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Marken News


Dolce & Gabbana zu P&G Procter & Gamble und Dolce & Gabbana verkündeten,
dass P&G Prestige Products, die Geschäftseinheit
für edle Düfte von P&G, einen Vertrag zum Abschluss
einer Lizenzvereinbarung mit Dolce & Gabbana S.r.l.
unterzeichnet hat. P&G wird ab dem 1. Juli 2006 das
bestehende Parfümsortiment vermarkten und vertreiben.

"Dolce & Gabbana gilt auf der ganzen Welt als Symbol
für italienischen Glamour. Die Marke steht für einen
zeitlosen Stil für unkonventionellen Luxus, der in
jeder neuen Saison Innovation mit dem starken
mediterranen Flair seines Ursprungs verbindet.
Ihr sinnlicher und einzigartiger Stil findet bei den
Prominenten aus Hollywood und der Musikbranche Anklang
und geniesst Ikonenstatus.
Diese Faktoren schaffen ein überragendes, traumhaftes
Niveau, das der Marke alle wichtigen Mittel zur
Kreierung und zum erfolgreichen Wachstum von
Parfümklassikern in die Hand gibt," kommentierte
Hartwig Langer, Präsident von P&G Prestige Products.

Durch die Unterzeichnung der Lizenzvereinbarung für
Parfüme mit Dolce & Gabbana kann P&G Prestige Products
seinem gegenwärtigen Geschäftssortiment eine starke
Palette an edlen Luxusparfümen hinzufügen, sodass sein
starkes Luxuswarenangebot ergänzt und weiter gefestigt
wird.

Laut WWD soll der Lizenzvertrag als Garantiesumme
100 Mio. Euro und 10% Royalties beinhalten.
15.12.2005

BMW schult mit eigener Marken-Akademie

Was eine großartige Einrichtung:

"Die BMW-Group hat am Donnerstag ihre
Marken-Akademie der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Die vor drei Jahren gegründete Brand-
Academy des Unternehmens soll das
Verständnis für die drei Marken BMW,
Mini und Rolls-Royce bei Mitarbeitern,
Handelpartnern und Agenturen fördern.
In eintägigen Seminaren lernen
Teilnehmer dort Grundwissen zu Marken
im allgemeinen und die Ausrichtung der
drei Unternehmensmarken kennen.

"Für den langfristigen Erfolg ist es
unabdingbar, dass Mitarbeiter und
Partner die unterschiedlichen
Identitäten der Marken verstehen und
die Differenzierungsmerkmale zum
Wettbewerb kennen", so BMW-Marketing-
und Vertriebsvorstand Michael Ganal.

In dem firmeneigenen Institut im Norden
Münchens werden jährlich etwa 2.500
Teilnehmer geschult.
Der Großteil sind BMW-Führungskräfte.
Die BMW-Brand-Academy betreibt außerdem
Grundlagenforschung und ist interner
Dienstleister für die Marketingabteilungen
des Automobilkonzerns."


Nicht nur wird jeder Mitarbeiter auf die
Marke(n) eingeschworen, jährlich verlassen
2.500 Botschafter der Marke das Institut.
2.12.2005

Modemarken eröffnen Hotels

WWD berichtet, zwei Mode Marken steigen in die
Hotelerie ein: Missoni und Byblos.

Missoni, mit einer Heimtex Kollektion,
vergab eine weltweite Lizenz an eine
Belgische Hotelgruppe. Geplant sind 30
kleine bis mittlere Hotels bis zum Jahr
2010 unter dem Namen Hotel Missoni.
Die ersten drei sollen bis 2007 öffnen,
unter anderem in Dubai und Edinborough.
Weitere Standorte sollen London, Paris,
Amsterdam, St. Petersburg, Mailand und
Istanbul sein.
Für 2010 erwartet Vittorio Missoni,
der Marketing Manager von Missoni Umsätze
in Höhe von $350 million.

Gleichzeitig eröffnete der Inhaber von
Byblos ein 5 Sterne Hotel in Verona.

Missoni und Byblos folgen damit Armani,
Versace, Ferragamo und Bulgari in den
Markt der Luxushotels.
2.12.2005

Marke Ferrari erzielt $700 Mio.

Der Leiter Brand Development and Partnerships
erklärte beim F1 Sponsorship Forum, dass Ferrari′s
Einnahmen aus Merchandising und Lizenzen,
inklusive der neuen Ferrari shops weltweit $700
Mio. im Jahr betragen.

Er führte aus: "Rennsport ist absolute Voraussetzung
für Marke und Produkt". Ferrari plant 50 Läden
weltweit, trotz der Gefahr der Verwässerung.
Er nannte keine Details, aber die Einnahmen
aus Merchandising werden auf $70 Mio. geschätzt,
was etwa dem 5-fachen anderer Formel 1 Teams
entspricht.
17.11.2005

Wen erreichen (Marken-) Kinofilme?

Das Kino ist ein optimales Medium,
um junge Leute unter 30 Jahren zu erreichen
mit einer ungebrochen hohen Reichweite.

Nach der aktuellen Media-Analyse (MA 05) des
Fachverbands Werbung im Kino (FDW) erreicht
Kinowerbung regelmäßig knapp 60 % der
jungen Bundesbürger pro Woche.
Aus der MA gehen neben der Reichweite auch
soziodemographische Merkmale hervor.

1,54 Millionen junge Menschen zwischen 14
und 29 Jahren gehen Woche pro Woche
mindestens einmal (!) ins Kino.
Doch auch die Jahrgänge bis 39 lieben und
schätzen das Kino. Über 530.000 der 30- bis
39-Jährigen gehen allwöchentlich ins Kino
(IVW-geprüfte Besucherzahlen).

Erkannt hat diesen Vorteil auch WPP.
Der Werbekonzern beteiligt sich mit 5% am
Filmstudio der Weinstein Brüder und erhält
das Recht auf "First Look" für seine Kunden
wie Ford.
10.11.2005

Wie alt sind Ihre kaufenden Kunden?

Ältere Konsumenten sind häufig wichtiger,
als wahrgenommen wird.

Beispiel Designprodukte:
Durchschnittlich 54 Jahre alt ist der Käufer
der Hi-Fi-Anlagen von Bang & Olufsen.

Oder der Automobilmarkt:
Porsche-Käufer sind im Durchschnitt 57 Jahre alt.
Menschen über 50 kaufen 45 % aller Neuwagen
und 80 % der Wagen der Luxusklasse.
Das "Born to be wild"- Gerät, der Harley-Davidson
Chopper, wird im Mittel von 59-Jährigen gekauft.

Die Gruppe der "jungen Alten", also der 60- bis 80-
jährigen, wird 2050 bei einer Bevölkerung von gut
75 Millionen rund 19 Millionen Menschen, also 25 %
umfassen.
80 Jahre oder älter werden rund neun Millionen
Menschen und somit zwölf % der Bevölkerung sein.
Zum Vergleich: 2003 waren nur 3,4 Millionen
Deutsche (vier %) älter als 80 Jahre alt.

Trotz aller Sorgen um die Sicherheit der Renten:
Angesichts der demografischen Entwicklung gilt
die Seniorengeneration von morgen als
gigantischer Zukunftsmarkt.
Die Generation Plus besitzt schon heute mehr als
die Hälfte des gesamten Privatvermögens in
Deutschland.

Und, was für Alte notwendig ist, kann auch für
Jüngere attraktiv und nützlich sein.
Die ablehnende Haltung gegenüber "Komfort-
Produkten" ändert sich, sobald das Produkt
aus der Senioren-Nische herauskommt.
Ein Beispiel, der "Koffer auf Rollen".
Das Produkt hat sein anfängliches Senioren-Image fast
vollständig abgestreift. Es hat sich einfach als praktisch
herausgestellt, schwere Taschen zu ziehen statt zu
schleppen. Eine ähnliche Emanzipation vom Image der
Behindertenausstattung hat die schwellenfüreie Dusche
erlebt. Sie ist für Rollstuhlfahrer die Voraussetzung zur
selbstständigen Benutzung, inzwischen aber zum
Design-Renner im Bad aufgestiegen.

Worauf sollten Sie achten?

Ältere Konsumenten sind erfahren und daher kritisch.
Diese Generation lässt sich nicht für dumm verkaufen.

Vermeiden Sie das Label Seniorenprodukt.
Erfahrene Konsumenten erkennen den auf sie
abgestimmten Nutzen auch ohne "Altershinweis".

Und in der Kommunikation sollte man Anglizismen
vermeiden. Mit "Convenience Produkten" können
viele Ältere nun mal (noch) nichts anfangen.
3.11.2005

Audi geht auf Sendung

Die FTD berichtet:

Bekannt ist die VW-Tochter Audi für
schnittige Autos mit edlem Design.
Nun geht der Autohersteller mit einer
vollkommen neuen Marketingstrategie
an die Öffentlichkeit:
Per Sendung rund um die Uhr will das
Unternehmen neue Kunden an Land ziehen.

Jüngst startete Audi in Großbritannien mit
Audi Channel einen eigenen Fernsehkanal.
Ist das Projekt von Erfolg gekrönt, könnte das
Unternehmen auch in anderen Ländern auf
Sendung gehen.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche
soll das Publikum des Massenmarktes
angesprochen werden, Autobesitzer wie
Autoliebhaber.
Das Sendeprogramm ist aufgeteilt in
produktbezogenes "Infotainment" während des
Tages und allgemeinere Unterhaltung am Abend
und an Wochenenden.

Rund 7,6 Millionen Haushalte in Großbritannien
können Audi Channel über die Satellitenplattform
Sky Digital empfangen. In den kommenden
Monaten soll die Zahl der Zuschauer noch größer
werden, wenn Audi die Verhandlungen mit dem
Betreiber Freeview und mit Kabelfernseh-
betreibern abgeschlossen hat. Außerdem soll der
Sender Breitband-Internetnutzern über die
Audi-UK-Website zugänglich gemacht werden.

