Marken News
Markenrecht: Nutzung vor Eintragung
In den USA gilt beim Markenrecht Nutzung vor Eintragung, im Europäischen Recht dagegen siegte bisher stets die Eintragung vor der Nutzung.
N-TV berichtet von der ersten Ausnahme:
"Der Malteser-Orden mit seiner ber 900-jährigen Tradition hat sich in einem viel beachteten Rechtsstreit seine Rechte am eigenen Namen und damit als Markenzeichen zurck geholt....
Der schwedische Spirituosenkonzern V&S wollte vor dem Hamburger Oberlandesgericht den Maltesern das Recht auf den eigenen Namen und das Werbezeichen, das achtspitzige Malteser-Kreuz, verbieten lassen. Die Schweden beriefen sich darauf, dass ihr Rechtsvorgänger schon im Jahr 1923 das Malteser-Kreuz beim Reichspatentamt in Berlin habe eintragen lassen.
Der Malteser-Orden, bereits im Jahr 1099 in Jerusalem gegrndet, hatte dies in den Folgejahren vollkommen vergessen oder geglaubt, wegen seiner weltweiten Bedeutung so etwas gar nicht nötig zu haben. Erst 1995 ließ die bischöfliche Brauerei Bischofshof die Marke Malteser beim Patentamt in Mnchen eintragen. Im Jahr 2003 begann die Stuttgarter Brauerei Hofbräu mit einer Lizenz der kirchlichen Brauerei Bischofshof in Regensburg Malteser-Weißbier zu brauen. Der Konflikt war da: Sowohl die Schweden als auch die Stuttgarter vertrieben ihre Produkte, nämlich Aquavit und Weißbier, mit dem Malteser-Kreuz als Markenemblem.
Die Schweden witterten einen Verstoß gegen ihre Markenrechte aus dem Jahr 1923. Sie zogen vor das Landgericht Hamburg und siegten. Das wollten die Brauereien Hofbräu und Bischofshof nicht schlucken. Hofbräu verwies darauf, dass sie unter Lizenz von Bischofshof brauten, deren Brautradition bis ins Jahr 1693 zurck gehe. Sie verwiesen darauf, dass sich die Geschichte des Ordens und des Kreuzes bis zu den Kreuzzgen ins Heilige Land zurckverfolgen ließen. Hofbräu ließ dicke Bibliotheksbände durchwälzen, um die ungebrochene Tradition des Brauens von Bier durch den Malteser-Orden zu dokumentieren.
Der schwierige Markenrechtsstreit vor Gericht in Hamburg hat sich für den Orden und die Brauereien ausgezahlt. Bisher habe fast immer gegolten, dass eine Marke das Schutzrecht habe, wenn sie beim Patentamt eingetragen sei.
Die "Abgrenzungsvereinbarung" zwischen den Parteien sieht nun vor, dass die Schweden ihre herkömmliche Marke Malteser-Aquavit auch weiterhin für Spirituosen mit dem achtspitzigen weißen Kreuz auf rotem Hintergrund verwenden drfen. Stuttgarter Hofbräu darf für sein Malteser-Weißbier auch knftig mit dem gelben Malteser-Kreuz vor blauem Hintergrund werben.......
Damit ist nun erstmals die ältere Nutzung einer Markeneintragung berlegen. veröffentlicht am 20.12.2006 durch Andreas Fügner
Bennetton Brillen
WWD berichtet, dass Benetton SpA eine Lizenz für Brillen unter den Marken Benetton und Sisley vergeben hat.
Die Kollektion erscheint im Frhjahr 2007 und die Firmen prognostizieren für die Lizenz jährliche Verkäufe von ca. 35 Million Euro.
Die Lizenz läuft bis 2013.
Benetton hatte bereits Lizenznehmer, zuletzt die italienische Tochtergesellschaft der Deutschen Metzler.
Der neue Lizenznehmer hält auch Lizenzen für Gianfüranco Ferr� Les Copains und Vivienne Westwood. veröffentlicht am 14.12.2006 durch Andreas Fügner
4711 verkauft
Wie das Handelsblatt berichtet, erwirbt M�rer+Wirtz die Traditionsmarke 4711.
Procter & Gamble, seit der Übernahme der Wella AG Besitzer von 4711, startete im April 2006 den Verkauf von 4711 im Paket mit den Marken Tosca, Sir Irish Moos und Extase im Rahmen einer Versteigerung.
M�rer+Wirtz vermarktet neben Tabac Original und Nonchalance auch die Lizenzen von Betty Barclay, Otto Kern, Carlo Calucci, s. Oliver, New Yorker, Fishbone und die im September gestarteten Dfte von Mustang.
veröffentlicht am 12.12.2006 durch Andreas Fügner
Wieder kaufen Asiaten eine Weltmarke
Das Handelsblatt berichtet von einem weiteren Erwerb einer Weltmarke durch ein Asiatisches Unternehmen:
Der Bieterkampf um die weltweit bekannte Staubsaugermarke Hoover ist entschieden. Die legendäre Marke wird zum 1. Januar von der Hongkonger Techtronic Industries Co. bernommen.
Hoover macht einen Umsatz von rund 600 Mill. Dollar und hat weltweit 3000 Mitarbeiter. Die Marke war vergangenes Jahr mit dem Mutterkonzern Maytag an den Haushaltsgerätehersteller Whirlpool bergegangen....
TTI ist bisher vor allem im Heimwerkerbereich (Bohrmaschinen, Kreissälen) stark und ist auch hier durch die Übernahme international bekannter Marken stark gewachsen.....
2004 hatte TTI von Atlas Copco die beiden Elektrowerkzeugmarken AEG und Milwaukee im Paket für 627 Mill Dollar bernommen. veröffentlicht am 8.12.2006 durch Andreas Fügner
Top 100 FMCG weltweit
Die Lebensmittelzeitung listet die Top 100 FMCG Firmen. Aus Deutschland kommen die Dfolgenden acht Unternehmen:
Platz 20 Henkel
Platz 31 Tchibo
Platz 41 Oetker
Platz 57 Südzucker
Platz 94 T�nies
Platz 95 Cobana
Platz 99 Pfeifer & Langen
Platz 100 Mller
Für die Größe Deutschlands als Heimatmarkt sind das zu wenige und zu wenig hoch platzierte. So kommen aus Großbritannien 13 Unternehmen und aus Japan 11. Deutschland nat immer noch Nachholbedarf beim Brandmanagement. veröffentlicht am 13.11.2006 durch Andreas Fügner
Die Überwindung von Made in China
Wie Japanische Unternehmen in den 70ern folgten Chinesische Unternehmen im Ausland bis vor Kurzem dem industriellen Modell.
Im internationalen Wettbewerb setzten die Chinesischen Unternehmen auf gute Produkte zu niedrigeren Preisen.
So fertigt die Galanz Gruppe aus Guangdong fast 50% aller Mikrowellenherde weltweit, die unter 80 Marken verkauft werden.
Vor einigen Monaten änderte China dies. Lenovo erwarb die PC Sparte von IBM, BenQ kaufte Siemens Mobiltelefone und die Nanjing Automobile Group erwarb die MG Rover Group.
Die Chinesische Regierung hat erkannt, dass man im internationalen Wettbewerb Marken braucht und hat für den Erwerb solcher 15 Milliarden US Dollar bereit gestellt.
So wie Sony heute eine globale Top Marke ist, drfen wir in 10 Jahren Chinesische Marken in der Gruppe der Top Marken erwarten. veröffentlicht am 6.11.2006 durch Andreas Fügner
Courvoisier Herrenparfum
Beam Global Spirits & Wine Inc. gab heute bekannt, dass durch die Einfhrung des Duftprodukts Courvoisier L′edition Imperiale deren Flaggschiff- Cognac Courvoisier den Markt der Luxusparfme betritt. Die Herrenparfum-Produktlinie gibt heute Ihr Debt auf der Tax Free World Association Exhibition (TFWE) in Cannes, Frankreich.
Die Kollektion, die in Lizenz entwickelt wurde, wird ein Eau de Parfum und ein Eau de Toilette anbieten, die im Frhjahr 2007 weltweit im High-End-Einzelhandel erhältlich sein werden.
Die Zielgruppe des Courvoisier L′edition Imperiale sind anspruchsvolle, zielstrebige und erfolgsbewusste Männer im Alter von 25-35 Jahren. Diese jungen Männer sind modebewusst und davon berzeugt, dass Markenartikel wie Courvoisier ein Symbol des Erfolgs darstellen.
Courvoisier L′edition Imperiale wird zunächst in exklusiven Kaufhäusern angeboten. Später soll der Duft auch in Duty-füree Shops auf den wichtigsten Märkten, d. h. Europa, Asien und Nordamerika zu haben sein. Die weltweite Einfhrung wird durch Werbemaßnahmen und Präsenz auf Messen unterstützt werden. veröffentlicht am 24.10.2006 durch Andreas Fügner
Lizenzen und Kartellrecht
Marken sind ein Monopol. Entsprechend mahnen Juristen bei der Vergabe von Markenlizenzen hätfig vor dem Kartellrecht.
Der BGH entschied nun per Beschluss gegen das klagende Kartellamt in einem Verfahren gegen Gruner + Jahr (G+J) und ein spanisches Verlagshaus.
G+J hat mit den Zeitschriften Geo und P.M. bereits die fhrende Position im Markt für populärwissenschaftliche Zeitschriften. 1999 erwarb G+J die Lizenz für "National Geographic".
Fr das Kartellamt bestand darin der Ausbau einer marktbeherrschenden Position. Die Lizenz sollte untersagt werden.
Der BGH entschied nun, dass die Lizenz gar nicht in die Zuständigkeit des Bundeskartellamtes fällt. "Nach Ansicht des BGH ist der Abschluss des Lizenzvertrages nicht als Zusammenschluss im Sinne von 37 GWB zu qualifizieren. Der Fusionskontrolle des Gesetzes unterworfen werde lediglich das externe Wachstum von Unternehmen, wenn also bereits bestehende Marktpositionen bernommen wrden. Auf den Lizenzbereich bertragen könne dies nur dann angenommen werden, wenn der Lizenznehmer an Nutzungsrechten an einer Marke oder an Urheberrechten mit Hilfe der Lizenz an der Stelle des Lizenzgebers in dessen Marktstellung einrcke. Vorliegend sei dies jedoch nicht der Fall, da mit der Lizenz nur die Möglichkeit verbunden sei, nicht realisiertes Marktpotential zu erschließen und eine Marktstellung zu erlangen. Dies sei aber dem Bereich internen Wachstums eines Unternehmens zuzurechnen, das durch das GWB auch dann hingenommen werde, wenn dadurch eine marktbeherrschende Stellung entsteht oder verstärkt werde.
veröffentlicht am 13.10.2006 durch Andreas Fügner
Die NY Times hat einen interessanten Artikel ber "Geister- oder Waisen-Marken", also Marken, die aktuell nicht genutzt werden.
