, der in jeder neuen Saison Innovation mit dem starken mediterranen Flair seines Ursprungs verbindet. Ihr sinnlicher und einzigartiger Stil findet bei den Prominenten aus Hollywood und der Musikbranche Anklang und geniesst Ikonenstatus. Diese Faktoren schaffen ein überragendes, traumhaftes Niveau, das der Marke alle wichtigen Mittel zur Kreierung und zum erfolgreichen Wachstum von Parfümklassikern in die Hand gibt," kommentierte Hartwig Langer, Präsident von P&G Prestige Products.
Durch die Unterzeichnung der Lizenzvereinbarung für Parfüme mit Dolce & Gabbana kann P&G Prestige Products seinem gegenwärtigen Geschäftssortiment eine starke Palette an edlen Luxusparfümen hinzufügen, sodass sein starkes Luxuswarenangebot ergänzt und weiter gefestigt wird.
Laut WWD soll der Lizenzvertrag als Garantiesumme 100 Mio. Euro und 10% Royalties beinhalten. 15.12.2005
BMW schult mit eigener Marken-Akademie
Was eine großartige Einrichtung:
"Die BMW-Group hat am Donnerstag ihre Marken-Akademie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vor drei Jahren gegründete Brand- Academy des Unternehmens soll das Verständnis für die drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce bei Mitarbeitern, Handelpartnern und Agenturen fördern. In eintägigen Seminaren lernen Teilnehmer dort Grundwissen zu Marken im allgemeinen und die Ausrichtung der drei Unternehmensmarken kennen.
"Für den langfristigen Erfolg ist es unabdingbar, dass Mitarbeiter und Partner die unterschiedlichen Identitäten der Marken verstehen und die Differenzierungsmerkmale zum Wettbewerb kennen", so BMW-Marketing- und Vertriebsvorstand Michael Ganal.
In dem firmeneigenen Institut im Norden Münchens werden jährlich etwa 2.500 Teilnehmer geschult. Der Großteil sind BMW-Führungskräfte. Die BMW-Brand-Academy betreibt außerdem Grundlagenforschung und ist interner Dienstleister für die Marketingabteilungen des Automobilkonzerns."
Nicht nur wird jeder Mitarbeiter auf die Marke(n) eingeschworen, jährlich verlassen 2.500 Botschafter der Marke das Institut. 2.12.2005
Modemarken eröffnen Hotels
WWD berichtet, zwei Mode Marken steigen in die Hotelerie ein: Missoni und Byblos.
Missoni, mit einer Heimtex Kollektion, vergab eine weltweite Lizenz an eine Belgische Hotelgruppe. Geplant sind 30 kleine bis mittlere Hotels bis zum Jahr 2010 unter dem Namen Hotel Missoni. Die ersten drei sollen bis 2007 öffnen, unter anderem in Dubai und Edinborough. Weitere Standorte sollen London, Paris, Amsterdam, St. Petersburg, Mailand und Istanbul sein. Für 2010 erwartet Vittorio Missoni, der Marketing Manager von Missoni Umsätze in Höhe von $350 million.
Gleichzeitig eröffnete der Inhaber von Byblos ein 5 Sterne Hotel in Verona.
Missoni und Byblos folgen damit Armani, Versace, Ferragamo und Bulgari in den Markt der Luxushotels. 2.12.2005
Marke Ferrari erzielt $700 Mio.
Der Leiter Brand Development and Partnerships erklärte beim F1 Sponsorship Forum, dass Ferrari′s Einnahmen aus Merchandising und Lizenzen, inklusive der neuen Ferrari shops weltweit $700 Mio. im Jahr betragen.
Er führte aus: "Rennsport ist absolute Voraussetzung für Marke und Produkt". Ferrari plant 50 Läden weltweit, trotz der Gefahr der Verwässerung. Er nannte keine Details, aber die Einnahmen aus Merchandising werden auf $70 Mio. geschätzt, was etwa dem 5-fachen anderer Formel 1 Teams entspricht. 17.11.2005
Wen erreichen (Marken-) Kinofilme?
Das Kino ist ein optimales Medium, um junge Leute unter 30 Jahren zu erreichen mit einer ungebrochen hohen Reichweite.
Nach der aktuellen Media-Analyse (MA 05) des Fachverbands Werbung im Kino (FDW) erreicht Kinowerbung regelmäßig knapp 60 % der jungen Bundesbürger pro Woche. Aus der MA gehen neben der Reichweite auch soziodemographische Merkmale hervor.
1,54 Millionen junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren gehen Woche pro Woche mindestens einmal (!) ins Kino. Doch auch die Jahrgänge bis 39 lieben und schätzen das Kino. Über 530.000 der 30- bis 39-Jährigen gehen allwöchentlich ins Kino (IVW-geprüfte Besucherzahlen).
Erkannt hat diesen Vorteil auch WPP. Der Werbekonzern beteiligt sich mit 5% am Filmstudio der Weinstein Brüder und erhält das Recht auf "First Look" für seine Kunden wie Ford. 10.11.2005
Wie alt sind Ihre kaufenden Kunden?
Ältere Konsumenten sind häufig wichtiger, als wahrgenommen wird.
Beispiel Designprodukte: Durchschnittlich 54 Jahre alt ist der Käufer der Hi-Fi-Anlagen von Bang & Olufsen.
Oder der Automobilmarkt: Porsche-Käufer sind im Durchschnitt 57 Jahre alt. Menschen über 50 kaufen 45 % aller Neuwagen und 80 % der Wagen der Luxusklasse. Das "Born to be wild"- Gerät, der Harley-Davidson Chopper, wird im Mittel von 59-Jährigen gekauft.
Die Gruppe der "jungen Alten", also der 60- bis 80- jährigen, wird 2050 bei einer Bevölkerung von gut 75 Millionen rund 19 Millionen Menschen, also 25 % umfassen. 80 Jahre oder älter werden rund neun Millionen Menschen und somit zwölf % der Bevölkerung sein. Zum Vergleich: 2003 waren nur 3,4 Millionen Deutsche (vier %) älter als 80 Jahre alt.
Trotz aller Sorgen um die Sicherheit der Renten: Angesichts der demografischen Entwicklung gilt die Seniorengeneration von morgen als gigantischer Zukunftsmarkt. Die Generation Plus besitzt schon heute mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens in Deutschland.
Und, was für Alte notwendig ist, kann auch für Jüngere attraktiv und nützlich sein. Die ablehnende Haltung gegenüber "Komfort- Produkten" ändert sich, sobald das Produkt aus der Senioren-Nische herauskommt. Ein Beispiel, der "Koffer auf Rollen". Das Produkt hat sein anfängliches Senioren-Image fast vollständig abgestreift. Es hat sich einfach als praktisch herausgestellt, schwere Taschen zu ziehen statt zu schleppen. Eine ähnliche Emanzipation vom Image der Behindertenausstattung hat die schwellenfüreie Dusche erlebt. Sie ist für Rollstuhlfahrer die Voraussetzung zur selbstständigen Benutzung, inzwischen aber zum Design-Renner im Bad aufgestiegen.
Worauf sollten Sie achten?
Ältere Konsumenten sind erfahren und daher kritisch. Diese Generation lässt sich nicht für dumm verkaufen.
Vermeiden Sie das Label Seniorenprodukt. Erfahrene Konsumenten erkennen den auf sie abgestimmten Nutzen auch ohne "Altershinweis".
Und in der Kommunikation sollte man Anglizismen vermeiden. Mit "Convenience Produkten" können viele Ältere nun mal (noch) nichts anfangen. 3.11.2005
Audi geht auf Sendung
Die FTD berichtet:
Bekannt ist die VW-Tochter Audi für schnittige Autos mit edlem Design. Nun geht der Autohersteller mit einer vollkommen neuen Marketingstrategie an die Öffentlichkeit: Per Sendung rund um die Uhr will das Unternehmen neue Kunden an Land ziehen.
Jüngst startete Audi in Großbritannien mit Audi Channel einen eigenen Fernsehkanal. Ist das Projekt von Erfolg gekrönt, könnte das Unternehmen auch in anderen Ländern auf Sendung gehen.
24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche soll das Publikum des Massenmarktes angesprochen werden, Autobesitzer wie Autoliebhaber. Das Sendeprogramm ist aufgeteilt in produktbezogenes "Infotainment" während des Tages und allgemeinere Unterhaltung am Abend und an Wochenenden.
Rund 7,6 Millionen Haushalte in Großbritannien können Audi Channel über die Satellitenplattform Sky Digital empfangen. In den kommenden Monaten soll die Zahl der Zuschauer noch größer werden, wenn Audi die Verhandlungen mit dem Betreiber Freeview und mit Kabelfernseh- betreibern abgeschlossen hat. Außerdem soll der Sender Breitband-Internetnutzern über die Audi-UK-Website zugänglich gemacht werden.
Anlass für die Entscheidung zu einem markeneigenen Sender war die wachsende Unzufriedenheit über den zerstückelten Medienmarkt und die Sorge, britische Zuschauer wendeten weniger Zeit für die Fernsehwerbung der Marke auf, sagt Gary Savage, Marketingvorstand von Audi UK. "Wir haben beträchtliche Marketingbudgets, wir erfreuen uns eines greifbaren Absatzerfolgs in Großbritannien, und es gibt viel, auf das wir stolz sein können. Was allerdings Werbung und Marketing angeht, sind wir ziemlich konventionell gewesen", sagt er. "Deshalb haben wir unser Schicksal selbst in die Hand genommen. Erst war es einfach eine nette Idee, als wir aber die Möglichkeit prüften, haben wir festgestellt, dass wir mit einer neuen Sendelizenzart der (britischen Medienaufsichtsbehörde) Ofcom im Grunde Besitzer eines Senders werden konnten."