Anlass für die Entscheidung zu einem
markeneigenen Sender war die wachsende
Unzufriedenheit über den zerstückelten Medienmarkt
und die Sorge, britische Zuschauer wendeten
weniger Zeit für die Fernsehwerbung der Marke auf,
sagt Gary Savage, Marketingvorstand von Audi UK.
"Wir haben beträchtliche Marketingbudgets,
wir erfreuen uns eines greifbaren Absatzerfolgs in
Großbritannien, und es gibt viel, auf das wir stolz
sein können. Was allerdings Werbung und Marketing
angeht, sind wir ziemlich konventionell gewesen",
sagt er. "Deshalb haben wir unser Schicksal selbst in
die Hand genommen. Erst war es einfach eine nette
Idee, als wir aber die Möglichkeit prüften,
haben wir festgestellt, dass wir mit einer neuen
Sendelizenzart der (britischen Medienaufsichtsbehörde)
Ofcom im Grunde Besitzer eines Senders werden
konnten."

Diese neu geschaffene Lizenz der Ofcom ermöglicht
Anzeigenkunden, über einen eigenen Sender ihre
Marken und Produkte zu bewerben.
Allerdings muss dabei sehr genau zwischen
Verkaufsförderung und Verkauf unterschieden werden.
Und diese Unterscheidung macht Audi sich gern
zunutze: "Audi hält auf jeden Fall an einer auf den
Showroom konzentrierten Vertriebsstruktur fest.
Aber das hier hat die Möglichkeit eröffnet,
Verbraucher auf subtilere Weise zu gewinnen,
auch wenn es sich nicht unmittelbar in den
Absatzzahlen niederschlägt", sagt Charlie Rudd.
Er ist stellvertretender Geschäftsführer der
Werbeagentur BBH, die den Sender für Audi UK
entwickelt hat.

"Das ist ein vollkommen neues Modell,
sowohl für einen Fernsehsender als auch
für einen Werbekunden. Erfolg wird nicht nach
den Zahlen des erwirtschafteten Absatzes definiert.
Es geht vielmehr darum, wie effektiv sich der Sender
auf die Kundenwahrnehmung der Marke Audi
auswirkt.
Es geht darum, einen neuen Weg zu finden,
den Verbraucher zu erreichen. Marken ziehen kein
Interesse auf sich, wenn sie in einem Regal oder
einem Showroom stehen - das ist keine Marke,
sondern ein Produkt", sagt Rudd.

Immer mehr Unternehmen prüfen die Möglichkeit
eines markeneigenen Senders, da sich die
Aufmerksamkeit von der herkömmlichen Werbung
hin zu so genannten Markeninhalten entwickelt.
Dabei geht es um vom Markenbesitzer finanzierte
Unterhaltung, die für Funk, Fernsehen, Mobiltelefone,
Internet und Live-Veranstaltungen genutzt werden
kann.

Nach Ansicht einiger Branchenkenner werden immer
mehr Marken dem Beispiel Audis folgen.
"Davon werden wir noch mehr zu sehen bekommen,
vor allem von Marken der Unterhaltungs- und
Freizeitbranche", sagt Adrian Pettett von Cake,
ein Unternehmen, das Markeninhalte unter anderem
für den Mobilfunkkonzern Orange entwickelt.
"Es geht einen Schritt weiter als Markeninhalt,
aber es gelten immer noch dieselben Regeln:
Egal, was der Werbekunde in Auftrag gibt,
es muss unterhaltsames, qualitativ hochwertiges,
fesselndes Fernsehen sein."
31.10.2005

ICC Report Produktpiraterie und -fälschungen

Produktpiraterie und Fälschungen nehmen gefährlich zu
und kosten die Weltwirtschaft geschätzte $600 Milliarden
im Jahr an verlorenen Umsätzen, so ein Report der
internationalen Handelskammer ICC.
Der Report der in Paris ansässigen ICC mit Mitgliedern in
140 Ländern drängt Regierungen zu massiven Schritten,
um den teuren Missbrauch zu beenden.

"Viele kleine und mittlere Unternehmen sind abhängig
von Intellectual Property. Geschmacksmuster,
Copyright, Patente und eingetragene Warenzeichen
sind für zahlreiche Industrien... wie Textil, Spielzeug,
Verlage, Biotechnologie und Einzelhandel elementar",
so der Report.

In Indien verlieren FMCG Hersteller ungefähr 15 %
des Marktanteils an Fälschungen.
Die Kalifornische Wirtschaft verliert $ 34,5 Milliarden
durch Fälschungen und Piraterie.
Fälschungen und Piraterie kosten die EU an
verlorenen Steuereinnahmen ungefähr $9,1
Milliarden im Bekleidungs- und im Schuhsektor,
$3,6 Milliarden bei Duftstoffen und in der Kosmetik
und $4,5 Milliarden im Spielzeug- und
Sportartikelmarkt.
26.10.2005

Starbucks: Melodien für Millionen

ASW berichtet vom Starbucks Erfolg
beim Brand Entertainment:

"Nach großen Erfolgen im Vertrieb von Musik
denkt man bei der Kaffeehaus-Kette Starbucks
auch über den Verkauf von Filmen nach.
Das sagte Ken Lombard, President of Starbucks
Entertainment, der britischen Zeitung Guardian.
Noch steuert die Musiksparte nur einen kleinen Teil
zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.
Doch das soll sich ändern - Lombard will das
Geschäft mit Musik und Filmen zu einem
wesentlichen Standbein von Starbucks ausbauen.

Auftrieb erhielten diese Visionen durch die Erfolge
einer Starbucks-CD bei den diesjährigen Grammy-Verleihungen.
Das Album "Ray Charles′s Genius Loves Company",
das von dem Label "Starbucks Hear Music" initiiert
worden war und sich über 720 000 mal verkaufte,
räumte gleich acht Grammys ab, darunter die Preise
"Best Album of the Year" und "Best Record of the Year".
Dies sei ein "historischer Moment" für das Musik-Team
von Starbucks gewesen, "das Zeichen, dass wir auf
dem richtigen Weg sind", sagte Lombard.

Starbucks war in den 70er-Jahren als Kaffeemarke
gestartet, entwickelte sich dann aber zu einer der
größten Gastronomie-Ketten der Welt.
Heute besuchen jede Woche 34 Millionen Menschen
die rund 9 500 Starbucks-Cafés in aller Welt.
Mit 18 Kundenbesuchen pro Monat und einem
durchschnittlichen Kundeneinkommen von 55 000
Dollar würde Starbucks auf Anhieb jedes andere
Handelsunternehmen der Welt ausstechen.
19.10.2005

Lizenzen bringen den Profit

Die International Herald Tribune
schreibt am Sonntag:

"Die holländische Marke Philips findet man
auf Millionen Fernsehern, Stereoanlagen und
anderen elektronischen Produkten auf der Welt.
Fast ebenso sind die Produkte des französischen
Herstellers Thomson überall vorhanden, bekannt
für seine Fernseher, professionelle Video-
Ausrüstung und Set-Top-Boxen.

Doch im letztes Jahr profitierten diese
Elektronikhersteller nicht von ihren Produkten.
Stattdessen erhielt Thomson 75 % seines
Einkommens - EUR 325 Million von EUR 434 Million oder
$390 Million von $522 Million - indem er seine
Technologie lizenzierte. Philips hätte mit seinem
Elektronikgeschäft letztes Jahr Verlust gemacht,
wenn es nicht EUR 478 Million in Lizenzeinnahmen
erzielt hätte.

Unter Druck von preiswerten asiatische Herstellern
sind die historischen Führer der Industrie auf das
Verkaufen von Ideen anstatt Produkte in
zunehmendem Maße angewiesen.
"Geistiges Eigentum spielt eine in zunehmendem
Maße wichtige Rolle für unsere Gruppe," sagte
Rudy Provoost, der Kopf von Philips CE, in einem
Interview."Es ist eine Tatsache in unserem Geschäft,
dass Sie IP kultivieren und schützen müssen."

Die Frage ist, ob traditionelles Entwickeln, Besitzen
und Ausschlachten von Patenten eine Zukunft hat
in einer Welt, in der Kopien in zunehmendem Maße
einfach zu bauen sind, in der Lizenzgebühren
einfach zu vermeiden sind und deren Konsumenten
"Sharing" dem Besitzen vorziehen.

Noch wird die Technologieindustrie durch Hersteller
wie Sony, Philips und IBM beherrscht, die
konkurrenzfähiger sind, wenn sie Patente und
Patentverletzung durchsetzen.Dieses Jahr wird IBM
um 3.250 Patente anmelden, mehr als jede andere
Firma in den Vereinigten Staaten."


Wie zufürieden sind Sie mit der Entwicklung
Ihres IP Portfolios und den Einnahmen
daraus?
3.10.2005

Markenbewertung in der Bilanz

Drei Ansätze existieren zur Bewertung
imaterieller Vermögenswerte in der
Bilanz:

- Markt-Ansatz

- Kostenansatz

- Ertragsansatz


Beim Marktansatz leitet sich der "Fair Value"
aus Marktpreisen gleicher oder vergleichbarer
Güter ab, z. B. bei Grundstücken.

Für Marken ist dieser Ansatz ungeeignet.
Zum einen gibt es zu wenig nachvollziehbare
und publizierte Markenverkäufe.
Zum anderen existieren wenig "vergleichbare
Güter".


Beim Kostenansatz entspricht "Fair Value"
den aufzuwenden Kosten zur Reproduktion.

Für Marken ist dieser - leider häufig auch bei
Markenwert-Rankings angewandte - Ansatz
widersinnig.
Hier wird ein schlechte Markenmanager,
der ineffizient große Summen einsetzt,
mit hohem Markenwert belohnt.


Beim Ertragsansatz errechnet sich "Fair Value"
als Gegenwartswert zukünftiger ökonomischer
Vorteile, also aus Einnahmen.

Nur dieser Ansatz ist für Marken - und Lizenzen -
geeignet.
23.9.2005

Vom Langeweiler zur Premium Marke

Das Handelsblatt berichtet über die erfolgreiche
Neu-Positionierung der Marke Audi:

"Audi hat sein Biedermann-Image längst abgestreift.
Die neuen Modelle sind gefüragt, insbesondere die
"Sportback"-Variante des A3 und der A6 Variant.
Das Design kommt gleichermaßen sportlich und
elegant daher. Für 2006 sind weitere Modelle in der
Pipeline.

