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Marken NewsMarkenrecht: Nutzung vor EintragungIn den USA gilt beim Markenrecht Nutzung vor Eintragung,im Europäischen Recht dagegen siegte bisher stets die Eintragung vor der Nutzung. N-TV berichtet von der ersten Ausnahme: "Der Malteser-Orden mit seiner über 900-jährigen Tradition hat sich in einem viel beachteten Rechtsstreit seine Rechte am eigenen Namen und damit als Markenzeichen zurück geholt.... Der schwedische Spirituosenkonzern V&S wollte vor dem Hamburger Oberlandesgericht den Maltesern das Recht auf den eigenen Namen und das Werbezeichen, das achtspitzige Malteser-Kreuz, verbieten lassen. Die Schweden beriefen sich darauf, dass ihr Rechtsvorgänger schon im Jahr 1923 das Malteser-Kreuz beim Reichspatentamt in Berlin habe eintragen lassen. Der Malteser-Orden, bereits im Jahr 1099 in Jerusalem gegründet, hatte dies in den Folgejahren vollkommen vergessen oder geglaubt, wegen seiner weltweiten Bedeutung so etwas gar nicht nötig zu haben. Erst 1995 ließ die bischöfliche Brauerei Bischofshof die Marke Malteser beim Patentamt in München eintragen. Im Jahr 2003 begann die Stuttgarter Brauerei Hofbräu mit einer Lizenz der kirchlichen Brauerei Bischofshof in Regensburg Malteser-Weißbier zu brauen. Der Konflikt war da: Sowohl die Schweden als auch die Stuttgarter vertrieben ihre Produkte, nämlich Aquavit und Weißbier, mit dem Malteser-Kreuz als Markenemblem. Die Schweden witterten einen Verstoß gegen ihre Markenrechte aus dem Jahr 1923. Sie zogen vor das Landgericht Hamburg und siegten. Das wollten die Brauereien Hofbräu und Bischofshof nicht schlucken. Hofbräu verwies darauf, dass sie unter Lizenz von Bischofshof brauten, deren Brautradition bis ins Jahr 1693 zurück gehe. Sie verwiesen darauf, dass sich die Geschichte des Ordens und des Kreuzes bis zu den Kreuzzügen ins Heilige Land zurückverfolgen ließen. Hofbräu ließ dicke Bibliotheksbände durchwälzen, um die ungebrochene Tradition des Brauens von Bier durch den Malteser-Orden zu dokumentieren. Der schwierige Markenrechtsstreit vor Gericht in Hamburg hat sich für den Orden und die Brauereien ausgezahlt. Bisher habe fast immer gegolten, dass eine Marke das Schutzrecht habe, wenn sie beim Patentamt eingetragen sei. Die "Abgrenzungsvereinbarung" zwischen den Parteien sieht nun vor, dass die Schweden ihre herkömmliche Marke Malteser-Aquavit auch weiterhin für Spirituosen mit dem achtspitzigen weißen Kreuz auf rotem Hintergrund verwenden dürfen. Stuttgarter Hofbräu darf für sein Malteser-Weißbier auch künftig mit dem gelben Malteser-Kreuz vor blauem Hintergrund werben....... Damit ist nun erstmals die ältere Nutzung einer Markeneintragung überlegen. 20.12.2006 Bennetton BrillenWWD berichtet, dass Benetton SpA eine Lizenzfür Brillen unter den Marken Benetton und Sisley vergeben hat. Die Kollektion erscheint im Frühjahr 2007 und die Firmen prognostizieren für die Lizenz jährliche Verkäufe von ca. 35 Million Euro. Die Lizenz läuft bis 2013. Benetton hatte bereits Lizenznehmer, zuletzt die italienische Tochtergesellschaft der Deutschen Metzler. Der neue Lizenznehmer hält auch Lizenzen für Gianfranco Ferre, Les Copains und Vivienne Westwood. 14.12.2006 4711 verkauftWie das Handelsblatt berichtet, erwirbt Märer+Wirtzdie Traditionsmarke 4711. Procter & Gamble, seit der Übernahme der Wella AG Besitzer von 4711, startete im April 2006 den Verkauf von 4711 im Paket mit den Marken Tosca, Sir Irish Moos und Extase im Rahmen einer Versteigerung. Märer+Wirtz vermarktet neben Tabac Original und Nonchalance auch die Lizenzen von Betty Barclay, Otto Kern, Carlo Calucci, s. Oliver, New Yorker, Fishbone und die im September gestarteten Düfte von Mustang. 12.12.2006 Wieder kaufen Asiaten eine WeltmarkeDas Handelsblatt berichtet von einem weiteren Erwerbeiner Weltmarke durch ein Asiatisches Unternehmen: Der Bieterkampf um die weltweit bekannte Staubsaugermarke Hoover ist entschieden. Die legendäre Marke wird zum 1. Januar von der Hongkonger Techtronic Industries Co. übernommen. Hoover macht einen Umsatz von rund 600 Mill. Dollar und hat weltweit 3000 Mitarbeiter. Die Marke war vergangenes Jahr mit dem Mutterkonzern Maytag an den Haushaltsgerätehersteller Whirlpool übergegangen.... TTI ist bisher vor allem im Heimwerkerbereich (Bohrmaschinen, Kreissälen) stark und ist auch hier durch die Übernahme international bekannter Marken stark gewachsen..... 2004 hatte TTI von Atlas Copco die beiden Elektrowerkzeugmarken AEG und Milwaukee im Paket für 627 Mill Dollar übernommen. 8.12.2006 Top 100 FMCG weltweitDie Lebensmittelzeitung listet die Top 100FMCG Firmen. Aus Deutschland kommen die folgenden acht Unternehmen: Platz 20 Henkel Platz 31 Tchibo Platz 41 Oetker Platz 57 Südzucker Platz 94 Tönnies Platz 95 Cobana Platz 99 Pfeifer & Langen Platz 100 Müller Für die Größe Deutschlands als Heimatmarkt sind das zu wenige und zu wenig hoch platzierte. So kommen aus Großbritannien 13 Unternehmen und aus Japan 11. Deutschland hat immer noch Nachholbedarf beim Brandmanagement. 13.11.2006 Die Überwindung von Made in ChinaWie Japanische Unternehmen in den 70ernfolgten Chinesische Unternehmen im Ausland bis vor Kurzem dem industriellen Modell. Im internationalen Wettbewerb setzten die Chinesischen Unternehmen auf gute Produkte zu niedrigeren Preisen. So fertigt die Galanz Gruppe aus Guangdong fast 50% aller Mikrowellenherde weltweit, die unter 80 Marken verkauft werden. Vor einigen Monaten änderte China dies. Lenovo erwarb die PC Sparte von IBM, BenQ kaufte Siemens Mobiltelefone und die Nanjing Automobile Group erwarb die MG Rover Group. Die Chinesische Regierung hat erkannt, dass man im internationalen Wettbewerb Marken braucht und hat für den Erwerb solcher 15 Milliarden US Dollar bereit gestellt. So wie Sony heute eine globale Top Marke ist, dürfen wir in 10 Jahren Chinesische Marken in der Gruppe der Top Marken erwarten. 6.11.2006 Courvoisier HerrenparfumBeam Global Spirits & Wine Inc. gab heute bekannt,dass durch die Einführung des Duftprodukts Courvoisier L′edition Imperiale deren Flaggschiff- Cognac Courvoisier den Markt der Luxusparfume betritt. Die Herrenparfume-Produktlinie gibt heute Ihr Debüt auf der Tax Free World Association Exhibition (TFWE) in Cannes, Frankreich. Die Kollektion, die in Lizenz entwickelt wurde, wird ein Eau de Parfum und ein Eau de Toilette anbieten, die im Frühjahr 2007 weltweit im High-End-Einzelhandel erhältlich sein werden. Die Zielgruppe des Courvoisier L′edition Imperiale sind anspruchsvolle, zielstrebige und erfolgsbewusste Männer im Alter von 25-35 Jahren. Diese jungen Männer sind modebewusst und davon überzeugt, dass Markenartikel wie Courvoisier ein Symbol des Erfolgs darstellen. Courvoisier L′edition Imperiale wird zunächst in exklusiven Kaufhäusern angeboten. Später soll der Duft auch in Duty-füree Shops auf den wichtigsten Märkten, d. h. Europa, Asien und Nordamerika zu haben sein. Die weltweite Einfhrung wird durch Werbemaßnahmen und Präsenz auf Messen unterstützt werden. 