Diese neu geschaffene Lizenz der Ofcom ermöglicht Anzeigenkunden, über einen eigenen Sender ihre Marken und Produkte zu bewerben. Allerdings muss dabei sehr genau zwischen Verkaufsförderung und Verkauf unterschieden werden. Und diese Unterscheidung macht Audi sich gern zunutze: "Audi hält auf jeden Fall an einer auf den Showroom konzentrierten Vertriebsstruktur fest. Aber das hier hat die Möglichkeit eröffnet, Verbraucher auf subtilere Weise zu gewinnen, auch wenn es sich nicht unmittelbar in den Absatzzahlen niederschlägt", sagt Charlie Rudd. Er ist stellvertretender Geschäftsführer der Werbeagentur BBH, die den Sender für Audi UK entwickelt hat.
"Das ist ein vollkommen neues Modell, sowohl für einen Fernsehsender als auch für einen Werbekunden. Erfolg wird nicht nach den Zahlen des erwirtschafteten Absatzes definiert. Es geht vielmehr darum, wie effektiv sich der Sender auf die Kundenwahrnehmung der Marke Audi auswirkt. Es geht darum, einen neuen Weg zu finden, den Verbraucher zu erreichen. Marken ziehen kein Interesse auf sich, wenn sie in einem Regal oder einem Showroom stehen - das ist keine Marke, sondern ein Produkt", sagt Rudd.
Immer mehr Unternehmen prüfen die Möglichkeit eines markeneigenen Senders, da sich die Aufmerksamkeit von der herkömmlichen Werbung hin zu so genannten Markeninhalten entwickelt. Dabei geht es um vom Markenbesitzer finanzierte Unterhaltung, die für Funk, Fernsehen, Mobiltelefone, Internet und Live-Veranstaltungen genutzt werden kann.
Nach Ansicht einiger Branchenkenner werden immer mehr Marken dem Beispiel Audis folgen. "Davon werden wir noch mehr zu sehen bekommen, vor allem von Marken der Unterhaltungs- und Freizeitbranche", sagt Adrian Pettett von Cake, ein Unternehmen, das Markeninhalte unter anderem für den Mobilfunkkonzern Orange entwickelt. "Es geht einen Schritt weiter als Markeninhalt, aber es gelten immer noch dieselben Regeln: Egal, was der Werbekunde in Auftrag gibt, es muss unterhaltsames, qualitativ hochwertiges, fesselndes Fernsehen sein." 31.10.2005
ICC Report Produktpiraterie und -fälschungen
Produktpiraterie und Fälschungen nehmen gefährlich zu und kosten die Weltwirtschaft geschätzte $600 Milliarden im Jahr an verlorenen Umsätzen, so ein Report der internationalen Handelskammer ICC. Der Report der in Paris ansässigen ICC mit Mitgliedern in 140 Ländern drängt Regierungen zu massiven Schritten, um den teuren Missbrauch zu beenden.
"Viele kleine und mittlere Unternehmen sind abhängig von Intellectual Property. Geschmacksmuster, Copyright, Patente und eingetragene Warenzeichen sind für zahlreiche Industrien... wie Textil, Spielzeug, Verlage, Biotechnologie und Einzelhandel elementar", so der Report.
In Indien verlieren FMCG Hersteller ungefähr 15 % des Marktanteils an Fälschungen. Die Kalifornische Wirtschaft verliert $ 34,5 Milliarden durch Fälschungen und Piraterie. Fälschungen und Piraterie kosten die EU an verlorenen Steuereinnahmen ungefähr $9,1 Milliarden im Bekleidungs- und im Schuhsektor, $3,6 Milliarden bei Duftstoffen und in der Kosmetik und $4,5 Milliarden im Spielzeug- und Sportartikelmarkt. 26.10.2005
Starbucks: Melodien für Millionen
ASW berichtet vom Starbucks Erfolg beim Brand Entertainment:
"Nach großen Erfolgen im Vertrieb von Musik denkt man bei der Kaffeehaus-Kette Starbucks auch über den Verkauf von Filmen nach. Das sagte Ken Lombard, President of Starbucks Entertainment, der britischen Zeitung Guardian. Noch steuert die Musiksparte nur einen kleinen Teil zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei. Doch das soll sich ändern - Lombard will das Geschäft mit Musik und Filmen zu einem wesentlichen Standbein von Starbucks ausbauen.
Auftrieb erhielten diese Visionen durch die Erfolge einer Starbucks-CD bei den diesjährigen Grammy-Verleihungen. Das Album "Ray Charles′s Genius Loves Company", das von dem Label "Starbucks Hear Music" initiiert worden war und sich über 720 000 mal verkaufte, räumte gleich acht Grammys ab, darunter die Preise "Best Album of the Year" und "Best Record of the Year". Dies sei ein "historischer Moment" für das Musik-Team von Starbucks gewesen, "das Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Lombard.
Starbucks war in den 70er-Jahren als Kaffeemarke gestartet, entwickelte sich dann aber zu einer der größten Gastronomie-Ketten der Welt. Heute besuchen jede Woche 34 Millionen Menschen die rund 9 500 Starbucks-Cafés in aller Welt. Mit 18 Kundenbesuchen pro Monat und einem durchschnittlichen Kundeneinkommen von 55 000 Dollar würde Starbucks auf Anhieb jedes andere Handelsunternehmen der Welt ausstechen. 19.10.2005
Lizenzen bringen den Profit
Die International Herald Tribune schreibt am Sonntag:
"Die holländische Marke Philips findet man auf Millionen Fernsehern, Stereoanlagen und anderen elektronischen Produkten auf der Welt. Fast ebenso sind die Produkte des französischen Herstellers Thomson überall vorhanden, bekannt für seine Fernseher, professionelle Video- Ausrüstung und Set-Top-Boxen.
Doch im letztes Jahr profitierten diese Elektronikhersteller nicht von ihren Produkten. Stattdessen erhielt Thomson 75 % seines Einkommens - EUR 325 Million von EUR 434 Million oder $390 Million von $522 Million - indem er seine Technologie lizenzierte. Philips hätte mit seinem Elektronikgeschäft letztes Jahr Verlust gemacht, wenn es nicht EUR 478 Million in Lizenzeinnahmen erzielt hätte.
Unter Druck von preiswerten asiatische Herstellern sind die historischen Führer der Industrie auf das Verkaufen von Ideen anstatt Produkte in zunehmendem Maße angewiesen. "Geistiges Eigentum spielt eine in zunehmendem Maße wichtige Rolle für unsere Gruppe," sagte Rudy Provoost, der Kopf von Philips CE, in einem Interview."Es ist eine Tatsache in unserem Geschäft, dass Sie IP kultivieren und schützen müssen."
Die Frage ist, ob traditionelles Entwickeln, Besitzen und Ausschlachten von Patenten eine Zukunft hat in einer Welt, in der Kopien in zunehmendem Maße einfach zu bauen sind, in der Lizenzgebühren einfach zu vermeiden sind und deren Konsumenten "Sharing" dem Besitzen vorziehen.
Noch wird die Technologieindustrie durch Hersteller wie Sony, Philips und IBM beherrscht, die konkurrenzfähiger sind, wenn sie Patente und Patentverletzung durchsetzen.Dieses Jahr wird IBM um 3.250 Patente anmelden, mehr als jede andere Firma in den Vereinigten Staaten."
Wie zufürieden sind Sie mit der Entwicklung Ihres IP Portfolios und den Einnahmen daraus? 3.10.2005
Markenbewertung in der Bilanz
Drei Ansätze existieren zur Bewertung imaterieller Vermögenswerte in der Bilanz:
- Markt-Ansatz
- Kostenansatz
- Ertragsansatz
Beim Marktansatz leitet sich der "Fair Value" aus Marktpreisen gleicher oder vergleichbarer Güter ab, z. B. bei Grundstücken.
Für Marken ist dieser Ansatz ungeeignet. Zum einen gibt es zu wenig nachvollziehbare und publizierte Markenverkäufe. Zum anderen existieren wenig "vergleichbare Güter".
Beim Kostenansatz entspricht "Fair Value" den aufzuwenden Kosten zur Reproduktion.
Für Marken ist dieser - leider häufig auch bei Markenwert-Rankings angewandte - Ansatz widersinnig. Hier wird ein schlechte Markenmanager, der ineffizient große Summen einsetzt, mit hohem Markenwert belohnt.
Beim Ertragsansatz errechnet sich "Fair Value" als Gegenwartswert zukünftiger ökonomischer Vorteile, also aus Einnahmen.
Nur dieser Ansatz ist für Marken - und Lizenzen - geeignet. 23.9.2005
Vom Langeweiler zur Premium Marke
Das Handelsblatt berichtet über die erfolgreiche Neu-Positionierung der Marke Audi:
"Audi hat sein Biedermann-Image längst abgestreift. Die neuen Modelle sind gefüragt, insbesondere die "Sportback"-Variante des A3 und der A6 Variant. Das Design kommt gleichermaßen sportlich und elegant daher. Für 2006 sind weitere Modelle in der Pipeline.
Vor knapp 20 Jahren hätte das niemand für möglich gehalten. Audi galt als Langeweiler, die Verkaufszahlen waren mau. Außer dem Audi-Quattro rollte wenig Spektakuläres aus den Werkshallen heraus.
Doch das ist lange her. Mittlerweile stammt die Hälfte des Betriebsgewinns des ersten Halbjahres beim angeschlagenen VW-Konzern von der Tochter aus Ingolstadt.