Vor knapp 20 Jahren hätte das niemand für möglich
gehalten. Audi galt als Langeweiler, die Verkaufszahlen
waren mau. Außer dem Audi-Quattro rollte wenig
Spektakuläres aus den Werkshallen heraus.

Doch das ist lange her. Mittlerweile stammt die Hälfte
des Betriebsgewinns des ersten Halbjahres beim
angeschlagenen VW-Konzern von der Tochter aus
Ingolstadt.

Audi, das Zugpferd von VW - darüber wäre vor nicht
allzu langer Zeit lauthals gelacht worden."


Wer über eine Neu- oder Re-Positionierung nachdenkt,
sollte zwei Tatsachen vor Augen haben:

1. Zeithorizont
Audi benötigte über 10 Jahre für den Image-Wandel.

2. Einsatz
Audi investierte in Innovation UND Kommunikation.
23.9.2005

Roland Berger Strategy Consultants stellt Studie zu Marken und Innovation im Lebensmitteleinzelhandel vor


Produktqualität wird für die Kunden wichtiger

Erfolgreiche Premiummarken arbeiten konsequent
an der Käuferreichweite

Langfristige Unternehmensentscheidungen beeinflussen den
Markenerfolg

Kunden achten wieder mehr auf die Qualität
von Produkten im Lebensmitteleinzelhandel (LEH).

Erfolgreiche Premiummarkenhersteller haben dies
erkannt und setzen deshalb gezielt auf einen
ausgefeilten Mix aus Distributions-, Preis-,
Kommunikations- und Produktpolitik, um möglichst
viele Kunden zu erreichen und diese dauerhaft
an sich zu binden.

Dies ergibt eine Studie über "Erfolgreiche
Markenführung durch Premiumstrategien und
Innovation" von Roland Berger Strategy Consultants,
des Markenverbandes und der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK).

Für die Studie haben Roland Berger Strategy
Consultants und die GfK zwischen 2001 und 2004
insgesamt 1.993 deutsche Marken analysiert.
Zusätzlich wurden im Frühjahr 2005 rund 2.100
Haushalte zum Thema Innovationen im
Lebensmitteleinzelhandel befüragt.

Kunden orientieren sich wieder mehr
an der Qualität

"Dass Qualität wieder mehr zählt, lässt sich am
wachsenden Marktanteil der Premiummarken
ablesen," erläutert Heiner Olbrich, Partner im
Kompetenzcenter Consumer Goods & Retail bei
Roland Berger Strategy Consultants. Auf dem
deutschen Lebensmittelmarkt sind sie neben den
Handelsmarken, beispielsweise "JA" von REWE,
das einzige Wachstumssegment. Zu den
Premiummarken zählen zum Beispiel Tic Tac, Lindt,
Beck′s oder Ostmann Gewürze.
Insgesamt steigerten die Premiummarken ihren
Marktanteil von 2003 bis zum ersten Quartal 2005
von 11,9 auf 12,6 Prozent. Die Handelsmarken
legten im gleichen Zeitraum von 32,1 auf 34,4
Prozent zu.

Vier Erfolgsfaktoren für Premiummarken

"Erfolgreiche Marken setzen auf den richtigen Mix
aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und
Produktpolitik, um mehr Käufer zu erreichen und
an sich zu binden", erklärt Johann C. Lindenberg,
Präsident des Markenverbandes.
Diese Hersteller nutzen alle Vertriebswege - auch
die Discounter, bei denen sie zwischen 2001 und
2004 15 Prozent ihres Umsatzes erzielten.
Ergänzend greifen erfolgreiche Premiummarken
auf alternative Vertriebswege (17 Prozent
Umsatzanteil) zurück, wie Kauf- und Warenhäuser,
Tankstellen, Fachgeschäfte, Internet und
Versandhandel. Weniger erfolgreiche
Premiummarken generieren hingegen nur acht Prozent
ihres Umsatzes über Discounter, 13 Prozent über
alternative Vertriebswege.

Wichtig im Werben um den Kunden ist neben
dem richtigen Vertriebsweg auch eine beständige
Präsenz in Print und Fernsehen. Die Studie ergab,
dass die "Gewinnermarken" ihre Werbeausgaben
zwischen 2001 und 2004 um ein Prozent pro Jahr
erhöhten, während ihre weniger erfolgreichen
Mitbewerber ihr Budget im gleichen Zeitraum
jährlich um acht Prozent kürzten. Zudem führen
kontinuierliche Werbebotschaften eher zum Erfolg
als kurzfristiger Aktionismus. So setzten zwischen 2001
und 2004 23 Prozent der erfolgreichen Marken
TV-Spots aus dem Vorjahr ein, aber nur sechs Prozent
der "Verlierer".

Preisaktionen (Promotion) im Handel scheinen
hingegen wenig Erfolg versprechend, um neue
Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden
zu halten. Während weniger erfolgreiche
Markenhersteller zwölf Prozent ihres Umsatzes mit
Promotion machen, lag dieser Anteil bei
erfolgreichen Premiummarken bei gerade mal
sieben Prozent. Wenn sie sich an Preisaktionen
beteiligten, senkten die "Gewinnerprodukte" ihre
Preise allerdings stärker gegenüber dem
Normalpreis ab (minus 19 Prozent) als ihre weniger
erfolgreichen Mitbewerber (minus 13 Prozent).

Ein weiteres wichtiges Element ist schließlich die
Produktverpackung: Erfolgreiche Marken passen
ihre Verpackung kontinuierlich dem Zeitgeist an.
Alle 33 Gewinnermarken von 310
Premiummarken veränderten von 2001 bis 2004 ihr
Design, während 20 von 47 Verlierermarken keine
Veränderungen vornahmen.

Gewinnermarken definieren sich durch steigenden
Marktanteil und Preis, während bei Verlierermarken
Marktanteil und Preis sanken.

Vier Faktoren entscheiden über den Markenerfolg

Ganz wichtig sind Innovationen für den Erfolg
einer Marke. 34 Prozent der Befragten wünschen
sich mehr Produktinnovationen.
Damit Premiummarken mit ihren Innovation am
Markt Erfolg haben, gilt es, vier Punkte zu beachten:

- Langfristige Innovationssteuerung,
- Fokus auf Kundennutzen,
- Zusammenarbeit mit dem Handel,
- Warenpräsentation im Geschäft.

Erfolgreiche Markenartikler machten mit
Neuprodukten der vergangenen drei Jahre
53,1 Prozent ihres Umsatzes, weil sie langfristig
ihre Werbebotschaften planten oder Discounter
als Vertriebsweg nutzten.
Bei den "Verlierern" belief sich der Umsatzanteil
dieser Produkte auf 24,7 Prozent.

Neuprodukte müssen Kunden einen echten
Mehrwert bieten. Für den Verbraucher entscheiden
bessere Leistungen (49 Prozent), Convenience (etwa
Fertiggerichte, kleinere Produktgrößen) (34 Prozent),
Gesundheit (22 Prozent) und die Qualität der
Zutaten (21 Prozent).
Design (14 Prozent) und Geldersparnis (13 Prozent)
spielen eine untergeordnete Rolle. Nicht nur mit
ganz neuen, sondern auch mit verbesserten Produkten
können Hersteller dabei punkten: "Nehmen wir das
Beispiel Dany Sahne Pudding: Hier ersetzte das
Unternehmen den hohen, schmalen Becher
durch einen breiten und flachen, der Löffeln
bis zur Neige erleichtert. Danach stieg der Umsatz
des Produktes von 24,6 Millionen Euro im Jahr 2002
auf 50,7 Millionen Euro im Jahr 2004. Im gleichen
Zeitraum stieg der Marktanteil von 4,8 auf 8,9 Prozent",
erklärt Olbrich.

Bei der Neuprodukteinführung sollten die Hersteller
frühzeitig mit dem Handel zusammenarbeiten.
Sonst besteht die Gefahr, dass sich das neue Produkt
nicht am Markt behauptet, da die Platzierung von
jährlich rund 30.000 Neuprodukten den Handel
überfordert. Tatsächlich verschwinden 75 Prozent
der Neuprodukte im Folgejahr aus den Regalen.

Schließlich ist es wichtig, Produkte entsprechend im
Geschäft zu inszenieren. Denn 65 Prozent der
Innovationen werden erst am Verkaufspunkt
("Point of sale") wahrgenommen. Nur 22 Prozent der
Innovation erreichen die Kunden durch
TV-Produktwerbung, 14 Prozent durch Handzettel-
oder Händlerwerbung. So bietet etwa Lindt
saisonale Produkte an eigenen Verkaufsständen
in den Geschäften an.
18.9.2005

Wer darf mit WM 2006 wie werben

Viele Unternehmen möchten mit der
Fußball-WM 2006 werben. Wer die
Bezeichnungen WM 2006 und
Fußball WM 2006 wie für die
Vermarktung seiner Waren und
Dienstleistungen nutzen darf,
hat das Bundespatentgericht geklärt.

Die Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz hat
anhand des Urteils sämtliche Waren und
Dienstleistungen, für die keine Lizenz des
Weltfußballverbands Fifa nötig ist, in einer
Broschüre aufgelistet - und den Waren und
Dienstleistungen gegenübergestellt, für die
Unternehmen eine Lizenz benötigen.

Außerdem enthält die Broschüre einen
Leitfaden für Unternehmen, was sie bei der
Werbung mit der WM beachten sollten.
7.9.2005

Markenmanagement in Deutschland bleibt Herausforderung

Ein ganzheitliches und funktionsübergreifendes
Markenmanagement scheitert in Deutschlands
Top 100 Unternehmen vor allem an fehlenden
Strukturen und Prozessen, einem unzureichenden
Verständnis des Managements für die Relevanz
der Marke sowie Defiziten bei der Umsetzung
der Positionierung.

Nur in 29 % der befüragten Unternehmen ist die
Markenpositionierung verhaltenswirksam umgesetzt
und besitzt einen Einfluss auf Unternehmenskultur
sowie die Einlösung des Leistungsversprechens.

Für 71 % der befüragten Führungskräfte ist die
Sensibilisierung und Überzeugung des Top-
Managements für die strategische Bedeutung
der Marke die zentrale Herausforderung
für den Erfolg von Markenmanagement.

