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Marken News

2009


Polaroid Marken-Lizenzen

Polaroid, die Marken-Ikone der Sofortbild-Kameras,
die für 88 Millionen US$ aus der Insolvenz heraus
gekauft wurde, hat die ersten Marken-Lizenzen vergeben.

Dazu gehören Lizenzen für einen Online Photo-Sharing
Service, Linsen, Filter, Blitzgeräte, Batterien und
Foto-Accessoires, Nachtsichtgeräte, Ferngläser und
Laptop Zubehör.

Auch wenn die eine oder andere Markendehnung etwas
sehr weit gegriffen ist, scheinen die neuen Besitzer
der Marke erfolgreich neues Leben einzuhauchen.


Risiko im Lizenzvertrag

In manchen Lizenzverträgen schlummert ein nicht zu
unterschätzendes Risiko.
Es geht um die Definition des Vertragsgebietes und
Einschränkungen des Verkaufs außerhalb desselben.

Warum weisen wir darauf hin? Aktuell sind wieder
einmal zwei Vertragspartner von einem Händler verklagt
und vom Gericht zu hohen Strafen verurteilt worden.
Apotheke-adhoc berichtet:

Die Schweizer Wettbewerbskommission hat dem
Elmex-Hersteller Gaba International eine Millionenbuße
auferlegt. Grund sei das langjährige Importverbot von
Elmex-Produkten in die Schweiz, das Gaba seinem
österreichischen Lizenznehmer Gebro Pharma auferlegt hatte.
Die Buße für den Hersteller mit Sitz bei Basel beträgt
4,8 Millionen Franken (umgerechnet knapp 3,18 Millionen Euro).

Im Jahr 1982 hatten die beiden Gaba und Gebro einen Vertrag
geschlossen, der ein Exportverbot für die unter Lizenz
hergestellten Elmex-Produkte vorsah.
Diese Auflage sei ein unzulässiges Verbot für Parallelimporte
in die Schweiz gewesen, teilte die Wettbewerbsbehörde mit.

Die Wettbewerbskommission belegte Gebro als Vertragsteilnehmer
mit einem symbolischen Bußbetrag von 10.000 Franken (6.614 Euro),
weil das Unternehmen selber keinen Nutzen aus der Verhinderung
der Importe gezogen habe, so die Behörde.

Gaba gehört zum US-Kosmetikkonzern Colgate-Palmolive.
Mit seinen Marken Aronal, Elmex, Meridol sowie den ehemaligen
Colgate-Produkten Duraphat und Elyzol machte das Unternehmen
in Deutschland zuletzt rund 140 Millionen Euro Umsatz.


Unsere dringende Bitte, durchforsten Sie Ihre Lizenzverträge
und eliminieren Sie gegebenenfalls solche Klauseln.


Wann soll man lizensieren?

Vor Kurzem reichte Christian Lacroix, die unter
Insolvenzverwaltung stehen, einen Reorganisationsplan ein.
Dieser Plan sieht vor, die Couture- und Mode-Sparte zu schließen
und das Unternehmen in eine reine Lizenz-Organisation umzuwandeln.

Leider ist Christian Lacroix etwas spät dran.
Denn eine ganze Reihe erfolgreicherer Marken und Unternehmen
haben diese Wandlung bereits vollzogen.
Und wieder andere wurden bereits an herstellende
Lizenznehmer veräußert.

Die Lehre, die man daraus ziehen sollte, ist,
rechtzeitig seine Lizenzoptionen zu kennen.
Wenn Herstellung nicht zu Ihren Wettbewerbsvorteilen zählt
und Ihr Unternehmen unter sinkenden Profiten leidet,
dann lassen Sie andere Optionen prüfen.


Chance in der Krise

Diese Floskel ist nur dann sinnvoll,
wenn Chancen auch genannt werden.
Und das tun wir.

Markenverfügbarkeit ist ein wesentliches Element
der Markenführung. Der Mode-Industrie folgend
haben in den letzten Jahren viele Markeninhaber
über den Einstieg in eigene Läden nachgedacht.
Das fortschreitende Sterben im unabhängigen Einzelhandel
hat bei vielen Marken zu Distributionslücken geführt.

Nun ist ein guter Zeitpunkt, eigene Stores zu testen.

Zum Einen wollen Verbraucher in Krisenzeiten
Zuverlässigkeit und greifen zu guten Marken.
Sie können daher jetzt bei geringerem Risiko
Ihre Markenverfügbarkeit durch eigene Shops erhöhen.

Zum Anderen sinken die Einzelhandelsmieten.
In New York stehen momentan in jeder gewünschten Lage
und Kategorie Flächen leer. Sie können selbst
auf der 5th Avenue und dem West-Broadway sofort
Flächen beziehen.

Noch nie war es also so günstig, eigene Shops zu testen.
Und auch in der BRD werden Vermieter glücklich sein,
solide Markenartikler als Mieter zu gewinnen.

Gute Beispiele für die Vorgehensweise sind Nespresso-Cafes
und Apple-Stores. Auch Puma nutzt die Chance und
steigert die Zahl seiner Mono-Marken-Shops.

Natürlich müssen Sie das nicht komplett selbst tun.
Sobald Ihr Shop-Konzept erfolgreich getestet ist,
können Sie Lizenz- oder Franchise-Partner aquirieren.

Cacharel - von Eigenregie zur Lizenz

In der Vergangenheit versuchte Cacharel,
seine Damenmode selber zu gestalten,
herstellen zu lassen und selbst zu vertreiben.
Das Ganze war wenig erfolgreich,
insbesondere im Vertrieb.

Nun hat Cacharel das Thema DOB in Lizenz vergeben.
Der neue Lizenznehmer ist ein Italienisches Powerhaus
und wird bereits im Januar 2010 in seinen Showrooms
in Paris, Mailand, New York und Tokio die Kollektionen
für Herbst 2010 vorstellen.

So will und wird man endlich die angestrebte weltweite
Distribution erlangen und Economics of Scale realisieren.

Ein wunderbares Beispiel für die Vorteile von Markenlizenzen:
Jeder tut, was er am Besten kann.


Pampers Markenlizenzen

P&G öffnete sich vor Kurzem mit einem neuen Programm für
Kooperationen.

Für eine seiner Top Marken, Pampers, vergab P&G nun eine Reihe
von Markenlizenzen. Dazu gehören unter anderem Bettwäsche,
Decken und Bade-Textilien.

Das Ziel ist, Pampers von einer Windel-Marke weiter zu entwickeln
zu einer Vollsortiment-Marke für Eltern.


Esprit Socken Lizenz

Esprit vergab in den USA eine Marken-Lizenz für Socken und
Strümpfe.

Für Frühjahr 2010 wird der Lizenznehmer bereits Kollektionen für
Damen, Kinder und Babys entwerfen.

Neben Lizenzen von Fila und Spa arbeitet der Lizenznehmer
vornehmlich für Medienthemen z. B. von Disney.


Schmuck-Lizenzen im Dreier-Pack

Die Marken Ferrari, Maserati und Ducati vergaben je
eine Markenlizenz für Schmuck. Und alle drei beim
selben Lizenznehmer.

Über den Erfolg von Ferrari-Lizenzen haben wir bereits
mehrfach berichtet. Ob Maserati und Ducati ähnlich
erfolgreich sein werden? Und das gerade mit Schmuck?

Ferrari-Fans werden sich auch mit Manschettenknöpfen,
Krawattennadeln und möglicherweise auch Ringen schmücken.
Bei Maserati- und Ducati kann ich mir das schwer vorstellen.
Wenn es sich bei den Markenlizenzen um einen "Package-Deal"
handelt, werden die Beteiligten wenig Freude daran haben.