24.10.2006 Lizenzen und KartellrechtMarken sind ein Monopol.Entsprechend mahnen Juristen bei der Vergabe von Markenlizenzen hätfig vor dem Kartellrecht. Der BGH entschied nun per Beschluss gegen das klagende Kartellamt in einem Verfahren gegen Gruner + Jahr (G+J) und ein spanisches Verlagshaus. G+J hat mit den Zeitschriften Geo und P.M. bereits die führende Position im Markt für populärwissenschaftliche Zeitschriften. 1999 erwarb G+J die Lizenz für "National Geographic". Fr das Kartellamt bestand darin der Ausbau einer marktbeherrschenden Position. Die Lizenz sollte untersagt werden. Der BGH entschied nun, dass die Lizenz gar nicht in die Zuständigkeit des Bundeskartellamtes fällt. "Nach Ansicht des BGH ist der Abschluss des Lizenzvertrages nicht als Zusammenschluss im Sinne von Paragraph 37 GWB zu qualifizieren. Der Fusionskontrolle des Gesetzes unterworfen werde lediglich das externe Wachstum von Unternehmen, wenn also bereits bestehende Marktpositionen übernommen würden. Auf den Lizenzbereich übertragen könne dies nur dann angenommen werden, wenn der Lizenznehmer an Nutzungsrechten an einer Marke oder an Urheberrechten mit Hilfe der Lizenz an der Stelle des Lizenzgebers in dessen Marktstellung einrücke. Vorliegend sei dies jedoch nicht der Fall, da mit der Lizenz nur die Möglichkeit verbunden sei, nicht realisiertes Marktpotential zu erschließen und eine Marktstellung zu erlangen. Dies sei aber dem Bereich internen Wachstums eines Unternehmens zuzurechnen, das durch das GWB auch dann hingenommen werde, wenn dadurch eine marktbeherrschende Stellung entsteht oder verstärkt werde. 13.10.2006 GeistermarkenDie NY Times hat einen interessanten Artikelüber "Geister- oder Waisen-Marken", also Marken, die aktuell nicht genutzt werden. Die Marke des Anstosses ist Bromo Seltzer, das Antiacidum und Analgetikum von 1888. Sein neuer Inhaber versucht, das Interesse an der Marke wieder zu beleben. Bromo Seltzer gehört zu den Verbraucherprodukten bekannt als Geister-Marken oder Waisen-Marken, weil sie einmal beeindruckend in ihren Kategorien waren, aber heute nicht mehr verfügbar sind. Die Marken wurden von ihren Inhabern - meist Konzerne die Dutzende Produkte vermarkten - vergessen oder vernachlässigt und wurden dann Cash Cow zu Gunsten neuer aktuellerer Marken. Reduzierte (Kommunikations-) Investitionen führten zu Umsatzverlusten und das zu schlechteren Platzierungen am PoS. Das verringerte den Umsatz weiter und führt zu einer Abwärtsspirale, die normalerweise ins Grab führt. Nun gibt es den Trend, Geist-Marken zu verkaufen, oder besser noch sie an kleinere, unternehmerischere Unternehmen zu lizenzieren. 6.10.2006 Grenzen der ExtensionsBrandchannel.com hat einen interessanten Artikelüber Brand- und Line-Extensions: In der Marketing-Welt ist "Tide" bekannt für seine Line-Extensions und wenn Tide Waschmaschinen anböte, würde das Brand Extension genannt. In 2004 waren in den USA ca. sechs Prozent der neuen Produkte Brand- oder Line Extensions. Viele schreiben die Fülle von Extensions der Tatsache zu, dass es das kosteneffektivere Mittel zu Präsenz und Prüferenz beim Verbraucher ist. Aber mit über 30 Oreo Extensions - einschließlich der unbeliebten Oreo Barbie Puppe von Mattel -, muss man sich fragen, wie relevant ist dies und ist der Markt übersättigt? Doch Verbraucher schätzen Marken, sie vertrauen ihnen und Verbraucher fühlen sich mit einem neuen Produkt einer bekannten Marke wohler, als mit einem neuen Produkt einer No-Name Firma. McKinsey & Company empfahl Markenartikelherstellern daher, Line- und Brand-Extensions zum Einstieg in neue Produktkategorien als wirkungsvolles Mittel für rentables Wachstum. 6.10.2006 Produktkategorien mit der meisten MarkentreueWWD berichtet von einer neuen Studie:US Frauen lieben ihre Beauty-Marken. Von den 10 gelisteten Produkten sind vier aus dem Bereich Bodycare. Die Befragung von 1.264 Frauen in den USA zeigte, dass Marken auch relevant sind bei Kaffee und Waschmitteln. Hier die Rangliste: 1. Seife 2. Kosmetika 3. Haarpflegemittel 4. Alkoholfreie Getränke 5. Mayonnaise 6. Waschmittel 7. Hand- und Körperlotion 8. Schmerzmittel 9. Kaffee 10. Schuhe Wen überrascht Platz 10? 6.10.2006 Kodak lizenziert SpeicherprodukteKMP erwarb die exklusive globale Lizenz fürCD-ROMs, DVDs, Videos und andere Speichermedien unter der Marke Kodak. Kodak entschied bei seinem historischen Übergang vom analogen Film zur digitaler Welt, das Geschäft aufzugeben, und vergab eine Lizenz. 6.10.2006 WerbefigurenIm Manager Magazin findet sich ein guter Artikel:Mainzelmännchen, Meister Proper oder Milka-Kuh Werbefiguren setzen sich in unseren Köpfen fest. Experte Michael Paul sagt, warum die Reklame-Ikonen nicht nur bei Kindern beliebt sind, welchem Wandel sie unterliegen und wie Unternehmen von Brand Mascots profitieren. Werbefiguren werden von Markenartikelherstellern oder deren Werbeagenturen entwickelt, um deren Produkte und Dienstleistungen zu personalisieren und ihnen einen Charakter zu geben. So reitet der Marlboro Man seit 1954 in Richtung Freiheit und Abenteuer, Meister Proper zeigt uns seit 1958 wie man richtig putzt, und seit 1972 wissen wir, dass Kühe lila sind. Werbefiguren haben das Ziel, die von ihnen verkörperte Marke und das dazugehörige Angebot im Gedächtnis eines potenziellen Kunden zu verankern und zu hohen Kauf- beziehungsweise Wiederkaufraten zu verführen. Die entscheidende Bedeutung der Werbefigur ist, dass sie viel stärker in unser Unterbewusstsein dringt, als der bloße Markenartikel. Durch eine Umfrage des Deutschen Werbemuseums wissen wir seit Mai dieses Jahres, wer die beliebteste deutsche Werbefigur ist: der Bärenmarke-Bär, gefolgt von den Mainzelmännchen auf Platz zwei und dem Charmin-Bär auf Rang drei. In den USA besitzen Werbefiguren noch einen wesentlich höheren Stellenwert als in Deutschland, knapp 40 Prozent der in der Bundesrepublik eingesetzten und bekannten Werbefiguren sind in Amerika entwickelt worden. Die amerikanische Marketingzeitschrift Advertising Age präsentierte vor Kurzem die "10 Advertising Icons of the Century": Platz eins: der Marlboro Man Platz zwei: Ronald McDonald Platz drei: Jolly Green Giant, ein grner amerikanischer Riese des Lebensmittelkonzerns General Mills, der seit 1928 hochwertiges Gemüse anpreist. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Werbefiguren eine Erfindung des Werbefernsehens sind. Die ältesten,noch heute aktiven Figuren, sind weit über 100 Jahre alt und entstanden lange bevor Produkte über elektronische Medien beworben wurden. Johnnie Walker marschiert seit 1820 im Reiterdress für den Scotch, der Rotfrosch von Erdal (der bis 1919 allerdings grün war) verzierte bereits 1903 die Schuhcremedosen, der Bärenmarke-Bär steht seit 1892 auf Alpenmilch und Bibendum, das Reifenmännchen von Michelin, kleidet sich seit 1893 ausschließlich mit Gummireifen. Werbefiguren sind ursprünglich für Schaufenster und Verkaufsräume entwickelt worden und waren bei Weitem aufwendiger konzipiert und größer als heute. Sie wurden in der Regel eingesetzt, um Handel und Geschäftspartner für besondere Verdienste, hohe Umsätze, Jubiläen oder langjährige Treue zu belohnen. Heute sind fast alle Werbefiguren von vornherein als kostengünstige Massenartikel produziert, um direkt in den Besitz von Endverbrauchern zu gelangen. In der Regel sind sie sehr klein (circa fünf bis zehn Zentimeter), viele werden als Schlüsselanhänger konzipiert. Im Laufe der Jahre haben sich die Marketingwelt und die Werbemedien rasant verändert. Die Werbefiguren haben entsprechend reagiert: Die ersten Werbefiguren um die Jahrhundertwende begegneten den Verbrauchern direkt in Geschäften oder auf Plakatwänden, Litfasssäulen oder in Zeitungsinseraten. Mit dem Aufkommen des Werbefernsehens in den 50er Jahren wurde das Fernsehen Hauptmedium und Nährboden der Werbefiguren. Der erste deutsche TV-Werbespot (Persil) lief am 5. November 1956 über den Bildschirm und viele Figuren, die in den 50er Jahren entstanden sind (Maggis Fridolin, HB-München, Tony der Tiger), haben heute Kultcharakter. Auffallend ist, dass im Laufe der Zeit mehr und mehr echte, das heißt von Menschen verkörperte, Werbefiguren (wie zum Beispiel Clementine, Herr Kaiser) durch animierte Kunstfiguren ersetzt wurden. Die Gründe sind simpel: Im Gegensatz zu echten Schauspielern (neudeutsch: Testimonials) haben sie keine Launen und kein biologisches Verfallsdatum, können also immer wieder verjüngt und neu in Szene gesetzt werden. Darüber hinaus erleichtern sie die immer wichtiger werdende Präsentation und Vermarktung im Internet und das dazugehörige Merchandising, zum Beispiel als Comic- oder Spielfiguren. Ein Paradebeispiel ist der von der Agentur Saatchi & Saatchi im Jahr 2001 entwickelte Wackel-Elvis, eine Figur, die in einem TV-Spot auf sehr eindrucksvolle Weise das stufenlose Automatikgetriebe "Multitronic" erklärt und bei Audi eine unvorhersehbare und explosionsartige Nachfrage nach dieser Figur auslöste. Bis heute sind von der Figur, die eigentlich "The Fan" heißt und später vom Volksmund Wackel-Elvis getauft wurde, 500.000 Stück verkauft worden. Als eine der ersten Werbefiguren des Internets führt uns seit 1997 der Lycos Labrador zielsicher, schnell und zuverlässig zum Suchziel - ein Labrador Retriever verkörpert sehr anschaulich die Eigenschaften und Vorteile des Lycos-Angebots. 1999 wippte Flat-Eric auf einem verbeulten Ford zu einer Techno-Nummer, die innerhalb weniger Wochen auf Platz eins der deutschen und englischen Charts schoss. Im Jahr 2000 erlegten wir im Internet das Moorhuhn und Robert T. Online erklärte uns den Börsengang von T-Online. Zum Weihnachtsfest 2004 schließlich beschimpften sich die Meckertassen von Jamba ("Du kannst mich am A. lecken") - wohl kaum jemand, der sich nicht darüber amüsierte - oder aufüregte. Der Erfolg beruht zum einen auf den witzigen Sounds, die von Mundstuhl alias C-Hörnchen und F-Hörnchen gesprochen wurden, und zum anderen auf der sehr gelungenen Animation. 6.10.2006 Escada KinderlizenzEscada hat das Geschäft mit Kindermode neuorganisiert. Der neue Lizenznehmer aus Frankreich hat auch die Burberry Lizenz. 25.9.2006 Billig alleine reicht nichtDas Handelsblatt berichtet:Die Markenverantwortlichen von Kraft, Nestle und Unilever mssen es mit Erleichterung registriert haben: Zum ersten Mal seit Jahren steigt bei den Deutschen die Überzeugung wieder, dass es sich lohnt, Markenartikel zu kaufen. Das zeigt die jüngste Allensbacher Werbeträgeranalyse, die zugleich eine nachlassende Preisorientierung feststellt. Noch machen diese Einzelergebnisse zwar keine Trendwende aus, aber Marktforscher und Psychologen mutmaßen schon, dass der Discounting-Boom bald an seine Grenzen stoßen könnte. Erreichen doch Aldi und Co. nicht mehr die Zuwüchse der vergangenen Jahre, und wenn dann nur durch den Ausbau der Flächen und mit erweitertem Markenartikelangebot, wie es Lidl vorgemacht hat. David Bosshart vom Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (GDI) räsonierte bereits vor einiger Zeit: "Je tiefer die Preise, desto unglücklicher die Kunden". Die provokante These des Institutsleiters lautet: "Wer immer nur Schnäppchen jagt, wird unglücklich." Auch die Tiefenpsychologen vom Kölner Rheingold-Institut erkennen eine Gegenbewegung zum Discountboom, bei der Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung wieder stärker nach Marke und weniger nach Preis füragen. Seit mehr als zehn Jahren sind Billiganbieter wie Aldi, Lidl, Netto, oder Plus auf dem Vormarsch. Ihr Marktanteil hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 27 auf 40 % gesteigert. Das macht den klassischen Supermärkten und Markenartikel- Produzenten zu schaffen. Deshalb muss es wie Musik in ihren Ohren klingen, wenn auch AC Nielsen erste Anzeichen eines Schnäppchenfrustes bei den Deutschen feststellt: Voriges Jahr ist der Anteil der Haushalte, die regelmäßig bei Aldi einkaufen, von 86 auf 85 % gesunken. Bei den übrigen Discountern stagnierte der Wert bei 92 %. Dass sich Verbraucher - wenn auch sehr zaghaft - von den Discountern abwenden, begründen Fachleute mit dem Wunsch nach mehr Qualität. Lebensmittelskandale haben ihre Spuren hinterlassen - auch der aktuelle Genreis-Skandal dürfte Folgen haben. "Vor dem Hintergrund solcher Skandale sind Verbraucher auch tatsächlich bereit, einen höheren Preis für mehr Qualität zu zahlen", sagt Johannes Siemes, Leiter des Geschäftsbereiches Konsumentenmärkte bei KPMG. Zurzeit liegt das deutsche Preisniveau für Lebensmittel im Vergleich zu Westeuropa nur bei 87 %. Mit anderen Worten: Nirgends ernähren sich die Menschen so günstig wie hier zu Lande. Darüber hinaus sind es traditionelle Supermärkte und Fachgeschäfte, die neuen Produkten eine Chance geben, Discounter nehmen Innovationen meist erst auf, wenn diese sich woanders etabliert haben und kopieren sie dann unter eigener Marke. Auch der Trend zu Bio-Produkten belegt, wie wichtig den Deutschen Qualitätsware ist. Zwar machen die Bio-Lebensmittel erst drei % des Marktes aus, doch hat sich der Umsatz seit 2000 auf rund vier Mrd. Euro knapp verdoppelt. Nun haben auch die Discounter den Trend erkannt und bieten ein begrenztes Bio-Sortiment an. Lebensmittel sind seit jeher die Stärke der Discounter wie Aldi & Co. Probleme haben diese eher mit den so genannten Non-Food-Artikeln, die laut Branchenkennern beispielsweise bei Aldi 40 Prozent des Umsatzes ausmachen, Tendenz sinkend. Da sich der Discount-Gedanke nun auch in allen anderen Einzelhandelsbereichen durchsetzt, wird die Konkurrenz immer größer. Marktkenner sind sich einig, dass es eine Erfolg versprechende Strategie im deutschen Einzelhandel auch künftig nicht geben wird - weder für Händler noch für Markenartikler. Sie müssen sich darauf einstellen, dass der Verbraucher weiter sehr sprunghaft bleibt, und auch Porsche-Fahrer ihre Monatsration Reis und Nudeln beim Discounter einkaufen. Dennoch wird sich zeigen, dass Themen wie Functional Food, Bio, Genuss, Wellness und Produktinnovationen nicht spurlos an Penny oder Plus vorbeigehen. Wollen sie ihren Marktanteil halten, müssen sie auf diese Trends eingehen. 