Die Schaffung entsprechender Organisations-
strukturen (51%) sowie der Aufbau und Einsatz
geeigneter Instrumente (42%) folgen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der
Identity Consultants Henrion Ludlow Schmidt
unter Deutschlands Top 100 Unternehmen.
31.8.2005

Mehr als jeder dritte Verbraucher weltweit
meidet bestimmte Marken absichtlich.

Das ergab eine Online-Umfrage des
amerikanischen Meinungsforschungs-
unternehmens GMI unter 15.500
Konsumenten aus 17 Ländern.

Am boykottfreudigsten sind die Chinesen.
Mehr als die Hälfte greift bei bestimmten
Produkten nicht zu. In Dänemark zählen
sich 49 % zu den Verweigerern, in Frankreich
46 % und in Deutschland 42 %.
Weltweit sind es 36 Prozent, darunter mehr
Männer als Frauen.

Am stärksten geächtet werden die Marken
Nike, McDonald′s, Coca-Cola und Nestle.
Bei deutschen Käufer stehen Müller-Milch
und McDonald′s an erster Stelle der
boykottierten Anbieter.

Als Begründung nannten die Befragten
vor allem unfaire Arbeitsbedingungen und
umweltfeindliche Praktiken.

Nebensächlich waren dagegen die
regionale Herkunft und negative
Medienberichte.
31.8.2005

Michelin auf dem Tenniscourt

Der Reifenhersteller Michelin und ein Tennis-
und Bekleidungshersteller bringen einen
neuen Tennisschuh auf den Markt,
genannt All Court.
Michelin wird nur auf der Sohle erscheinen.

Der Schuh ist Teil eines Lizenzprogramms,
das im Jahre 2000 mit dem Ziel gestartet
wurde, um Michelin in weitere Produkt-
bereiche zu bringen.

Für uns ist das eher Co-Branding.
Oder eine Schuhsohlen-Lizenz.

Die Abstrahlung auf die Marke Michelin
erscheint füraglich.
24.8.2005

DIN Standard zur Markenwertmessung

Nach Auskunft des DIN Deutsches Institut für
Normung e. V. dürfen wir im Sommer 2006
mit einem Meta-Standard zur Messung des
Markenwertes rechnen.

Bleibt die Hoffnung, dass dann die vielen
unseriösen Verfahren mit diffuser "Blackbox"
verschwinden.
18.8.2005

Fremder Markenname als AdWord bei Google.at zulässig

Das Buchen eines fremden Markennamens
als AdWord bei Google.at ist nicht
rechtswidrig.
Dies geht aus einer aktuellen Entscheidung
des Oberlandesgericht Wien (Az. 1 R 134/05s)
hervor.
Ein Unternehmen, das Anti-Aging-Produkte
vertreibt und entsprechende Markenrechte besitzt,
hatte Google in Wien verklagt. Es wehrt sich
dagegen, dass bei Eingabe eines Markennamens
in die Suchmaske von Google.at Anzeigen mit Links
zu Konkurrenzangeboten eingeblendet werden.
Das Erstgericht hatte den Antrag auf einstweilige
Unterlassungsverfügung abgewiesen, weil weder
Markeneingriff noch sonst wettbewerbswidriges
Verhalten von Google erkennbar sei.
Im Rekursverfahren hat das Oberlandesgericht
(OLG) diese Entscheidung bestätigt, den
ordentlichen Revisionsrekurs zum Obersten
Gerichtshof nicht zugelassen.

Theoretisch könnte im Hauptverfahren eine
gegenteilige Entscheidung fallen.
Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da das OLG
in seinen Ausführungen nicht nur eine
(Mitstörer-)Haftung von Google verneint,
sondern auch konkret die Rechtslage aus Sicht
des Markenrechts und des Wettbewerbsrechts
erörtert.
Das Keyword-Advertising in einer Suchmaschine
sei nicht mit Meta-Tagging auf einer Website
gleichzusetzen. ′Im Gegensatz zum Meta-Tagging
findet sich der mit dem Suchbegriff verknüpfte
Werbelink (zur Website des Werbenden) nicht in
der Trefferliste, sondern in einem eigenen,
als solchen gekennzeichneten Werbeblock.′
Eine markenmäßige Verwendung könnte nur bei
Verwechslungsgefahr untersagt werden.
′Die durch die Eingabe des Keywords (AdWords)
ausgelöste Werbeanzeige wird getrennt von der
Trefferliste dargestellt und deutlich als werbliche
Anzeige gekennzeichnet′,führt das OLG aus,
′Der durchschnittliche Internetuser erkennt die
gekennzeichnete Werbeanzeige als unabhängige
Werbung eines Dritten und unterstellt keine
geschäftliche Verbindung zwischen dem
Werbenden und dem Markeninhaber."

Damit folgt die Behörde der Auffassung des
Landgericht Hamburg im Fall Metaspinner
gegen Google und widerspricht französischen,
nicht rechtskräftigen Entscheidungen
(Le Meridien gegen Google, Louis Vuitton gegen
Google).
16.8.2005

Ralph Lauren, erfolgreich lizenzieren

Die RL Ergebnisse des 1. Quartals
zeigen es:

Netto Umsatz: $ 752.0 million
Netto Ertrag: $ 50.7 million
Lizenz Einnahmen: $ 57.0 million

Wo wäre RL ohne Lizenzen?
10.8.2005

Otto muss Marken löschen

Eine geschützte Marke muss auch genutzt
werden. Bleibt es bei einem formellen
Registereintrag, droht ihr nach fünf Jahren
das Aus. Das bestätigte jetzt ein Urteil des
Bundesgerichtshofs.

Dem Urteil des BGH zufolge hat das
Versandhaus Otto zwar Kataloge und
Versandtaschen, nicht aber die Waren selbst
mit der Marke ′Otto′ gekennzeichnet.
Um den Anspruch auf die Benutzung eines
Markenzeichens aufürecht zu erhalten,
werde jedoch vorausgesetzt, dass der
Verbraucher einen unmittelbaren Bezug der
verwendeten Marke zu einer konkreten Ware
herstelle, heißt es in dem Urteil.

Da in den Otto-Katalogen eine Vielzahl von
Waren - darunter auch bekannter Markenhersteller
- angeboten würden, sähen Konsumenten in
solchen Fällen in der Bezeichnung ′Otto′
oder ′Otto-Versand′ lediglich einen Hinweis auf
das Versandhandelsunternehmen, nicht jedoch
auf ein bestimmtes Produkt.
8.8.2005

Online-Angebote von Marken-Fälschungen boomen

Besonders im Internet werden Designerjeans
und Luxushandtaschen als Schnäppchen für
wenige Euro angeboten.

Etliche Markenartikel im Internet wirken
auf den ersten Blick zwar täuschend echt,
entpuppen sich nach dem Kauf aber als
billige Imitation.

Die Zahlen des deutschen Zollkriminalamtes
in Köln belegen den Trend bei gefälschten
Designerstücken: "Von 2003 auf 2004 ist die Zahl
der Beschlagnahmen von Produktfälschungen
durch den Zoll um das Zweieinhalbfache
gestiegen", sagt Sprecher Wolfgang Schmitz.

Der Wert der gefälschten Waren betrug zudem
vergangenes Jahr mit 145 Millionen Euro fast
doppelt so viel wie 2002.

Mehr als 40 Prozent der Waren wurden dabei
2004 im Internet angeboten.

Die Masse der Produktfälschungen im Internet ist
letztlich nicht nur für betrogene Kunden ein
großes Ärgernis. Laut Branchensprecher Röer
richten die Plagiate jedes Jahr weltweit einen
volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 200
bis 300 Milliarden Euro an und kosten allein in
Deutschland jährlich 70.000 Arbeitsplätze.
28.7.2005

Deutsche Markenindustrie wird 2005 heruas gefordert.

Der Markenklima-Index der Organisation der
Media-Agenturen (OMG) zeigt, dass das
Konsumklima im 2. Halbjahr 2005 gegenüber
dem ersten Halbjahr wieder nachgelassen hat.

Aber dennoch gibt es beim privaten Konsum
Anzeichen, die Mut machen. Mit offensivem
und zielgerichtetem Marketing scheint es möglich,
die Lust auf Markenqualität zu stimulieren.
21.7.2005

Werbung vom Volk für das Volk

Markenartikler beteiligen in den USA
immer häufiger Konsumenten an der
Produktion ihrer Werbung.
Wie Business Week berichtet, setzen
unter anderem Nike, Cingular Wireless,
General Motors, Samsung und Audi auf
Werbespots, die von Konsumenten
erdacht oder unter Mitwirkung von
Verbrauchern entstanden sind.

So soll die Werbung unterhaltsamer,
verbrauchernäher und nicht zuletzt auch
kostengünstiger werden.

Die Markenartikelindustrie leidet in den USA
besonders unter den vielfältigen Möglichkeiten
der Verbraucher, Werbung zu umgehen.
Videorecorder, die Werbung ausblenden,
Werbeblocker im Internet und werbefüreie
Internet-Medien machen Konsumenten immer
schwerer erreichbar.

Mitwirkung von Verbrauchern in der Werbung
hat in den USA bereits einen Namen:
Brand Democratization.
Erfunden hat den Werbetrend die Werbeagentur
von Converse. Die Turnschuh-Marke wirbt seit
vergangenem Jahr mit Spots, die von Kunden
in Eigenregie produziert wurden.
Die Hobby-Regisseure bekommen für
veröffentlichte Spots 10.000 Dollar - das sind rund
drei Prozent der Produktionskosten eines
normalen Converse-Spots.
20.7.2005

Trussardi Duft

Trussardi unterzeichnete einen langfüristigen,
globalen Lizenzvertrag für Duft. P&G hatte
das Ende seiner Lizenzvereinbarung mit Trussardi
verkündet, die es durch den Erwerb Wellas
übernommen hatte.

Lizenzen mit Tony u. Tina, Charles Jourdan
und Yohji Yamamoto liefen ebenso aus.

Das Abkommen gibt uns die Chance,
den italienischen Markt zu entwickeln und
mit der Marke zu entscheiden, was wir in
anderen Märkten tun, sagte der Gründer des
Pariser Lizenznehmers. Das fünf Jahre alte
Unternehmen machte 71 Million Euro Umsatz
im letzten Jahr.