Weitere Produkt-Wiederbelebung durch Markenlizenz

Wir hatten berichtet, wie Xerox und Kodak in Lizenz
Marken-Produkten neues Leben einhauchen.
Ähnlich agiert nun P&G mit seiner Marke Braun.
Über die Geschichte der Marke Braun und deren
Design-Kompetenz findet man einiges hier bei Wikipedia.

P&G, die mit dem Erwerb von Gilette auch Besitzer
von Braun wurden, hat nun eine Markenlizenz für Braun Uhren
und Wecker vergeben.
Produkte sollen auf der Baselworld im Frühjahr 2010
eingeführt werden.
Der Lizenznehmer hält unter anderem auch Markenlizenzen
von Fiorucci.

DPA produziert Müll und viele Medien verbreiten es

Die DPA Journalistin Theresa Münch produziert einen
wahrhaftig dummen Artikel zum Thema Jeans-Marken und
selbst-ernannte Qualitäts-Medien wie Spiegel,
Manager Magzin, t-online, Kölner Stadtanzeiger und
andere verbreiten den.

Neue Jeans-Labels kommen und gehen seit Jahrzehnten.
In den 70ern und 80ern z. B. Fiorucci im Luxus-Segment,
später 7 for all Mankind, True Religion und zahlreiche
Modemarken wie Armani, Boss, Escada etc.
Mindestens ebenso lange gibt es billigste Private Label
und Discount-Jeans.

Völliger Blödsinn sind die im Artikel genannten Empfehlungen.
Preisreduzierungen haben einer Marke noch nie gut getan.
Und das Luxussegment ist zu klein, als dass ein
Volumenproduzent davon leben kann.

Auch das Lamentieren um den Tod der Mitte ist dumm.
Dort kann man hervorragend leben und Geld verdienen.
Marken wie Esprit, s. Oliver und Gerry Weber belegen
dies seit Jahren.

Was die etableirten Jeans-Marken allerdings tun sollten,
ist das Preis-Leistungsverhältnis verbessern und
dies auch kommunizieren.

So wie sich "Qualitäts-Medien" den von Frau Münch
produzierten Humbug verkneifen sollten.


Jimmy Choo Duft-Lizenz

Die Schuh- und Accessoire-Marke Jimmy Choo hat eine
Markenlizenz für Parfum vergeben.
Der Vertrag deckt die gesamte Welt ab,
beginnt am 1. Januar 2010 und läuft 12 Jahre.

Der Lizenznehmer hält bereits Markenlizenzen von
Quiksilver, Roxy, van Cleef & Arpels und S.T. Dupont.
Kürzlich kamen Burberry und Lanvin hinzu.


Puma Handy

Wir hatten 2008 angekündigt, dass das Handy die Sonnenbrille
als Imageträger Nr. 1 ablösen wird.

Nach diversen Modemarken und Automobilmarken vergibt nun
auch Puma eine weltweite Marken-Lizenz für Mobiltelefone.

Produkte sollen in 2010 auf den Markt kommen und über
Puma Stores und Mobilfunk-Anbieter vertrieben werden.

Der Lizenznehmer hält bereits eine Markenlizenz für
Mobiltelefone von Porsche Design und für Fotodrucker
von Agfaphoto.

Wie Puma Handys beim Handy-Weitwurf abschließen werden?


Marken-Reputation online

Markeninhaber werden geradezu bombardiert mit Angeboten,
die Online-Nutzung und -Reputation ihrer Marke zu überwachen.
Einen dreisten Versuch in dieser Richtung unternahm
der sonst sehr geschätzte Seth Godin vor ein paar Tagen.

Seths Firma Squidoo hatte - ungefragt - für über 200 Marken
je eine Webseite eingerichtet. Auf der Seite wurde
automatisch gesammelter sogenannter User Generated Content
angezeigt.
Seth bot den Markeninhabern dann an, für 400 US$ im Monat,
eine Spalte auf der Seite zu editieren und dort quasi PR
zu betreiben.

Natürlich waren Markeninhaber erbost.
Denn Seth Godin benutzte unerlaubt die Marke und dann
erpresste er quasi die Markeninhaber, für die Eigenwerbung
auf der Seite zu bezahlen. Schnell nahm Seth die Seiten vom Netz.

Jedoch die grundsätzliche Idee ist gut.
Denn man kann nur steuern, was man auch misst.

Daher finden Sie hier nun einige - kostenlose - Werkzeuge
zum Online-Reputations-Management.

Bereits früher erwähnten wir zwei Services zur Prüfung,
wer Ihre Marke als Subdomain nutzt:


http://namechk.com und www.usernamecheck.com

Ein bekanntes Werkzeug zur Überwachung von Nachrichten
und Blogs sind Google News Alerts. Achten Sie dabei darauf,
für alle relevanten Sprachen einen Alert anzulegen.

Zur Analyse des wachsenden Twitter eignet sich

http://tweetbeep.com

Es funktioniert analog zu Google Alerts.

Und dann gibt es noch auf sogenannte Social Media
ausgerichtete Suchmaschinen wie

http://collecta.com

http://boardreader.com

http://socialmention.com


Wer bezahlt uns?

Diese Frage wird uns in letzter Zeit von prospektiven
Kunden leider immer öfter gestellt.
Der Grund sind offensichtlich schlechte Erfahrungen.

Es gibt Branchen, die bekanntermaßen von zwei Seiten kassieren.
So nehmen Banken Provision, wenn sie ein Unternehmen
an die Börse führen und dessen Aktien verkaufen.
Und die Bank berechnet den Käufern dieser Aktien
noch einmal eine Gebühr.

Ebenso kassieren traditionelle Medienfirmen für Abonnements
vom Leser oder Zuschauer und lassen sich deren Aufmerksamkeit
von Werbekunden dann noch einmal bezahlen.

Zunehmend gilt das auch für Reisebüros, die Provisionen von
Leistungserbringern bekommen und zusätzlich vom Reisenden
eine Beratungspauschale verlangen.

In all diesen Fällen muss man sich fragen:
Wem dienen diese Unternehmen? Außer sich selbst.

Für uns gilt:
Ob wir einem Markeninhaber bei der Lizenzierung helfen
oder einem Unternehmen bei der Suche nach einer Lizenznahme,
wir lassen uns immer nur von unserem Kunden bezahlen.
Denn den repräsentieren wir und in seinem besten Interesse
arbeiten und handeln wir.

Alles andere erachten wir als unethisch.


John Galliano wechselt Lizenznehmer

Der bisherige Lizenznehmer für DOB von John Galliano,
Ittierre SpA, steckt bekanntermaßen in Schwierigkeiten,
das Unternehmen steht unter Insolvenzverwaltung.

Nun hat John Galliano die Lizenz an Gibo vergeben.
Gibo ist unter anderem Lizenznehmer von Marc Jacobs,
Chloe und Roberto Cavalli und gehört wie Jil Sander
zur Japanischen Onward Holdings Co.


Nehmen Sie einen Bissen Jack Daniels?

Bei Ihrem nächsten USA Besuch können Sie Jack Daniels essen.
Nachdem die Marke bereits eine Markenlizenz für Barbeque-Soßen
vergeben hatte, kommen nun - wieder in Lizenz - tiefgekühlte
fertige Fleisch-Gerichte auf den Markt.

Nach einem erfolgreichen Test in Kalifornien erweitert
der Lizenznehmer die Distribution auf die gesamten USA.

Der Markt für Tiefkühl-Fertig-Produkte erlebt in den USA
ein ähnliches Wachstum, wie in der BRD auch.

Passend zum Thema berichtet das Manager Magazin
über Whisky zum Essen und Kochen mit Whisky.


Unilver übernimmt Sara Lee Marken

Wie zahlreiche Medien berichten, übernimmt Unilver
das Bodycare-Geschäft von Sara Lee.
Unilever besitzt bereits Bodycare-Marken wie Axe,
Dove, Lux, Pond`s, Rexona und Vaseline.