Die Marke des Anstosses ist Bromo Seltzer, das Antiacidum und Analgetikum von 1888. Sein neuer Inhaber versucht, das Interesse an der Marke wieder zu beleben.
Bromo Seltzer gehört zu den Verbraucherprodukten bekannt als Geister-Marken oder Waisen-Marken, weil sie einmal beeindruckend in ihren Kategorien waren, aber heute nicht mehr verfgbar sind.
Die Marken wurden von ihren Inhabern - meist Konzerne die Dutzende Produkte vermarkten - vergessen oder vernachlässigt und wurden dann Cash Cow zu Gunsten neuer aktuellerer Marken.
Reduzierte (Kommunikations-) Investitionen fhrten zu Umsatzverlusten und das zu schlechteren Platzierungen am PoS. Das verringerte den Umsatz weiter und fhrt zu einer Abwärtsspirale, die normalerweise ins Grab fhrt.
Nun gibt es den Trend, Geist-Marken zu verkaufen, oder besser noch sie an kleinere, unternehmerischere Unternehmen zu lizenzieren. veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner
Grenzen der Extensions
Brandchannel.com hat einen interessanten Artikel ber Brand- und Line-Extensions:
In der Marketing-Welt ist "Tide" bekannt für seine Line-Extensions und wenn Tide Waschmaschinen anböte, wrde das Brand Extension genannt.
In 2004 waren in den USA ca. sechs Prozent der neuen Produkte Brand- oder Line Extensions. Viele schreiben die Flle von Extensions der Tatsache zu, dass es das kosteneffektivere Mittel zu Pr�enz und Pr�erenz beim Verbraucher ist.
Aber mit ber 30 Oreo Extensions - einschließlich der unbeliebten Oreo Barbie Puppe von Mattel -, muss man sich füragen, wie relevant ist dies und ist der Markt bers�tigt?
Doch Verbraucher schützen Marken, sie vertrauen ihnen und Verbraucher fhlen sich mit einem neuen Produkt einer bekannten Marke wohler, als mit einem neuen Produkt einer No-Name Firma.
McKinsey & Company empfahl Markenartikelherstellern daher, Line- und Brand-Extensions zum Einstieg in neue Produktkategorien als wirkungsvolles Mittel für rentables Wachstum. veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner
Produktkategorien mit der meisten Markentreue
WWD berichtet von einer neuen Studie:
US Frauen lieben ihre Beauty-Marken. Von den 10 gelisteten Produkten sind vier aus dem Bereich Bodycare.
Die Befüragung von 1.264 Frauen in den USA zeigte, dass Marken auch relevant sind bei Kaffee und Waschmitteln.
Hier die Rangliste:
1. Seife 2. Kosmetika 3. Haarpflegemittel 4. Alkoholfüreie Getränke 5. Mayonnaise 6. Waschmittel 7. Hand- und Körperlotion 8. Schmerzmittel 9. Kaffee 10. Schuhe
Wen berrascht Platz 10? veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner
Kodak lizenziert Speicherprodukte
KMP erwarb die exklusive globale Lizenz für CD-ROMs, DVDs, Videos und andere Speichermedien unter der Marke Kodak.
Kodak entschied bei seinem historischen Übergang vom analogen Film zur digitaler Welt, das Geschäf aufzugeben, und vergab eine Lizenz. veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner
Werbefiguren
Im Manager Magazin findet sich ein guter Artikel:
Mainzelmännchen, Meister Proper oder Milka-Kuh Werbefiguren setzen sich in unseren Köpfen fest. Experte Michael Paul sagt, warum die Reklame-Ikonen nicht nur bei Kindern beliebt sind, welchem Wandel sie unterliegen und wie Unternehmen von Brand Mascots profitieren.
Werbefiguren werden von Markenartikelherstellern oder deren Werbeagenturen entwickelt, um deren Produkte und Dienstleistungen zu personalisieren und ihnen einen Charakter zu geben.
So reitet der Marlboro Man seit 1954 in Richtung Freiheit und Abenteuer, Meister Proper zeigt uns seit 1958 wie man richtig putzt, und seit 1972 wissen wir, dass Khe lila sind.
Werbefiguren haben das Ziel, die von ihnen verkörperte Marke und das dazugehörige Angebot im Gedächtnis eines potenziellen Kunden zu verankern und zu hohen Kauf- beziehungsweise Wiederkaufüraten zu verfhren.
Die entscheidende Bedeutung der Werbefigur ist, dass sie viel stärker in unser Unterbewusstsein dringt, als der bloße Markenartikel.
Durch eine Umfürage des Deutschen Werbemuseums wissen wir seit Mai dieses Jahres, wer die beliebteste deutsche Werbefigur ist: der Bärenmarke-B�, gefolgt von den Mainzelmännchen auf Platz zwei und dem Charmin-B� auf Rang drei.
In den USA besitzen Werbefiguren noch einen wesentlich höheren Stellenwert als in Deutschland, knapp 40 Prozent der in der Bundesrepublik eingesetzten und bekannten Werbefiguren sind in Amerika entwickelt worden.
Die amerikanische Marketingzeitschrift Advertising Age präsentierte vor Kurzem die "10 Advertising Icons of the Century": Platz eins: der Marlboro Man Platz zwei: Ronald McDonald Platz drei: Jolly Green Giant, ein grner amerikanischer Riese des Lebensmittelkonzerns General Mills, der seit 1928 hochwertiges Gemse anpreist.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Werbefiguren eine Erfindung des Werbefernsehens sind. Die ältesten,noch heute aktiven Figuren, sind weit ber 100 Jahre alt und entstanden lange bevor Produkte ber elektronische Medien beworben wurden. Johnnie Walker marschiert seit 1820 im Reiterdress für den Scotch, der Rotfürosch von Erdal (der bis 1919 allerdings grn war) verzierte bereits 1903 die Schuhcremedosen, der Bärenmarke-B� steht seit 1892 auf Alpenmilch und Bibendum, das Reifenmännchen von Michelin, kleidet sich seit 1893 ausschließlich mit Gummireifen.
Werbefiguren sind ursprnglich für Schaufenster und Verkaufsräume entwickelt worden und waren bei Weitem aufwendiger konzipiert und größer als heute. Sie wurden in der Regel eingesetzt, um Handel und Geschäftspartner für besondere Verdienste, hohe Umsätze, Jubiläen oder langjährige Treue zu belohnen.
Heute sind fast alle Werbefiguren von vornherein als kostengnstige Massenartikel produziert, um direkt in den Besitz von Endverbrauchern zu gelangen. In der Regel sind sie sehr klein (circa fnf bis zehn Zentimeter), viele werden als Schlüsselanhänger konzipiert.
Im Laufe der Jahre haben sich die Marketingwelt und die Werbemedien rasant verändert. Die Werbefiguren haben entsprechend reagiert: Die ersten Werbefiguren um die Jahrhundertwende begegneten den Verbrauchern direkt in Geschäften oder auf Plakatwänden, Litfasssäulen oder in Zeitungsinseraten.
Mit dem Aufkommen des Werbefernsehens in den 50er Jahren wurde das Fernsehen Hauptmedium und Nährboden der Werbefiguren. Der erste deutsche TV-Werbespot (Persil) lief am 5. November 1956 ber den Bildschirm und viele Figuren, die in den 50er Jahren entstanden sind (Maggis Fridolin, HB-München, Tony der Tiger), haben heute Kultcharakter.
Auffallend ist, dass im Laufe der Zeit mehr und mehr echte, das heißt von Menschen verkörperte, Werbefiguren (wie zum Beispiel Clementine, Herr Kaiser) durch animierte Kunstfiguren ersetzt wurden. Die Grnde sind simpel: Im Gegensatz zu echten Schauspielern (neudeutsch: Testimonials) haben sie keine Launen und kein biologisches Verfallsdatum, können also immer wieder verjngt und neu in Szene gesetzt werden. Darber hinaus erleichtern sie die immer wichtiger werdende Präsentation und Vermarktung im Internet und das dazugehörige Merchandising, zum Beispiel als Comic- oder Spielfiguren.
Ein Paradebeispiel ist der von der Agentur Saatchi & Saatchi im Jahr 2001 entwickelte Wackel-Elvis, eine Figur, die in einem TV-Spot auf sehr eindrucksvolle Weise das stufenlose Automatikgetriebe "Multitronic" erklärt und bei Audi eine unvorhersehbare und explosionsartige Nachfrage nach dieser Figur auslöste. Bis heute sind von der Figur, die eigentlich "The Fan" heißt und später vom Volksmund Wackel-Elvis getauft wurde, 500.000 Stck verkauft worden.
Als eine der ersten Werbefiguren des Internets fhrt uns seit 1997 der Lycos Labrador zielsicher, schnell und zuverlässig zum Suchziel - ein Labrador Retriever verkörpert sehr anschaulich die Eigenschaften und Vorteile des Lycos-Angebots. 1999 wippte Flat-Eric auf einem verbeulten Ford zu einer Techno-Nummer, die innerhalb weniger Wochen auf Platz eins der deutschen und englischen Charts schoss. Im Jahr 2000 erlegten wir im Internet das Moorhuhn und Robert T. Online erklärte uns den Börsengang von T-Online. Zum Weihnachtsfest 2004 schließlich beschimpften sich die Meckertassen von Jamba ("Du kannst mich am A. lecken") - wohl kaum jemand, der sich nicht darber amsierte - oder aufüregte. Der Erfolg beruht zum einen auf den witzigen Sounds, die von Mundstuhl alias C-Hörnchen und F-Hörnchen gesprochen wurden, und zum anderen auf der sehr gelungenen Animation. veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner
Escada Kinderlizenz
Escada hat das Geschäft mit Kindermode neu organisiert. Der neue Lizenznehmer aus Frankreich hat auch die Burberry Lizenz. veröffentlicht am 25.9.2006 durch Andreas Fügner
Billig alleine reicht nicht
Das Handelsblatt berichtet:
Die Markenverantwortlichen von Kraft, Nestle und Unilever mssen es mit Erleichterung registriert haben: Zum ersten Mal seit Jahren steigt bei den Deutschen die Überzeugung wieder, dass es sich lohnt, Markenartikel zu kaufen. Das zeigt die jngste Allensbacher Werbeträgeranalyse, die zugleich eine nachlassende Preisorientierung feststellt.