Die Trussardi Gruppe, die letztes Jahr 122 Million
Euro umsetzte, hat 100 Boutiquen und 120
Corners weltweit.
14.7.2005

Porsche Design & adidas

Der Sportartikel-Hersteller adidas-Salomon und
Porsche Design haben eine langfüristige
Partnerschaft vereinbart. Ziel der Kooperation
sei es, gemeinsam eine technologisch orientierte
Premium-Marke im Sportbereich zu etablieren,
teilte adidas am Montag in Herzogenaurach mit.
Die Partnerschaft erstrecke sich auch auf das
Lizenzgeschäft.

Unter dem Namen ′Porsche Design′ und den
Markennamen adidas und TaylorMade sollen
Sportschuhe, Textilien sowie Golf-, Tennis- und
Laufausstattungen entwickelt und gestaltet
werden. Die ersten Artikel seien im Jahr 2007
im gehobenen Sportfachhandel und in exklusiven
Porsche-Design-Läden erhältlich.

adidas-Konkurrent Puma arbeitet bereits seit
Anfang des Jahres mit der Sportwagen-Marke
Ferrari zusammen. Puma rüstet seitdem den
Formel-1-Rennstall von Ferrari aus.
Der Sportartikel-Hersteller liefert neben feuer-
festen Rennprodukten auch die Teambekleidung
und Teamschuhe sowie Accessoires.
Zugleich hatte Puma die weltweite Lizenz für die
offizielle Kollektion von Ferrari-Artikeln erworben.
12.7.2005

Markenranking

Die Deutsche Telekom hat es mit ihrem
magentafarbenen T wieder geschafft.
Sie ist die teuerste Marke in Deutschland.
Ihr Wert: 23,69 Milliarden Euro.

Dies ergibt das neue Markenwert-Ranking der
Unternehmensberatung BBDO Consulting.

Auf dem zweiten Platz folgt mit 20,43 Milliarden
Euro Daimler-Chrysler. Der Autobauer hat sich
damit vom dritten Platz im vergangenen Jahr
wieder vorgearbeitet.
Auffallend: Unter den Top-Ten finden sich dieselben
Marken wie im Jahr zuvor.

Augenfällig ist: Adidas als einziger Konsumartikler
im Dax 30 erscheint im Ranking erst auf Platz 19.
Doch der Sportartikelhersteller will nachlegen und
seine Marketingausgaben um 900 Millionen Euro
erhöhen.
4.7.2005

Markenartikler legen beim Umsatz zu

Die Markenartikeler erzielten 2004 einen Umsatz
von 347 Milliarden Euro. Im Inland holten die
Unternehmen 1,5 Prozent mehr heraus als im
Vorjahr.
Beim Export verbuchten die Deutschen mit
154 Milliarden sogar ein Plus von 4,8 Prozent.
Jedoch fällt die Bilanz der verschiedenen Sparten
unterschiedlich aus.
Pharma-Produzenten konnten ihren Umsatz um
vier Prozent steigern, dagegen klagen die
tabakverabeitende Industrie und die
Bekleidungshersteller über Einbußen.
29.6.2005

Apple ist die am stärksten wachsende Marke

Apple, Erfinder des iPod, ist die am schnellsten
wachsende Marke in der Welt. Internet Marken
Google, Amazon, Yahoo! und eBay folgen und
schieben bekannte, starke Marken wie Coca
Cola von der Liste der Top 20.

Laut der Marketing Beratung Vivaldi Partners und
Forbes steigerte Apple seinen Markenwert um 38%
in den letzten vier Jahren, hauptsächlich durch
den iPod.

Der PDA mit Telefon und Email, Blackberry, und
die Suchmaschine Google liegen auf Platz zwei
mit 36% Wachstum, Amazon and Yahoo! auf vier
und fünf, mit 35% respektive 33%.

Marken wie Coca-Cola und McDonald′s,
die sehr stark in Werbung investieren,
schafften es nicht einmal unter die Top 20.
Nike kam auf den 16. Platz und Toyota,
mit dem höchsten Markenwert von US $ 25,8
Milliarden, auf Platz 17.

Marke Wertsteigerung

1. Apple38%
2. Blackberry 36%
3. Google 36%
4. Amazon35%
5. Yahoo!33%
6. eBay31%
7. Red Bull 31%
8. Starbucks24%
9. Pixar23%
14.6.2005

US Gesetzesverschärfung gegen Markenkopien

Der US Kongress stimmte am Montag für ein
Gesetz zur Strafverschärfung bei Raubkopien.
Grund sind Milliarden US Dollar Verluste
durch gefälschte Bekleidung, Taschen und
Accessoires.

Das Gesetz verschärft die Strafen für die,
die mit gefälschten Labels oder Verpackungen
handeln oder diese herstellen. Unter anderem
können zukünftig Maschinen zerstört werden,
die zur Herstellung von Labels oder Verpackung
gefälschter Waren benutzt werden.
Ebenso sieht das Gesetz Schadensersatz für den
Markeninhaber vor.

Bisher waren diese Vergehen straffürei.
Das Gesetz geht nun in den Senat,
wo man Zustimmung erwartet.
24.5.2005

Calvin Klein, Cerruti, Chloe und Lagerfeld gehen an Coty

Der niederländisch-britische Konsumgüter-
konzern Unilever verkauft für 800 Millionen
US-Dollar (637 Millionen Euro) seine
Abteilung für Luxusparfums an das
US-Unternehmen Coty.

Wie der Konzern am Freitag in Rotterdam
mitteilte, kann der Verkaufserlös noch um
weitere 100 Millionen Dollar steigen,
falls sich der Absatz gut entwickelt.

Die Vereinbarung mit Coty Inc. umfasst die
Parfumlizenzen für Calvin Klein, Cerruti,
Vera Wang, Chloé und Lagerfeld.

Im vorigen Jahr erreichte Unilever mit
Luxusparfums weltweit einen Umsatz
von mehr als 600 Millionen US-Dollar
(490 Millionen Euro).
Die Sparte wurde von Unilever jedoch
nicht zu den Kernaktivitäten gezä.
20.5.2005

Missoni Parfum Lizenz

Nach einem Jahr Spekulation gab Missoni
seine neue Parfum Lizenz bekannt.
Die Markteinführung des neuen Duftes
erfolgt im Frühjahr 2006.

Die Bekanntheit der Marke für
farbenfürohe Mode macht sie auch
für Kosmetik begehrlich.

Missoni war bereits in den 80ern mit
Max Factor in Parfum gestartet, dann
wurden diese verkauft und die Lizenz
eingestellt.

Der Lizenznehmer, der bisher in den
USA am stärksten ist, beschreitet damit
Neue Wege in Europa. Er will mit der
Lizenz Marktanteile in Europa gewinnen
und seine globale Stärke ausbauen.
Ob weitere Europäische Lizenzen hinzu
kommen werden, ließ er offen.
19.5.2005

Wie erreichen Sie junge Konsumenten?

Die MRI Teenmark Studie in den USA
ergab für 2004, dass von der Gruppe
der 10- bis 27-jährigen:

26 % Konzerte besuchen,
27 % Sportveranstaltungen besuchen,
38 % im Internet surfen,
40 % Videospiele spielen,
53 % Bücher lesen und
53 % ins Kino gehen.

Dahingegen gaben fast ein Fünftel, 18,7 %,
an, keine Zeitschriften zu lesen.

Die Botschaft ist eindeutig:

Wenn Sie junge Konsumenten erreichen und
Für Ihre Marke faszinieren wollen,
muss Ihre Marke im Entertainment aktiv
und präsent sein.
18.5.2005

Markenartikler verhalten optimistisch

Die Unternehmen der Markenartikelwirtschaft
blicken laut einer Verbandsmeldung mit
"verhaltenem Optimismus" in die Zukunft.

Eine aktuelle Befüragung unter Mitgliedern des
Markenverbands ergab z.B., dass fast 70 %
die momentane wirtschaftliche Gesamtlage
für eher schlecht bis sehr schlecht beurteilen.

Die Umsatzprognosen für das 2. Quartal 2005
sind vorsichtig optimistisch. 40 % der
Mitgliedsunternehmen rechnen mit wachsenden
Umsätzen, 41 % wenigstens mit einem
gleichbleibenden Niveau und 19 % befürchten
Umsatzrückgänge.

Knapp die Hälfte der Firmen prognostiziert
eine spürbare konjunkturelle Erholung im
weiteren Jahresverlauf 2005.
18.5.2005

United Colors of Benneton Parfum Lizenz

Benneton hat eine exklusive, weltweite Lizenz
für Parfum vergeben. Die Lizenz läuft bis 2011
mit einer Option auf vier weitere Jahre.

Die Lizenz sieht Marketinginvestitionen und
Royalties in Höhe von 28 Millionen Euro vor.

Der Lizenznehmer vertreibt bereits Marken
wie Bulgari, Ferragamo, Fendi, Burberry, Lanvin
und Elizabeth Arden.
14.5.2005

McKinsey Befüragung in Kooperation mit Markenverband

Gute Erfahrungen mit Markentransfer haben
demnach mehr als 80 % der Unternehmen.
Über 90 % erhoffen sich von dieser Strategie
vor allem zusätzlichen Gewinn, während 65 %
das Image der Stammmarke ausbauen wollen.

Jedes fünfte Unternehmen erzielt mit einem
Transferprodukt sogar mehr als 40 % des
Umsatzes.
10.5.2005

Mode Designer kommen ins Haus

Die letzte Möbelmesse in Mailand zeigte,
dass sich immer mehr Modedesigner in
die Möbelbranche bewegen.

Armani entwirft bereits seit fünf Jahren
Möbel und Heimtextilien und stellte dieses
Jahr Leuchten, Teppiche und Badezimmer-
Accessoires vor.

Auch Versace präsentierte Leuchten,
sowie Spiegel und Gartenmöbel.
Die seit 14 Jahren laufende Lizenz
für Porzellan wurde auf 12 Themen
erweitert.

Weitere Modemarken im Möbelsegment
sind Calvin Klein, Missoni, Malo, Valentino,
Alexander McQueen, Trussardi und Fendi.