16.9.2006 Markenartikler spüren AufwindNach harten Jahren scheinen die Markenherstellerwieder Tritt zu fassen: McKinsey sieht Anzeichen für eine Verbesserung der Lage. Seit 1998 konnten die Markenartikler ihre Umsätze jährlich um 3,6 Prozent auf insgesamt 361 Milliarden Euro steigern, fand die Unternehmensberatung in einer gemeinsamen Studie mit dem Markenverband heraus ("Die Bedeutung von Marke und Markenartikelindustrie). Auch die Exportquote, die derzeit bei 45 Prozent liegt, zog im genannten Zeitraum an. Aber: Am gesamten Exportvolumen der deutschen Wirtschaft sank der Markenanteil zwischen 2003 und 2005 von 22 auf 20 Prozent. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes ist die Bedeutung der Markenhersteller laut McKinsey ebenfalls rückläufig. Ihr Anteil an diesem Segment ging von 33 auf 31 Prozent zurück. Bezogen auf die Gesamtwirtschaft konnte die Markenwirtschaft, die rund 1,5 Millionen Menschen beschäftigt, ihren Anteil von knapp über sieben Prozent am Bruttoinlandsprodukt stabilisieren. Die prekäre Lage der Markenartikler führt die Studie vor allem auf den Inlandsmarkt mit seinen preisfixierten Verbrauchern und den aggressiven Discountern zurück. Aldi & Co. haben allein im Lebensmittelhandel (LEH) einen Marktanteil von 40 Prozent erobert. Allerdings gibt es auch Anzeichen der Besserung. "Es scheint, als habe die Markenindustrie die Talsohle durchschritten", meint Thomas Tochtermann, Director im Hamburger Bro von McKinsey. Ein wichtiger Indikator: Erstmals seit 1995 stieg das Qualitätsbewusstsein der Verbraucher wieder an. 11.9.2006 US-Eliteuniversität vermarktet ihr Ansehen gekonntDie älteste Universität der Vereinigten Staatensteht für etwas ganz Besonderes. Füllt der Name Harvard, dann denkt man an Elite und weltweites Ansehen. Kein Wunder, dass die Marke Harvard auch gerne ohne Lizenz kopiert wird, doch die Universität hat ein effektives Kontrollnetzwerk aufgebaut. Der Lizenzgeber selbst, die Harvard University, hat in diesem Jahr 1,3 Millionen Dollar an den Merchandising-Produkten verdient. Rund 140 Lizenzen hat die Universität vergeben. Damit bei der Lizenzvergabe alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es eine eigene Abteilung mit fnf Mitarbeitern, das Harvard Trademark Program. Doch die Lizenzvergabe ist nur eine Aufgabe des Trademark Programs. Die andere, eigentlich wichtigere, ist der Schutz der Marke Harvard. 11.9.2006 Zigarettenmarke Davidoff wechselt für halbe Milliarde den BesitzerDas Handelsblatt berichtet, dass Tchibosich von seiner Zigarettenmarke Davidoff trennt. Der Name geht an die britische Imperial Tobacco. Der Kaufpreis betrage 540 Mill. Euro, teilte Imperial Tobacco mit. Der Verkauf muss noch vom Kartellamt genehmigt werden Imperial Tobacco produziert Davidoff- Zigaretten seit der Übernahme des deutschen Zigarettenherstellers Reemtsma im Jahr 2002 bereits in Lizenz. Davidoff ist die Premiummarke im Konzern. Imperial-Tobacco-Chef Gareth Davis unterstrich die weltweiten Erfolge mit dem Produkt in den vergangenen vier Jahren. Die Zusammenarbeit mit der Oettinger Davidoff Group, die die Markenrechte abseits der Zigaretten hält, bleibe bestehen. Zu Imperial Tobacco beziehungsweise dessen Tochter Reemtsma gehören neben Davidoff unter anderem noch die Marken Peter Stuyvesant, West und John Player. 23.8.2006 Vertrauenswürdigste MarkenDie Reader′s Digest Gruppe veröffentlichteihre jährliche Untersuchung von Marken mit dem höchsten Verbrauchervertrauen. In den Europaweit erhobenen Kategorien gewannen die folgenden Marken: Kategorie Marke Automobil Volkswagen Küchengeräte Miele Computer Siemens Mobiltelefone Nokia Mobilanbieter Vodafone Kamera Canon Reiseveranstalter TUI Bank Sparkasse Kreditkarte Visa Versicherung Allianz Internet Anbieter AOL Tankstelle Aral Vitamine Abtei Kopfschmerz-Tablette Aspirin Erkältungsmittel Wick Haarpflege Schwarzkopf Kosmetik Jade Hautpflege Nivea Waschmittel Persil Frühstck Cerealien Kellogg′s In Deutschen Kategorien siegten zudem: Kategorie Marke Bekleidung C&A Kaffee/Tee Tchibo Reiniger Frosch Lebensmittel Maggi Einzelhandel Aldi Getränke Gerolsteiner Sekt Rotkäppchen Spirituosen Asbach Süßigkeiten Haribo Mundpflege Odol Wir gratulieren allen Gewinnern, ganz besonders Asbach. 22.8.2006 Wieder geht eine Marke in Asiatischen BesitzBMW verkauft den Namen Rover nach ChinaDer chinesische Automobilhersteller SAIC hat einem Zeitungsbericht zufolge das Rennen um die Rechte an der britischen Automarke Rover gewonnen. Der Münchener Automobilkonzern BMW hat beim Verkauf der Marke Rover offenbar der Shanghai Automotive Industry (SAIC) für 11 Mio. Pfund (rund 16,2 Millionen Euro) den Zuschlag erteilt. Das berichtet die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Der Rechteverkauf solle voraussichtlich im September perfekt gemacht werden. Dem Bericht zufolge muss allerdings Ford dem noch zustimmen, denn die Amerikaner - Produzent der Land-Rover-Geländewagen - haben das Vorkaufsrecht für die Marke. Ein SAIC-Sprecher bestätigte am Mittwoch in Schanghai, dass es entsprechende Kontakte zu BMW gebe. Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Markenrechte waren mit der Insolvenz von MG Rover an den früheren Eigentmer BMW zurückgefallen. Auch der SAIC-Konkurrent Nanjing Auto, dem bereits die Rover- Schwestermarke MG gehört, hatte sich für die Rechte interessiert. SAIC war Nanjing zwar im vergangenen Jahr im Rennen um MG Rover unterlegen, die unter einer Schuldenlast von 1,4 Milliarden Pfund zusammengebrochen war, hat aber die Rechte zum Bau des Kleinwagens Rover 25 und eines Rover-75-Modells. Nanjing will chinesischen Medienberichten vom Frühjahr zufolge sein erstes mit zugekaufter Technik in China gefertigtes Modell auf Basis der Limousine MG 75 - einem Schwestermodell des Rover 75 - in der ersten Jahreshälfte 2007 auf den Markt bringen. SAIC will staatlichen chinesischen Medien zufolge 2007 Autos im Rover-Design auch in Europa verkaufen. 