Zu Sara Lee gehören berühmte Marken wie duschdas und
Badedas, Klassiker wie Satina und Pitralon,
sowie Lizenzen von Die Wilden Kerle, Prinzessin Lillifee
und Felix der Hase.

Unilever hatte angekündigt, sich - wie Wettbewerber P&G -
auf globale Marken mit mindestens $1 Mrd. Umsatz
konzentrieren zu wollen. Aber keine der Sara Lee Marken
passt dazu, das gesamte Bodycare Geschäft macht
ca. EUR 750 Millionen Umsatz.

Entweder weicht Unilever also von der angekündigten
Strategie ab, oder es gibt andere Gründe für die
Akquisition.


Brand Licensing - Teil des Business Development

Seth Godin publiziert in seinem Blog einen wunderbaren
Artikel über Business Development (auf Englisch).

Brand Licensing ist Teil von Business Development.
Daher empfehle ich Seths Artikel jedem, der sich
für Brand Licensing interessiert.
Sei es als Agentur, Lizenzgeber oder Lizenznehmer.


Gelungener Markentransfer - in doppelter Hinsicht

AgfaPhoto ist ein gutes Beispiel für gelungene Markenlizenzen.
Seit über vier Jahren vergibt AgfaPhoto Lizenzen
unter anderem für Digital-Kameras, Fotorahmen, Drucker, etc.

Nun steigt AgfaPhoto ins Geschäft mit Fotos ein.
Und zahlreiche Medien berichten darüber wie Welt, Focus
und andere.

In allen Artikeln schreiben die Autoren über
"die fast 150 Jahre alte Marke".
Dabei verwechseln die Autoren AgfaPhoto mit Agfa,
ganz wie es auch die Verbraucher tun.
Denn, wie man auf der Registereintragung sieht,
wurde AgfaPhoto erst 1990 als Marke eingetragen.

Schön, wenn ein Markentransfer in doppeltem Sinne
so wunderbar erfolgreich ist.


Bäumler AG Insolvenz

Mit der Bäumler AG geht ein weiterer großer Hersteller
und Lizenznehmer in die Insolvenz, diesmal aus der
Herrenkonfektion.

Neben den eigenen Labels Bäumler und Kaiser lagen dort
unter anderem die Markenlizenzen für Menswear von
Louis Feraud und Cerruti 1881.

Bereits 2001 durchlief die Bäumler AG eine schwere Krise,
als sie die HaKa-Lizenz von Yves Saint Laurent und
damit fast 30 % des Umsatzes verlor.


M&M`s verwechselt Markenlizenzen mit Merchandising

In den USA vergab M&M`s, die zu Mars gehören, Lizenzen für
Elektronik-Produkte wie Radios, Wecker und Lampen.
Allerdings handelt es sich bei den Produkten eher um
Merchandising-Gimmiks rund um die Charaktere aus den TV-Spots.

Mit echter Markendehnung und Sortimentserweiterung
hat das nichts zu tun.
Die Produkte werden höchstens als Fan-Artikel im Markt bestehen.
Einen Stammplatz im Regal der Elektronik-Händler werden
sie kaum erlangen.


Burger King Pommes in der Kühltheke

McDonalds verkauft schon lange sein Ketchup über den
Lebensmitteleinzelhandel. Via Markenlizenz betritt nun
auch Burger King den LEH.

Im Herbst kommen Burger King Pommes Frites in den USA
in die Kühltheken von Walmart. Geplant sind drei Produkte,
die der Verbraucher in der Microwelle zubereiten soll.

Dies ist ein sehr gutes Beispiel, wie man mit Lizenzen
neue Absatzkanäle erschließt, die Zahl der PoS erhöht
und die Markenrelevanz ausbaut.


Ferrari - großer Erfolg mit Markenlizenzen

Ferrari zählt schon lange zu den Erfolgsgeschichten
bei Markenlizenzen. 2005 berichteten wie,
dass Ferarri mit Markenlizenzen und Retail über
US$ 700 Millionen per Anno umsetzt.

Aktuell meldet Ferrari seine Halbjahreszahlen 2009.
Der Absatz von und Umsatz mit Autos sank um 8% zum
Halbjahr des Vorjahres.

Demgegenüber stiegen die Einnahmen aus Markenlizenzen
und Retail um stolze 22,7%.

Damit federt Ferrari die Rückschläge der Finanzkrise
besser ab, als viele andere Markenartikler,
besonders aus der Automobilbranche.


Wert immaterieller Vermögenswerte

In den 90ern brachte David Bowie seine Musikrechte
und deren Lizenzeinnahmen an die Börse.
Er erzielte damit über US$ 30 Millionen.

Nun will der Gläubiger der in finanziellen Problemen
steckenden Fotografin Annie Leibovitz deren Archiv
und damit verbundene Lizenzeinnahmen verkaufen.
Er will damit US$ 50 Millionen erzielen.

Aktuelle Gebote von Bildagenturen liegen jedoch
nur bei US$ 10 - 15 Millionen.

Auch wenn Annie Leibovitz und ihre Arbeiten weltberühmt
sind, mit dem geringen Potenzial an Lizenzeinnahmen
lassen sich keine höheren Verkaufspreise erzielen.

Wie hoch ist Ihr Markenwert gemessen in Lizenzeinnahmen?


Philips lizenziert weitere Produkte

In 2008 lizenzierte Philips in Amerika sein Geschäft
mit Fernsehern, wie berichtet.
Nun vergab Philips eine weitere vollstufige Markenlizenz,
diesmal für Digital-Kameras und digitale Fotorahmen.

Die Lizenz erstreckt sich auf die Märkte USA und Kanada.


Marken-Wettbewerb wird härter

Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Verbrauchers steigt.
In der Befragung für die aktuellen Pegasus Awards von
Reader`s Digest nannten die Probanden ungestützt über
3.700 Marken, mehr als jemals zuvor.

Zur Orientierung: Deutsche benutzen durchschnittlich
nur etwa 2.500 Wörter pro Tag.

Nivea, Gewinner der Pegasus Awards, hat auch durch die
Ausweitung der Produkt-Range seine Position im Relevant-Set
der Verbraucher ausgebaut.
Als Monomarke für Creme wäre das sicher nicht gelungen.

Weitere Gewinner sind Asbach, Frosch, Haribo, Maggi,
Müllermilch, Odol, Rotkäppchen und Yves Rocher.


Puma Wäsche

Als der ehemalige Puma Lizenznehmer für Unterwäsche
Schiesser in die Insolvenz ging, hatten wir vorausgesagt,
dass einige Lizenzgeber Ersatz suchen.

Puma ist zumindest für Nord-Amerika nun erfolgreich
und vergab die Markenlizenz an United Legwear Co.
Diese halten auch die Lizenz von True Religion.


Sollen Sie und Ihre Marke ins Web 2.0 einsteigen?

Beantworten Sie als Markeninhaber für Sich selbst
die folgenden Fragen:

1.
Will ich, dass meine Kunden oft und auch auf ungewöhniche
Weise mit mir, meiner Marke und meinem Unternehmen
kommunizieren?
(Im Gegensatz zu schweigend kaufen, konsumieren, nutzen)

2.
Bin ich bereit zu offenem und für Markennutzer positivem Dialog
und stelle die dafür nötigen Recoursen bereit?

Nur wenn Sie auf beide Fragen aus Überzeugung "Ja" antworten,
sollten Sie ins Web 2.0 einsteigen.
Wie z. B. P&G mit seiner Plattform www.beinggirl.de.

Ansonsten bleiben Sie bei Werbung, PR und allen anderen
Einbahnstraßen-Kommunikationsinstrumenten.