Gleich ganze Hotels eröffnen die Marken
Bulgari und Byblos.
21.4.2005

Urteil gegen Markenrechtsverletzung

Urteil gegen Markenrechtsverletzung
bei AdSense-Werbung

Das Landgericht Düsseldorf hat seine einstweilige
Verfügung vom 19. Januar 2005 gegen den
Betreiber der Pseudo-Suchmaschine Das-Web.net
bestätigt, in welcher es die Kopplung einer Marke
mit AdSense-Anzeigen für Wettbewerber des
Markeninhabers untersagte (AZ: 2a O 10/05).
20.4.2005

Pireli wechselt PZero

Der italienische Gummireifen- und Kabelhersteller,
der mit urbaner Sportbekleidung unter der Submarke
PZero seit Januar 2002 erfolgreich ist, beendete seine
Lizenz mit Allegri. Ein neuer Lizenznehmer liefert die
Frühling-/Sommerware 2006 aus.
Pirelli trennt sich von Allegri, weil die Firma eine
"wirksamere Rolle" im Geschäft spielen wolle.

PZero, beliefert auch das italienische Militär,
vertreibt Tommy Hilfiger in Italien und fertigt
Private Label Ware.

Die Veränderung kommt, während PZero weitere
Produkte herausbringt und seinen ersten Laden
in Mailand eröffnen will.
Die Lizenzen umfassen heute bereits Uhren und Schuhe.
Handtaschen sollen folgen.

PZero berichtete für 2004 Umsatz von über 80 Mio. Euro,
eine 30 % Steigerung zum Vorjahr. Die Firma plant 20 %
Wachstum in 2005.

Die Marke wird in 1.280 Geschäften global angeboten,
davon 80 in den USA.
12.4.2005

Neue Markenanmeldungen 2004

Die Zahl der im vergangenen Jahr
eingereichten Markenanmeldungen
ist gestiegen.

Wie das Patent- und Markenamt mitteilte,
wurden 2004 insgesamt 65.918 und damit
rund 6,2% mehr Markenanmeldungen als
im Vorjahr registriert.
12.4.2005

Wie erschliesst man sich Indien?

Die US Modemarke Guess? hat einen
Lizenzvertrag für Indien unterzeichnet.
Der Lizenznehmer hält bereits ein
Portfolio an Markenlizenzen, u. a.
Puma, Marks & Spencer, Speedo und
Converse.

Auch andere westliche Modemarken
haben oder wollen Indien via Lizenz
betreten, so z. B. Giorgio Armani.
30.3.2005

Realer Markenwert

Laut Yahoo Biz hat Tulip Computers NV
die Marke Commodore und alle damit
verbundenen Produkte und Lizenzen an
Yeahronimo Media Ventures verkauft.
Der Kaufpreis beträgt 24 Millionen Euro,
zahlbar in Tranchen bis 2010.

Dieser Preis dürfte viele "Markenbewerter"
und deren hochfliegende Markenwert-
Schätzungen auf den Boden holen.

Eine Marke ist nun einmal genau soviel wert,
wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen.
30.3.2005

Massive Zunahme von Spam für gefälschte Luxusartikel

Die Menge an Spam für gefälschte Luxusartikel
ist nach Angaben des Internet-Portalbetreibers
Lycos im vergangenen Jahr um 400 % gestiegen.
Allein 133 Millionen solcher unerwünschten
Werbe-E-Mails von Marken-Piraten habe Lycos
vergangenes Jahr in Deutschland abgefangen,
teilte das Unternehmen mit.
"Im Jahr 2003 gab es noch etwa 35 Millionen
Werbemails, die gefälschte Luxus-Artikel beworben
haben", sagte Felicitas Piegsda-Rohowski,
Managing Director von Lycos Deutschland.
"Dieses Aufkommen an Luxus-Spam hat sich
im letzten Jahr nahezu vervierfacht."

An erster Stelle unter den Top 5 der am
häufigsten kopierten Marken steht Lycos
zufolge der Uhrenhersteller Rolex:
Unter den 133 Millionen registrierten Mails
hatten Werbungen für Rolex-Uhren einen
Anteil von 10 Prozent.
An zweiter und dritter Stelle rangierten die
Marken Louis Vuitton und Burberry,
gefolgt von Abercrombie & Fitch und
Lacoste.
"Für derart beworbene Marken hat sich
Luxus-Spam zu einer ernsthaften Bedrohung
entwickelt, und betroffene Marketing-
verantwortliche stehen vor einer großen
Herausforderung", sagte Piegsda-Rohowski.
23.3.2005

Markenklima-Index

Der Verband der deutschen
Media-Agenturen OMG und das
Marktforschungsinstitut Enigma GfK
legen die erste Trendausgabe ihres
Markenklima-Index vor.

Demnach hat sich das Konsumklima
in Deutschland zu Beginn des Jahres
2005 leicht verbessert.
Erste schwache Signale deuten darauf hin,
dass die "Geiz-ist-geil"-Mentalität an
ihre Grenzen stößt.

Der Index beruht auf einer
repräsentativen Telefon-Umfürage
bei 1000 Bundesbürgern ab 14 Jahren.

Bei einer ersten Befüragung im Herbst
bezeichneten 63 % der Verbraucher ihre
eigene wirtschaftliche Lage als "positiv".
Im Februar stieg die Zahl auf 68 %.

"Das ist ein signifikanter Anstieg,
der Mut macht", erklärt der OMG-Vorsitzende
Michael Bohn. Die Markenklima-Studie
errechnet zwei Idizes:
Den Markentreue-Index, der angibt,
wie sehr die Verbraucher bereit sind,
immer wieder Produkte einer bestimmten
Marke zu kaufen;
und den Preisaffinitäts-Index, der aussagt,
wie stark Verbraucher in erster Linie nach
Schnäppchen und günstigen Preisen suchen.

Auf einer Skala von 1 (gar nicht treu /
gar nicht preisaffin) bis 10 (absolut treu
oder preisaffin) liegt die Markentreue in
Deutschland zurzeit bei 2,9; das sind 0,2
Punkte mehr als im Herbst 2004 (damals: 2,7).
Der Preisaffinitäts-Index sank zugleich
von 3,1 auf 3,0.
Das heißt: Die Discount-Mentalität der
Deutschen scheint zurzeit etwas geringer
ausgeprägt als noch im Herbst.

Die Veränderung ist für die Forscher von
Enigma GfK noch nicht signifikant,
sie lasse aber "auf eine positive
Entwicklung hoffen".

Für die Marktbeobachter weist auch eine
andere Zahl auf Erholung. Die Frage,
wo sie gern einkaufen, beantworteten im
Herbst noch 45 % der Befüragten in der
Kategorie "Discounter" mit "sehr gern".
Im Februar waren dies 40 Prozent.
Dennoch bleiben die Billigmärkte vorerst
beliebteste Einkaufsstätte:
Der Facheinzelhandel, auf Platz zwei
positioniert, zeigt mit 33 % einen
deutlichen Abstand.

Der "Werbe-Index", den die Studie definiert
und der die Offenheit für Werbebotschaften
misst, liegt derzeit (auf der Skala von 1 bis
10) bei 3,6 und erreicht bei einzelnen
Verbrauchergruppen Spitzenwerte bis 6,0.

Mit der neuen Studie will die OMG eine Lücke
in der deutschen Marktforschung schließen.
"Wie sich das Markenbewusstsein und die
Konsummotivation der Verbraucher ändert,
ist eine Frage, die in den klassischen
Erhebungen zum Wirtschaftsklima keine
wesentliche Rolle spielt", erklärt der
OMG-Vorsitzende. Der "OMG Markenklima-Index",
den die OMG künftig vier Mal im Jahr
veröffentlicht, erforscht das Konsumverhalten
der Deutschen mit besonderem Blick auf
Markenbindung und Markenbewusstsein.
21.3.2005

Special Marken-Award 2005

Henkel, DWS Investments und O2 heißen die Gewinner

Im Musical-Theater "Capitol" in Düsseldorf feierten
am Montag Abend mehr als 800 Gäste aus
Management, Marketing, Medien und Agenturen
die Verleihung des Marken-Award 2005 im Rahmen der
"Night of the Brands".

Henkel erhält den Preis in der Kategorie
"Beste Marken-Dehnung" für die erfolgreiche
Weiterentwicklung der Waschmittelmarke Perwoll.

Der Mobilfunkanbieter O2 gewinnt in der Kategorie
"Beste Neue Marke".

Der "Beste Marken-Relaunch" gelingt DWS Investments,
womit der Preis zum ersten Mal an einen Finanzdienstleister
geht.

Mit dem Preis zeichnen absatzwirtschaft - Zeitschrift für
Marketing und der Deutsche Marketing-Verband
(DMV) zum fünften Mal Unternehmen für exzellente
Leistungen in der Markenführung aus.

Die Sieger wurden von einer hochkarätig besetzten Jury
in einem aufwändigen, mehrstufigen Bewerbungs-
verfahren ermittelt.

"In vielen Branchen weht ein rauher Wind",
bilanziert absatzwirtschaft-Chefüredakteur Christoph Berdi
die Bewerbungsrunde 2005, "Marken-Strategien zielen
nicht nur auf die Gunst der Kunden, sondern richten sich
auch deutlich gegen die direkten Wettbewerber.
Das Ziel, die Konkurrenz zu schlagen, wird offensiv formuliert.
Es geht oftmals um Verdrängung."
21.3.2005

Reader′s Digest Trusted Brands

Nivea ist europaweit die vertrauenswürdigste Marke

Konsumenten aus 14 Ländern erklären Nivea in ihrer
Produktkategorie zur vertrauenswürdigsten Marke.
Swatch, Tchibo und Centrum erobern sich
Spitzenplätze in der Gunst der deutschen Verbraucher.
Mit der großen Verbraucherstudie "Reader′s Digest
European Trusted Brands 2005" untersucht das Magazin
Reader′s Digest zum fünften Mal die
vertrauenswürdigen Marken in 14 Ländern Europas.