16.8.2006 Telefunken lebt wieder aufVor einiger Zeit schrieben wir hier,dass aufstrebende Produzenten aus Asien etablierte europäische und US Marken erwerben werden. Heise berichtet nun: Telefunken war mit mehr als 20.000 Patenten einst einer der Pioniere in der Kommunikationstechnik und Elektronik. Von dem 1903 gegründeten Unternehmen, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Ikone des Wirtschaftswunders wurde und 36.000 Mitarbeiter beschäftigte, bevor es durch Missmanagement in den Achtzigerjahren vollständig zerschlagen wurde, ist im Wesentlichen nur noch die Verwaltung des Markennamens brig geblieben. Heute gab das türkische Unternehmen Profilo-Telra, in Europa drittgrößter Hersteller von TV-Geräten, bekannt, dass es von der Telefunken Licenses GmbH die Markenrechte lizenziert hat und nun unter dem traditionsreichen Label Produkte der Unterhaltungselektronik vertreiben wird. Profilo-Telra, das seinen Hauptsitz in Istanbul hat und 2005 einen Umsatz von 530 Millionen US-Dollar erzielte, produziert seit 1980 Fernsehgeräte für Firmen wie Sony, Matsushita, Thomson und Philips sowie für die Eigenmarken großer Handelsketten. Im vergangenen Jahr belief sich der Absatz nach eigenen Angaben auf drei Millionen TV-Geräte, die Produktionskapazität ist jetzt auf fünf Millionen Einheiten ausgeweitet worden. Das Produktspektrum umfasst neben LCD-, Plasma- und DLP-Fernsehern zwischen 14 und 50 Zoll auch DVD-Player. Die ersten Telefunken-Produkte will Profilo-Telra auf der IFA präsentieren, so unter anderem LCD- Flachbildfernseher und DLP-Projektionsfernseher. 11.8.2006 Brand-HijackingEine britische Studie erklärt "Brand-Hijacking"auf Suchmaschinen zu einem rasant wachsenden Problem. Danach kaufen Firmen Wörter, Sätze oder Markennamen ihrer Konkurrenten, um Internetsurfer auf die eigene Seite umzuleiten. In den USA führte diese Problematik bereits zu Klagen gegen Google, die die Gerichte allerdings abgewiesen haben. Die Kläger beanstandeten, dass die Suchmaschine Unternehmen nicht daran hindert, registrierte Markennamen ihrer Konkurrenten als Keywords zu kaufen. In Frankreich musste Google bereits Strafe zahlen, da Google durch sein Pay-Per-Click Service AdWords ermöglicht, gezielt Werbung für direkte Konkurrenten der gesuchten Marke anzuzeigen. Google AdWords gibt Unternehmen mit geschützten Markennamen nun die Möglichkeit, ihre Konkurrenten daran zu hindern, die Marke in den Werbetext aufzunehmen. Allerdings mssen die Inhaber der geschützten Marke Google ausdrücklich dazu auffordern, dies zu tun. Diese Änderungen in den Geschäftsbedingungen erfolgte vor einem Jahr, als der Designer Louis Vuitton gegen die Suchmaschine klagte. Vor kurzem bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil aus dem Vorjahr. Google musste 300.000 Euro Strafe zahlen. 5.7.2006 Markenartikel mit RückenwindDer Markenverband meldet:Die Markenartikelwirtschaft in Deutschland meldet für das Geschäftsjahr 2005 steigende Umsatzzahlen. Die Industrieumsätze an Markenwaren erreichten im vergangenen Jahr rund 361 Mrd. Euro, eine Zunahme um nominal 4 %. Das Inlandsgeschäft stieg um 3,6 % auf 200 Mrd. Euro, der Export um 4,5 % auf 161 Mrd. Euro. Gewinner sind die Ernährungsindustrie, die Automobilbranche, das Pharmasegment und die Hersteller von Haushaltsgeräten bzw. Unterhaltungselektronik, Verlierer sind die Bekleidungsindustrie und Produzenten von Markenware im Bereich Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmittel. Das laufende Geschäftsjahr 2006 ist von großer Zuversicht geprägt. 71 % der Markenartikelunternehmen rechnen mit einer Zunahme der Inlandsumsätze. Bei den Betrieben mit eigenem Exportgeschäft erwarten 66 % eine Steigerung der Umsätze. Gleichzeitig gehen 49 % der Markenverbandsmitglieder von wachsenden Erträgen aus. 50 % der Markenartikelanbieter wollen das Werbe-Volumen in 2006 steigern. 5.7.2006 Marken stehen auf dem PrüfstandDie Absatzwirtschaft berichtet auseiner Befragung der MarketingPartner AG: "60 Prozent der Unternehmen, die eine Mehr-Marken-Strategie verfolgen, planen innerhalb der nächsten zwei Jahre die Anzahl der Marken zu reduzieren. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gab an, ihr Mehr-Marken-Portfolio um bis zu 25 % reduzieren zu wollen. Bei einem Drittel der Unternehmen stehen sogar mehr als 25 % aller Marken auf dem Prüfstand. Durchschnittlich führen die befragten Unternehmen acht Marken." 14.6.2006 Umsatz mit Lizenz-ProduktenHier einige Zahlen vom License Magazine.Geschätzter weltweiter Einzelhandelsumsatz mit Lizenz-Produkten im Jahr 2004: $175,3 Milliarden Dieser teilt sich auf in die folgenden Kategorien. Characters $40,0 Milliarden Mode $37,3 Milliarden Brands & Trademarks $35,5 Milliarden Entertainment $20,8 Milliarden Art & Publishing $18,6 Milliarden Sport $18,0 Milliarden Online & Interactive $5,09 Milliarden 8.6.2006 Marken setzen sich durch, Mars kehrt zurückAdAge meldet, der Name Masterfoods wird aufgegeben.Nach fünf Jahren und Millionen verschwendeter Werbe-Dollars kehrt der 18 Milliarden Dollar Umsatzgigant mit Marken wie Mars, M&M, Uncle Ben′s zu Mars zurück. Es war nicht gelungen, die Handelskunden auf den neuen Namen umzugewöhnen. Der Vertrieb hatte massive Probleme und Einkäufer fragten immer wieder: "Who the heck is Masterfoods?". Auch die erhofften Einsparungen und Synergien wurden nicht erreicht. 1.6.2006 Messeveranstalter gegen PlagiatismusDas Handelsblatt berichtet:Sehr lange ist das Thema Plagiate stiefmütterlich behandelt worden. Doch jetzt bekommen die Aussteller, die auf Messen Plagiate anbieten, unerwarteten Druck - von Veranstaltern. Immer mehr Messeveranstalter schlagen sich im Kampf gegen Plagiate auf die Seite der Markeninhaber und werden ihrerseits aktiv. Zusammen mit dem Zoll hat die Messe Frankfurt zu Beginn dieses Jahres die Aktion "Messe Frankfurt against copying" gestartet. Zu jeder Messe gehört ein Stand mit Informationen von Zoll und Patentamt, wie man Plagiatoren ausbremsen kann - samt passenden Formularen. Vor Ort ist auch ein Anwalt, der den Firmen gleich helfen soll. Auch die Messe Essen und die Deutsche Messe in Hannover stellen inzwischen Fachanwälte während der Schauen. 29.5.2006 Möwenpick Lizenz für EdelgebäckEin Kekshersteller will sich künftig stärkerals Anbieter von Edelgebäck profilieren. Das Unternehmen hat von der Schweizer Mövenpick eine Lizenz für den Vertrieb von Gebäck unter der Marke Mövenpick in Deutschland und Österreich erworben. Dabei setzt das Unternehmen, das zu den drei mit Abstand größten deutschen Keksherstellern zählt, ganz bewusst auf das Edelimage der Traditionsmarke, unter deren Namen in Deutschland unter anderem schon Eis, Kaffee und Konfitüre angeboten werden. "Im Premium-Gebäckmarkt sehen wir noch große Lücken, es gibt wenige tatsächliche Premium-Angebote, deshalb gibt es hier erhebliches Entwicklungspotenzial", sagt der geschäftsführende Gesellschafter. Die Mövenpick-Lizenz bietet nun die Chance, das Markenimage aufzupeppen. Das ist wichtig, denn mit teurem Edelgebäck lässt sich wesentlich mehr verdienen als mit Billigkeksen. Wie alle Lebensmittelhersteller leiden auch die Gebäckanbieter unter einem extrem harten Preiswettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel. Wer es schafft, eine Premium-Marke zu etablieren, kann sich der harten Preiskonkurrenz etwas entziehen. Der Markt für Backwaren ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Branchenverbandes BDSI mengenmäßig um 2,8 Prozent gestiegen. Marktführer ist das Hannoveraner Traditionsunternehmen Bahlsen. Zu den großen Gebäckherstellen in Deutschland zählt mit einem Jahresumsatz von 453 Mio. Euro noch die Aachener Lambertz Gruppe, vor allem bekannt durch ihre Printen. 