Audi, das Zugpferd von VW - darüber wäre vor nicht allzu langer Zeit lauthals gelacht worden."
Wer über eine Neu- oder Re-Positionierung nachdenkt, sollte zwei Tatsachen vor Augen haben:
1. Zeithorizont Audi benötigte über 10 Jahre für den Image-Wandel.
2. Einsatz Audi investierte in Innovation UND Kommunikation. 23.9.2005
Roland Berger Strategy Consultants stellt Studie zu Marken und Innovation im Lebensmitteleinzelhandel vor
Produktqualität wird für die Kunden wichtiger
Erfolgreiche Premiummarken arbeiten konsequent an der Käuferreichweite
Langfristige Unternehmensentscheidungen beeinflussen den Markenerfolg
Kunden achten wieder mehr auf die Qualität von Produkten im Lebensmitteleinzelhandel (LEH).
Erfolgreiche Premiummarkenhersteller haben dies erkannt und setzen deshalb gezielt auf einen ausgefeilten Mix aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und Produktpolitik, um möglichst viele Kunden zu erreichen und diese dauerhaft an sich zu binden.
Dies ergibt eine Studie über "Erfolgreiche Markenführung durch Premiumstrategien und Innovation" von Roland Berger Strategy Consultants, des Markenverbandes und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Für die Studie haben Roland Berger Strategy Consultants und die GfK zwischen 2001 und 2004 insgesamt 1.993 deutsche Marken analysiert. Zusätzlich wurden im Frühjahr 2005 rund 2.100 Haushalte zum Thema Innovationen im Lebensmitteleinzelhandel befüragt.
Kunden orientieren sich wieder mehr an der Qualität
"Dass Qualität wieder mehr zählt, lässt sich am wachsenden Marktanteil der Premiummarken ablesen," erläutert Heiner Olbrich, Partner im Kompetenzcenter Consumer Goods & Retail bei Roland Berger Strategy Consultants. Auf dem deutschen Lebensmittelmarkt sind sie neben den Handelsmarken, beispielsweise "JA" von REWE, das einzige Wachstumssegment. Zu den Premiummarken zählen zum Beispiel Tic Tac, Lindt, Beck′s oder Ostmann Gewürze. Insgesamt steigerten die Premiummarken ihren Marktanteil von 2003 bis zum ersten Quartal 2005 von 11,9 auf 12,6 Prozent. Die Handelsmarken legten im gleichen Zeitraum von 32,1 auf 34,4 Prozent zu.
Vier Erfolgsfaktoren für Premiummarken
"Erfolgreiche Marken setzen auf den richtigen Mix aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und Produktpolitik, um mehr Käufer zu erreichen und an sich zu binden", erklärt Johann C. Lindenberg, Präsident des Markenverbandes. Diese Hersteller nutzen alle Vertriebswege - auch die Discounter, bei denen sie zwischen 2001 und 2004 15 Prozent ihres Umsatzes erzielten. Ergänzend greifen erfolgreiche Premiummarken auf alternative Vertriebswege (17 Prozent Umsatzanteil) zurück, wie Kauf- und Warenhäuser, Tankstellen, Fachgeschäfte, Internet und Versandhandel. Weniger erfolgreiche Premiummarken generieren hingegen nur acht Prozent ihres Umsatzes über Discounter, 13 Prozent über alternative Vertriebswege.
Wichtig im Werben um den Kunden ist neben dem richtigen Vertriebsweg auch eine beständige Präsenz in Print und Fernsehen. Die Studie ergab, dass die "Gewinnermarken" ihre Werbeausgaben zwischen 2001 und 2004 um ein Prozent pro Jahr erhöhten, während ihre weniger erfolgreichen Mitbewerber ihr Budget im gleichen Zeitraum jährlich um acht Prozent kürzten. Zudem führen kontinuierliche Werbebotschaften eher zum Erfolg als kurzfristiger Aktionismus. So setzten zwischen 2001 und 2004 23 Prozent der erfolgreichen Marken TV-Spots aus dem Vorjahr ein, aber nur sechs Prozent der "Verlierer".
Preisaktionen (Promotion) im Handel scheinen hingegen wenig Erfolg versprechend, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Während weniger erfolgreiche Markenhersteller zwölf Prozent ihres Umsatzes mit Promotion machen, lag dieser Anteil bei erfolgreichen Premiummarken bei gerade mal sieben Prozent. Wenn sie sich an Preisaktionen beteiligten, senkten die "Gewinnerprodukte" ihre Preise allerdings stärker gegenüber dem Normalpreis ab (minus 19 Prozent) als ihre weniger erfolgreichen Mitbewerber (minus 13 Prozent).
Ein weiteres wichtiges Element ist schließlich die Produktverpackung: Erfolgreiche Marken passen ihre Verpackung kontinuierlich dem Zeitgeist an. Alle 33 Gewinnermarken von 310 Premiummarken veränderten von 2001 bis 2004 ihr Design, während 20 von 47 Verlierermarken keine Veränderungen vornahmen.
Gewinnermarken definieren sich durch steigenden Marktanteil und Preis, während bei Verlierermarken Marktanteil und Preis sanken.
Vier Faktoren entscheiden über den Markenerfolg
Ganz wichtig sind Innovationen für den Erfolg einer Marke. 34 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Produktinnovationen. Damit Premiummarken mit ihren Innovation am Markt Erfolg haben, gilt es, vier Punkte zu beachten:
- Langfristige Innovationssteuerung, - Fokus auf Kundennutzen, - Zusammenarbeit mit dem Handel, - Warenpräsentation im Geschäft.
Erfolgreiche Markenartikler machten mit Neuprodukten der vergangenen drei Jahre 53,1 Prozent ihres Umsatzes, weil sie langfristig ihre Werbebotschaften planten oder Discounter als Vertriebsweg nutzten. Bei den "Verlierern" belief sich der Umsatzanteil dieser Produkte auf 24,7 Prozent.
Neuprodukte müssen Kunden einen echten Mehrwert bieten. Für den Verbraucher entscheiden bessere Leistungen (49 Prozent), Convenience (etwa Fertiggerichte, kleinere Produktgrößen) (34 Prozent), Gesundheit (22 Prozent) und die Qualität der Zutaten (21 Prozent). Design (14 Prozent) und Geldersparnis (13 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle. Nicht nur mit ganz neuen, sondern auch mit verbesserten Produkten können Hersteller dabei punkten: "Nehmen wir das Beispiel Dany Sahne Pudding: Hier ersetzte das Unternehmen den hohen, schmalen Becher durch einen breiten und flachen, der Löffeln bis zur Neige erleichtert. Danach stieg der Umsatz des Produktes von 24,6 Millionen Euro im Jahr 2002 auf 50,7 Millionen Euro im Jahr 2004. Im gleichen Zeitraum stieg der Marktanteil von 4,8 auf 8,9 Prozent", erklärt Olbrich.
Bei der Neuprodukteinführung sollten die Hersteller frühzeitig mit dem Handel zusammenarbeiten. Sonst besteht die Gefahr, dass sich das neue Produkt nicht am Markt behauptet, da die Platzierung von jährlich rund 30.000 Neuprodukten den Handel überfordert. Tatsächlich verschwinden 75 Prozent der Neuprodukte im Folgejahr aus den Regalen.
Schließlich ist es wichtig, Produkte entsprechend im Geschäft zu inszenieren. Denn 65 Prozent der Innovationen werden erst am Verkaufspunkt ("Point of sale") wahrgenommen. Nur 22 Prozent der Innovation erreichen die Kunden durch TV-Produktwerbung, 14 Prozent durch Handzettel- oder Händlerwerbung. So bietet etwa Lindt saisonale Produkte an eigenen Verkaufsständen in den Geschäften an. 18.9.2005
Wer darf mit WM 2006 wie werben
Viele Unternehmen möchten mit der Fußball-WM 2006 werben. Wer die Bezeichnungen WM 2006 und Fußball WM 2006 wie für die Vermarktung seiner Waren und Dienstleistungen nutzen darf, hat das Bundespatentgericht geklärt.
Die Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz hat anhand des Urteils sämtliche Waren und Dienstleistungen, für die keine Lizenz des Weltfußballverbands Fifa nötig ist, in einer Broschüre aufgelistet - und den Waren und Dienstleistungen gegenübergestellt, für die Unternehmen eine Lizenz benötigen.
Außerdem enthält die Broschüre einen Leitfaden für Unternehmen, was sie bei der Werbung mit der WM beachten sollten. 7.9.2005
Markenmanagement in Deutschland bleibt Herausforderung
Ein ganzheitliches und funktionsübergreifendes Markenmanagement scheitert in Deutschlands Top 100 Unternehmen vor allem an fehlenden Strukturen und Prozessen, einem unzureichenden Verständnis des Managements für die Relevanz der Marke sowie Defiziten bei der Umsetzung der Positionierung.
Nur in 29 % der befüragten Unternehmen ist die Markenpositionierung verhaltenswirksam umgesetzt und besitzt einen Einfluss auf Unternehmenskultur sowie die Einlösung des Leistungsversprechens.
Für 71 % der befüragten Führungskräfte ist die Sensibilisierung und Überzeugung des Top- Managements für die strategische Bedeutung der Marke die zentrale Herausforderung für den Erfolg von Markenmanagement.
Die Schaffung entsprechender Organisations- strukturen (51%) sowie der Aufbau und Einsatz geeigneter Instrumente (42%) folgen.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Identity Consultants Henrion Ludlow Schmidt unter Deutschlands Top 100 Unternehmen. 31.8.2005
Mehr als jeder dritte Verbraucher weltweit meidet bestimmte Marken absichtlich.