Noch machen diese Einzelergebnisse zwar keine Trendwende aus, aber Marktforscher und Psychologen mutmaßen schon, dass der Discounting-Boom bald an seine Grenzen stoßen könnte. Erreichen doch Aldi und Co. nicht mehr die Zuwüchse der vergangenen Jahre, und wenn dann nur durch den Ausbau der Flächen und mit erweitertem Markenartikelangebot, wie es Lidl vorgemacht hat.
David Bosshart vom Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (GDI) r�onierte bereits vor einiger Zeit: "Je tiefer die Preise, desto unglcklicher die Kunden". Die provokante These des Institutsleiters lautet: "Wer immer nur Schnäppchen jagt, wird unglcklich." Auch die Tiefenpsychologen vom Kölner Rheingold-Institut erkennen eine Gegenbewegung zum Discountboom, bei der Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung wieder stärker nach Marke und weniger nach Preis füragen.
Seit mehr als zehn Jahren sind Billiganbieter wie Aldi, Lidl, Netto, oder Plus auf dem Vormarsch. Ihr Marktanteil hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 27 auf 40 % gesteigert. Das macht den klassischen Supermärkten und Markenartikel- Produzenten zu schaffen. Deshalb muss es wie Musik in ihren Ohren klingen, wenn auch AC Nielsen erste Anzeichen eines Schnäppchenfürustes bei den Deutschen feststellt: Voriges Jahr ist der Anteil der Haushalte, die regelmäßig bei Aldi einkaufen, von 86 auf 85 % gesunken. Bei den brigen Discountern stagnierte der Wert bei 92 %.
Dass sich Verbraucher - wenn auch sehr zaghaft - von den Discountern abwenden, begrnden Fachleute mit dem Wunsch nach mehr Qualität. Lebensmittelskandale haben ihre Spuren hinterlassen - auch der aktuelle Genreis-Skandal drfte Folgen haben. "Vor dem Hintergrund solcher Skandale sind Verbraucher auch tatsächlich bereit, einen höheren Preis für mehr Qualität zu zahlen", sagt Johannes Siemes, Leiter des Geschäftsbereiches Konsumentenmärkte bei KPMG. Zurzeit liegt das deutsche Preisniveau für Lebensmittel im Vergleich zu Westeuropa nur bei 87 %. Mit anderen Worten: Nirgends ernähren sich die Menschen so gnstig wie hier zu Lande.
Darber hinaus sind es traditionelle Supermärkte und Fachgeschäfte, die neuen Produkten eine Chance geben, Discounter nehmen Innovationen meist erst auf, wenn diese sich woanders etabliert haben und kopieren sie dann unter eigener Marke. Auch der Trend zu Bio-Produkten belegt, wie wichtig den Deutschen Qualitätsware ist. Zwar machen die �o-Lebensmittel erst drei % des Marktes aus, doch hat sich der Umsatz seit 2000 auf rund vier Mrd. Euro knapp verdoppelt. Nun haben auch die Discounter den Trend erkannt und bieten ein begrenztes Bio-Sortiment an.
Lebensmittel sind seit jeher die Stärke der Discounter wie Aldi & Co. Probleme haben diese eher mit den so genannten Non-Food-Artikeln, die laut Branchenkennern beispielsweise bei Aldi 40 Prozent des Umsatzes ausmachen, Tendenz sinkend. Da sich der Discount-Gedanke nun auch in allen anderen Einzelhandelsbereichen durchsetzt, wird die Konkurrenz immer größer.
Marktkenner sind sich einig, dass es eine Erfolg versprechende Strategie im deutschen Einzelhandel auch knftig nicht geben wird - weder für Händler noch für Markenartikler. Sie mssen sich darauf einstellen, dass der Verbraucher weiter ��rst sprunghaft bleibt, und auch Porsche-Fahrer ihre Monatsration Reis und Nudeln beim Discounter einkaufen. Dennoch wird sich zeigen, dass Themen wie Functional Food, Bio, Genuss, Wellness und Produktinnovationen nicht spurlos an Penny oder Plus vorbeigehen. Wollen sie ihren Marktanteil halten, mssen sie auf diese Trends eingehen. veröffentlicht am 16.9.2006 durch Andreas Fügner
Markenartikler spren Aufwind
Nach harten Jahren scheinen die Markenhersteller wieder Tritt zu fassen: McKinsey sieht Anzeichen für eine Verbesserung der Lage.
Seit 1998 konnten die Markenartikler ihre Umsätze jährlich um 3,6 Prozent auf insgesamt 361 Milliarden Euro steigern, fand die Unternehmensberatung in einer gemeinsamen Studie mit dem Markenverband heraus ("Die Bedeutung von Marke und Markenartikelindustrie).
Auch die Exportquote, die derzeit bei 45 Prozent liegt, zog im genannten Zeitraum an. Aber: Am gesamten Exportvolumen der deutschen Wirtschaft sank der Markenanteil zwischen 2003 und 2005 von 22 auf 20 Prozent. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes ist die Bedeutung der Markenhersteller laut McKinsey ebenfalls rckläufig. Ihr Anteil an diesem Segment ging von 33 auf 31 Prozent zurck.
Bezogen auf die Gesamtwirtschaft konnte die Markenwirtschaft, die rund 1,5 Millionen Menschen beschäfigt, ihren Anteil von knapp ber sieben Prozent am Bruttoinlandsprodukt stabilisieren.
Die prekäre Lage der Markenartikler fhrt die Studie vor allem auf den Inlandsmarkt mit seinen preisfixierten Verbrauchern und den aggressiven Discountern zurck. Aldi & Co. haben allein im Lebensmittelhandel (LEH) einen Marktanteil von 40 Prozent erobert. Allerdings gibt es auch Anzeichen der Besserung. "Es scheint, als habe die Markenindustrie die Talsohle durchschritten", meint Thomas Tochtermann, Director im Hamburger Bro von McKinsey. Ein wichtiger Indikator: Erstmals seit 1995 stieg das Qualitätsbewusstsein der Verbraucher wieder an.
veröffentlicht am 11.9.2006 durch Andreas Fügner
US-Eliteuniversität vermarktet ihr Ansehen gekonnt
Die älteste Universität der Vereinigten Staaten steht für etwas ganz Besonderes. Füllt der Name Harvard, dann denkt man an Elite und weltweites Ansehen.
Kein Wunder, dass die Marke Harvard auch gerne ohne Lizenz kopiert wird, doch die Universität hat ein effektives Kontrollnetzwerk aufgebaut.
Der Lizenzgeber selbst, die Harvard University, hat in diesem Jahr 1,3 Millionen Dollar an den Merchandising-Produkten verdient.
Rund 140 Lizenzen hat die Universität vergeben. Damit bei der Lizenzvergabe alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es eine eigene Abteilung mit fnf Mitarbeitern, das Harvard Trademark Program.
Doch die Lizenzvergabe ist nur eine Aufgabe des Trademark Programs. Die andere, eigentlich wichtigere, ist der Schutz der Marke Harvard.
veröffentlicht am 11.9.2006 durch Andreas Fügner
Zigarettenmarke Davidoff wechselt für halbe Milliarde den Besitzer
Das Handelsblatt berichtet, dass Tchibo sich von seiner Zigarettenmarke Davidoff trennt. Der Name geht an die britische Imperial Tobacco.
Der Kaufpreis betrage 540 Mill. Euro, teilte Imperial Tobacco mit. Der Verkauf muss noch vom Kartellamt genehmigt werden Imperial Tobacco produziert Davidoff- Zigaretten seit der Übernahme des deutschen Zigarettenherstellers Reemtsma im Jahr 2002 bereits in Lizenz.
Davidoff ist die Premiummarke im Konzern. Imperial-Tobacco-Chef Gareth Davis unterstrich die weltweiten Erfolge mit dem Produkt in den vergangenen vier Jahren. Die Zusammenarbeit mit der Oettinger Davidoff Group, die die Markenrechte abseits der Zigaretten hält, bleibe bestehen.
Zu Imperial Tobacco beziehungsweise dessen Tochter Reemtsma gehören neben Davidoff unter anderem noch die Marken Peter Stuyvesant, West und John Player. veröffentlicht am 23.8.2006 durch Andreas Fügner
Vertrauenswrdigste Marken
Die Reader′s Digest Gruppe veröffentlichte ihre jährliche Untersuchung von Marken mit dem höchsten Verbrauchervertrauen. In den Europaweit erhobenen Kategorien gewannen die folgenden Marken:
Kategorie Marke Automobil Volkswagen Küchengeräte Miele Computer Siemens Mobiltelefone Nokia Mobilanbieter Vodafone Kamera Canon Reiseveranstalter TUI Bank Sparkasse Kreditkarte Visa Versicherung Allianz Internet Anbieter AOL Tankstelle Aral Vitamine Abtei Kopfschmerz-Tablette Aspirin Erkältungsmittel Wick Haarpflege Schwarzkopf Kosmetik Jade Hautpflege Nivea Waschmittel Persil Frhstck Cerealien Kellogg′s
In Deutschen Kategorien siegten zudem:
Kategorie Marke Bekleidung C&A Kaffee/Tee Tchibo Reiniger Frosch Lebensmittel Maggi Einzelhandel Aldi Getränke Gerolsteiner Sekt Rotkäppchen Spirituosen Asbach Süßigkeiten Haribo Mundpflege Odol
Wir gratulieren allen Gewinnern, ganz besonders Asbach. veröffentlicht am 22.8.2006 durch Andreas Fügner
Wieder geht eine Marke in Asiatischen Besitz
BMW verkauft den Namen Rover nach China
Der chinesische Automobilhersteller SAIC hat einem Zeitungsbericht zufolge das Rennen um die Rechte an der britischen Automarke Rover gewonnen.
Der Mnchener Automobilkonzern BMW hat beim Verkauf der Marke Rover offenbar der Shanghai Automotive Industry (SAIC) für 11 Mio. Pfund (rund 16,2 Millionen Euro) den Zuschlag erteilt. Das berichtet die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Der Rechteverkauf solle voraussichtlich im September perfekt gemacht werden. Dem Bericht zufolge muss allerdings Ford dem noch zustimmen, denn die Amerikaner - Produzent der Land-Rover-Geländewagen - haben das Vorkaufsrecht für die Marke.
Ein SAIC-Sprecher bestätigte am Mittwoch in Schanghai, dass es entsprechende Kontakte zu BMW gebe. Allerdings sei noch keine endgltige Entscheidung gefallen.
Die Markenrechte waren mit der Insolvenz von MG Rover an den fürheren Eigentmer BMW zurckgefallen. Auch der SAIC-Konkurrent Nanjing Auto, dem bereits die Rover- Schwestermarke MG gehört, hatte sich für die Rechte interessiert.