An der Spitze der Konsumentengunst dominieren
seit Beginn der Studienserie Markenklassiker wie Persil,
Schwarzkopf, Aspirin, Wick, Frosch, Rotkäppchen,
Asbach, Miele, AOL, TUI, Sparkasse, Allianz, Aral und
eben Nivea. Wie die Analysten der Studie erklären,
wird es allerdings auch für Traditionsmarken
aufwändiger, Spitzenpositionen auf Dauer zu halten.
Sie beobachten, dass der Wettbewerbsdruck steigt.
Allein die Tatsache, dass rund 7000 Befüragte in
Deutschland 4500 Marken als die für sie persönlich
vertrauenswürdigsten nennen, mache die Vielfältigkeit
der Markenlandschaft für den Konsumenten deutlich.

Für die überwiegende Mehrheit gilt das Motto
"Geiz ist geil" nicht.
Im Gegenteil: "Einige Marken sind es mir wert,
dass ich dafür mehr bezahle", äußern 72 % der
Befüragten. Als wichtigstes Kriterien bei der
Bewertung von Markenvertrauen nennen die
Konsumenten "Produkte mit hoher Qualität"
(81%)und "Meine persönliche Erfahrung mit der
Marke" (78 %). Auf Platz drei des Kriterienkatalogs
folgt mit 68 % "Das Unternehmen versteht die
Bedürfnisse des Kunden". Weitere Kriterien sind:
"Die Marke ist umweltbewusst" (62 %) und
"Hinter der Marke stehen hohe ethische Standards"
(52 %).

Das in der öffentlichen Diskussion viel beschworene
Image folgt mit 34 % erst auf Platz neun des
Kriterienkatalogs.

Der Studie zufolge bewerten Verbraucher das
Vertrauen in Marken vor allem aufgrund ihrer
persönlichen Erfahrung.

Mit der neuen Spitzenplatzierung hat Nivea erstmals
den Mobiltelefonhersteller Nokia eingeholt,
den die Befüragten seit 2001 jährlich in allen 14
untersuchten europäischen Ländern zum
vertrauenswürdigsten Anbieter seiner
Produktkategorie wählten.

An der Umfürage beteiligten sich rund 25 000 Leser
aus 14 Ländern. Knapp 7 000 der Teilnehmer kommen
aus Deutschland. Die "Most trusted brands" untersucht
europaweit 20 vergleichbare Produktbereiche.
Neun weitere Produktbereiche analysiert die Studie
ausschließlich in Deutschland.
21.3.2005

Drahtseilakt für Marketer

Verbraucher spalten sich immer mehr in
Premium-Käufer und Schnäppchenjäger.

Ein gutes Drittel der in den vergangenen
Jahren stark gewachsenen Anzahl der
Handelsmarkenkäufer will wieder zurück
zur starken Marke und insbesondere zur
Premiummarke. 20 bis 25 Prozent aller
deutschen Haushalte sind Premiumkäufer.

Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie
vom Gesamtverband
Kommunikationsagenturen GWA, Frankfurt
am Main, und der GfK Nürnberg.

Eine weitere Erkenntnis: Etwa 20 Prozent der
deutschen Haushalte beabsichtigen, von der
Herstellermarke auf die billigere Handelsmarke
umzusteigen. "Wir befinden uns an einer ganz
entscheidenden Schwelle, wohin sich der Markt
entwickelt: noch mehr Discount oder wieder
zurück zur starken Marke", kommentiert
Wolfgang Twardawa von der GFK das Ergebnis.

25 Prozent aller deutschen Haushalte könnten sich
nach eigener Einschätzung nach wie vor fast alles
leisten und weitere 25 Prozent fast nichts mehr.

Die erste Aufgabe des Marketing besteht folglich
künftig darin, sich für eine Käufergruppe zu
entscheiden. Dazu Dr. Peter Haller,
Geschäftsführer der Serviceplan Agenturgruppe
München und Repräsentant des GWA:
"Die alten Mediarezepte greifen nicht mehr.
Premiumkäufer haben zwar ein höheres Einkommen,
aber auch weniger Zeit zum Einkaufen und für den
Konsum von Werbung". Die Untersuchung zeige,
dass die vier Käufertypen, Premium-, Marken-,
Promotion- und Handelsmarkenkäufer bei den
klassischen Medien TV und Print, aber auch beim
neuen Medium Online, ein jeweils unterschiedliches
Nutzungsverhalten haben.
So sehen Premiumkäufer zum Beispiel weniger fern.
2.3.2005

E-Games: Potenziale für die Kommunikation

In der Media- und Markenwelt ist das Bewusstsein
für den Markt der elektronischen Spiele
(E-Games) erwacht.
Über 75 % der Agenturen geben an, sich für den
interaktiven Markt mit seiner Zielgruppenstruktur
zu interessieren.
Allerdings wollen nur 18 % Aussagen über die
derzeitigen Werbeaktivitäten treffen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative
Umfürage der Firma "11 Prozent Kommunikation".
Wie die Umfürage zeigt, wollen sich sowohl
Agenturen als auch Markenartikler im Zuge des
boomenden Handyspiele Marktes intensiver
über die Möglichkeiten der Werbung in Spielen
und im mobilen Entertainment Markt
informieren.
Über 20 % der Befüragten geben an,
dass sich Crossmarketing Aktivitäten mit der
Computerspiel-Branche bereits fest im
Kommunikationsmix der Markenartikler
etabliere. Das gilt vor allem für die
Foodbranche. Aber auch die
Automobilindustrie ist der Auffassung,
dass der emotionale Faktor,
der in einem Spiel hervorgerufen wird,
einen positiven Effekt auf die Marke abwerfe.
"Wenn man bedenkt, das der junge Markt
der Computerspiele durch Spielhallen 1962
entstanden ist, stellen wir heute mit Erstaunen
fest, dass auch die Altersstruktur der Zielgruppe
mitwächst. Waren es noch vor zwanzig Jahren
12 bis 17 jährige, so können wir jetzt feststellen,
dass die aktuelle Zielgruppe die 14 bis 49 jährigen
einschließt", erklärt Angelique Szameitat,
Geschäftsführerin 11 Prozent Kommunikation.
23.2.2005

Tatort Ebay

Immer mehr gestohlene und gefälschte Produkte
werden über Onlineauktionshäuser wie Ebay
vertrieben.

Von den illegalen Aktivitäten sind fast alle
Markenartikler betroffen. Waren es anfangs
noch Bagatelldelikte, geht der Trend
mittlerweile hin zu organisierten Strukturen.

Kriminelle nutzten die Vorteile des Internets
- Anonymität und eine große Nutzerzahl -
mehr und mehr für ihre Zwecke.
Die betroffenen Unternehmen leiden unter
diesen Aktivitäten doppelt:
Ihnen entgehen Umsätze, und sie erleiden
einen Reputationsverlust bei Kunden,
die Opfer der Betrüger geworden sind.

Onlinemarktplätze wie Ebay sind nur
Plattformen und selten Ursache für
Missbräuche.
Illegale Machenschaften Externer sind
fast immer auf Schwächen in den
internen Prozessen der Markenhersteller
zurückzuführen.
Eigene Mitarbeiter oder Lieferanten seien
häufig an den Machenschaften beteiligt.

Um solchen Aktivitäten bei Onlineauktionen
vorzubeugen, sollte das Management in drei
Schritten vorgehen:

Erstens muss es die eigene Wertschöpfungskette
absichern, um die Nachschubwege für Betrüger
zu blockieren.

Zweitens muss der Markenhersteller Ebay und
andere Auktionsplattformen wie Hood.de oder
Ricardo.de permanent überwachen und durch
Testkäufe kontrollieren.

Drittens muss das Management den Kampf
gegen den Missbrauch der Auktionsplattformen
organisatorisch im Unternehmen verankern.
23.2.2005

Spalding vergibt Masterlizenz in Japan

Russell Corporation gab die Vergabe einer
Masterlizenz für die Marke Spalding in Japan
bekannt.
Die Fünfjahresvereinbarung schließt alle
Facetten der Markebildung ein, von
Produktentwicklung bis Distribution.
Scott Creelman, Präsident von Spalding,
sagte: "Sport wird in zunehmendem Maße
Teil des Lifestyles. Der Lizenznehmer wird
unsere Position als Marke weiter stärken.
Er hat ein sehr gutes Renommee für
Markenbildung und versteht, daß Sport
nicht nur Sportler anspricht,
sondern auch Fans und Zuschauer.
8.2.2005

Pilsbury Eiscreme

Kemps erwirbt die Pillsbury Doughboy
Lizenz, um eine neue Eiscreme Linie
Flächendeckend in den USA anzubieten.
Es ist die erste Produkteinführung für
Kemps außerhalb seiner traditionellen
Märkte im mittleren Westen der USA.
Und es ist auch das erste mal in der
135-jährigen Pillsbury Geschichte,
dass Eiscreme unter der Marke
angeboten wird.

"Wir sind gut in der Herstellung und
Vermarktung von Eiscreme, aber,
um uns über unsere traditionellen
Märkte hinaus zu bewegen,
braucht es eine vertraute Marke",
sagte Tom Piper, Manager bei Kemps′
für Pillsbury Eiscreme.
"Für die, die Kemps nicht kennen,
wird dieses Produkt populärer sein,
als wenn wir neue Absatzmärkte mit
Kemps erschließen wollten.
Es dauert Zeit, eine Marke aufzubauen,
und Pillsbury ist bereits eine."

Für General Mills bedeutet es den Eintritt
in eine neue Produktkategorie.
"Wir nutzen Wissen und Sachkenntnis von
einem der Top-Eiscremehersteller im Land,",
sagte ein Manager. "Das Renommee von
Kemps für Qualität und Innovation ist
Einzigartig in der Industrie."

Der nationale Launch ist für Kemps ein
Grundpfeiler seiner Wachstumsstrategie.
1.2.2005

Marken Rankings

Die Markenplattform www.Brandchannel.com,
betrieben von Interbrand, befüragte seine Leser
nach den einflussreichsten Marken.
Ca. 2000 Leser geben ihre Stimme ab.

Brandchannel besitzt nun die Dreistigkeit,
aus dieser unrepräsentativen, willkürlichen
Stichprobe ein Ranking zu erstellen.
Hoffentlich ist Ihre Marktforschungsagentur
professioneller.

Noch peinlicher finden wir, dass die
Tagesschau diese "Nachricht" weiter
verbreitet. Dort werden die Befüragten
sogar zu "Experten".