Das ergab eine Online-Umfrage des amerikanischen Meinungsforschungs- unternehmens GMI unter 15.500 Konsumenten aus 17 Ländern.
Am boykottfreudigsten sind die Chinesen. Mehr als die Hälfte greift bei bestimmten Produkten nicht zu. In Dänemark zählen sich 49 % zu den Verweigerern, in Frankreich 46 % und in Deutschland 42 %. Weltweit sind es 36 Prozent, darunter mehr Männer als Frauen.
Am stärksten geächtet werden die Marken Nike, McDonald′s, Coca-Cola und Nestle. Bei deutschen Käufer stehen Müller-Milch und McDonald′s an erster Stelle der boykottierten Anbieter.
Als Begründung nannten die Befragten vor allem unfaire Arbeitsbedingungen und umweltfeindliche Praktiken.
Nebensächlich waren dagegen die regionale Herkunft und negative Medienberichte. 31.8.2005
Michelin auf dem Tenniscourt
Der Reifenhersteller Michelin und ein Tennis- und Bekleidungshersteller bringen einen neuen Tennisschuh auf den Markt, genannt All Court. Michelin wird nur auf der Sohle erscheinen.
Der Schuh ist Teil eines Lizenzprogramms, das im Jahre 2000 mit dem Ziel gestartet wurde, um Michelin in weitere Produkt- bereiche zu bringen.
Für uns ist das eher Co-Branding. Oder eine Schuhsohlen-Lizenz.
Die Abstrahlung auf die Marke Michelin erscheint füraglich. 24.8.2005
DIN Standard zur Markenwertmessung
Nach Auskunft des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. dürfen wir im Sommer 2006 mit einem Meta-Standard zur Messung des Markenwertes rechnen.
Bleibt die Hoffnung, dass dann die vielen unseriösen Verfahren mit diffuser "Blackbox" verschwinden. 18.8.2005
Fremder Markenname als AdWord bei Google.at zulässig
Das Buchen eines fremden Markennamens als AdWord bei Google.at ist nicht rechtswidrig. Dies geht aus einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgericht Wien (Az. 1 R 134/05s) hervor. Ein Unternehmen, das Anti-Aging-Produkte vertreibt und entsprechende Markenrechte besitzt, hatte Google in Wien verklagt. Es wehrt sich dagegen, dass bei Eingabe eines Markennamens in die Suchmaske von Google.at Anzeigen mit Links zu Konkurrenzangeboten eingeblendet werden. Das Erstgericht hatte den Antrag auf einstweilige Unterlassungsverfügung abgewiesen, weil weder Markeneingriff noch sonst wettbewerbswidriges Verhalten von Google erkennbar sei. Im Rekursverfahren hat das Oberlandesgericht (OLG) diese Entscheidung bestätigt, den ordentlichen Revisionsrekurs zum Obersten Gerichtshof nicht zugelassen.
Theoretisch könnte im Hauptverfahren eine gegenteilige Entscheidung fallen. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da das OLG in seinen Ausführungen nicht nur eine (Mitstörer-)Haftung von Google verneint, sondern auch konkret die Rechtslage aus Sicht des Markenrechts und des Wettbewerbsrechts erörtert. Das Keyword-Advertising in einer Suchmaschine sei nicht mit Meta-Tagging auf einer Website gleichzusetzen. ′Im Gegensatz zum Meta-Tagging findet sich der mit dem Suchbegriff verknüpfte Werbelink (zur Website des Werbenden) nicht in der Trefferliste, sondern in einem eigenen, als solchen gekennzeichneten Werbeblock.′ Eine markenmäßige Verwendung könnte nur bei Verwechslungsgefahr untersagt werden. ′Die durch die Eingabe des Keywords (AdWords) ausgelöste Werbeanzeige wird getrennt von der Trefferliste dargestellt und deutlich als werbliche Anzeige gekennzeichnet′,führt das OLG aus, ′Der durchschnittliche Internetuser erkennt die gekennzeichnete Werbeanzeige als unabhängige Werbung eines Dritten und unterstellt keine geschäftliche Verbindung zwischen dem Werbenden und dem Markeninhaber."
Damit folgt die Behörde der Auffassung des Landgericht Hamburg im Fall Metaspinner gegen Google und widerspricht französischen, nicht rechtskräftigen Entscheidungen (Le Meridien gegen Google, Louis Vuitton gegen Google). 16.8.2005
Ralph Lauren, erfolgreich lizenzieren
Die RL Ergebnisse des 1. Quartals zeigen es:
Netto Umsatz: $ 752.0 million Netto Ertrag: $ 50.7 million Lizenz Einnahmen: $ 57.0 million
Wo wäre RL ohne Lizenzen? 10.8.2005
Otto muss Marken löschen
Eine geschützte Marke muss auch genutzt werden. Bleibt es bei einem formellen Registereintrag, droht ihr nach fünf Jahren das Aus. Das bestätigte jetzt ein Urteil des Bundesgerichtshofs.
Dem Urteil des BGH zufolge hat das Versandhaus Otto zwar Kataloge und Versandtaschen, nicht aber die Waren selbst mit der Marke ′Otto′ gekennzeichnet. Um den Anspruch auf die Benutzung eines Markenzeichens aufürecht zu erhalten, werde jedoch vorausgesetzt, dass der Verbraucher einen unmittelbaren Bezug der verwendeten Marke zu einer konkreten Ware herstelle, heißt es in dem Urteil.
Da in den Otto-Katalogen eine Vielzahl von Waren - darunter auch bekannter Markenhersteller - angeboten würden, sähen Konsumenten in solchen Fällen in der Bezeichnung ′Otto′ oder ′Otto-Versand′ lediglich einen Hinweis auf das Versandhandelsunternehmen, nicht jedoch auf ein bestimmtes Produkt. 8.8.2005
Online-Angebote von Marken-Fälschungen boomen
Besonders im Internet werden Designerjeans und Luxushandtaschen als Schnäppchen für wenige Euro angeboten.
Etliche Markenartikel im Internet wirken auf den ersten Blick zwar täuschend echt, entpuppen sich nach dem Kauf aber als billige Imitation.
Die Zahlen des deutschen Zollkriminalamtes in Köln belegen den Trend bei gefälschten Designerstücken: "Von 2003 auf 2004 ist die Zahl der Beschlagnahmen von Produktfälschungen durch den Zoll um das Zweieinhalbfache gestiegen", sagt Sprecher Wolfgang Schmitz.
Der Wert der gefälschten Waren betrug zudem vergangenes Jahr mit 145 Millionen Euro fast doppelt so viel wie 2002.
Mehr als 40 Prozent der Waren wurden dabei 2004 im Internet angeboten.
Die Masse der Produktfälschungen im Internet ist letztlich nicht nur für betrogene Kunden ein großes Ärgernis. Laut Branchensprecher Röer richten die Plagiate jedes Jahr weltweit einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 200 bis 300 Milliarden Euro an und kosten allein in Deutschland jährlich 70.000 Arbeitsplätze. 28.7.2005
Deutsche Markenindustrie wird 2005 heruas gefordert.
Der Markenklima-Index der Organisation der Media-Agenturen (OMG) zeigt, dass das Konsumklima im 2. Halbjahr 2005 gegenüber dem ersten Halbjahr wieder nachgelassen hat.
Aber dennoch gibt es beim privaten Konsum Anzeichen, die Mut machen. Mit offensivem und zielgerichtetem Marketing scheint es möglich, die Lust auf Markenqualität zu stimulieren. 21.7.2005
Werbung vom Volk für das Volk
Markenartikler beteiligen in den USA immer häufiger Konsumenten an der Produktion ihrer Werbung. Wie Business Week berichtet, setzen unter anderem Nike, Cingular Wireless, General Motors, Samsung und Audi auf Werbespots, die von Konsumenten erdacht oder unter Mitwirkung von Verbrauchern entstanden sind.
So soll die Werbung unterhaltsamer, verbrauchernäher und nicht zuletzt auch kostengünstiger werden.
Die Markenartikelindustrie leidet in den USA besonders unter den vielfältigen Möglichkeiten der Verbraucher, Werbung zu umgehen. Videorecorder, die Werbung ausblenden, Werbeblocker im Internet und werbefüreie Internet-Medien machen Konsumenten immer schwerer erreichbar.
Mitwirkung von Verbrauchern in der Werbung hat in den USA bereits einen Namen: Brand Democratization. Erfunden hat den Werbetrend die Werbeagentur von Converse. Die Turnschuh-Marke wirbt seit vergangenem Jahr mit Spots, die von Kunden in Eigenregie produziert wurden. Die Hobby-Regisseure bekommen für veröffentlichte Spots 10.000 Dollar - das sind rund drei Prozent der Produktionskosten eines normalen Converse-Spots. 20.7.2005
Trussardi Duft
Trussardi unterzeichnete einen langfüristigen, globalen Lizenzvertrag für Duft. P&G hatte das Ende seiner Lizenzvereinbarung mit Trussardi verkündet, die es durch den Erwerb Wellas übernommen hatte.
Lizenzen mit Tony u. Tina, Charles Jourdan und Yohji Yamamoto liefen ebenso aus.
Das Abkommen gibt uns die Chance, den italienischen Markt zu entwickeln und mit der Marke zu entscheiden, was wir in anderen Märkten tun, sagte der Gründer des Pariser Lizenznehmers. Das fünf Jahre alte Unternehmen machte 71 Million Euro Umsatz im letzten Jahr.