SAIC war Nanjing zwar im vergangenen Jahr im Rennen um MG Rover unterlegen, die unter einer Schuldenlast von 1,4 Milliarden Pfund zusammengebrochen war, hat aber die Rechte zum Bau des Kleinwagens Rover 25 und eines Rover-75-Modells.
Nanjing will chinesischen Medienberichten vom Frhjahr zufolge sein erstes mit zugekaufter Technik in China gefertigtes Modell auf Basis der Limousine MG 75 - einem Schwestermodell des Rover 75 - in der ersten Jahreshälfte 2007 auf den Markt bringen. SAIC will staatlichen chinesischen Medien zufolge 2007 Autos im Rover-Design auch in Europa verkaufen. veröffentlicht am 16.8.2006 durch Andreas Fügner
Telefunken lebt wieder auf
Vor einiger Zeit schrieben wir hier, dass aufstrebende Produzenten aus Asien etablierte europäische und US Marken erwerben werden. Heise berichtet nun:
Telefunken war mit mehr als 20.000 Patenten einst einer der Pioniere in der Kommunikationstechnik und Elektronik. Von dem 1903 gegrndeten Unternehmen, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Ikone des Wirtschaftswunders wurde und 36.000 Mitarbeiter beschäfigte, bevor es durch Missmanagement in den Achtzigerjahren vollständig zerschlagen wurde, ist im Wesentlichen nur noch die Verwaltung des Markennamens brig geblieben.
Heute gab das trkische Unternehmen Profilo-Telra, in Europa drittgrößter Hersteller von TV-Geräten, bekannt, dass es von der Telefunken Licenses GmbH die Markenrechte lizenziert hat und nun unter dem traditionsreichen Label Produkte der Unterhaltungselektronik vertreiben wird.
Profilo-Telra, das seinen Hauptsitz in Istanbul hat und 2005 einen Umsatz von 530 Millionen US-Dollar erzielte, produziert seit 1980 Fernsehgeräte für Firmen wie Sony, Matsushita, Thomson und Philips sowie für die Eigenmarken großer Handelsketten. Im vergangenen Jahr belief sich der Absatz nach eigenen Angaben auf drei Millionen TV-Geräte, die Produktionskapazität ist jetzt auf fnf Millionen Einheiten ausgeweitet worden. Das Produktspektrum umfasst neben LCD-, Plasma- und DLP-Fernsehern zwischen 14 und 50 Zoll auch DVD-Player.
Die ersten Telefunken-Produkte will Profilo-Telra auf der IFA präsentieren, so unter anderem LCD- Flachbildfernseher und DLP-Projektionsfernseher. veröffentlicht am 11.8.2006 durch Andreas Fügner
Brand-Hijacking
Eine britische Studie erklärt "Brand-Hijacking" auf Suchmaschinen zu einem rasant wachsenden Problem. Danach kaufen Firmen Wörter, Sätze oder Markennamen ihrer Konkurrenten, um Internetsurfer auf die eigene Seite umzuleiten.
In den USA fhrte diese Problematik bereits zu Klagen gegen Google, die die Gerichte allerdings abgewiesen haben. Die Kläger beanstandeten, dass die Suchmaschine Unternehmen nicht daran hindert, registrierte Markennamen ihrer Konkurrenten als Keywords zu kaufen.
In Frankreich musste Google bereits Strafe zahlen, da Google durch sein Pay-Per-Click Service AdWords ermöglicht, gezielt Werbung für direkte Konkurrenten der gesuchten Marke anzuzeigen.
Google AdWords gibt Unternehmen mit geschtzten Markennamen nun die Möglichkeit, ihre Konkurrenten daran zu hindern, die Marke in den Werbetext aufzunehmen.
Allerdings mssen die Inhaber der geschtzten Marke Google ausdrcklich dazu auffordern, dies zu tun. Diese Änderungen in den Geschäftsbedingungen erfolgte vor einem Jahr, als der Designer Luis Vuitton gegen die Suchmaschine klagte.
Vor kurzem bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil aus dem Vorjahr. Google musste 300.000 Euro Strafe zahlen.
(asw) veröffentlicht am 5.7.2006 durch Andreas Fügner
Markenartikel mit Rckenwind
Der Markenverband meldet:
Die Markenartikelwirtschaft in Deutschland meldet für das Geschäftsjahr 2005 steigende Umsatzzahlen. Die Industrieumsätze an Markenwaren erreichten im vergangenen Jahr rund 361 Mrd. Euro, eine Zunahme um nominal 4 %.
Das Inlandsgeschäft stieg um 3,6 % auf 200 Mrd. Euro, der Export um 4,5 % auf 161 Mrd. Euro.
Gewinner sind die Ernährungsindustrie, die Automobilbranche, das Pharmasegment und die Hersteller von Haushaltsgeräten bzw. Unterhaltungselektronik, Verlierer sind die Bekleidungsindustrie und Produzenten von Markenware im Bereich Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmittel.
Das laufende Geschäftsjahr 2006 ist von großer Zuversicht geprägt. 71 % der Markenartikelunternehmen rechnen mit einer Zunahme der Inlandsumsätze. Bei den Betrieben mit eigenem Exportgeschäft erwarten 66 % eine Steigerung der Umsätze. Gleichzeitig gehen 49 % der Markenverbandsmitglieder von wachsenden Erträgen aus. 50 % der Markenartikelanbieter wollen das Werbe-Volumen in 2006 steigern. veröffentlicht am 5.7.2006 durch Andreas Fügner
Marken stehen auf dem Prüfstand
Die Absatzwirtschaft berichtet aus einer Befüragung der MarketingPartner AG:
"60 Prozent der Unternehmen, die eine Mehr-Marken-Strategie verfolgen, planen innerhalb der nächsten zwei Jahre die Anzahl der Marken zu reduzieren. Zwei Drittel der befüragten Unternehmen gab an, ihr Mehr-Marken-Portfolio um bis zu 25 % reduzieren zu wollen. Bei einem Drittel der Unternehmen stehen sogar mehr als 25 % aller Marken auf dem Prüfstand. Durchschnittlich führen die befüragten Unternehmen acht Marken." veröffentlicht am 14.6.2006 durch Andreas Fügner
Umsatz mit Lizenz-Produkten
Hier einige Zahlen vom License Magazine.
Geschätzter weltweiter Einzelhandelsumsatz mit Lizenz-Produkten im Jahr 2004: $175,3 Milliarden
Dieser teilt sich auf in die folgenden Kategorien.
Characters $40,0 Milliarden
Mode $37,3 Milliarden
Brands & Trademarks $35,5 Milliarden
Entertainment $20,8 Milliarden
Art & Publishing $18,6 Milliarden
Sport $18,0 Milliarden
Online & Interactive $5,09 Milliarden veröffentlicht am 8.6.2006 durch Andreas Fügner
Marken setzen sich durch, Mars kehrt zurück
AdAge meldet, der Name Masterfoods wird aufgegeben. Nach fünf Jahren und Millionen verschwendeter Werbe-Dollars kehrt der 18 Milliarden Dollar Umsatzgigant mit Marken wie Mars, M&M, Uncle Ben′s zu Mars zurück.
Es war nicht gelungen, die Handelskunden auf den neuen Namen umzugewöhnen. Der Vertrieb hatte massive Probleme und Einkäufer füragten immer wieder: „Who the heck is Masterfoods?“.
Auch die erhofften Einsparungen und Synergien wurden nicht erreicht.
veröffentlicht am 1.6.2006 durch Andreas Fügner
Messeveranstalter gegen Plagiatismus
Das Handelsblatt berichtet:
Sehr lange ist das Thema Plagiate stiefmütterlich behandelt worden. Doch jetzt bekommen die Aussteller, die auf Messen Plagiate anbieten, unerwarteten Druck – von Veranstaltern.
Immer mehr Messeveranstalter schlagen sich im Kampf gegen Plagiate auf die Seite der Markeninhaber und werden ihrerseits aktiv.
Zusammen mit dem Zoll hat die Messe Frankfurt zu Beginn dieses Jahres die Aktion „Messe Frankfurt against copying“ gestartet. Zu jeder Messe gehört ein Stand mit Informationen von Zoll und Patentamt, wie man Plagiatoren ausbremsen kann – samt passenden Formularen. Vor Ort ist auch ein Anwalt, der den Firmen gleich helfen soll. Auch die Messe Essen und die Deutsche Messe in Hannover stellen inzwischen Fachanwälte während der Schauen. veröffentlicht am 29.5.2006 durch Andreas Fügner
Möwenpick Lizenz für Edelgebäck
Ein Kekshersteller will sich künftig stärker als Anbieter von Edelgebäck profilieren.
Das Unternehmen hat von der Schweizer Mövenpick eine Lizenz für den Vertrieb von Gebäck unter der Marke Mövenpick in Deutschland und Österreich erworben.
Dabei setzt das Unternehmen, das zu den drei mit Abstand größten deutschen Keksherstellern zählt, ganz bewusst auf das Edelimage der Traditionsmarke, unter deren Namen in Deutschland unter anderem schon Eis, Kaffee und Konfitüre angeboten werden.
"Im Premium-Gebäckmarkt sehen wir noch große Lücken, es gibt wenige tatsächliche Premium-Angebote, deshalb gibt es hier erhebliches Entwicklungspotenzial", sagt der geschäftsführende Gesellschafter.
Die Mövenpick-Lizenz bietet nun die Chance, das Markenimage aufzupeppen. Das ist wichtig, denn mit teurem Edelgebäck lässt sich wesentlich mehr verdienen als mit Billigkeksen. Wie alle Lebensmittelhersteller leiden auch die Gebäckanbieter unter einem extrem harten Preiswettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel. Wer es schafft, eine Premium-Marke zu etablieren, kann sich der harten Preiskonkurrenz etwas entziehen.
Der Markt für Backwaren ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Branchenverbandes BDSI mengenmäßig um 2,8 Prozent gestiegen. Marktführer ist das Hannoveraner Traditionsunternehmen Bahlsen.
Zu den großen Gebäckherstellen in Deutschland zählt mit einem Jahresumsatz von 453 Mio. Euro noch die Aachener Lambertz Gruppe, vor allem bekannt durch ihre Printen. veröffentlicht am 9.5.2006 durch Andreas Fügner
Markenartikel-Firmen optimistisch für 2006
Die im Markenverband zusammengeschlossenen Unternehmen blicken optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in 2006. Jedes sechste Mitglied beurteilt die Lage mit gut bzw. sehr gut. Ein "befüriedigend" kommt von etwa zwei Dritteln der Mitglieder.