Bausparkasse schlägt Stadt

Laut WuV gewann die Bausparkasse Schwäbisch Hall
den Markenrechtsstreit gegen die gleichnamige Stadt.
Damit wird der Bausparkasse nun erlaubt nur mit dem
Stadtnamen "Schwäbisch Hall" zu werben,
ohne den Zusatz Bausparkasse.

Meines Wissens wurde damit erstmals der Name
einer Stadt geringer geachtet als eine
zugegebenermaßen sehr bekannte Marke.

Wie wohl die Bewohner der zwei Französischen Dörfer
Lacoste (PLZ 34800 und 84480) darüber denken?


Markenwerbung in Computer-Spielen

Die absatzwirtschaft berichtet über eine Studie
zu In-Game-Advertising.

Die sinnvolle Platzierung Ihrer Marke im passenden
Spielumfeld wird von Spielern positiv aufgenommen
und zeigt Wirkung bei Wiedererkennung und Sympathie.

Das gilt auch für Product- und Brandplacement woanders,
der Kontext ist wichtig.
Sie achten ja auch auf das Umfeld bei PoS, Messe- und
anderen Auftritten.


Steigenberger verkauft

Nach der Familie Hilton vor einiger Zeit verkaufte nun
auch die Familie Steigenberger ihre Hotel- und Service-Kette.
Zu Steigenberger gehören 50 Vier- und Fünf-Sternehäuser
und über 30 niedrig-preisigere Intercity-Hotels.

Bereits seit Jahren herrschte bei den Aktionären Uneinigkeit
über die weitere Entwicklung. Entsprechend häufig
wechselte das Top-Management.

Der neuer Eigentümer ist laut Handelsblatt das
Touristikunternehmen Travco.
Travco ist in Ägypten und im Nahen Osten Partner von TUI.
Unter anderem betreut Travco als TUI Incoming-Agentur
deren Gäste aus Deutschland.

Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten
Stillschweigen.


More & More - Parfum

Die erfolgreiche Modemarke More & More vergab eine
neue Lizenz, dieses Mal für Parfum.

Bereits Ende der 90er lizenzierte More & More Schuhe.
Damals war More & More eine der ersten Modemarken
im Schuh-Einzelhandel, vor Esprit, s. Oliver und anderen.
Entsprechend erfolgreich war die Lizenz.
Der Umsatz übertraf alle Erwartungen von Lizenznehmer
und Lizenzgeber.

Wer zu den ersten 500 Testern des Parfums
gehören möchte, bewirbt sich hier:

www.probierpioniere.de/moreandmore


Escada Insolvenz

Nur wenige Tage nach dem Insolvenzantrag der
Escada AG beantragt auch die USA Tochter
Gläubigerschutz nach "Chapter 11",
wie es dort heißt.

Es gibt mehrere Ursachen für den Untergang
des ehemals größten Anbieters von DOB in Europa.
Einer davon ist sicherlich:

Escada versuchte immer, alles selber zu machen.

Schon früh bot die Marke passende Schuhe und Taschen
zu den Kleidern, Abend-Roben und der Bekleidung.
Die Produkte wurden in-house gestaltet und entwickelt,
in Lohnfertigung hergestellt und von Escada angeboten.
Die Lernkurve dabei war flach und teuer.

Es gelang der Marke nicht, in den klassischen
Absatzkanälen erfolgreich zu sein. Somit blieben
Wahrnehmung und Volumen gering, die Preise waren
auf allen Ebenen zu hoch und das Geschäft für
Escada nicht profitabel.

Denselben Fehler beging Escada mit Beauty und Parfum.
Erst nach Jahren gab es dies ab in Lizenz.

Die zeitweise unter dem Begriff "Escada Development"
zusammen gefassten Aktivitäten in Schuhen, Accessoires
und Beauty waren ein finanzielles Grab für Escada.

Hätte das Management dies vorhersehen können? Ja.

Denn während andere Mode-Marken mit Lizenzen
erfolgreich waren, ging eine andere Marke unter,
die auch glaubte alles selbst besser zu können:
Donna Karan.

So wie sich Donna Karan unter dem Dach von LVMH
langsam wieder berappelt, wird sich hoffentlich
auch für Escada ein Käufer finden,
der die einst erfolgreiche Marke wieder belebt.


Guess? Fragrances

Guess USA hatte bereits 2003 eine bis 2009
laufende Marken Lizenz für Parfum vergeben,
wie hier berichtet.
Diese Lizenz wurde nun an Coty verlängert.

Bereits lizenziert sind Uhren und Schmuck,
Accessoires, Schuhe und Brillen.

Guess gehört zu den erfolgreichsten Lizenzgebern.


Marken Spiel

Im Oktober kommt das Markenspiel "Eye-Dentity"
in UK auf den Markt.

Die Mitspieler müssen dabei Marken identifizieren,
von denen sie nur kleine Teile des Logos sehen.

Die Kreateure des Spiels, Designer für Logos und CI,
erhielten von den Unternehmen jeweils Markenlizenzen
dafür.

Ziel des Spiels ist, die Markenbekanntheit
weiter zu erhöhen.

Für uns bleibt die Frage:

Wie beurteilen das Eltern, die das Spiel bezahlen sollen?


Branded Entertainment

Wir haben schon ein paar Mal zum Thema Product-Placement
und der nächsten Stufe, Branded Entertainment, geschrieben.
Dabei ging es um Kinofilme, Videospiele, Fernsehen.

Das wohl geeigneteste Medium für beides ist das Internet.

Je mehr sich der Konsum bewegter Bilder von Kino und
Fernsehen zum Internet verlagert, um so stärker lohnt
das Investment.


TNS Studie bestätigt unseren Rat

Im Dezember 2008 schrieben wir, dass Preissenkungen
für Markenartkler kein Weg aus der Krise sind
und welche Kommunikation Marken brauchen.

Die TNS Studie mit dem Neu-Deutschen Titel Building Brands
in Troubled Times bestätigt nun genau das.

Markenkunden erwarten die Kommunikation von Qualität.
Sie wollen bestätigt werden, dass der Kauf auch in
Krisenzeiten vernünftig ist.


Bitte, kein BMW Ketchup

Time hat einen guten und interessanten Artikel
mit neuen Untersuchungsergebnissen zur Erweiterung
von Luxusmarken.

Zusammengefasst erklärt die Untersuchung den Erfolg
von Marken wie Chanel, die vor Jahrzehnten die Marke
von Couture zu Duft und Kosmetika dehnten:

Man macht eine Luxusmarke einer breiteren Kundschaft
verfügbar, in dem man in Produktkategorien expandiert,
die weniger Investitionen erfordern.

Aber dieser Weg hält auch einige Fallen bereit.
Unter anderem schadet man der Marke mehr,
als man ihr Gutes tut, wenn die neuen Produkte in Preis,
Verpackung und Distrubution nicht dem Luxus Image
der Marke entsprechen.

Was hat das mit BMW zu tun?
In dem Artikel wird BMW Ketchup vorgeschlagen.
Selbst unter Berücksichtigung des deutlich luxuriöseren
Images der Marke BMW in den USA schmerzt der Gedanke.


Kommt Laura Ashley zurück?

Laura Ashley war eine der am besten positionierten Marken.
Der Ursprung lag bei Textilien, Laura Ashley wurde als
Designer und Hersteller blumiger Stoffe berühmt.

Wie keine andere Marke stand Laura Ashley für Romantik.
Man kann sagen, die Marke besetzte Romantik,
wie Calvin Klein Sex.

Von textilen Stoffen entwickelte sich das Unternehmen
zu Mode und Heimtextilien. Mit der Zeit kamen
Schreibwaren hinzu, Accessoires, etc.