Wer so mit Marken und Marken-Rankings
umgeht, betreibt Scharlatanerie.

Und wer so unreflektiert "Nachrichten"
übernimmt, diskreditiert sich.
1.2.2005

Ebay ist Shooting-Star unter den Marken

Ebay ist derzeit die stärkste Unternehmensmarke
in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt die
Studie "Best Brands". Ebay löst in der Kategorie
Unternehmensmarke den Vorjahressieger Siemens
ab, der hinter dem Discounter Aldi auf Platz drei
landete.

Die Untersuchung - die zweite dieser Art –
wurde von der GfK Marktforschung, der
Agenturguppe Serviceplan, dem
Werbezeitenvermarkter Seven One Media,
der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" und dem
Markenverband initiiert. Ziel ist es, die Stärke
von Marken sowohl nach psychologischen
als auch nach erlösorientierten Kriterien zu
erfassen. So fließen in die Hitliste nicht nur
die Ergebnisse einer repräsentativen
Bevölkerungsumfürage ein, sondern auch
Kennziffern des gegenwärtigen
wirtschaftlichen Erfolgs der Marken in
Deutschland. Ebay war im vergangenen
Jahr noch nicht auf der Liste der zehn
besten Unternehmensmarken vertreten.
Aldi verbesserte sich vom dritten auf den
zweiten Rang.

In der Kategorie der stärksten Produktmarke
konnte sich Adidas als Sieger behaupten.
Die Sportartikelmarke rangiert vor Sony
(Unterhaltungselektronik) und der
Waschmittelmarke Persil aus dem Hause
Henkel. Sony konnte sich vom zehnten Platz
vorarbeiten, Persil von Rang acht.

Die derzeit am stärksten wachsende Marke
in Deutschland ist laut Studie Samsung.
Der Erfolg der Handys des koreanischen
Elektronikkonzerns trug wesentlich zum
ersten Platz in dieser Kategorie bei.
Vorjahressieger Haribo taucht in der Liste
der zehn besten Wachstumsmarken nicht
mehr auf, auf den Plätzen zwei und drei
folgen Sony, in diesem Fall für den Bereich
Fotografie, und IBM.
27.1.2005

Intelliseek.com

Analysieren Sie Fernsehen, Radio, Zeitungen
und Magazine im Bezug auf Ihre Marke
und Ihr Unternehmen?
Wenn ja, dann werten Sie mehrheitlich
Werbung aus.
Und was führt Ihnen Kunden zu?
Ihre Reputation, bzw. Empfehlungen
Ihrer Kunden und Markenanhängern.
In zahllosen Studien wurde beweisen,
Weiterempfehlungen sind die Quelle Nr. 1
für Interessenten bei wichtigen
Anschaffungen.

Analysieren Sie bereits Ihre Reputation,
den Grad der Weiterempfehlung?
In den 90ern sagte jemand, das Internet
wird das Äquivalent des mittelalterlichen
Dorfbrunnens. Dank Email, Newsgroups,
Diskussionsforen und Web Logs wurde es
dazu. So suchen heute über 20 % der
Autokäufer nach Verbraucherberichten
im Internet, bevor sie ein Model kaufen.

Hier finden Sie ein Instrument zur
Überwachung Ihres Markenimages
im Internet:
www.intelliseek.com/brandpulse.asp.

Und bekanntlich ist die Messung der erste
Schritt zur aktiven Steuerung.
26.1.2005

Grundig betritt Mobilfunkmarkt

Der Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig
will in den Mobilfunkmarkt einsteigen.
Bereits in Kürze werden Handys in Lizenz
unter dem Markennamen Grundig
herausgebracht, teilte die Grundig
Intermedia GmbH in Nürnberg am
Mittwoch mit.

Grundig Intermedia umfasst als Nachfolgerin
der insolventen Grundig AG deren Kerngeschäft
mit Fernsehgeräten und Unterhaltungselektronik.
Geschäftsführer Hubert Roth sagte: "Wir sind
überzeugt, dass die Lizenz den Wert der Marke
Grundig deutlich erhöhen und den Zugang zum
Telekommunikationsmarkt schaffen wird."

Grundig habe ambitionierte Pläne für die
Ausweitung seiner Geschäftsfelder. Der
Lizenznehmer erwarb die weltweiten
Exklusivrechte für die Herstellung und den
Vertrieb von mobilen Kommunikationsprodukten
und deren Zubehör unter dem Namen Grundig.
Nach Worten desFirmenchef will man zunächst
vier neue Grundig-Handys herausbringen und
bereits auf der Fachmesse CeBIT im März in
Hannover vorstellen.

Die Markenbekanntheit von Grundig werde
erlauben, in neuen Märkten Fuß zu fassen.
26.1.2005

DIN-Norm für Methoden der Markenwertmessung geplant

Arbeitsausschuss am 18. Januar 2005 gegründet

Unter Moderation des DIN Deutsches Institut für
Normung e. V. widmet sich ein aus interessierten
Marktbeteiligten bestehender Arbeitsausschuss
der Erarbeitung einer DIN-Norm mit
Grundanforderungen an Methoden der
monetären Markenwertmessung.
Die fachliche Federführung des Projektes
übernimmt der Markenverband e. V.

Ab 2005 müssen alle kapitalmarktnotierten
Unternehmen ihren Konzernabschluss nach
IFRS (International Financial Reporting
Standards) erstellen.
Da die EU-weit harmonisierten Bilanzvorschriften
vorsehen, dass bei Unternehmensverkäufen und
-übernahmen der Markenwert bilanziert werden
muss (IAS 38), wird der Markenwert als immaterielle
Größe eine der wichtigsten bilanzrelevanten
Kennziffern werden.
Informationen über immaterielle Werte können
für Kapitalgeber von zentraler Bedeutung sein.

Da die bestehenden Berechnungsmodelle zu
unterschiedlich und die Möglichkeiten einer
schnellen Konsensfindung gegenwärtig eher
als gering einzuschätzen sind, wird die
Entwicklung eines "Metastandards" als erster
richtiger Schritt angesehen. Die Festlegung
von wichtigen Grundanforderungen an Markenwertmessmethoden wird aus Sicht der
Markenforschung, der Wirtschaftsprüfung und
der betroffenen Unternehmen als sinnvoll erachtet.
21.1.2005

Gerry Weber vergibt Lizenz für Herrenbekleidung

Die Gerry Weber International AG, Halle, hat
einen Lizenzvertrag über "Gerry Weber Menswear"
abgeschlossen.
Das neue Label werde in der gehobenen Mitte
positioniert, teilte das Unternehmen am Freitag
weiter mit. Ziel sei es, den Bekanntheitsgrad von
der Damen- auf die Männermode zu übertragen.

Gerry Weber Menswear werde mit der Herbst/
Winterkollektion 2006 erstmals erhältlich sein.
15.1.2005

Marketingorientierte Firmen sind erfolgreicher

Der operative Gewinn ist bei 80 % der mit
starkem Markenfokus geführten Unternehmen
fast doppelt so hoch wie im Branchenvergleich.

Das ist das zentrale Ergebnis einer von Booz Allen
Hamilton und Wolff Olins erstellten Studie.
Befüragt wurden die Marketing- und Vertriebsleiter
der europäischen Top 500-Firmen. 90 % von ihnen
sind davon überzeugt, dass Markenorientierung
ein Schlüsselfaktor für ihren Unternehmenserfolg ist.
Das sind doppelt so viele Nennungen wie noch
vor fünf Jahren.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Untersuchung
gehört, dass strategische Markenführung den Erfolg
erheblich steigern kann. ′Voraussetzung hierfür:
Unternehmen verzahnen die Marke stark mit ihrer
Strategie und Organisation′, sagt Charlie Stott,
Berater von Wolff Olins.

′Jedoch stellen derzeit nur 18 % das Marken-
Management in den Mittelpunkt und verfügen
über ein klares Markenverständnis innerhalb der
gesamten Organisation′, gibt Gregor Harter,
Geschäftsführer und Leiter des Bereichs
Customers, Channels and Marketing Management
bei Booz Allen Hamilton, zu bedenken.
15.1.2005

Perry Ellis vergibt Brillenlizenz

Für seine Marken Perry Ellis, Perry Ellis Portfolio
und Perry Ellis America hat das Unternehmen
Lizenzen für Damen- und Herren-Sonnenbrillen
in den USA vergeben.

Die Lizenz läuft über drei Jahre bis 2007.
Erste Produkte kommen im Herbst 2005 auf den
Markt und sollen über Warenhäuser und den
Facheinzelhandel vertrieben werden.
11.1.2005

Levi Strauss lizenziert Wäsche und Strümpfe

Die unter der Marke Levi Strauss Signature
hergestellten Produkte werden in Frankreich,
Deutschland, Groß Britannien, der Schweiz
und Österreich vermarktet.

Die Lizenz umfasst Wäsche und Strümpfe
für Damen und Herren.
11.1.2005

Polaroid verkauft

Ein US-Hersteller von Konsumgütern und
Elektronikprodukten, kauft den traditionsreichen
amerikanischen Fotokonzern Polaroid Holding Co.
für 426 Mill. Dollar (322 Mill. Euro) in bar.
Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2005
über die Bühne gehen.

Polaroid hatte in den ersten neun Monaten des
vergangenen Jahres 496 Mill. Dollar umgesetzt
und 54 Mill. Dollar verdient. Das Unternehmen
verkauft Sofort-Bild-Kameras und -Filme, andere Verbraucherelektronikprodukte, Sonnenbrillen
sowie Identifizierungssysteme für kommerzielle
Nutzer.

Polaroid geriet mit dem Siegeszug der
Digitalfotografie in Schwierigkeiten, war stark
geschrumpft und hatte ein Insolvenzverfahren
hinter sich gebracht.

Der Erwerber produziert und vertreibt weltweit
eine breite Palette von Verbraucherelektronik-
Produkten. Die nicht an der Börse notierte
Gesellschaft will den bekannten Markennamen
Polaroid mit ihren eigenen Verbrauchermarken
kombinieren. Sie war bereits der
Polaroid-Lizenznehmer für bestimmte
Elektronikprodukte wie DVD-Player sowie Plasma-
und andere Fernsehgeräte.
10.1.2005





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