Knapp 40 Prozent der Markenartikel-Unternehmen schätzen die Ertragsaussichten für 2006 als positiv ein und ebenso viele prognostizieren einen spürbaren Konjunktur-Aufschwung für 2006. Klaus-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes: "Unsere Branche ist mit Schwung ins Jahr 2006 gestartet und ich bin davon überzeugt, dass es der Markenartikel-Wirtschaft aufgrund der sich verbessernden Grundstimmung gelingt, Umsatz und Erträge weiter langsam aber kontinuierlich zu steigern."
veröffentlicht am 28.4.2006 durch Andreas Fügner
Lacoste Uhren Lizenz
Eine Sprecherin von Lacoste gab bekannt, die Lizenz beginnt am 1. Januar 2007. Enddatum und Konditionen nannte sie nicht.
Die ersten Uhren sollen im Frühjahr 2007 auf den Markt kommen und weltweit über 870 Lacoste-Boutiquen, Kaufhäuser und den Fachhandel vertrieben werden.
Der Lizenznehmer, der auch Lizenzen von Coach, Tommy Hilfiger und Hugo Boss hält, gab die Preise für Lacoste Uhren mit $195 bis $595 an.
(reuters) veröffentlicht am 29.3.2006 durch Andreas Fügner
Puma vergibt Brillen-Lizenz
Puma hat einen mehrjährigen, weltweiten Lizenzvertrag für das Segment Brillen abgeschlossen. Die erste Brillenkollektion wird im Herbst vorgestellt und bis Ende diesen Jahres auf den Markt kommen.
Der Lizenznehmer ist seit 50 Jahren im Brillengeschäft tätig und gehört zu den führenden Unternehmen in Produktion, Design, Marketing und Vertrieb von Brillenfassungen. Er verfügt über Erfahrung im Lizenzgeschäft mit Marken wie Boss, Hugo, Elle oder Esprit. Die Gruppe operiert international, der Vertrieb umfasst nahezu 100 Länder.
Pumas Lizenz-Portfolio umfasst derzeit Uhren, Duft- und Körperpflegeprodukte, Bodywear sowie Socken.
(diverse) veröffentlicht am 29.3.2006 durch Andreas Fügner
Underberg ebnet Weg zur Markenbeleihung
Endlich, die ersten Banken trauen sich an die Beleihung von Marken.
Das Handelsblatt berichtet, dass die HSH Nordbank zusammen mit der Leasinggesellschaft AGV und der Kreissparkasse Köln für die Spirituosenmarke Asbach der Firma Underberg eine Sale-and-Lease-Back- Transaktion arrangiert hat.
Die Leasinggesellschaft hat das Markenrecht erworben und zurückgeleast. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kauft der Unternehmer die Rechte zurück.
Markeninhaber sollten der Underberg AG danken.
(handelsblatt) veröffentlicht am 22.3.2006 durch Andreas Fügner
Produktintegration komplett
Die Sonnenbrille aus CSI, oder das Kleid aus DSDS?
In den USA ist ein Schritt zur Integration von Produkt und Entertainment gemacht.
Unter www.StarStyle.com können Fernsehzuschauer Produkte, die sie in Fernsehsendungen sehen, suchen und online erwerben.
Die Liste der teilnehmenden Shows ist noch kurz, die der Marken bereits sehr lang.
StarStyles selbst ist (noch) kein Einzelhändler, sondern kooperiert mit vielen großen Häusern der USA.
Spannend wird, ob sich StarStyles auch als Messlatte für Product Placement nutzen läßt.
veröffentlicht am 21.3.2006 durch Andreas Fügner
Markenkauf vs. Markenaufbau
Wie einige Medien berichteten, erwarb die Japanische Link Theory das weltweit bekannte Modelabel Helmut Lang.
Wieder ging ein Europäische Label an ein Asiatisches Unternehmen, das zuvor bereits die Deutsche Marke Rosner gekauft hatte.
Bemerkenswert ist, das Link Theory ausschließlich die Markenrechte erwarb, ohne "jeden Ballast". Der geschätzte Kaufpreis von 30 Mio. Dollar ist nur ein Bruchteil dessen, was weltweit für den Aufbau eines Labels mit ähnlichem Bekanntheitsgrad hätte aufgewandt werden müssen.
Mit seinen drei Standbeinen in den USA, Asien und Europa hat Link Theory nun excellente Chancen zur Wiederbelebung des inzwischen auf ca. 24 Mio. Euro Umsatz geschrumpften Labels. veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner
Möwenpick Schokolade
Wie das Handelsblatt berichtet, übernimmt ab Herbst Katjes Fassin die Vermarktung von Möwenpick Schokolade.
(handelsblatt) veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner
Jockey vergibt Socken Lizenz
Laut WWD vergab Jockey in den USA eine Lizenz für Damen und Herren Socken. Lizenznehmer ist der bereits Partner für Strumpfhosen.
Ab diesen Herbst sollen die Socken in Deaprtment Stores und im Fachhandel angeboten werden.
(wwd) veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner
Knapp 71.000 neue Marken
Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) wurden im Jahr 2005 insgesamt 70.926 Marken angemeldet.
Das sind 7,6% mehr als in 2004. veröffentlicht am 14.3.2006 durch Andreas Fügner
Seit Januar 2005 arbeitet die Deutsche DIN an einer Norm zur Markenbewertung.
Nun hat ON, das Österreichische Pendant zu DIN, unter ONR 16800 eine Norm veröffentlicht. Zu beziehen ist sie hier: http://www.on-norm.at/publish/2433.html
Laut DIN soll die in Arbeit befindliche Norm auf internationalen Standard der ISO gebracht werden, da eine nationale Lösung dem DIN wenig sinnvoll erscheint. veröffentlicht am 7.3.2006 durch Andreas Fügner
Das Handelsblatt präsentiert die Ergebnisse einer ACNielsen Studie zu Designer Marken.
Die weltweit begehrtesten Marken sind danach:
Giorgio Armani 30 % Gucci 27 % Versace 26 % Chanel 22 % Christian Dior 19 % Ralph Lauren 18 % Prada 17 % Yves Saint Laurent 17 %
Die tatsächlich gekauften Marken sind:
Giorgio Armani 19% Chanel 19% Versace 16% Ralph Lauren 16% Yves Saint Laurent 15% Christian Dior 15% Gucci 15%
Bedenklich ist, nur 20% der Befüragten Deutschen glauben, dass Designer Marken hochwertiger als Standard-Marken sind.
Und für 20% der Interviewten sind Plagiate von Designer-Marken genauso gut wie die Originale. veröffentlicht am 7.3.2006 durch Andreas Fügner
Asiaten kaufen Amerikanische & Europäische Marken
In 2005 erlebten wir einige spektakuläre Übernahmen Amerikanischer und Europäischer Marken durch Asiatische Unternehmen.
Die Chinesische Lenovo erwarb das IBM PC Geschäft und damit multinationale Präsenz und Absatzwege. Der Chinesischer Fernsehhersteller TCL kaufte RCA. BenQ übernahm das Mobiltelefongeschäft von Siemens und Grundig ist schon länger in asiatischem Besitz.
Auch außerhalb der Elektronik übernimmt die "verlängerte Werkbank" Asien immer öfter Europäische und Amerikanische Marken.
Pringle of Scotland ist ebenso in Asiatischen Händen wie Laura Ashley und die ehemals Deutsche Mondi.
Neben Marktzugang und höheren Margen sind zwei Faktoren für die fortgesetzte Einkaufstour Asiatischer Unternehmen ausschlaggebend.
Zum Einen greifen langsam Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums in Asien. So mancher Hersteller von Raubkopien und Fälschungen stellt auf Eigenmarken um oder erwirbt etablierte Marken.
Zum Anderen, und das ist noch wesentlicher, verfügen viele Asiatische Firmen über hohe Dollar Reserven. Der enorme Außenhandelsüberschuss mit den USA füllte Asiatische Kassen, die nun immer öfter für den Erwerb Amerikanischer und Europäischer Marken verwendet werden. veröffentlicht am 23.2.2006 durch Andreas Fügner
Glaubwürdigste Werbung
Seit einiger Zeit präferieren wir in der Kommunikation Brand Entertainment.
Als Bestätigung berichtet ZMG zur Akzeptanz von Werbung. Auf die Frage: In welchem Medium finden Sie Werbung am glaubwürdigsten?", antworteten Personen ab 14 Jahren:
Tageszeitungen 68%
Anzeigenblätter 59%
Zeitschriften 53%
Hörfunk 51%
Fernsehen 48%
Kino 45%
Internet 32%
Direktwerbung 29%
(wuv) veröffentlicht am 21.2.2006 durch Andreas Fügner
50% des Gewinns aus Lizenzen
Das US-Jeanswear- und Lifestyle-Unternehmen Guess Inc aus Los Angeles hat im Geschäftsjahr 2005 die höchsten Umsätze und Gewinne seit dem Börsengang 1996 erzielt.
Die Umsätze stiegen um 28,4% auf 936,1 Mill. $ (785,9 Mill. Euro) und nähern sich damit der Milliarden-Schwelle.
Der Nettogewinn hat sich von 29,6 Mill. $ auf 58,8 Mill. $ fast verdoppelt. Auf das weltweite Lizenzgeschäft entfällt nach Unternehmensangaben inzwischen die Hälfte des Gewinns. Die Lizenzerlöse stiegen um 2,3% auf 48,3 Mill. Dollar.
(TWnetwork) veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner
Profit Brand
Wenige Tage nach Veröffentlichung der Studie „Markenbewertung und Markenmanagement“ von PwC, Prof. Sattler und dem Markenverband bespricht AllAboutBranding.com das neue Buch „ProfitBrand“.
Und wieder einmal fürage ich mich:
Wie kann man den größten Einzelposten des Unternehmenswertes vernachlässigen?
Wie kann man sich dessen Messung verschließen?
Wo doch bekannt ist, dass man nur steuern kann, was man auch misst.
Zur Studie geht es hier:
www.wuv.de/wuv/studien/2006/02/24599/index.php
und die Buchbesprechung finden Sie hier:
www.allaboutbranding.com/index.lasso?article=419
veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner
Grenzenloser Luxus
Den erfolgreichsten - Chanel - vernachläßigend und Gerry Weber irrtümlich zu Luxus zählend schreibt das Handelsblatt:
"Edelmarken wie Montblanc nutzen ihren guten Namen für neue Produkte und erweitern ihr Portfolio seit Jahren systematisch – eine Gratwanderung zwischen Exklusivität und Allgegenwärtigkeit.
Ein Zigarrenhersteller kreiert Parfüm, ein Füllfederschleifer näht Handtaschen, ein Koffermacher entwirft Abendkleider – und das ganze auf handwerklich höchstem Niveau. Verrückte Welt?
Luxusmarkenhersteller wie Davidoff, Montblanc und Louis Vuitton erweitern ihr Produktportfolio seit Jahren systematisch. Luxus kennt keine Grenzen mehr.