Früh setzte Laura Ashley auf Mono-Marken-Stores.
Der Produkt-Mix war großartig.
Zahlreiche "Taschengeld-Produkte" sorgten für einen
steten Zustrom neuer Kundinnen im Teenager Alter.
Selbst wenn dann Romantik out war, kamen diese
spätestens als werdende Mütter wieder zurück.
Romantik ist in mehreren Lebensphasen bedeutsam.

Dann geriet die Marke auf die schiefe Bahn.
Die Preise stiegen und machten die Marke für Teenager
unerschwinglich. Kundschaft und Nachwuchs blieben aus.
Läden wurden unprofitabel und geschlossen.

Nun sieht es aus, dass Laura Ashley zurück kommt.
Vor Kurzem vergab das Unternehmen in Nordamerika
eine Lizenz für Baby-Bettwäsche. Und nun kommt
eine Lizenz für Damengepäck hinzu.

Wenn sich Laura Ashley auf seine Kunden und die
Position Romantik besinnt, wenn die Produkte
markengerecht sind, dann steht dem Erfolg nichts im Wege.

Romantik hat immer Anhänger.


Rodenstock nimmt neuen Anlauf als Lizenznehmer

Bis zum Verkauf an Finanzinvestoren war Rodenstock
über eine Tochtergesellschaft eine feste Größe als
Brillen-Lizenznehmer, unter anderem für Reebok.
Die Tochter wurde dann verkauft.
Rodenstock wollte sich auf seine eigene Marke
konzentrieren. Man behielt nur die Lizenz von
Porsche Design.

Der Brillenmarkt ist mit über 70 Marken und
Markenlizenzen bereits mehr als gesättigt.

Nun erwirbt Rodenstock wieder Markenlizenzen
unter anderem von Baldessarini, Uvex und einem
Label für Kinder.

Gegen die Weltmarktführer mit ihren umfangreichen
Marken- und Lizenz-Portfolios kann sich Rodenstock
mit Baldessarini und Uvex nicht behaupten.
Auch mittelständige Mitbewerber verfügen über größere
und stärkere Lizenz-Portfolios.

Wenn Rodenstock mit Lizenzen wachsen will,
könnte es eher etablierte Markenlizenzen übernehmen.


EganaGoldpfeil Markenlizenzen weiter verteilt

Die Schweizer Marlox AG übernimmt Egana Österreich
und Egana Schweiz. Bereits zuvor hatte sie die
Markenlizenzen von Esprit für Uhren und Schmuck
sowie Puma für Uhren übernommen.

Mit dem jetzigen Erwerb kommt die Uhren-Lizenz
von Joop! hinzu.
Der Besitzer der Marlox AG ist zudem Uhren-Lizenznehmer
von Camel active.

Langsam entsteht ein interessantes Lizenz-Portfolio.


Levi Strauss & Co bringt Lizenzen nur fast in-house

Levi Strauss & Co, Besitzer der Marke Levi`s,
übernimmt deren Lizenznehmer für Schuhe und
Accessoires in Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA).

Obwohl die Firmen damit unter demselben Dach angesiedelt sind,
bleiben die Unternehmen getrennte Einheiten.
Eine clevere Entscheidung.


Swarovski Brillen

Swarovski gab eine weltweite Markenlizenz für Produktion
und Vertrieb von Sonnenbrillen und Korrektur-Brillen bekannt.

Die Lizenzvereinbarung läuft fünf Jahre mit einer Option
auf fünf weitere.

Markteinführung soll im Frühjahr/Sommer 2011 mit
Sonnenbrillen sein, Korrekturbrillen kurz danach.

Die Brillen sollen im obersten Preissegment positioniert
werden und die Distribution dementsprechend über
gehobene Optiker und Facheinzelhandel, Kauf- und Warenhäuser
sowie ausgewählte Swarovski Boutiquen erfolgen.

Der Lizenznehmer hält weitere Markenlizenzen unter anderem
von Ferrari, Hogan, Kenneth Cole, Miss Sixty, Montblanc,
Tom Ford, Replay, Roberto Cavalli, Timberland und Tod`s.

Swarovski vergab bereits 2008 Markenlizenzen für
Parum und Beauty-Produkte, die 2010 auf den Markt
kommen sollen.

Werbung in der Aufmerksamkeit-Ökonomie

Werbung ist für den Umworbenen nicht kostenlos.
Sie kostet seine Aufmerksamkeit.

Die Englische Sprache macht das deutlich.
Dort sagen wir: "to pay attention".
Im Deutschen hingegen sprechen wir von:
"Aufmerksamkeit schenken".

Wenn der Umworbene für seine Aufmerksamkeit
belohnt oder unterhalten wird, dann ist das
gute Werbung. Gut, im Sinne von willkommen.


Twitter erklärt

In einem großartigen Video Ausschnitt aus der
Late Show mit David Letterman veranschaulicht
Kevin Spacey seinem Gastgeber Twitter.
Und damit das Publizieren im Internet.

Was bringt es Kevin Spacey?
Nun, wenn er 800.000 Leser hat und die Hälfte
zusätzlich in seinen nächsten Film führen kann,
dann bringt es ihm und seinen Partnern bares Geld,
zu minimalen Kosten.
Er muss dafür keine Anzeige oder Spot schalten
und auch nicht die Presse umschmeicheln.
Was es allerdings kostet ist persönlicher
glaubhafter Einsatz und vor allem Dialog.
Denn Kevin Spacey erklärt treffend, dass er kommuniziert.
Und nicht einfach (Werbe-) Nachrichten absendet.


Frau Professor irrt


Parissa Haghirian, laut Manager Magazin Professorin für
Internationales Management an der Sophia Universität in Tokio,
schreibt über Marketingtrends in Tokyo und lobt die Stadt
als "eines der innovativsten Marketinglabors der Welt".
Als Beleg führt sie dann u. a. aus:
"Um Konsumenten ein neues Markenerlebnis zu garantieren,
wagen sich Japans beliebteste Brands derzeit auf ein neues
Territorium: den Servicebereich.
Chanel kooperierte mit Frankreichs Starkoch Alain Ducasse
und eröffnete am Dach des Chanel-Gebäudes in Tokio ein
exklusives Restaurant, in dem Kunden das Ambiente ihrer
Lieblingsmarke auch beim Lunch genießen können.
Der italienische Taschenhersteller Furla lädt Kunden ins
Furla Cafe oder zu Furla Yoga. Superreiche können im
Bulgari Luxusressort in Bali urlauben oder bei
Il Cioccolato Bulgari auf Tokios Prachtstrasse Omote Sando
Pralinen genießen.

Ob die Autorin schon mal in NY war? Bereits in den 90ern waren
das Giorgio Armani Cafe im Store auf der 5th Avenue downtown
ebenso populär wie der spätere Donna Karan Store uptown,
mit Cafe im 1. Stock.

Tokyo ist sicherlich - wie alle Weltmetropolen - sehr
wettbewerbsintensiv und einer von vielen Testmärkten.

Aber die guten Ideen, Service ausbauen und Einzelhandel mit
Gastronomie kombinieren, sind weder neu noch in Tokyo entstanden.
Einzelhändler haben schon vor Jahrhunderten durch gastronomische
Angebote Verweildauer und Bon erhöht.

Auch die Idee der Marken-Resorts und -Hotels ist bereits
einige Jahre alt und nicht aus Tokyo. Wie bereits 2005 berichtet,
sind Missoni, Byblos, Armani, Versace, Ferragamo und Bulgari
in dem Markt aktiv. Teils in Eigenregie und teils in Lizenz.


Hype um Top Level Domains


Für Markeninhaber war der Kampf um Markendomains anfangs mühsam,
dann wurde es auch Dank standardisierter Verfahren einfacher.

Nun gibt es - für viel Geld - die Aussicht auf eine eigene
Top Level Domain, kurz TLD. Dahinter verbirgt sich die Chance
zur Bewerbung bei ICANN um etwas wie ".IhreMarke"
Bisher verstehe ich den Vorteil der eigenen TLD nicht.