Die Trussardi Gruppe, die letztes Jahr 122 Million Euro umsetzte, hat 100 Boutiquen und 120 Corners weltweit. 14.7.2005
Porsche Design & adidas
Der Sportartikel-Hersteller adidas-Salomon und Porsche Design haben eine langfüristige Partnerschaft vereinbart. Ziel der Kooperation sei es, gemeinsam eine technologisch orientierte Premium-Marke im Sportbereich zu etablieren, teilte adidas am Montag in Herzogenaurach mit. Die Partnerschaft erstrecke sich auch auf das Lizenzgeschäft.
Unter dem Namen ′Porsche Design′ und den Markennamen adidas und TaylorMade sollen Sportschuhe, Textilien sowie Golf-, Tennis- und Laufausstattungen entwickelt und gestaltet werden. Die ersten Artikel seien im Jahr 2007 im gehobenen Sportfachhandel und in exklusiven Porsche-Design-Läden erhältlich.
adidas-Konkurrent Puma arbeitet bereits seit Anfang des Jahres mit der Sportwagen-Marke Ferrari zusammen. Puma rüstet seitdem den Formel-1-Rennstall von Ferrari aus. Der Sportartikel-Hersteller liefert neben feuer- festen Rennprodukten auch die Teambekleidung und Teamschuhe sowie Accessoires. Zugleich hatte Puma die weltweite Lizenz für die offizielle Kollektion von Ferrari-Artikeln erworben. 12.7.2005
Markenranking
Die Deutsche Telekom hat es mit ihrem magentafarbenen T wieder geschafft. Sie ist die teuerste Marke in Deutschland. Ihr Wert: 23,69 Milliarden Euro.
Dies ergibt das neue Markenwert-Ranking der Unternehmensberatung BBDO Consulting.
Auf dem zweiten Platz folgt mit 20,43 Milliarden Euro Daimler-Chrysler. Der Autobauer hat sich damit vom dritten Platz im vergangenen Jahr wieder vorgearbeitet. Auffallend: Unter den Top-Ten finden sich dieselben Marken wie im Jahr zuvor.
Augenfällig ist: Adidas als einziger Konsumartikler im Dax 30 erscheint im Ranking erst auf Platz 19. Doch der Sportartikelhersteller will nachlegen und seine Marketingausgaben um 900 Millionen Euro erhöhen. 4.7.2005
Markenartikler legen beim Umsatz zu
Die Markenartikeler erzielten 2004 einen Umsatz von 347 Milliarden Euro. Im Inland holten die Unternehmen 1,5 Prozent mehr heraus als im Vorjahr. Beim Export verbuchten die Deutschen mit 154 Milliarden sogar ein Plus von 4,8 Prozent. Jedoch fällt die Bilanz der verschiedenen Sparten unterschiedlich aus. Pharma-Produzenten konnten ihren Umsatz um vier Prozent steigern, dagegen klagen die tabakverabeitende Industrie und die Bekleidungshersteller über Einbußen. 29.6.2005
Apple ist die am stärksten wachsende Marke
Apple, Erfinder des iPod, ist die am schnellsten wachsende Marke in der Welt. Internet Marken Google, Amazon, Yahoo! und eBay folgen und schieben bekannte, starke Marken wie Coca Cola von der Liste der Top 20.
Laut der Marketing Beratung Vivaldi Partners und Forbes steigerte Apple seinen Markenwert um 38% in den letzten vier Jahren, hauptsächlich durch den iPod.
Der PDA mit Telefon und Email, Blackberry, und die Suchmaschine Google liegen auf Platz zwei mit 36% Wachstum, Amazon and Yahoo! auf vier und fünf, mit 35% respektive 33%.
Marken wie Coca-Cola und McDonald′s, die sehr stark in Werbung investieren, schafften es nicht einmal unter die Top 20. Nike kam auf den 16. Platz und Toyota, mit dem höchsten Markenwert von US $ 25,8 Milliarden, auf Platz 17.
Marke Wertsteigerung
1. Apple38% 2. Blackberry 36% 3. Google 36% 4. Amazon35% 5. Yahoo!33% 6. eBay31% 7. Red Bull 31% 8. Starbucks24% 9. Pixar23% 14.6.2005
US Gesetzesverschärfung gegen Markenkopien
Der US Kongress stimmte am Montag für ein Gesetz zur Strafverschärfung bei Raubkopien. Grund sind Milliarden US Dollar Verluste durch gefälschte Bekleidung, Taschen und Accessoires.
Das Gesetz verschärft die Strafen für die, die mit gefälschten Labels oder Verpackungen handeln oder diese herstellen. Unter anderem können zukünftig Maschinen zerstört werden, die zur Herstellung von Labels oder Verpackung gefälschter Waren benutzt werden. Ebenso sieht das Gesetz Schadensersatz für den Markeninhaber vor.
Bisher waren diese Vergehen straffürei. Das Gesetz geht nun in den Senat, wo man Zustimmung erwartet. 24.5.2005
Calvin Klein, Cerruti, Chloe und Lagerfeld gehen an Coty
Der niederländisch-britische Konsumgüter- konzern Unilever verkauft für 800 Millionen US-Dollar (637 Millionen Euro) seine Abteilung für Luxusparfums an das US-Unternehmen Coty.
Wie der Konzern am Freitag in Rotterdam mitteilte, kann der Verkaufserlös noch um weitere 100 Millionen Dollar steigen, falls sich der Absatz gut entwickelt.
Die Vereinbarung mit Coty Inc. umfasst die Parfumlizenzen für Calvin Klein, Cerruti, Vera Wang, Chloé und Lagerfeld.
Im vorigen Jahr erreichte Unilever mit Luxusparfums weltweit einen Umsatz von mehr als 600 Millionen US-Dollar (490 Millionen Euro). Die Sparte wurde von Unilever jedoch nicht zu den Kernaktivitäten gezä. 20.5.2005
Missoni Parfum Lizenz
Nach einem Jahr Spekulation gab Missoni seine neue Parfum Lizenz bekannt. Die Markteinführung des neuen Duftes erfolgt im Frühjahr 2006.
Die Bekanntheit der Marke für farbenfürohe Mode macht sie auch für Kosmetik begehrlich.
Missoni war bereits in den 80ern mit Max Factor in Parfum gestartet, dann wurden diese verkauft und die Lizenz eingestellt.
Der Lizenznehmer, der bisher in den USA am stärksten ist, beschreitet damit Neue Wege in Europa. Er will mit der Lizenz Marktanteile in Europa gewinnen und seine globale Stärke ausbauen. Ob weitere Europäische Lizenzen hinzu kommen werden, ließ er offen. 19.5.2005
Wie erreichen Sie junge Konsumenten?
Die MRI Teenmark Studie in den USA ergab für 2004, dass von der Gruppe der 10- bis 27-jährigen:
26 % Konzerte besuchen, 27 % Sportveranstaltungen besuchen, 38 % im Internet surfen, 40 % Videospiele spielen, 53 % Bücher lesen und 53 % ins Kino gehen.
Dahingegen gaben fast ein Fünftel, 18,7 %, an, keine Zeitschriften zu lesen.
Die Botschaft ist eindeutig:
Wenn Sie junge Konsumenten erreichen und Für Ihre Marke faszinieren wollen, muss Ihre Marke im Entertainment aktiv und präsent sein. 18.5.2005
Markenartikler verhalten optimistisch
Die Unternehmen der Markenartikelwirtschaft blicken laut einer Verbandsmeldung mit "verhaltenem Optimismus" in die Zukunft.
Eine aktuelle Befüragung unter Mitgliedern des Markenverbands ergab z.B., dass fast 70 % die momentane wirtschaftliche Gesamtlage für eher schlecht bis sehr schlecht beurteilen.
Die Umsatzprognosen für das 2. Quartal 2005 sind vorsichtig optimistisch. 40 % der Mitgliedsunternehmen rechnen mit wachsenden Umsätzen, 41 % wenigstens mit einem gleichbleibenden Niveau und 19 % befürchten Umsatzrückgänge.
Knapp die Hälfte der Firmen prognostiziert eine spürbare konjunkturelle Erholung im weiteren Jahresverlauf 2005. 18.5.2005
United Colors of Benneton Parfum Lizenz
Benneton hat eine exklusive, weltweite Lizenz für Parfum vergeben. Die Lizenz läuft bis 2011 mit einer Option auf vier weitere Jahre.
Die Lizenz sieht Marketinginvestitionen und Royalties in Höhe von 28 Millionen Euro vor.
Der Lizenznehmer vertreibt bereits Marken wie Bulgari, Ferragamo, Fendi, Burberry, Lanvin und Elizabeth Arden. 14.5.2005
McKinsey Befüragung in Kooperation mit Markenverband
Gute Erfahrungen mit Markentransfer haben demnach mehr als 80 % der Unternehmen. Über 90 % erhoffen sich von dieser Strategie vor allem zusätzlichen Gewinn, während 65 % das Image der Stammmarke ausbauen wollen.
Jedes fünfte Unternehmen erzielt mit einem Transferprodukt sogar mehr als 40 % des Umsatzes. 10.5.2005
Mode Designer kommen ins Haus
Die letzte Möbelmesse in Mailand zeigte, dass sich immer mehr Modedesigner in die Möbelbranche bewegen.
Armani entwirft bereits seit fünf Jahren Möbel und Heimtextilien und stellte dieses Jahr Leuchten, Teppiche und Badezimmer- Accessoires vor.
Auch Versace präsentierte Leuchten, sowie Spiegel und Gartenmöbel. Die seit 14 Jahren laufende Lizenz für Porzellan wurde auf 12 Themen erweitert.
Weitere Modemarken im Möbelsegment sind Calvin Klein, Missoni, Malo, Valentino, Alexander McQueen, Trussardi und Fendi.