9.5.2006 Markenartikel-Firmen optimistisch für 2006Die im Markenverband zusammengeschlossenenUnternehmen blicken optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in 2006. Jedes sechste Mitglied beurteilt die Lage mit gut bzw. sehr gut. Ein "befriedigend" kommt von etwa zwei Dritteln der Mitglieder. Knapp 40 Prozent der Markenartikel-Unternehmen schätzen die Ertragsaussichten für 2006 als positiv ein und ebenso viele prognostizieren einen spürbaren Konjunktur-Aufschwung für 2006. Klaus-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes: "Unsere Branche ist mit Schwung ins Jahr 2006 gestartet und ich bin davon überzeugt, dass es der Markenartikel-Wirtschaft aufgrund der sich verbessernden Grundstimmung gelingt, Umsatz und Erträge weiter langsam aber kontinuierlich zu steigern." 28.4.2006 Lacoste Uhren LizenzEine Sprecherin von Lacoste gab bekannt,die Lizenz beginnt am 1. Januar 2007. Enddatum und Konditionen nannte sie nicht. Die ersten Uhren sollen im Frühjahr 2007 auf den Markt kommen und weltweit über 870 Lacoste-Boutiquen, Kaufhäuser und den Fachhandel vertrieben werden. Der Lizenznehmer, der auch Lizenzen von Coach, Tommy Hilfiger und Hugo Boss hält, gab die Preise für Lacoste Uhren mit $195 bis $595 an. 29.3.2006 Puma vergibt Brillen-LizenzPuma hat einen mehrjährigen, weltweitenLizenzvertrag für das Segment Brillen abgeschlossen. Die erste Brillenkollektion wird im Herbst vorgestellt und bis Ende diesen Jahres auf den Markt kommen. Der Lizenznehmer ist seit 50 Jahren im Brillengeschäft tätig und gehört zu den führenden Unternehmen in Produktion, Design, Marketing und Vertrieb von Brillenfassungen. Er verfügt über Erfahrung im Lizenzgeschäft mit Marken wie Boss, Hugo, Elle oder Esprit. Die Gruppe operiert international, der Vertrieb umfasst nahezu 100 Länder. Pumas Lizenz-Portfolio umfasst derzeit Uhren, Duft- und Körperpflegeprodukte, Bodywear sowie Socken. 29.3.2006 Underberg ebnet Weg zur MarkenbeleihungEndlich, die ersten Banken trauen sichan die Beleihung von Marken. Das Handelsblatt berichtet, dass die HSH Nordbank zusammen mit der Leasinggesellschaft AGV und der Kreissparkasse Köln für die Spirituosenmarke Asbach der Firma Underberg eine Sale-and-Lease-Back- Transaktion arrangiert hat. Die Leasinggesellschaft hat das Markenrecht erworben und zurückgeleast. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kauft der Unternehmer die Rechte zurück. Markeninhaber sollten der Underberg AG danken. 22.3.2006 Produktintegration komplettDie Sonnenbrille aus CSI,oder das Kleid aus DSDS? In den USA ist ein Schritt zur Integration von Produkt und Entertainment gemacht. Unter www.StarStyle.com können Fernsehzuschauer Produkte, die sie in Fernsehsendungen sehen, suchen und online erwerben. Die Liste der teilnehmenden Shows ist noch kurz, die der Marken bereits sehr lang. StarStyles selbst ist (noch) kein Einzelhändler, sondern kooperiert mit vielen großen Häusern der USA. Spannend wird, ob sich StarStyles auch als Messlatte für Product Placement nutzen läßt. 21.3.2006 Markenkauf vs. MarkenaufbauWie einige Medien berichteten, erwarbdie Japanische Link Theory das weltweit bekannte Modelabel Helmut Lang. Wieder ging ein Europäische Label an ein Asiatisches Unternehmen, das zuvor bereits die Deutsche Marke Rosner gekauft hatte. Bemerkenswert ist, das Link Theory ausschließlich die Markenrechte erwarb, ohne "jeden Ballast". Der geschätzte Kaufpreis von 30 Mio. Dollar ist nur ein Bruchteil dessen, was weltweit für den Aufbau eines Labels mit ähnlichem Bekanntheitsgrad hätte aufgewandt werden müssen. Mit seinen drei Standbeinen in den USA, Asien und Europa hat Link Theory nun excellente Chancen zur Wiederbelebung des inzwischen auf ca. 24 Mio. Euro Umsatz geschrumpften Labels. 20.3.2006 Möwenpick SchokoladeWie das Handelsblatt berichtet,übernimmt ab Herbst Katjes Fassin die Vermarktung von Möwenpick Schokolade. 20.3.2006 Jockey vergibt Socken LizenzLaut WWD vergab Jockey in den USA eineLizenz für Damen und Herren Socken. Lizenznehmer ist der bereits Partner für Strumpfhosen. Ab diesen Herbst sollen die Socken in Department Stores und im Fachhandel angeboten werden. 20.3.2006 Knapp 71.000 neue MarkenBeim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA)wurden im Jahr 2005 insgesamt 70.926 Marken angemeldet. Das sind 7,6% mehr als in 2004. 14.3.2006 MarkenberwertungsnormSeit Januar 2005 arbeitet die Deutsche DINan einer Norm zur Markenbewertung. Nun hat ON, das Österreichische Pendant zu DIN, unter ONR 16800 eine Norm veröffentlicht. Zu beziehen ist sie hier: http://www.on-norm.at/publish/2433.html Laut DIN soll die in Arbeit befindliche Norm auf internationalen Standard der ISO gebracht werden, da eine nationale Lösung dem DIN wenig sinnvoll erscheint. 7.3.2006 Designer Marken StudieDas Handelsblatt präsentiert die Ergebnisseeiner ACNielsen Studie zu Designer Marken. Die weltweit begehrtesten Marken sind danach: Giorgio Armani 30 % Gucci 27 % Versace 26 % Chanel 22 % Christian Dior 19 % Ralph Lauren 18 % Prada 17 % Yves Saint Laurent 17 % Die tatsächlich gekauften Marken sind: Giorgio Armani 19% Chanel 19% Versace 16% Ralph Lauren 16% Yves Saint Laurent 15% Christian Dior 15% Gucci 15% Bedenklich ist, nur 20% der Befragten Deutschen glauben, dass Designer Marken hochwertiger als Standard-Marken sind. Und für 20% der Interviewten sind Plagiate von Designer-Marken genauso gut wie die Originale. 7.3.2006 Asiaten kaufen Amerikanische & Europäische MarkenIn 2005 erlebten wir einige spektakuläre ÜbernahmenAmerikanischer und Europäischer Marken durch Asiatische Unternehmen. Die Chinesische Lenovo erwarb das IBM PC Geschäft und damit multinationale Präsenz und Absatzwege. Der Chinesischer Fernsehhersteller TCL kaufte RCA. BenQ übernahm das Mobiltelefongeschäft von Siemens und Grundig ist schon länger in asiatischem Besitz. Auch außerhalb der Elektronik übernimmt die "verlängerte Werkbank" Asien immer öfter Europäische und Amerikanische Marken. Pringle of Scotland ist ebenso in Asiatischen Händen wie Laura Ashley und die ehemals Deutsche Mondi. Neben Marktzugang und höheren Margen sind zwei Faktoren für die fortgesetzte Einkaufstour Asiatischer Unternehmen ausschlaggebend. Zum Einen greifen langsam Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums in Asien. So mancher Hersteller von Raubkopien und Fälschungen stellt auf Eigenmarken um oder erwirbt etablierte Marken. Zum Anderen, und das ist noch wesentlicher, verfügen viele Asiatische Firmen über hohe Dollar Reserven. Der enorme Außenhandelsüberschuss mit den USA füllte Asiatische Kassen, die nun immer öfter für den Erwerb Amerikanischer und Europäischer Marken verwendet werden. 