Nehmen wir an, Ihnen gehört IhreMarke.com und IhreMarke.de.
und auch noch andere TLDs mit Ihrer Marke wie .fr, .co.uk, .it,
etc.

Welche Vorteile bringt dann .Marke?

Sie müssen nämlich etwas vor die TLD setzen, damit daraus eine
Internetadresse wird, meinethalben www.Sales.IhreMarke oder
www.Produkt.IhreMarke

Wahrscheinlich würden Sie nationale oder sprachlich
orientierten Domains kreieren wie www.de.IhreMarke und
www.en.IhreMarke oder www.Deutschland.IhreMarke und
www.USA.IhreMarke.
Ist das besser als der Status quo?

Ihre Email-Adressen werden auch nicht besser oder einfacher.
Aus z. B. info@IhreMarke.de wird dann Info@De.Marke

Sieht das besser aus? Ist das leichter zu merken?

Wer gute Gründe für eine Marken-eigene Top Level Domain hat,
bitte schreiben!


Wann besser keine Markenerweiterung?


Über Vor- und Nachteile von Markenerweiterungen - Neudeutsch
Brand Extensions - lässt sich trefflich streiten.
Wissenschaftlich gibt es dazu keine Regeln und auch empirisch
nicht.
Daher stelle ich mit Folgendem eine Behauptung in den Raum.

Wenn Ihre Marke:

* die Produktkategorie gründete wie, z. B. Red Bull Energydrinks,

* dabei nicht als Dachmarke angelegt wurde und

* ohne Wettbewerbsmarke ist, wie z. B. Lifta Treppenlifte,

dann ist die Chance groß, dass Markenerweiterungen - auch in Lizenz -
scheitern.

Ihre Kunden trennen nicht zwischen Marke und Produkt.
Sie besitzen die eine alleinige Gattungsmarke,
Ihnen gehört quasi die Produktkategorie.

Es ist nahe liegend, dass Ihre Kunden der Marke nicht
in neue Produktkategorien folgen. Ich bin daher gespannt,
ob Tempo Toiletten-Papier erfolgreich wird.


eBay Kampagne gegen Vertriebseinschränkung


eBay hat seit Jahren immer wieder Probleme mit Markenartklern,
die den Online Vertrieb ihrer Markenprodukte einschränken.
Zudem streitet eBay vor mehreren Gerichten international
über seine Verantwortung beim Vertrieb von Markenfälschungen.
Nun motiviert eBay seine Nutzer und Kunden zur Teilnahme
an einer Petition gegen Beschränkungen beim Online Vertrieb,
siehe hier:
http://secure.ebaycampaigns.com/de/


Energizer Markenlizenz für Solar Produkte


Laut Business Wire, hat Energizer eine weltweite Markenlizenz
an einen Hersteller von Solar-Produkten vergeben, primär für
Solar-getriebene Ladegeräte.

Energizer, einer der größten Batterie-Hersteller, vergab die Lizenz
für zunächst drei Jahre. Schade, dass die wunderbare Marke Varta
nicht mehr überschaubar geführt wird.

Asiaten erwerben Cardin Lizenzen


Wie berichtet, erwerben zwei Chinesische Firmen die dortigen Lizenzen
von Pierre Cardin.

Pierre Cardin wird einen Teil seiner Aktivitäten in China an zwei
Unternehmen auf dem chinesischen Festland verkaufen. Der Kaufpreis liegt
bei rund 200 Millionen Euro.


Jil Sander Schmuck


Nach einer Schuh-Lizenz im Mai verkündete Jil Sander nun eine Markenlizenz für hochwertigen Schmuck.
Nach einer sehr kleinen Testkollektion vergab Jil Sander nun eine
vollstufige Lizenz an einen aus unserer Sicht sehr gut passenden
Lizenznehmer aus Italien.

Der Europäische Lizenznehmer hat eigene Tochtergesellschaften in den
USA und Asien.

Lacoste Markenlizenz für Mobiltelefone


Lacoste folgt den Marken Levi`s, Giorgio Armani, Prada, Mandarina Duck
und anderen und betritt den Markt für Mobiltelefone.

Wir hatten bereits vor einer Weile geschrieben, dass Mobiltelefone
in dieser Dekade zum größten Imageträger werden, und Sonnenbrillen
ablösen, die dies bisher waren.

Lacoste-Lizenz-Mobiltelefone sollen ab 2010 auf den Markt kommen.
Der Lizenznehmer hät bereits eine Markenlizenz von Hummer,
der SUV Marke, die General Motors vor Kurzem nach Asien veräußerte.


Joint Venture oder Lizenz?


Seth Godin, ein bekannter Marketing-Buch-Autor, Marketer und Blogger,
hat einen guten Artikel, warum Joint Ventures so oft scheitern,
und warum Lizenzen die bessere Lösung sind.
Sie finden den Englischen Beitrag hier:

http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2009/06/why-joint-ventures-fail-so-often.html
Joint ventures können in der Vermarktung an Unternehmen erfolgreich sein.
Beim Endverbraucher wird es jedoch schwierig. Wie z. B. für SonyEricsson,
FujitsuSiemens, Sony BMG, etc.
Eine erfolgreiche Ausnahme scheint BSH Bosch Siemens Hausgeräte zu sein.


Puma Bademoden Lizenz


Puma hat in Nord-Amerika durch eine Lizenz für Bademode sein
Portfolio erweitert.
Der Lizenznehmer hält - neben eigenen Labels - Lizenzen von
Ralph Lauren, z. B. RL Rugby.


Lizenzeinnahmen 2008 wieder gesunken


Laut LIMA Umfrage nahmen in 2008 Lizenzgeber $5,7 Milliarden
an Lizenzgebühren ein.
Das sind 5,6% weniger als im Jahr 2007.

Dies ist das zweite Jahr in Folge, dass Lizenzeinnahmen sinken.

Die Lizenzeinnahmen sanken in acht von neun Kategorien.
Die Ausnahme ist "Collegiate", Lizenzen von Universitäten
und Schulen inklusive deren Sport-Teams. Dies Segment wuchs um 3,5%.

Die Einnahmen aus Modelizenzen sanken um 4,3%,
aus Firmen- und Produkt-Marken um 8%.


Hummer geht an Asiatisches Maschinenbau-Unternehmen


Der US-Autobauer General Motors hat einen Käufer für seine
Geländewagen-Sparte Hummer gefunden. Laut einer gemeinsamen
Unternehmenserklärung geht die Marke der PS-Kolosse an den
chinesischen Spezialmaschinen-Hersteller Sichuan Tengzhong
Heavy Industrial Machinery.

Berührt davon sind nur die zivilen Aktivitäten der Marke Hummer.


Im eigenen Haus lizenzieren

Jil Sander vergab eine Schuh-Lizenz an die Schwesterfirma Iris SpA.
Iris produziert unter anderem Schuhe für Michael Kors, John Galliano
und Victor & Rolf.
Beide, Jil Sander und Iris, werden von der Japanischen Onward Gruppe
kontrolliert.


Markenartikel auf eBay

Ein Urteil des LG Berlin schränkt die Vertriebskontrolle von
Markenartiklern ein. Das Berliner Landesgericht hat dem Hersteller
der Scout-Schultornister untersagt, seinen Einzelhändlern
bestimmte Online-Vertriebswege zu verbieten.
Der Markenartikler wollte seinem Einzelhändler den Vertrieb
über eBay untersagen. Diese Einschränkung sei laut LG Berlin
ein Wettbewerbsverstoß.
Zahlreiche Markenhersteller sehen in dem Vertrieb über eBay-Handel
eine Verletzung ihrer Markenrechte.
Speziell Luxus-Marken sind Gegner der Auktionsplattform.