Die Markendehnung ist im Luxussegment aber auch eine Gratwanderung. Eine Gratwanderung zwischen Exklusivität und Allgegenwärtigkeit.
Die weltgrößten Luxusgüterkonzerne – das füranzösische Konglomerat LVMH und die eidgenössische Gruppe Richemont – stehen nach den Krisenjahren Anfang des Jahrzehnts besser denn je da. Die Umsätze steigen, die Gewinne explodieren.
Ein Grund für den Wiederaufstieg ist das breite Produktportfolio. „Die Markendehnung erhöht den Bekanntheitsgrad und reduziert die Abhängigkeit von einer Produktgruppe“, sagt Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands.
Zugleich würden mit Uhren oder Schmuck neue Umsatz- und Gewinnquellen erschlossen, die mehr Wachstumsdynamik zeigten.
Davidoff als Musterbeispiel
Wie weit Markendehnung bisweilen geht, zeigt das Beispiel Davidoff. Die Zigarrenmarke steigerte mit dem Parfum „Cool Water“ die eigene Bekanntheit immens, und das, obwohl sowohl die Produkte – duftendes Parfum und rauchige Zigarre – als auch die Zielgruppen – Altherren und Jungvolk – unterschiedlicher kaum sein konnten. Die Unternehmensberatung McKinsey zählt Davidoff deshalb zu den Musterbeispielen für erfolgreichen Markentransfer.
Es ist die Philosophie, die über den Erfolg einer Markendehnung entscheidet. „Das Produktsortiment von Montblanc folgt dem Prinzip des zeitlosen und klassischen Designs. Das gilt für unsere mechanischen Uhren, die feinen Lederwaren und die Schmuckkollektionen. Nicht in dieses Schema passt zum Beispiel Mode. Mode ist Trends unterworfen, die heute in und morgen out sind“, sagt Lutz Bethge, Geschäftsführer International von Montblanc.
Auch Louis Vuitton folgt einer klaren Leitlinie. Zum Portfolio des einstigen Pariser Koffermachers gehören nur Produkte, die man auch mit auf Reisen nehmen kann. Neben den ursprünglichen Koffern gibt es heute noch Schmuck, Uhren und Städteführer. Auch Mode gehört zum Reisegepäck. Interieur wie etwa ein Porzellanservice oder eine Stehlampe würde jeden Koffer sprengen – und gehören folglich nicht dazu.
Die Expansion ist aber auch eine Gratwanderung. „Einstiegsprodukte wie Schlüsselanhänger oder Reiseführer dürfen nicht Überhand nehmen“, warnt Antonella Mei-Pochtler, Markenexpertin der Boston Consulting Group, „Und an jeder Ecke sollte sich eine Luxusmarke auch nicht anbieten.“ Die Distanz zum Alltäglichen müsse gewahrt bleiben – im Sortiment wie im Vertrieb.
Dass eine Markendehnung aber nicht zwangsläufig von Erfolg gekrönt ist, dafür steht Harley-Davidson. Das Ursprungsprodukt der amerikanischen Marke sind schwere Motorräder. Die Loyalität der überwiegend männlichen Kunden wurde durch eine breite Palette an Merchandising Produkten überstrapaziert, die von Socken über Schmuck und Weinkühler bis Parfüm reichte.
Eingefleischte Harley-Fans lehnten diese „Disneysierung“ nicht nur ab, sondern drohten mit Boykott. Um größeren Imageschaden zu vermeiden, gestand der Konzern die Fehleinschätzung schließlich ein. Der Ausflug von Harley-Davidson in die Lifestyle- Welt endete abrupt.
Konzerne sind auch Getriebene
Bei ihrer Expansion sind die Luxusgüterkonzerne aber auch Getriebene. Die kritische Markengröße, ab der sich internationale Kampagnen in Marketing und Vertrieb erst lohnen, steigt seit Jahren.
„Luxusmarken sind entweder global präsent oder gar nicht“, erläutert Markenexpertin Mei-Pochtler.
Auch die Krise im Facheinzelhandel zwingt die Edelmarken, in die Breite zu gehen. Mit einem Produkt allein kann kein eigenes Ladennetz bestückt werden. Ein breites Sortiment ist Voraussetzung für den Aufbau. Bestes Beispiel ist Gerry Weber.
Die Damenmodemarke bietet ab Sommer auch Herrenmode an – und zwar einzig und allein aus Einzelhandelslogik. Die Untergeschosse der „Houses of Gerry Weber“ blieben bis dato ungenutzt, da sich Damenmode nur überirdisch verkauft. Ein Luxus, den sich Gerry Weber auf Dauer nicht leisten will. Um das Basement zu nutzen, ließ Gerry Weber deshalb jetzt in Lizenz eine Herrenkollektion entwickeln.
veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner
Die Welt hortet Marken wie nie
Deutschland führt Noch nie wurden so viele internationale Marken registriert wie 2005. Zum 13. Mal in Folge belegt Deutschland den ersten Platz. Kein anderer Staat hat auch nur annähernd so viele internationale Marken im Madrider System der WIPO beantragt.
Auffallend ist, dass sich die Lebensmittel-Discounter zu Eigenmarken-Schwemmen entwickelt haben. Der größte einzelne Antragsteller kommt aus Österreich: Es handelt sich um die Aldi-Tochter Hofer. Konkurrent Lidl liegt weltweit an zweiter Stelle, Aldi selbst auf Platz 7, Plus an 17. Position.
An dem seit 1891 bestehenden Madrider System beteiligen sich mittlerweile 77 Staaten. Eine einmal im System registrierte internationale Marke kann durch eine einfache "Designation" auf jedes Mitgliedsland ausgedehnt werden und genießt dort dann den selben Schutz, wie eine im jeweiligen nationalen Register verzeichnete Marke.
33.565 Registrierungen (+ 13,9 %) waren 2005 ebenso Rekord wie 356.476 Designationen (+ 19,6 %). Insgesamt waren zum Jahreswechsel 450.039 internationale Trademarks und rund 5,1 Millionen Designationen verzeichnet.
5.802 Anträge (17,3 %) kamen 2005 aus Deutschland, Frankreich belegt den 2. Rang mit 3.497 Anträgen (10,4 %). Dritter sind die USA mit 2.847 neu beantragten Marken (8,5 %). Im zweiten vollen Jahr der Mitgliedschaft der USA stieg ihre Antragsmenge um 63,9 %. Weitere 1.852 Anträge (5,5 %, 7. Rang) wurden über das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) der EG in Alicante eingereicht und dürften zum Teil ebenfalls aus Deutschland stammen.
Insgesamt kamen 66 % aller Neuanmeldungen aus der EU. Belgien, Italien, die Schweiz und China komplettieren die Top 8.
Die Statistik der umtriebigsten Antragsteller führen Hofer, Lidl, Jannsen Pharmaceutica (Belgien), die Deutsche Telekom, Henkel, Novartis (Schweiz), Aldi, Siemens, Nestle(Schweiz), Bosch und Beiersdorf an. Mit Plus (17. Platz) und Altana Pharma (18. Platz) finden sich zwei weitere deutsche Firmen in den Top 20. Lidl und Hofer gehören nun zu jenen 21 Unternehmen, die mehr als 500 Marken besitzen.
China hat die seit 1997 führende Schweiz als Zielland der meisten Designationen abgelöst. 13.576 Marken sollen seit 2005 zusätzlich in China Schutz genießen.
Dreistellige Prozentzahlen bei den Zuwachsraten gab es für Syrien, Namibia und den Iran. veröffentlicht am 10.2.2006 durch Andreas Fügner
Brand Inspector
Gerät kommt Produktpiraten auf die Spur
Sicherheitstechniker vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) haben ein mobiles System für die Erkennung von Marken- und Produktfälschungen entwickelt.
Zwar gibt es bereits auf dem Markt eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen wie Hologramme und Codierungen. Doch all diese Kennzeichen müssen auch schnell und sicher erfasst werden - damit etwa der Zoll einfach Fälschungen erkennen kann. Für eben diesen Zweck haben die Fraunhofer-Forscher den Brand Inspector entwickelt.Das mobile System überprüft die Echtheit von Verpackungen und bedient sich dabei Standardgeräten wie Handcomputern (PDA), Handys und Scannern. Grundlage sind digitale Wasserzeichen, die versteckt angebracht und ohne technische Hilfe nicht wahrzunehmen sind. "Neu an unseren Sicherheitsmerkmalen ist, dass nicht nur Ziffern, sondern auch Fotos oder Fingerabdrücke kryptografisch verschlüsselt auf eine Verpackung aufgedruckt werden", sagt Entwickler Bertram Nickolay von der Abteilung Sicherheitstechnik des IPK in Berlin.
Wichtig war dabei, die Herstellungskosten niedrig zu halten. Schließlich kämen bei Wegwerfverpackungen keine aufwendigen Sicherungen in Frage wie bei Pässen oder Geldscheinen. Ein Weg zur fälschungssicheren Verpackung sei es, die aufgedruckten Bilder kundenspezifisch zu verändern. So entsteht ein Bild, das neben einer Codierung auch Tracking-Daten enthält, um Verpackungen für einen bestimmten Zulieferer zu kennzeichnen", erklärt Nickolay. Für den normalen Betrachter bleibe die Veränderung unsichtbar - nicht aber für Sicherheitsleute und Kriminalbeamte mit entsprechender Ausrüstung.
Unser Ziel ist es, dass Beamte mit möglichst einfach zu bedienenden Standardgeräten arbeiten können", erklärt Nickolay. Es genügen ein normaler Scanner, eine Webcam und ein Handy oder ein PDA mit Fotofunktion. Eine Software erkennt und bewertet dann die wesentlichen Daten. "Damit eignet sich der Brand Inspector nicht nur für Verpackungen, sondern auch für Tickets oder Fahrscheine", sagt der Fraunhofer-Forscher.
(handelsblatt) veröffentlicht am 6.2.2006 durch Andreas Fügner
Meinungsführer bevorzugen persönlich bekannte Quellen
Weltweit genießen „Menschen wie Du und ich“ inzwischen das meiste Vertrauen – mehr als Ärzte und Wissenschaftler. In Deutschland gilt dies für 73 Prozent der Meinungsführer, in den USA für 68 Prozent. Mit dem Trust-Barometer untersucht die Agentur Edelmann jährlich das Vertrauen in Institutionen, Unternehmen und Medien.
Dabei zeigt sich wieder: Entscheidungsträger rund um den Globus bedienen sich vorzugsweise persönlich bekannter Informationsquellen. Nach einem Rückgang um zehn Prozentpunkte im vergangenen Jahr vertraut in Deutschland weniger als jeder fünfte Befüragte den Aussagen von CEOs oder CFOs. Die Befüragten in Deutschland bringen ihren heimischen Unternehmen geringeres Vertrauen (68 Prozent) entgegen als die Befüragten in anderen Ländern (Werte von mehr als 70 Prozent, in Japan sogar mehr als 90 Prozent).