23.2.2006 Glaubwürdigste WerbungSeit einiger Zeit präferieren wir in derKommunikation Brand Entertainment. Als Bestätigung berichtet ZMG zur Akzeptanz von Werbung. Auf die Frage: In welchem Medium finden Sie Werbung am glaubwürdigsten?", antworteten Personen ab 14 Jahren: Tageszeitungen 68% Anzeigenblätter 59% Zeitschriften 53% Hörfunk 51% Fernsehen 48% Kino 45% Internet 32% Direktwerbung 29% 21.2.2006 50% des Gewinns aus LizenzenDas US-Jeanswear- und Lifestyle-UnternehmenGuess Inc aus Los Angeles hat im Geschäftsjahr 2005 die höchsten Umsätze und Gewinne seit dem Börsengang 1996 erzielt. Die Umsätze stiegen um 28,4% auf 936,1 Mill. $ (785,9 Mill. Euro) und nähern sich damit der Milliarden-Schwelle. Der Nettogewinn hat sich von 29,6 Mill. $ auf 58,8 Mill. $ fast verdoppelt. Auf das weltweite Lizenzgeschäft entfällt nach Unternehmensangaben inzwischen die Hälfte des Gewinns. Die Lizenzerlöse stiegen um 2,3% auf 48,3 Mill. Dollar. 17.2.2006 Profit BrandWenige Tage nach Veröffentlichung der Studie"Markenbewertung und Markenmanagement" von PwC, Prof. Sattler und dem Markenverband bespricht AllAboutBranding.com das neue Buch "ProfitBrand". Und wieder einmal fürage ich mich: Wie kann man den größten Einzelposten des Unternehmenswertes vernachlässigen? Wie kann man sich dessen Messung verschließen? Wo doch bekannt ist, dass man nur steuern kann, was man auch misst. 17.2.2006 Grenzenloser LuxusDen erfolgreichsten - Chanel - vernachläßigendund Gerry Weber irrtümlich zu Luxus zählend schreibt das Handelsblatt: "Edelmarken wie Montblanc nutzen ihren guten Namen für neue Produkte und erweitern ihr Portfolio seit Jahren systematisch - eine Gratwanderung zwischen Exklusivität und Allgegenwärtigkeit. Ein Zigarrenhersteller kreiert Parfüm, ein Füllfederschleifer näht Handtaschen, ein Koffermacher entwirft Abendkleider - und das ganze auf handwerklich höchstem Niveau. Verrückte Welt? Luxusmarkenhersteller wie Davidoff, Montblanc und Louis Vuitton erweitern ihr Produktportfolio seit Jahren systematisch. Luxus kennt keine Grenzen mehr. Die Markendehnung ist im Luxussegment aber auch eine Gratwanderung. Eine Gratwanderung zwischen Exklusivität und Allgegenwärtigkeit. Die weltgrößten Luxusgüterkonzerne - das füranzösische Konglomerat LVMH und die eidgenössische Gruppe Richemont – stehen nach den Krisenjahren Anfang des Jahrzehnts besser denn je da. Die Umsätze steigen, die Gewinne explodieren. Ein Grund für den Wiederaufstieg ist das breite Produktportfolio. "Die Markendehnung erhöht den Bekanntheitsgrad und reduziert die Abhängigkeit von einer Produktgruppe", sagt Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands. Zugleich würden mit Uhren oder Schmuck neue Umsatz- und Gewinnquellen erschlossen, die mehr Wachstumsdynamik zeigten. Davidoff als Musterbeispiel Wie weit Markendehnung bisweilen geht, zeigt das Beispiel Davidoff. Die Zigarrenmarke steigerte mit dem Parfum "Cool Water" die eigene Bekanntheit immens, und das, obwohl sowohl die Produkte - duftendes Parfum und rauchige Zigarre - als auch die Zielgruppen – Altherren und Jungvolk - unterschiedlicher kaum sein konnten. Die Unternehmensberatung McKinsey zählt Davidoff deshalb zu den Musterbeispielen für erfolgreichen Markentransfer. Es ist die Philosophie, die über den Erfolg einer Markendehnung entscheidet. "Das Produktsortiment von Montblanc folgt dem Prinzip des zeitlosen und klassischen Designs. Das gilt für unsere mechanischen Uhren, die feinen Lederwaren und die Schmuckkollektionen. Nicht in dieses Schema passt zum Beispiel Mode. Mode ist Trends unterworfen, die heute in und morgen out sind", sagt Lutz Bethge, Geschäftsführer International von Montblanc. Auch Louis Vuitton folgt einer klaren Leitlinie. Zum Portfolio des einstigen Pariser Koffermachers gehören nur Produkte, die man auch mit auf Reisen nehmen kann. Neben den ursprünglichen Koffern gibt es heute noch Schmuck, Uhren und Städteführer. Auch Mode gehört zum Reisegepäck. Interieur wie etwa ein Porzellanservice oder eine Stehlampe würde jeden Koffer sprengen – und gehören folglich nicht dazu. Die Expansion ist aber auch eine Gratwanderung. "Einstiegsprodukte wie Schlüsselanhänger oder Reiseführer dürfen nicht Überhand nehmen", warnt Antonella Mei-Pochtler, Markenexpertin der Boston Consulting Group, "Und an jeder Ecke sollte sich eine Luxusmarke auch nicht anbieten." Die Distanz zum Alltäglichen müsse gewahrt bleiben – im Sortiment wie im Vertrieb. Dass eine Markendehnung aber nicht zwangsläufig von Erfolg gekrönt ist, dafür steht Harley-Davidson. Das Ursprungsprodukt der amerikanischen Marke sind schwere Motorräder. Die Loyalität der überwiegend männlichen Kunden wurde durch eine breite Palette an Merchandising Produkten überstrapaziert, die von Socken über Schmuck und Weinkühler bis Parfüm reichte. Eingefleischte Harley-Fans lehnten diese "Disneysierung" nicht nur ab, sondern drohten mit Boykott. Um größeren Imageschaden zu vermeiden, gestand der Konzern die Fehleinschätzung schließlich ein. Der Ausflug von Harley-Davidson in die Lifestyle- Welt endete abrupt. Konzerne sind auch Getriebene Bei ihrer Expansion sind die Luxusgüterkonzerne aber auch Getriebene. Die kritische Markengröße, ab der sich internationale Kampagnen in Marketing und Vertrieb erst lohnen, steigt seit Jahren. "Luxusmarken sind entweder global präsent oder gar nicht", erläutert Markenexpertin Mei-Pochtler. Auch die Krise im Facheinzelhandel zwingt die Edelmarken, in die Breite zu gehen. Mit einem Produkt allein kann kein eigenes Ladennetz bestückt werden. Ein breites Sortiment ist Voraussetzung für den Aufbau. Bestes Beispiel ist Gerry Weber. Die Damenmodemarke bietet ab Sommer auch Herrenmode an - und zwar einzig und allein aus Einzelhandelslogik. Die Untergeschosse der "Houses of Gerry Weber" blieben bis dato ungenutzt, da sich Damenmode nur überirdisch verkauft. Ein Luxus, den sich Gerry Weber auf Dauer nicht leisten will. Um das Basement zu nutzen, ließ Gerry Weber deshalb jetzt in Lizenz eine Herrenkollektion entwickeln. 17.2.2006 Die Welt hortet Marken wie nieDeutschland führtNoch nie wurden so viele internationale Marken registriert wie 2005. Zum 13. Mal in Folge belegt Deutschland den ersten Platz. Kein anderer Staat hat auch nur annähernd so viele internationale Marken im Madrider System der WIPO beantragt. Auffallend ist, dass sich die Lebensmittel-Discounter zu Eigenmarken-Schwemmen entwickelt haben. Der größte einzelne Antragsteller kommt aus Österreich: Es handelt sich um die Aldi-Tochter Hofer. Konkurrent Lidl liegt weltweit an zweiter Stelle, Aldi selbst auf Platz 7, Plus an 17. Position. An dem seit 1891 bestehenden Madrider System beteiligen sich mittlerweile 77 Staaten. Eine einmal im System registrierte internationale Marke kann durch eine einfache "Designation" auf jedes Mitgliedsland ausgedehnt werden und genießt dort dann den selben Schutz, wie eine im jeweiligen nationalen Register verzeichnete Marke. 