Surfen und Heimtex

Quiksilver hat in Amerika Lizenzen für seine beiden Marken
Quiksilver und Roxy jeweils für Heimtex und Dekor vergeben.
Der Lizenznehmer stellt Gardinen, Bettwäsche und Badetextilien
her.
Er hat unter anderem auch Lizenzen für Donna Karan, DKNY
und Hemingway.


Wahrer Markenwert - Polaroid

Polaroid, Pionier der Sofortbildkamera, der zum 2. Mal
insolvent ging, wurde für gerade einmal 88 Millionen US-Dollar
verkauft.
Die Marke Polaroid wurde als größtes verbliebenes Asset betrachtet.

Die kaufende Partnerschaft will Polaroid in ein globales Lizenz-Geschäft
umwandeln. Dasselbe wollen die Partner auch mit den kürzlich gemeinsam
erworbenen Marken The Sharper Image, Linens`n Things und Bombay Co
unternehmen.
Einer der Partner erwarb vor Kurzem auch Ellen Tracy.


Weniger als 88 Millionen US Dollar für eine wirklich globale und
sehr bekannte Marke.

Damit werden die immer wieder publizierten Milliarden-Werte
diverser Markenwert-Rankings einmal mehr ad absurdum geführt.


Sind Adwords Markennutzung in den USA?

Laut Mediapost.com, entschied ein US Berufungsgericht gegen Google
und sagte Ja.

Der 2. Senat bezeichnete die Buchung einer Marke als AdWord bei Google
als "use in commerce", also Markennutzung im rechtlichen Sinne.
Das Verfahren wurde an die vorherige Instanz zurück überwiesen,
die gegensätzlich entschieden hatte.

Dieselbe Entscheidung, Markennutzung oder nicht, steht in Europa aus.
Wie berichtet, wird sich der EuGH damit befassen.


Archive für Marken und Marken-Werbung

Bisher kann man im Markenmuseum wunderbar die Historie
bekannter Marken recherchieren.

Auf ADSandBRANDS.com findet man nun rund 20.000 Werbemotive
bekannter Marken.


Skechers Brillen

Die Turnschuhmarke Skechers hat eine weltweite
Marken Lizenz für Sonnenbrillen und korrektive
Brillen für Männer, Frauen und Kindern vergeben.

Die Kolektionen sollen im Frühjahr 2010 auf den
Markt kommen.

Der Lizenznehmer hat in der Vergangenheit Brillen
unter anderem für Guess? und Tommy Hilfiger entworfen.

Mittwoch, April 01, 2009

Produkt-Integration die 2.

In 2006 startete ein Unternehmen, StarStyles,
dass im TV gezeigte Produkte direkt verkaufen wollte.

Laut CNET beteiligt sich nun Google an einem Start-up
namens Pixazza, dass dasselbe im Internet realisieren will.

Quote: Die von Pixazza angebotene Technologie dürfte
vor allem für die Werbe-Wirtschaft interessant sein:
Sie verknüpft Fotos mit Produktdetails und
Kaufmöglichkeiten.
Bilder eines Stars beispielsweise führen dann direkt
zu Anbietern der getragenen Kleidung.

Die Firma startet mit Bekleidung/Mode und plant
die Expansion zu Möbeln, Heim-Dekor, Reisen,
Elektronik und Sport. StarStyles gibt es heute nicht mehr, obwohl sich
viele Top-Marken früh beteiligten und zahlreiche
Handelsunternehmen kooperierten.
Vielleicht waren Fernsehzuschauer nicht interaktiv genug?

Wenn Pixazza funktioniert, werden Productplacement
und die Ausstattung von Prominenten einen neuen Schub
bekommen und deutlich messbarer werden.

Donnerstag, März 26, 2009

Wieder Markenlizenznehmer in Problemen

Laut WWD begab sich Selective Beauty in Frankreich
unter Verwaltung.

Nach der Insolvenz des Wäsche-Lizenznehmers Schiesser
und Kapitalsuche des Brillen-Lizenznehmers Safilo
sind nun viele Top Markenlizenzen für Parfum und
Kosmetik in Frage gestellt.

Selective Beauty hält Markenlizenzen von Bulgari,
Ferragamo, Fendi, Burberry, Elizabeth Arden und
Bennetton.

Montag, März 23, 2009

Duden und Meyers verkauft

Duden und Meyers, zwei weitere gro&szle Marken wechseln
den Besitzer.

Nachdem sie bereits Brockhaus verkauft hatten,
trennen sich die Gesellschafter des Bibliographischen
Institut & F.A. Brockhaus AG nun vom gesamten Unternehmen.

Die Verlagsgruppe Cornelsen wird neuer Haupteigentümer
und erwirbt insgesamt 90 Prozent der Aktien von der
Langenscheidt KG und der Familie Brockhaus.

Montag, März 23, 2009

Calvin Klein verschiebt Golf Lizenz zum Distributeur

Premium Golf Brands, Europas grö&szlter Anbieter von
Golf-Bekleidung und bis 2008 bekannt als Eurostyle,
übernimmt die globale Lizenz von Calvin Klein.

Da PGB bisher der Europäische Distributeur des
ehemaligen Lizenznehmers war, sind die Produkte
zunächst nur in Europa verfügbar.
Bis Frühjahr 2010 sollen Nordamerika, Asien, Africa
und der Mittlere Osten folgen.

Der Verkauf erfolgt primär über Pro-Shops an Golfplätzen.

Dienstag, März 17, 2009

Lizenznehmer auf Kapitalsuche

Die Safilo Group aus Italien ist die Nr. 2 der
Hersteller von Sonnenbrillen nach Luxottica.
Safilo hält zahlreiche Markenlizenzen unter anderem
von Marc Jacobs, Gucci, Alexander McQueen,
Armani Exchange, Banana Republic, Boss, Hugo Boss,
Carrera, Claiborne, Diesel, Dior, Christian Dior,
Fossil, Emporio Armani, Giorgio Armani, Gucci,
Jimmy Choo, Juicy Couture, Kate Spade, Liz Claiborne,
Max Mara, Nine West, Valentino and Yves Saint Laurent.

Nun sucht die Gruppe dringend Kapital, um eine
Insolvenz abzuwenden.

Damit dürfte bewiesen sein, dass auch Top Luxus Marken
im Image-trächtigen Segment nicht vor Rezessionen schützen.

Dienstag, März 17, 2009

Hugo Boss Kidswear

Diverse Medien melden die Vergabe einer Kidswear Lizenz durch Hugo Boss.
Dabei wird dem Lizenznehmer C. W. F. neben anderen Markenlizenzen wie
Burberry und ESCADA auch die von DKNY zugeschrieben.
Auch auf seiner Homepage bewirbt der Lizenznehmer die DKNY Lizenz.

Interessanterweise tut dasselbe ein anderer Kinderbekleidungshersteller,
nämlich Parigi.

Donnerstag, März 12, 2009

Audio Marken

Das Manager Magazin, respektive Der Spiegel, geben einen guten Einstieg
in und Überblick über das Thema Audio Marken und deren Registrierung.

Bezeichnend, Underberg war auch dabei Vorreiter, wie bei innovativer Markenfinanzierung.

Dienstag, März 10, 2009

Kreditklemme "Closed"

Die Mode-Marke "Closed" brauchte Geld für Wachstum.
Im aktuellen Klima gab es keine klassischen Kredite,
zumal die Firma weder Maschinen noch Fabriken besitzt,
die als Sicherheit dienen könnten.

Die Lösung ist Sale-Leaseback der Marke.

Wie so etwas geht, erfahren Sie bei www.BrandCapital.us

Freitag, März 06, 2009

Produkt-Relaunch via Lizenz

Ähnlich wie Xerox, die vor Kurzem Faxgeräte lizenzierten,
bringt nun Kodak traditionelle Produkt-Kategorien via Lizenz zurück.