Auch Unternehmen mit Hauptsitz in den „emerging markets“ China und Indien leiden weltweit unter Vertrauensdefiziten (weniger als 40 Prozent).
Weiterhin kämpfen bekannte US-Marken a priori mit einem Vertrauensabschlag in Europa, beispielsweise Coca-Cola (USA: 65 Prozent vs. Europa: 41 Prozent, Deutschland: 46 Prozent) oder McDonald’s (USA: 51 Prozent vs. Europa: 30 Prozent, Deutschland 37 Prozent).
Dagegen leiden nicht-amerikanische Marken in keinem anderen Markt der Welt unter diesem Phänomen.
Im Bereich der Medien hat das Internet als erste Informationsquelle für Nachrichten in den vergangenen zwölf Monaten weiter an Bedeutung gewonnen (19 Prozent in den USA, 20 Prozent in Deutschland). Mit nur noch 22 Prozent in Deutschland ist der Vorsprung des Fernsehens fast aufgezehrt, während Tageszeitungen in Deutschland (31 Prozent), aber auch in Frankreich, Italien, Japan und Brasilien weiterhin als erste Wahl gelten.
„Wir stehen heute vor einem Wendepunkt in der Entwicklung der Unternehmenskommunikation. Die Erosion des Vertrauens in institutionalisierte Informationsquellen ist soweit vorangeschritten, dass ‚Menschen wie Du und ich’ eine herausragende Position in der Informationsabsicherung einnehmen“, kommentiert Richard Edelman, President und CEO von Edelman. Unternehmen in Deutschland und jedem anderen Markt seien daher gut beraten, die eigene Glaubwürdigkeit mit Dialogangeboten an Konsumenten, Mitarbeiter und andere Stakeholder zu stärken.
(handelsblatt) veröffentlicht am 24.1.2006 durch Andreas Fügner
Diesel & L′Oreal
Mehr als Jeans demnächst von Diesel
Nun steigt das Unternehmen auch in das Parfümgeschäft ein. Gestern gaben Diesel und der Kosmetikkonzern L′Oreal eine Lizenz für Parfüms bekannt.
Wir wollen mit Diesel weltweit unter die Top Ten der Parfüms kommen, verkündete Marc Menesguen, Generaldirektor von L′Oreal. Langfüristig will Diesel die Kooperation auf weitere Produkte wie Cremes und Kerzen ausdehnen.
Zudem sollen wie bei anderen Designer-Häusern außer Parfüm auch andere Accessoires wie Schuhe und Taschen die Kassen füllen. Im April wird Diesel auf der Branchenmesse in Basel mit Fossil, die schon jetzt die Uhren für die Italiener herstellen, seine Schmuckkollektion vorstellen.
Eine Linie für Wohnungseinrichtungen ähnlich wie Armani Casa soll 2007 hinzukommen. Für 2007 plant Rosso auch den Einstieg ins Hotelgeschäft. Rosso hat bereits 1990 das Pelican Hotel in Miami gekauft, lange bevor italienische Häuser wie Bulgari und Armani das Ressort- und Hotelgeschäft entdeckten.
veröffentlicht am 17.1.2006 durch Andreas Fügner
Dolce & Gabbana zu P&G
Procter & Gamble und Dolce & Gabbana verkündeten, dass P&G Prestige Products, die Geschäftseinheit für edle Düfte von P&G, einen Vertrag zum Abschluss einer Lizenzvereinbarung mit Dolce & Gabbana S.r.l. unterzeichnet hat. P&G wird ab dem 1. Juli 2006 das bestehende Parfümsortiment vermarkten und vertreiben.
"Dolce & Gabbana gilt auf der ganzen Welt als Symbol für italienischen Glamour. Die Marke steht für einen zeitlosen Stil für unkonventionellen Luxus, der in jeder neuen Saison Innovation mit dem starken mediterranen Flair seines Ursprungs verbindet. Ihr sinnlicher und einzigartiger Stil findet bei den Prominenten aus Hollywood und der Musikbranche Anklang und geniesst Ikonenstatus. Diese Faktoren schaffen ein überragendes, traumhaftes Niveau, das der Marke alle wichtigen Mittel zur Kreierung und zum erfolgreichen Wachstum von Parfümklassikern in die Hand gibt," kommentierte Hartwig Langer, Präsident von P&G Prestige Products.
Durch die Unterzeichnung der Lizenzvereinbarung für Parfüme mit Dolce & Gabbana kann P&G Prestige Products seinem gegenwärtigen Geschäftssortiment eine starke Palette an edlen Luxusparfümen hinzufügen, sodass sein starkes Luxuswarenangebot ergänzt und weiter gefestigt wird.
Laut WWD soll der Lizenzvertrag als Garantiesumme 100 Mio. Euro und 10% Royalties beinhalten. veröffentlicht am 15.12.2005 durch Andreas Fügner
BMW schult mit eigener Marken-Akademie
Was eine großartige Einrichtung:
"Die BMW-Group hat am Donnerstag ihre Marken-Akademie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vor drei Jahren gegründete Brand- Academy des Unternehmens soll das Verständnis für die drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce bei Mitarbeitern, Handelpartnern und Agenturen fördern. In eintägigen Seminaren lernen Teilnehmer dort Grundwissen zu Marken im allgemeinen und die Ausrichtung der drei Unternehmensmarken kennen.
"Für den langfüristigen Erfolg ist es unabdingbar, dass Mitarbeiter und Partner die unterschiedlichen Identitäten der Marken verstehen und die Differenzierungsmerkmale zum Wettbewerb kennen", so BMW-Marketing- und Vertriebsvorstand Michael Ganal.
In dem firmeneigenen Institut im Norden Münchens werden jährlich etwa 2.500 Teilnehmer geschult. Der Großteil sind BMW-Führungskräfte. Die BMW-Brand-Academy betreibt außerdem Grundlagenforschung und ist interner Dienstleister für die Marketingabteilungen des Automobilkonzerns."
Nicht nur wird jeder Mitarbeiter auf die Marke(n) eingeschworen, jährlich verlassen 2.500 Botschafter der Marke das Institut. veröffentlicht am 2.12.2005 durch Andreas Fügner
Modemarken eröffnen Hotels
WWD berichtet, zwei Mode Marken steigen in die Hotelerie ein: Missoni und Byblos.
Missoni, mit einer Heimtex Kollektion, vergab eine weltweite Lizenz an eine Belgische Hotelgruppe. Geplant sind 30 kleine bis mittlere Hotels bis zum Jahr 2010 unter dem Namen Hotel Missoni. Die ersten drei sollen bis 2007 öffnen, unter anderem in Dubai und Edinborough. Weitere Standorte sollen London, Paris, Amsterdam, St. Petersburg, Mailand und Istanbul sein. Für 2010 erwartet Vittorio Missoni, der Marketing Manager von Missoni Umsätze in Höhe von $350 million.
Gleichzeitig eröffnete der Inhaber von Byblos ein 5 Sterne Hotel in Verona.
Missoni und Byblos folgen damit Armani, Versace, Ferragamo und Bulgari in den Markt der Luxushotels. veröffentlicht am 2.12.2005 durch Andreas Fügner
Marke Ferrari erzielt $700 Mio.
Der Leiter Brand Development and Partnerships erklärte beim F1 Sponsorship Forum, dass Ferrari′s Einnahmen aus Merchandising und Lizenzen, inklusive der neuen Ferrari shops weltweit $700 Mio. im Jahr betragen.
Er führte aus: "Rennsport ist absolute Voraussetzung für Marke und Produkt". Ferrari plant 50 Läden weltweit, trotz der Gefahr der Verwässerung. Er nannte keine Details, aber die Einnahmen aus Merchandising werden auf $70 Mio. geschätzt, was etwa dem 5-fachen anderer Formel 1 Teams entspricht.
veröffentlicht am 17.11.2005 durch Andreas Fügner
Wen erreichen (Marken-) Kinofilme?
Das Kino ist ein optimales Medium, um junge Leute unter 30 Jahren zu erreichen mit einer ungebrochen hohen Reichweite.
Nach der aktuellen Media-Analyse (MA 05) des Fachverbands Werbung im Kino (FDW) erreicht Kinowerbung regelmäßig knapp 60 % der jungen Bundesbürger pro Woche. Aus der MA gehen neben der Reichweite auch soziodemographische Merkmale hervor.
1,54 Millionen junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren gehen Woche pro Woche mindestens einmal (!) ins Kino. Doch auch die Jahrgänge bis 39 lieben und schätzen das Kino. Über 530.000 der 30- bis 39-Jährigen gehen allwöchentlich ins Kino (IVW-geprüfte Besucherzahlen).
Erkannt hat diesen Vorteil auch WPP. Der Werbekonzern beteiligt sich mit 5% am Filmstudio der Weinstein Brüder und erhält das Recht auf „First Look“ für seine Kunden wie Ford.
veröffentlicht am 10.11.2005 durch Andreas Fügner
Wie alt sind Ihre kaufenden Kunden?
Ältere Konsumenten sind häufig wichtiger, als wahrgenommen wird.
Beispiel Designprodukte: Durchschnittlich 54 Jahre alt ist der Käufer der Hi-Fi-Anlagen von Bang & Olufsen.
Oder der Automobilmarkt: Porsche-Käufer sind im Durchschnitt 57 Jahre alt. Menschen über 50 kaufen 45 % aller Neuwagen und 80 % der Wagen der Luxusklasse. Das "Born to be wild"- Gerät, der Harley-Davidson Chopper, wird im Mittel von 59-Jährigen gekauft.
Die Gruppe der "jungen Alten", also der 60- bis 80- jährigen, wird 2050 bei einer Bevölkerung von gut 75 Millionen rund 19 Millionen Menschen, also 25 % umfassen. 80 Jahre oder älter werden rund neun Millionen Menschen und somit zwölf % der Bevölkerung sein. Zum Vergleich: 2003 waren nur 3,4 Millionen Deutsche (vier %) älter als 80 Jahre alt.
Trotz aller Sorgen um die Sicherheit der Renten: Angesichts der demografischen Entwicklung gilt die Seniorengeneration von morgen als gigantischer Zukunftsmarkt. Die Generation Plus besitzt schon heute mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens in Deutschland.