33.565 Registrierungen (+ 13,9 %) waren 2005 ebenso Rekord wie 356.476 Designationen (+ 19,6 %). Insgesamt waren zum Jahreswechsel 450.039 internationale Trademarks und rund 5,1 Millionen Designationen verzeichnet. 5.802 Anträge (17,3 %) kamen 2005 aus Deutschland, Frankreich belegt den 2. Rang mit 3.497 Anträgen (10,4 %). Dritter sind die USA mit 2.847 neu beantragten Marken (8,5 %). Im zweiten vollen Jahr der Mitgliedschaft der USA stieg ihre Antragsmenge um 63,9 %. Weitere 1.852 Anträge (5,5 %, 7. Rang) wurden über das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) der EG in Alicante eingereicht und dürften zum Teil ebenfalls aus Deutschland stammen. Insgesamt kamen 66 % aller Neuanmeldungen aus der EU. Belgien, Italien, die Schweiz und China komplettieren die Top 8. Die Statistik der umtriebigsten Antragsteller führen Hofer, Lidl, Jannsen Pharmaceutica (Belgien), die Deutsche Telekom, Henkel, Novartis (Schweiz), Aldi, Siemens, Nestle(Schweiz), Bosch und Beiersdorf an. Mit Plus (17. Platz) und Altana Pharma (18. Platz) finden sich zwei weitere deutsche Firmen in den Top 20. Lidl und Hofer gehören nun zu jenen 21 Unternehmen, die mehr als 500 Marken besitzen. China hat die seit 1997 führende Schweiz als Zielland der meisten Designationen abgelöst. 13.576 Marken sollen seit 2005 zusätzlich in China Schutz genießen. Dreistellige Prozentzahlen bei den Zuwachsraten gab es für Syrien, Namibia und den Iran. 10.2.2006 Brand InspectorGerät kommt Produktpiraten auf die SpurSicherheitstechniker vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) haben ein mobiles System für die Erkennung von Marken- und Produktfälschungen entwickelt. Zwar gibt es bereits auf dem Markt eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen wie Hologramme und Codierungen. Doch all diese Kennzeichen müssen auch schnell und sicher erfasst werden - damit etwa der Zoll einfach Fälschungen erkennen kann. Für eben diesen Zweck haben die Fraunhofer-Forscher den Brand Inspector entwickelt.Das mobile System überprüft die Echtheit von Verpackungen und bedient sich dabei Standardgeräten wie Handcomputern (PDA), Handys und Scannern. Grundlage sind digitale Wasserzeichen, die versteckt angebracht und ohne technische Hilfe nicht wahrzunehmen sind. "Neu an unseren Sicherheitsmerkmalen ist, dass nicht nur Ziffern, sondern auch Fotos oder Fingerabdrücke kryptografisch verschlüsselt auf eine Verpackung aufgedruckt werden", sagt Entwickler Bertram Nickolay von der Abteilung Sicherheitstechnik des IPK in Berlin. Wichtig war dabei, die Herstellungskosten niedrig zu halten. Schließlich kämen bei Wegwerfverpackungen keine aufwendigen Sicherungen in Frage wie bei Pässen oder Geldscheinen. Ein Weg zur fälschungssicheren Verpackung sei es, die aufgedruckten Bilder kundenspezifisch zu verändern. So entsteht ein Bild, das neben einer Codierung auch Tracking-Daten enthält, um Verpackungen für einen bestimmten Zulieferer zu kennzeichnen", erklärt Nickolay. Für den normalen Betrachter bleibe die Veränderung unsichtbar - nicht aber für Sicherheitsleute und Kriminalbeamte mit entsprechender Ausrüstung. Unser Ziel ist es, dass Beamte mit möglichst einfach zu bedienenden Standardgeräten arbeiten können", erklärt Nickolay. Es genügen ein normaler Scanner, eine Webcam und ein Handy oder ein PDA mit Fotofunktion. Eine Software erkennt und bewertet dann die wesentlichen Daten. "Damit eignet sich der Brand Inspector nicht nur für Verpackungen, sondern auch für Tickets oder Fahrscheine", sagt der Fraunhofer-Forscher. 6.2.2006 Meinungsführer bevorzugen persönlich bekannte QuellenWeltweit genießen "Menschen wie Du und ich"inzwischen das meiste Vertrauen - mehr als Ärzte und Wissenschaftler. In Deutschland gilt dies für 73 Prozent der Meinungsführer, in den USA für 68 Prozent. Mit dem Trust-Barometer untersucht die Agentur Edelmann jährlich das Vertrauen in Institutionen, Unternehmen und Medien. Dabei zeigt sich wieder: Entscheidungsträger rund um den Globus bedienen sich vorzugsweise persönlich bekannter Informationsquellen. Nach einem Rückgang um zehn Prozentpunkte im vergangenen Jahr vertraut in Deutschland weniger als jeder fünfte Befragte den Aussagen von CEOs oder CFOs. Die Befragten in Deutschland bringen ihren heimischen Unternehmen geringeres Vertrauen (68 Prozent) entgegen als die Befragten in anderen Ländern (Werte von mehr als 70 Prozent, in Japan sogar mehr als 90 Prozent). Auch Unternehmen mit Hauptsitz in den "emerging markets" China und Indien leiden weltweit unter Vertrauensdefiziten (weniger als 40 Prozent). Weiterhin kämpfen bekannte US-Marken a priori mit einem Vertrauensabschlag in Europa, beispielsweise Coca-Cola (USA: 65 Prozent vs. Europa: 41 Prozent, Deutschland: 46 Prozent) oder McDonalds (USA: 51 Prozent vs. Europa: 30 Prozent, Deutschland 37 Prozent). Dagegen leiden nicht-amerikanische Marken in keinem anderen Markt der Welt unter diesem Phänomen. Im Bereich der Medien hat das Internet als erste Informationsquelle für Nachrichten in den vergangenen zwölf Monaten weiter an Bedeutung gewonnen (19 Prozent in den USA, 20 Prozent in Deutschland). Mit nur noch 22 Prozent in Deutschland ist der Vorsprung des Fernsehens fast aufgezehrt, während Tageszeitungen in Deutschland (31 Prozent), aber auch in Frankreich, Italien, Japan und Brasilien weiterhin als erste Wahl gelten. "Wir stehen heute vor einem Wendepunkt in der Entwicklung der Unternehmenskommunikation. Die Erosion des Vertrauens in institutionalisierte Informationsquellen ist soweit vorangeschritten, dass "Menschen wie Du und ich" eine herausragende Position in der Informationsabsicherung einnehmen", kommentiert Richard Edelman, President und CEO von Edelman. Unternehmen in Deutschland und jedem anderen Markt seien daher gut beraten, die eigene Glaubwürdigkeit mit Dialogangeboten an Konsumenten, Mitarbeiter und andere Stakeholder zu stärken. 24.1.2006 Diesel & L′OrealMehr als Jeans demnächst von DieselNun steigt das Unternehmen auch in das Parfümgeschäft ein. Gestern gaben Diesel und der Kosmetikkonzern L′Oreal eine Lizenz für Parfüms bekannt. Wir wollen mit Diesel weltweit unter die Top Ten der Parfüms kommen, verkündete Marc Menesguen, Generaldirektor von L′Oreal. Langfristig will Diesel die Kooperation auf weitere Produkte wie Cremes und Kerzen ausdehnen. Zudem sollen wie bei anderen Designer-Häusern außer Parfüm auch andere Accessoires wie Schuhe und Taschen die Kassen füllen. Im April wird Diesel auf der Branchenmesse in Basel mit Fossil, die schon jetzt die Uhren für die Italiener herstellen, seine Schmuckkollektion vorstellen. Eine Linie für Wohnungseinrichtungen ähnlich wie Armani Casa soll 2007 hinzukommen. Für 2007 plant Rosso auch den Einstieg ins Hotelgeschäft. Rosso hat bereits 1990 das Pelican Hotel in Miami gekauft, lange bevor italienische Häuser wie Bulgari und Armani das Ressort- und Hotelgeschäft entdeckten. 17.1.2006 |