Am 3. März verkündete der Lizenznehmer die Markteinführung
für Kodak 35mm Kameras und Accessoires im 2. Quartal 2009.
Die Kodak Kollektion soll 12 Teile umfassen, inklusive 35mm Kameras
mit Film, SLR Kameras, Webcams und Kartenleser.
Zusätzlich soll Computer-Peripherie angeboten werden wie Mäuse,
Mauspads, Keybords, etc.

Donnerstag, März 05, 2009

Fahrrad Lizenzen

Laut www.velobiz.de wurden die Lizenzen für K2, Columbia und
Jeep Fahrräder an eine neue Gesellschaft übertragen.

Der ursprüngliche Lizenznehmer sei in finanzielle Probleme geraten.

Donnerstag, März 05, 2009

Xerox Lizenz für Faxgeräte

Man muss nicht alles selber tun, manchmal soll man es nicht.
Unter der Marke Xerox erscheinen nun Faxgeräte in Lizenz.
Zur Erinnerung, das Kopieren wurde von Xerox erfunden und in den USA
spricht man immer noch von "to xerox",
wenn man eine Kopie anfertigt.

Mit dem Anstieg von Email- Kommunikation und naher rechtlicher
Gültigkeit derselben ist absehbar, dass die Kommunikation
via Fax rückläufig sein wird.

Daher ist es sinnvoll für Xerox diesen zukünftig
schrumpfenden Markt in die Hände eines Lizenznehmers zu legen.

Für diesen wiederum ist die Absender-Marke Xerox erfolgversprechender,
als sein eigener unbekannter Firmenname.

Dienstag, März 03, 2009

Diesel Lampen und Möbel

Via Lizenzen erweitert Diesel sein Angebot für Zuhause.
Zusätzlich zu Heimtex gibt es zukünftig auch Lampen
und Möbel.

Bereits lizenziert sind auch Brillen, Parfum, Uhren, etc.

Dienstag, März 03, 2009

Update Schiesser

Über die Gründe der Insolvenz bei Schiesser gab es
viel zu lesen. In den meisten Berichten wurden Fehler im Markenmanagement,
ein falsches Lizenz-Portfolio und Logistik-Probleme genannt.

Nur wer genau las, entdeckte die wahrscheinlich wahre Ursache:
Software

Wegen fehlerhafter Software konnte Schiesser über Jahre hinweg
nicht korrekt - pünktlich und ordergemäß- liefern.
Zitat: "Schiesser brachte die georderte Ware nicht zum Laden".

Jeder Profi weiß, das verzeiht der Handel nicht.
Schiesser muss an Chargebacks, Retouren und Strafen erstickt sein.
Es ist nahe liegend, dass Schiesser dadurch jeden Deckungsbeitrag verlor.

Keine Lizenz und kein Markenmanagement hätten das verhindert.

Dienstag, Februar 17, 2009

Schiesser Insolvenz

Schiesser, eins der großen Wäsche-Unternehmen
ging in die Insolvenz. Da Schiesser auch Lizenznehmer
großer Marken war, wie Hugo Boss, Levi`s, Mexx,
Polo Ralph Lauren, Puma, Strellson und Tommy Hilfiger,
werden einige Brandmanager ihre Lizenzstrategie überdenken.

Erwarten Sie eine Reihe von neuen Marken Lizenzen in der nahen Zukunft.

Dienstag, Februar 17, 2009

Stilblüten

Im Blog Bullshit Science finden Sie amüsante Stilblüten
von Verpackungs- und Werbe-Textern. Bisher unter anderem von Swirl,
Ültje, IKEA, Nivea, Wick, Teekanne, Pulmoll, Wasa, Dove, Langnese
und Activia.

In Zeiten von Photoshop, Gimp und anderen Bildbearbeitungsprogrammen
sind digitale Photos allerdings nur noch bedingt beweiskräftig.

Vielleicht gewinnen analoge Sofort-Bilder oder Polaroids irgendwann
wieder an Bedeutung als nicht fälschbares Beweismittel?

Donnerstag, Januar 29, 2009

"Retten" Einzelhändler Marken?

Im September 2008 hatte Ergee Insolvenz angemeldet.
Nun wird die Marke von der Tengelmann-Tochter KiK Textil-Diskont
übernommen und als private Label fortgeführt.

Ähnlich ging es der Kinderschuhmarke Elefanten,
die nach längerem Straucheln vom Besitzer Freudenberg
an den Schuhhändler Deichmann veräußert wurde.

Aus unserer Sicht bedeutet dies der Anfang vom Ende der Marke.
Ähnlich wie bei sogenannten "Direct-To-Retail"
- Lizenzen liegt die Crux in der auf einen Händler beschränkten
Distribution.

Was für Luxusmarken sinnvoll ist, bedeutet für Qualitätsmarken
den Schritt in die Bedeutungslosigkeit.

Für den Händlern mag das "Upgrading" funktionieren,
allerdings haben wir auch daran Zweifel.
Wie glaubwürdig ist eine höher wertige Marke im Hard-Discount?

Und erinnert sich noch jemand an Dual?
Die einstmals führende Marke der Unterhaltungselektronik
wurde von Karstadt erworben. Und verschwand dann in der Versenkung.

KiK wird jedenfalls sehr viele Socken mehr sehr profitabel
verkaufen müssen, bis sich der Kaufpreis von ca. 3 Mio. Euro
amortisiert hat.

Mittwoch, Januar 28, 2009

Sind AdWords Marken-Nutzung?

Heise.de berichtet hier über die Entscheidungen des BGH,
beziehungsweise über das Ausbleiben der wichtigsten Entscheidung.

Denn der BGH lässt ungeklärt, ob das Buchen einer Marke
bei Google AdWords eine Markennutzung darstellt.

Die Klärung erwartet der BGH nun vom Europäischen Gerichtshof,
EuGH, an den das Verfahren übergeben wurde.

Donnerstag, Januar 22, 2009

Wer nutzt Ihre Marke in Sub-Domains im Social Web?
Sie können es herausfinden bei usernamecheck.com.

Dienstag, Januar 20, 2009

Charles Jordan

In Nordamerika kommt Charles Jourdan wieder auf den Markt.
Die Schuhkollektion soll Frauen in den 30ern ansprechen,
die sich noch an die glanzvollen Zeiten der Marke erinnern.

Die Markteinführung ist für November geplant.
Distribution soll über Kauf- und Warenhäuser,
den Facheinzelhandel und Online erfolgen.
Die Preiskategorie ist noch unklar.

Schuhe sind der Start. Die neuen Eigentümer der Marke
in Nordamerika wollen Accessoires und Bekleidung via Lizenzen
folgen lassen.

Mittwoch, Januar 14, 2009

Lego Elektonik

Lego hat eine Lizenz für Elektronikprodukte vergeben.
Insbesondere für Digital Kameras, MP3 Player, Digital
Video Kameras, Lautsprecher, Walkie Talkies und dazugehörige Taschen.

Donnerstag, Januar 08, 2009

Skechers vergibt Kidswear Lizenz

Der US-amerikanische Schuhhersteller Skechers USA teilte mit,
dass ein Lizenzabkommen für Kinderbekleidung unterzeichnet
wurde.

Der Lizenznehmer wird demnach Modekollektionen der Marke Skechers
für Jungen und Mädchen ab 12 Monaten entwerfen und
vermarkten.
Erstmals sollen sie im Herbst 2009 in den Handel kommen.

Nach Angaben von Skechers wird die Kinderkleidung dann über die
Kaufhäuser, Fachhändler und Online-Anbieter vertrieben,
die auch Schuhe der Linie Skecher Kids anbieten.

Donnerstag, Januar 08, 2009






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