Gleich ganze Hotels eröffnen die Marken Bulgari und Byblos. 21.4.2005
Urteil gegen Markenrechtsverletzung
Urteil gegen Markenrechtsverletzung bei AdSense-Werbung
Das Landgericht Düsseldorf hat seine einstweilige Verfügung vom 19. Januar 2005 gegen den Betreiber der Pseudo-Suchmaschine Das-Web.net bestätigt, in welcher es die Kopplung einer Marke mit AdSense-Anzeigen für Wettbewerber des Markeninhabers untersagte (AZ: 2a O 10/05). 20.4.2005
Pireli wechselt PZero
Der italienische Gummireifen- und Kabelhersteller, der mit urbaner Sportbekleidung unter der Submarke PZero seit Januar 2002 erfolgreich ist, beendete seine Lizenz mit Allegri. Ein neuer Lizenznehmer liefert die Frühling-/Sommerware 2006 aus. Pirelli trennt sich von Allegri, weil die Firma eine "wirksamere Rolle" im Geschäft spielen wolle.
PZero, beliefert auch das italienische Militär, vertreibt Tommy Hilfiger in Italien und fertigt Private Label Ware.
Die Veränderung kommt, während PZero weitere Produkte herausbringt und seinen ersten Laden in Mailand eröffnen will. Die Lizenzen umfassen heute bereits Uhren und Schuhe. Handtaschen sollen folgen.
PZero berichtete für 2004 Umsatz von über 80 Mio. Euro, eine 30 % Steigerung zum Vorjahr. Die Firma plant 20 % Wachstum in 2005.
Die Marke wird in 1.280 Geschäften global angeboten, davon 80 in den USA. 12.4.2005
Neue Markenanmeldungen 2004
Die Zahl der im vergangenen Jahr eingereichten Markenanmeldungen ist gestiegen.
Wie das Patent- und Markenamt mitteilte, wurden 2004 insgesamt 65.918 und damit rund 6,2% mehr Markenanmeldungen als im Vorjahr registriert. 12.4.2005
Wie erschliesst man sich Indien?
Die US Modemarke Guess? hat einen Lizenzvertrag für Indien unterzeichnet. Der Lizenznehmer hält bereits ein Portfolio an Markenlizenzen, u. a. Puma, Marks & Spencer, Speedo und Converse.
Auch andere westliche Modemarken haben oder wollen Indien via Lizenz betreten, so z. B. Giorgio Armani. 30.3.2005
Realer Markenwert
Laut Yahoo Biz hat Tulip Computers NV die Marke Commodore und alle damit verbundenen Produkte und Lizenzen an Yeahronimo Media Ventures verkauft. Der Kaufpreis beträgt 24 Millionen Euro, zahlbar in Tranchen bis 2010.
Dieser Preis dürfte viele "Markenbewerter" und deren hochfliegende Markenwert- Schätzungen auf den Boden holen.
Eine Marke ist nun einmal genau soviel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. 30.3.2005
Massive Zunahme von Spam für gefälschte Luxusartikel
Die Menge an Spam für gefälschte Luxusartikel ist nach Angaben des Internet-Portalbetreibers Lycos im vergangenen Jahr um 400 % gestiegen. Allein 133 Millionen solcher unerwünschten Werbe-E-Mails von Marken-Piraten habe Lycos vergangenes Jahr in Deutschland abgefangen, teilte das Unternehmen mit. "Im Jahr 2003 gab es noch etwa 35 Millionen Werbemails, die gefälschte Luxus-Artikel beworben haben", sagte Felicitas Piegsda-Rohowski, Managing Director von Lycos Deutschland. "Dieses Aufkommen an Luxus-Spam hat sich im letzten Jahr nahezu vervierfacht."
An erster Stelle unter den Top 5 der am häufigsten kopierten Marken steht Lycos zufolge der Uhrenhersteller Rolex: Unter den 133 Millionen registrierten Mails hatten Werbungen für Rolex-Uhren einen Anteil von 10 Prozent. An zweiter und dritter Stelle rangierten die Marken Louis Vuitton und Burberry, gefolgt von Abercrombie & Fitch und Lacoste. "Für derart beworbene Marken hat sich Luxus-Spam zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt, und betroffene Marketing- verantwortliche stehen vor einer großen Herausforderung", sagte Piegsda-Rohowski. 23.3.2005
Markenklima-Index
Der Verband der deutschen Media-Agenturen OMG und das Marktforschungsinstitut Enigma GfK legen die erste Trendausgabe ihres Markenklima-Index vor.
Demnach hat sich das Konsumklima in Deutschland zu Beginn des Jahres 2005 leicht verbessert. Erste schwache Signale deuten darauf hin, dass die "Geiz-ist-geil"-Mentalität an ihre Grenzen stößt.
Der Index beruht auf einer repräsentativen Telefon-Umfürage bei 1000 Bundesbürgern ab 14 Jahren.
Bei einer ersten Befüragung im Herbst bezeichneten 63 % der Verbraucher ihre eigene wirtschaftliche Lage als "positiv". Im Februar stieg die Zahl auf 68 %.
"Das ist ein signifikanter Anstieg, der Mut macht", erklärt der OMG-Vorsitzende Michael Bohn. Die Markenklima-Studie errechnet zwei Idizes: Den Markentreue-Index, der angibt, wie sehr die Verbraucher bereit sind, immer wieder Produkte einer bestimmten Marke zu kaufen; und den Preisaffinitäts-Index, der aussagt, wie stark Verbraucher in erster Linie nach Schnäppchen und günstigen Preisen suchen.
Auf einer Skala von 1 (gar nicht treu / gar nicht preisaffin) bis 10 (absolut treu oder preisaffin) liegt die Markentreue in Deutschland zurzeit bei 2,9; das sind 0,2 Punkte mehr als im Herbst 2004 (damals: 2,7). Der Preisaffinitäts-Index sank zugleich von 3,1 auf 3,0. Das heißt: Die Discount-Mentalität der Deutschen scheint zurzeit etwas geringer ausgeprägt als noch im Herbst.
Die Veränderung ist für die Forscher von Enigma GfK noch nicht signifikant, sie lasse aber "auf eine positive Entwicklung hoffen".
Für die Marktbeobachter weist auch eine andere Zahl auf Erholung. Die Frage, wo sie gern einkaufen, beantworteten im Herbst noch 45 % der Befüragten in der Kategorie "Discounter" mit "sehr gern". Im Februar waren dies 40 Prozent. Dennoch bleiben die Billigmärkte vorerst beliebteste Einkaufsstätte: Der Facheinzelhandel, auf Platz zwei positioniert, zeigt mit 33 % einen deutlichen Abstand.
Der "Werbe-Index", den die Studie definiert und der die Offenheit für Werbebotschaften misst, liegt derzeit (auf der Skala von 1 bis 10) bei 3,6 und erreicht bei einzelnen Verbrauchergruppen Spitzenwerte bis 6,0.
Mit der neuen Studie will die OMG eine Lücke in der deutschen Marktforschung schließen. "Wie sich das Markenbewusstsein und die Konsummotivation der Verbraucher ändert, ist eine Frage, die in den klassischen Erhebungen zum Wirtschaftsklima keine wesentliche Rolle spielt", erklärt der OMG-Vorsitzende. Der "OMG Markenklima-Index", den die OMG künftig vier Mal im Jahr veröffentlicht, erforscht das Konsumverhalten der Deutschen mit besonderem Blick auf Markenbindung und Markenbewusstsein. 21.3.2005
Special Marken-Award 2005
Henkel, DWS Investments und O2 heißen die Gewinner
Im Musical-Theater "Capitol" in Düsseldorf feierten am Montag Abend mehr als 800 Gäste aus Management, Marketing, Medien und Agenturen die Verleihung des Marken-Award 2005 im Rahmen der "Night of the Brands".
Henkel erhält den Preis in der Kategorie "Beste Marken-Dehnung" für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Waschmittelmarke Perwoll.
Der Mobilfunkanbieter O2 gewinnt in der Kategorie "Beste Neue Marke".
Der "Beste Marken-Relaunch" gelingt DWS Investments, womit der Preis zum ersten Mal an einen Finanzdienstleister geht.
Mit dem Preis zeichnen absatzwirtschaft - Zeitschrift für Marketing und der Deutsche Marketing-Verband (DMV) zum fünften Mal Unternehmen für exzellente Leistungen in der Markenführung aus.
Die Sieger wurden von einer hochkarätig besetzten Jury in einem aufwändigen, mehrstufigen Bewerbungs- verfahren ermittelt.
"In vielen Branchen weht ein rauher Wind", bilanziert absatzwirtschaft-Chefüredakteur Christoph Berdi die Bewerbungsrunde 2005, "Marken-Strategien zielen nicht nur auf die Gunst der Kunden, sondern richten sich auch deutlich gegen die direkten Wettbewerber. Das Ziel, die Konkurrenz zu schlagen, wird offensiv formuliert. Es geht oftmals um Verdrängung." 21.3.2005
Reader′s Digest Trusted Brands
Nivea ist europaweit die vertrauenswürdigste Marke
Konsumenten aus 14 Ländern erklären Nivea in ihrer Produktkategorie zur vertrauenswürdigsten Marke. Swatch, Tchibo und Centrum erobern sich Spitzenplätze in der Gunst der deutschen Verbraucher. Mit der großen Verbraucherstudie "Reader′s Digest European Trusted Brands 2005" untersucht das Magazin Reader′s Digest zum fünften Mal die vertrauenswürdigen Marken in 14 Ländern Europas.
An der Spitze der Konsumentengunst dominieren seit Beginn der Studienserie Markenklassiker wie Persil, Schwarzkopf, Aspirin, Wick, Frosch, Rotkäppchen, Asbach, Miele, AOL, TUI, Sparkasse, Allianz, Aral und eben Nivea. Wie die Analysten der Studie erklären, wird es allerdings auch für Traditionsmarken aufwändiger, Spitzenpositionen auf Dauer zu halten. Sie beobachten, dass der Wettbewerbsdruck steigt. Allein die Tatsache, dass rund 7000 Befüragte in Deutschland 4500 Marken als die für sie persönlich vertrauenswürdigsten nennen, mache die Vielfältigkeit der Markenlandschaft für den Konsumenten deutlich.
Für die überwiegende Mehrheit gilt das Motto "Geiz ist geil" nicht. Im Gegenteil: "Einige Marken sind es mir wert, dass ich dafür mehr bezahle", äußern 72 % der Befüragten. Als wichtigstes Kriterien bei der Bewertung von Markenvertrauen nennen die Konsumenten "Produkte mit hoher Qualität" (81%)und "Meine persönliche Erfahrung mit der Marke" (78 %). Auf Platz drei des Kriterienkatalogs folgt mit 68 % "Das Unternehmen versteht die Bedürfnisse des Kunden". Weitere Kriterien sind: "Die Marke ist umweltbewusst" (62 %) und "Hinter der Marke stehen hohe ethische Standards" (52 %).
Das in der öffentlichen Diskussion viel beschworene Image folgt mit 34 % erst auf Platz neun des Kriterienkatalogs.
Der Studie zufolge bewerten Verbraucher das Vertrauen in Marken vor allem aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung.
Mit der neuen Spitzenplatzierung hat Nivea erstmals den Mobiltelefonhersteller Nokia eingeholt, den die Befüragten seit 2001 jährlich in allen 14 untersuchten europäischen Ländern zum vertrauenswürdigsten Anbieter seiner Produktkategorie wählten.
An der Umfürage beteiligten sich rund 25 000 Leser aus 14 Ländern. Knapp 7 000 der Teilnehmer kommen aus Deutschland. Die "Most trusted brands" untersucht europaweit 20 vergleichbare Produktbereiche. Neun weitere Produktbereiche analysiert die Studie ausschließlich in Deutschland. 21.3.2005
Drahtseilakt für Marketer
Verbraucher spalten sich immer mehr in Premium-Käufer und Schnäppchenjäger.
Ein gutes Drittel der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Anzahl der Handelsmarkenkäufer will wieder zurück zur starken Marke und insbesondere zur Premiummarke. 20 bis 25 Prozent aller deutschen Haushalte sind Premiumkäufer.
Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, Frankfurt am Main, und der GfK Nürnberg.
Eine weitere Erkenntnis: Etwa 20 Prozent der deutschen Haushalte beabsichtigen, von der Herstellermarke auf die billigere Handelsmarke umzusteigen. "Wir befinden uns an einer ganz entscheidenden Schwelle, wohin sich der Markt entwickelt: noch mehr Discount oder wieder zurück zur starken Marke", kommentiert Wolfgang Twardawa von der GFK das Ergebnis.
25 Prozent aller deutschen Haushalte könnten sich nach eigener Einschätzung nach wie vor fast alles leisten und weitere 25 Prozent fast nichts mehr.
Die erste Aufgabe des Marketing besteht folglich künftig darin, sich für eine Käufergruppe zu entscheiden. Dazu Dr. Peter Haller, Geschäftsführer der Serviceplan Agenturgruppe München und Repräsentant des GWA: "Die alten Mediarezepte greifen nicht mehr. Premiumkäufer haben zwar ein höheres Einkommen, aber auch weniger Zeit zum Einkaufen und für den Konsum von Werbung". Die Untersuchung zeige, dass die vier Käufertypen, Premium-, Marken-, Promotion- und Handelsmarkenkäufer bei den klassischen Medien TV und Print, aber auch beim neuen Medium Online, ein jeweils unterschiedliches Nutzungsverhalten haben. So sehen Premiumkäufer zum Beispiel weniger fern. 2.3.2005
E-Games: Potenziale für die Kommunikation
In der Media- und Markenwelt ist das Bewusstsein für den Markt der elektronischen Spiele (E-Games) erwacht. Über 75 % der Agenturen geben an, sich für den interaktiven Markt mit seiner Zielgruppenstruktur zu interessieren. Allerdings wollen nur 18 % Aussagen über die derzeitigen Werbeaktivitäten treffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfürage der Firma "11 Prozent Kommunikation". Wie die Umfürage zeigt, wollen sich sowohl Agenturen als auch Markenartikler im Zuge des boomenden Handyspiele Marktes intensiver über die Möglichkeiten der Werbung in Spielen und im mobilen Entertainment Markt informieren. Über 20 % der Befüragten geben an, dass sich Crossmarketing Aktivitäten mit der Computerspiel-Branche bereits fest im Kommunikationsmix der Markenartikler etabliere. Das gilt vor allem für die Foodbranche. Aber auch die Automobilindustrie ist der Auffassung, dass der emotionale Faktor, der in einem Spiel hervorgerufen wird, einen positiven Effekt auf die Marke abwerfe. "Wenn man bedenkt, das der junge Markt der Computerspiele durch Spielhallen 1962 entstanden ist, stellen wir heute mit Erstaunen fest, dass auch die Altersstruktur der Zielgruppe mitwächst. Waren es noch vor zwanzig Jahren 12 bis 17 jährige, so können wir jetzt feststellen, dass die aktuelle Zielgruppe die 14 bis 49 jährigen einschließt", erklärt Angelique Szameitat, Geschäftsführerin 11 Prozent Kommunikation. 23.2.2005
Tatort Ebay
Immer mehr gestohlene und gefälschte Produkte werden über Onlineauktionshäuser wie Ebay vertrieben.
Von den illegalen Aktivitäten sind fast alle Markenartikler betroffen. Waren es anfangs noch Bagatelldelikte, geht der Trend mittlerweile hin zu organisierten Strukturen.
Kriminelle nutzten die Vorteile des Internets - Anonymität und eine große Nutzerzahl - mehr und mehr für ihre Zwecke. Die betroffenen Unternehmen leiden unter diesen Aktivitäten doppelt: Ihnen entgehen Umsätze, und sie erleiden einen Reputationsverlust bei Kunden, die Opfer der Betrüger geworden sind.
Onlinemarktplätze wie Ebay sind nur Plattformen und selten Ursache für Missbräuche. Illegale Machenschaften Externer sind fast immer auf Schwächen in den internen Prozessen der Markenhersteller zurückzuführen. Eigene Mitarbeiter oder Lieferanten seien häufig an den Machenschaften beteiligt.
Um solchen Aktivitäten bei Onlineauktionen vorzubeugen, sollte das Management in drei Schritten vorgehen:
Erstens muss es die eigene Wertschöpfungskette absichern, um die Nachschubwege für Betrüger zu blockieren.
Zweitens muss der Markenhersteller Ebay und andere Auktionsplattformen wie Hood.de oder Ricardo.de permanent überwachen und durch Testkäufe kontrollieren.
Drittens muss das Management den Kampf gegen den Missbrauch der Auktionsplattformen organisatorisch im Unternehmen verankern. 23.2.2005
Spalding vergibt Masterlizenz in Japan
Russell Corporation gab die Vergabe einer Masterlizenz für die Marke Spalding in Japan bekannt. Die Fünfjahresvereinbarung schließt alle Facetten der Markebildung ein, von Produktentwicklung bis Distribution. Scott Creelman, Präsident von Spalding, sagte: "Sport wird in zunehmendem Maße Teil des Lifestyles. Der Lizenznehmer wird unsere Position als Marke weiter stärken. Er hat ein sehr gutes Renommee für Markenbildung und versteht, daß Sport nicht nur Sportler anspricht, sondern auch Fans und Zuschauer. 8.2.2005
Pilsbury Eiscreme
Kemps erwirbt die Pillsbury Doughboy Lizenz, um eine neue Eiscreme Linie Flächendeckend in den USA anzubieten. Es ist die erste Produkteinführung für Kemps außerhalb seiner traditionellen Märkte im mittleren Westen der USA. Und es ist auch das erste mal in der 135-jährigen Pillsbury Geschichte, dass Eiscreme unter der Marke angeboten wird.
"Wir sind gut in der Herstellung und Vermarktung von Eiscreme, aber, um uns über unsere traditionellen Märkte hinaus zu bewegen, braucht es eine vertraute Marke", sagte Tom Piper, Manager bei Kemps′ für Pillsbury Eiscreme. "Für die, die Kemps nicht kennen, wird dieses Produkt populärer sein, als wenn wir neue Absatzmärkte mit Kemps erschließen wollten. Es dauert Zeit, eine Marke aufzubauen, und Pillsbury ist bereits eine."
Für General Mills bedeutet es den Eintritt in eine neue Produktkategorie. "Wir nutzen Wissen und Sachkenntnis von einem der Top-Eiscremehersteller im Land,", sagte ein Manager. "Das Renommee von Kemps für Qualität und Innovation ist Einzigartig in der Industrie."
Der nationale Launch ist für Kemps ein Grundpfeiler seiner Wachstumsstrategie. 1.2.2005
Marken Rankings
Die Markenplattform www.Brandchannel.com, betrieben von Interbrand, befüragte seine Leser nach den einflussreichsten Marken. Ca. 2000 Leser geben ihre Stimme ab.
Brandchannel besitzt nun die Dreistigkeit, aus dieser unrepräsentativen, willkürlichen Stichprobe ein Ranking zu erstellen. Hoffentlich ist Ihre Marktforschungsagentur professioneller.
Noch peinlicher finden wir, dass die Tagesschau diese "Nachricht" weiter verbreitet. Dort werden die Befüragten sogar zu "Experten".
Wer so mit Marken und Marken-Rankings umgeht, betreibt Scharlatanerie.
Und wer so unreflektiert "Nachrichten" übernimmt, diskreditiert sich. 1.2.2005
Ebay ist Shooting-Star unter den Marken
Ebay ist derzeit die stärkste Unternehmensmarke in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Best Brands". Ebay löst in der Kategorie Unternehmensmarke den Vorjahressieger Siemens ab, der hinter dem Discounter Aldi auf Platz drei landete.
Die Untersuchung - die zweite dieser Art – wurde von der GfK Marktforschung, der Agenturguppe Serviceplan, dem Werbezeitenvermarkter Seven One Media, der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" und dem Markenverband initiiert. Ziel ist es, die Stärke von Marken sowohl nach psychologischen als auch nach erlösorientierten Kriterien zu erfassen. So fließen in die Hitliste nicht nur die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfürage ein, sondern auch Kennziffern des gegenwärtigen wirtschaftlichen Erfolgs der Marken in Deutschland. Ebay war im vergangenen Jahr noch nicht auf der Liste der zehn besten Unternehmensmarken vertreten. Aldi verbesserte sich vom dritten auf den zweiten Rang.
In der Kategorie der stärksten Produktmarke konnte sich Adidas als Sieger behaupten. Die Sportartikelmarke rangiert vor Sony (Unterhaltungselektronik) und der Waschmittelmarke Persil aus dem Hause Henkel. Sony konnte sich vom zehnten Platz vorarbeiten, Persil von Rang acht.
Die derzeit am stärksten wachsende Marke in Deutschland ist laut Studie Samsung. Der Erfolg der Handys des koreanischen Elektronikkonzerns trug wesentlich zum ersten Platz in dieser Kategorie bei. Vorjahressieger Haribo taucht in der Liste der zehn besten Wachstumsmarken nicht mehr auf, auf den Plätzen zwei und drei folgen Sony, in diesem Fall für den Bereich Fotografie, und IBM. 27.1.2005
Intelliseek.com
Analysieren Sie Fernsehen, Radio, Zeitungen und Magazine im Bezug auf Ihre Marke und Ihr Unternehmen? Wenn ja, dann werten Sie mehrheitlich Werbung aus. Und was führt Ihnen Kunden zu? Ihre Reputation, bzw. Empfehlungen Ihrer Kunden und Markenanhängern. In zahllosen Studien wurde beweisen, Weiterempfehlungen sind die Quelle Nr. 1 für Interessenten bei wichtigen Anschaffungen.
Analysieren Sie bereits Ihre Reputation, den Grad der Weiterempfehlung? In den 90ern sagte jemand, das Internet wird das Äquivalent des mittelalterlichen Dorfbrunnens. Dank Email, Newsgroups, Diskussionsforen und Web Logs wurde es dazu. So suchen heute über 20 % der Autokäufer nach Verbraucherberichten im Internet, bevor sie ein Model kaufen.
Hier finden Sie ein Instrument zur Überwachung Ihres Markenimages im Internet: www.intelliseek.com/brandpulse.asp.
Und bekanntlich ist die Messung der erste Schritt zur aktiven Steuerung. 26.1.2005
Grundig betritt Mobilfunkmarkt
Der Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig will in den Mobilfunkmarkt einsteigen. Bereits in Kürze werden Handys in Lizenz unter dem Markennamen Grundig herausgebracht, teilte die Grundig Intermedia GmbH in Nürnberg am Mittwoch mit.
Grundig Intermedia umfasst als Nachfolgerin der insolventen Grundig AG deren Kerngeschäft mit Fernsehgeräten und Unterhaltungselektronik. Geschäftsführer Hubert Roth sagte: "Wir sind überzeugt, dass die Lizenz den Wert der Marke Grundig deutlich erhöhen und den Zugang zum Telekommunikationsmarkt schaffen wird."
Grundig habe ambitionierte Pläne für die Ausweitung seiner Geschäftsfelder. Der Lizenznehmer erwarb die weltweiten Exklusivrechte für die Herstellung und den Vertrieb von mobilen Kommunikationsprodukten und deren Zubehör unter dem Namen Grundig. Nach Worten desFirmenchef will man zunächst vier neue Grundig-Handys herausbringen und bereits auf der Fachmesse CeBIT im März in Hannover vorstellen.
Die Markenbekanntheit von Grundig werde erlauben, in neuen Märkten Fuß zu fassen. 26.1.2005
DIN-Norm für Methoden der Markenwertmessung geplant
Arbeitsausschuss am 18. Januar 2005 gegründet
Unter Moderation des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. widmet sich ein aus interessierten Marktbeteiligten bestehender Arbeitsausschuss der Erarbeitung einer DIN-Norm mit Grundanforderungen an Methoden der monetären Markenwertmessung. Die fachliche Federführung des Projektes übernimmt der Markenverband e. V.
Ab 2005 müssen alle kapitalmarktnotierten Unternehmen ihren Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellen. Da die EU-weit harmonisierten Bilanzvorschriften vorsehen, dass bei Unternehmensverkäufen und -übernahmen der Markenwert bilanziert werden muss (IAS 38), wird der Markenwert als immaterielle Größe eine der wichtigsten bilanzrelevanten Kennziffern werden. Informationen über immaterielle Werte können für Kapitalgeber von zentraler Bedeutung sein.
Da die bestehenden Berechnungsmodelle zu unterschiedlich und die Möglichkeiten einer schnellen Konsensfindung gegenwärtig eher als gering einzuschätzen sind, wird die Entwicklung eines "Metastandards" als erster richtiger Schritt angesehen. Die Festlegung von wichtigen Grundanforderungen an Markenwertmessmethoden wird aus Sicht der Markenforschung, der Wirtschaftsprüfung und der betroffenen Unternehmen als sinnvoll erachtet. 21.1.2005
Gerry Weber vergibt Lizenz für Herrenbekleidung
Die Gerry Weber International AG, Halle, hat einen Lizenzvertrag über "Gerry Weber Menswear" abgeschlossen. Das neue Label werde in der gehobenen Mitte positioniert, teilte das Unternehmen am Freitag weiter mit. Ziel sei es, den Bekanntheitsgrad von der Damen- auf die Männermode zu übertragen.
Gerry Weber Menswear werde mit der Herbst/ Winterkollektion 2006 erstmals erhältlich sein. 15.1.2005
Marketingorientierte Firmen sind erfolgreicher
Der operative Gewinn ist bei 80 % der mit starkem Markenfokus geführten Unternehmen fast doppelt so hoch wie im Branchenvergleich.
Das ist das zentrale Ergebnis einer von Booz Allen Hamilton und Wolff Olins erstellten Studie. Befüragt wurden die Marketing- und Vertriebsleiter der europäischen Top 500-Firmen. 90 % von ihnen sind davon überzeugt, dass Markenorientierung ein Schlüsselfaktor für ihren Unternehmenserfolg ist. Das sind doppelt so viele Nennungen wie noch vor fünf Jahren.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Untersuchung gehört, dass strategische Markenführung den Erfolg erheblich steigern kann. ′Voraussetzung hierfür: Unternehmen verzahnen die Marke stark mit ihrer Strategie und Organisation′, sagt Charlie Stott, Berater von Wolff Olins.
′Jedoch stellen derzeit nur 18 % das Marken- Management in den Mittelpunkt und verfügen über ein klares Markenverständnis innerhalb der gesamten Organisation′, gibt Gregor Harter, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Customers, Channels and Marketing Management bei Booz Allen Hamilton, zu bedenken. 15.1.2005
Perry Ellis vergibt Brillenlizenz
Für seine Marken Perry Ellis, Perry Ellis Portfolio und Perry Ellis America hat das Unternehmen Lizenzen für Damen- und Herren-Sonnenbrillen in den USA vergeben.
Die Lizenz läuft über drei Jahre bis 2007. Erste Produkte kommen im Herbst 2005 auf den Markt und sollen über Warenhäuser und den Facheinzelhandel vertrieben werden. 11.1.2005
Levi Strauss lizenziert Wäsche und Strümpfe
Die unter der Marke Levi Strauss Signature hergestellten Produkte werden in Frankreich, Deutschland, Groß Britannien, der Schweiz und Österreich vermarktet.
Die Lizenz umfasst Wäsche und Strümpfe für Damen und Herren. 11.1.2005
Polaroid verkauft
Ein US-Hersteller von Konsumgütern und Elektronikprodukten, kauft den traditionsreichen amerikanischen Fotokonzern Polaroid Holding Co. für 426 Mill. Dollar (322 Mill. Euro) in bar. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2005 über die Bühne gehen.
Polaroid hatte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 496 Mill. Dollar umgesetzt und 54 Mill. Dollar verdient. Das Unternehmen verkauft Sofort-Bild-Kameras und -Filme, andere Verbraucherelektronikprodukte, Sonnenbrillen sowie Identifizierungssysteme für kommerzielle Nutzer.
Polaroid geriet mit dem Siegeszug der Digitalfotografie in Schwierigkeiten, war stark geschrumpft und hatte ein Insolvenzverfahren hinter sich gebracht.
Der Erwerber produziert und vertreibt weltweit eine breite Palette von Verbraucherelektronik- Produkten. Die nicht an der Börse notierte Gesellschaft will den bekannten Markennamen Polaroid mit ihren eigenen Verbrauchermarken kombinieren. Sie war bereits der Polaroid-Lizenznehmer für bestimmte Elektronikprodukte wie DVD-Player sowie Plasma- und andere Fernsehgeräte. 10.1.2005
|