Und, was für Alte notwendig ist, kann auch für Jüngere attraktiv und nützlich sein. Die ablehnende Haltung gegenüber "Komfort- Produkten" ändert sich, sobald das Produkt aus der Senioren-Nische herauskommt. Ein Beispiel, der "Koffer auf Rollen". Das Produkt hat sein anfängliches Senioren-Image fast vollständig abgestreift. Es hat sich einfach als praktisch herausgestellt, schwere Taschen zu ziehen statt zu schleppen. Eine ähnliche Emanzipation vom Image der Behindertenausstattung hat die schwellenfüreie Dusche erlebt. Sie ist für Rollstuhlfahrer die Voraussetzung zur selbstständigen Benutzung, inzwischen aber zum Design-Renner im Bad aufgestiegen.
Worauf sollten Sie achten?
Ältere Konsumenten sind erfahren und daher kritisch. Diese Generation lässt sich nicht für dumm verkaufen.
Vermeiden Sie das Label Seniorenprodukt. Erfahrene Konsumenten erkennen den auf sie abgestimmten Nutzen auch ohne „Altershinweis“.
Und in der Kommunikation sollte man Anglizismen vermeiden. Mit „Convenience Produkten“ können viele Ältere nun mal (noch) nichts anfangen. veröffentlicht am 3.11.2005 durch Andreas Fügner
Audi geht auf Sendung
Die FTD berichtet:
Bekannt ist die VW-Tochter Audi für schnittige Autos mit edlem Design. Nun geht der Autohersteller mit einer vollkommen neuen Marketingstrategie an die Öffentlichkeit: Per Sendung rund um die Uhr will das Unternehmen neue Kunden an Land ziehen.
Jüngst startete Audi in Großbritannien mit Audi Channel einen eigenen Fernsehkanal. Ist das Projekt von Erfolg gekrönt, könnte das Unternehmen auch in anderen Ländern auf Sendung gehen.
24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche soll das Publikum des Massenmarktes angesprochen werden, Autobesitzer wie Autoliebhaber. Das Sendeprogramm ist aufgeteilt in produktbezogenes "Infotainment" während des Tages und allgemeinere Unterhaltung am Abend und an Wochenenden.
Rund 7,6 Millionen Haushalte in Großbritannien können Audi Channel über die Satellitenplattform Sky Digital empfangen. In den kommenden Monaten soll die Zahl der Zuschauer noch größer werden, wenn Audi die Verhandlungen mit dem Betreiber Freeview und mit Kabelfernseh- betreibern abgeschlossen hat. Außerdem soll der Sender Breitband-Internetnutzern über die Audi-UK-Website zugänglich gemacht werden.
Anlass für die Entscheidung zu einem markeneigenen Sender war die wachsende Unzufüriedenheit über den zerstückelten Medienmarkt und die Sorge, britische Zuschauer wendeten weniger Zeit für die Fernsehwerbung der Marke auf, sagt Gary Savage, Marketingvorstand von Audi UK. "Wir haben beträchtliche Marketingbudgets, wir erfüreuen uns eines greifbaren Absatzerfolgs in Großbritannien, und es gibt viel, auf das wir stolz sein können. Was allerdings Werbung und Marketing angeht, sind wir ziemlich konventionell gewesen", sagt er. "Deshalb haben wir unser Schicksal selbst in die Hand genommen. Erst war es einfach eine nette Idee, als wir aber die Möglichkeit prüften, haben wir festgestellt, dass wir mit einer neuen Sendelizenzart der (britischen Medienaufsichtsbehörde) Ofcom im Grunde Besitzer eines Senders werden konnten."
Diese neu geschaffene Lizenz der Ofcom ermöglicht Anzeigenkunden, über einen eigenen Sender ihre Marken und Produkte zu bewerben. Allerdings muss dabei sehr genau zwischen Verkaufsförderung und Verkauf unterschieden werden. Und diese Unterscheidung macht Audi sich gern zunutze: "Audi hält auf jeden Fall an einer auf den Showroom konzentrierten Vertriebsstruktur fest. Aber das hier hat die Möglichkeit eröffnet, Verbraucher auf subtilere Weise zu gewinnen, auch wenn es sich nicht unmittelbar in den Absatzzahlen niederschlägt", sagt Charlie Rudd. Er ist stellvertretender Geschäftsführer der Werbeagentur BBH, die den Sender für Audi UK entwickelt hat.
"Das ist ein vollkommen neues Modell, sowohl für einen Fernsehsender als auch für einen Werbekunden. Erfolg wird nicht nach den Zahlen des erwirtschafteten Absatzes definiert. Es geht vielmehr darum, wie effektiv sich der Sender auf die Kundenwahrnehmung der Marke Audi auswirkt. Es geht darum, einen neuen Weg zu finden, den Verbraucher zu erreichen. Marken ziehen kein Interesse auf sich, wenn sie in einem Regal oder einem Showroom stehen - das ist keine Marke, sondern ein Produkt", sagt Rudd.
Immer mehr Unternehmen prüfen die Möglichkeit eines markeneigenen Senders, da sich die Aufmerksamkeit von der herkömmlichen Werbung hin zu so genannten Markeninhalten entwickelt. Dabei geht es um vom Markenbesitzer finanzierte Unterhaltung, die für Funk, Fernsehen, Mobiltelefone, Internet und Live-Veranstaltungen genutzt werden kann.
Nach Ansicht einiger Branchenkenner werden immer mehr Marken dem Beispiel Audis folgen. "Davon werden wir noch mehr zu sehen bekommen, vor allem von Marken der Unterhaltungs- und Freizeitbranche", sagt Adrian Pettett von Cake, ein Unternehmen, das Markeninhalte unter anderem für den Mobilfunkkonzern Orange entwickelt. "Es geht einen Schritt weiter als Markeninhalt, aber es gelten immer noch dieselben Regeln: Egal, was der Werbekunde in Auftrag gibt, es muss unterhaltsames, qualitativ hochwertiges, fesselndes Fernsehen sein." veröffentlicht am 31.10.2005 durch Andreas Fügner
ICC Report Produktpiraterie und -fälschungen
Produktpiraterie und Fälschungen nehmen gefährlich zu und kosten die Weltwirtschaft geschätzte $600 Milliarden im Jahr an verlorenen Umsätzen, so ein Report der internationalen Handelskammer ICC. Der Report der in Paris ansässigen ICC mit Mitgliedern in 140 Ländern drängt Regierungen zu massiven Schritten, um den teuren Missbrauch zu beenden.
„Viele kleine und mittlere Unternehmen sind abhängig von Intellectual Property. Geschmacksmuster, Copyright, Patente und eingetragene Warenzeichen sind für zahlreiche Industrien... wie Textil, Spielzeug, Verlage, Biotechnologie und Einzelhandel elementar", so der Report.
In Indien verlieren FMCG Hersteller ungefähr 15 % des Marktanteils an Fälschungen. Die Kalifornische Wirtschaft verliert $ 34,5 Milliarden durch Fälschungen und Piraterie. Fälschungen und Piraterie kosten die EU an verlorenen Steuereinnahmen ungefähr $9,1 Milliarden im Bekleidungs- und im Schuhsektor, $3,6 Milliarden bei Duftstoffen und in der Kosmetik und $4,5 Milliarden im Spielzeug- und Sportartikelmarkt.
(wwd) veröffentlicht am 26.10.2005 durch Andreas Fügner
Starbucks: Melodien für Millionen
ASW berichtet vom Starbucks Erfolg beim Brand Entertainment:
"Nach großen Erfolgen im Vertrieb von Musik denkt man bei der Kaffeehaus-Kette Starbucks auch über den Verkauf von Filmen nach. Das sagte Ken Lombard, President of Starbucks Entertainment, der britischen Zeitung Guardian. Noch steuert die Musiksparte nur einen kleinen Teil zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei. Doch das soll sich ändern – Lombard will das Geschäft mit Musik und Filmen zu einem wesentlichen Standbein von Starbucks ausbauen.
Auftrieb erhielten diese Visionen durch die Erfolge einer Starbucks-CD bei den diesjährigen Grammy-Verleihungen. Das Album „Ray Charles′s Genius Loves Company“, das von dem Label „Starbucks Hear Music“ initiiert worden war und sich über 720 000 mal verkaufte, räumte gleich acht Grammys ab, darunter die Preise „Best Album of the Year“ und „Best Record of the Year“. Dies sei ein „historischer Moment“ für das Musik-Team von Starbucks gewesen, „das Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Lombard.
Starbucks war in den 70er-Jahren als Kaffeemarke gestartet, entwickelte sich dann aber zu einer der größten Gastronomie-Ketten der Welt. Heute besuchen jede Woche 34 Millionen Menschen die rund 9 500 Starbucks-Cafés in aller Welt. Mit 18 Kundenbesuchen pro Monat und einem durchschnittlichen Kundeneinkommen von 55 000 Dollar würde Starbucks auf Anhieb jedes andere Handelsunternehmen der Welt ausstechen.
veröffentlicht am 19.10.2005 durch Andreas Fügner
Lizenzen bringen den Profit
Die International Herald Tribune schreibt am Sonntag:
"Die holländische Marke Philips findet man auf Millionen Fernsehern, Stereoanlagen und anderen elektronischen Produkten auf der Welt. Fast ebenso sind die Produkte des füranzösischen Herstellers Thomson überall vorhanden, bekannt für seine Fernseher, professionelle Video- Ausrüstung und Set-Top-Boxen.
Doch im letztes Jahr profitierten diese Elektronikhersteller nicht von ihren Produkten. Stattdessen erhielt Thomson 75 % seines Einkommens - € 325 Million von € 434 Million oder $390 Million von $522 Million - indem er seine Technologie lzenzierte. Philips hätte mit seinem Elektronikgeschäft letztes Jahr Verlust gemacht, wenn es nicht € 478 Million in Lizenzeinnahmen erzielt hätte.
Unter Druck von preiswerten asiatische Herstellern sind die historischen Führer der Industrie auf das Verkaufen von Ideen anstatt Produkte in zunehmendem Maße angewiesen. "Geistiges Eigentum spielt eine in zunehmendem Maße wichtige Rolle für unsere Gruppe," sagte Rudy Provoost, der Kopf von Philips CE, in einem Interview. "Es ist eine Tatsache in unserem Geschäft, dass Sie IP kultivieren und schützen müssen."
Die Frage ist, ob traditionelles Entwickeln, Besitzen und Ausschlachten von Patenten eine Zukunft hat in einer Welt, in der Kopien in zunehmendem Maße einfach zu bauen sind, in der Lizenzgebühren einfach zu vermeiden sind und deren Konsumenten "Sharing" dem Besitzen vorziehen.
Noch wird die Technologieindustrie durch Hersteller wie Sony, Philips und IBM beherrscht, die konkurrenzfähiger sind, wenn sie Patente und Patentverletzung durchsetzen. Dieses Jahr wird IBM um 3.250 Patente anmelden, mehr als jede andere Firma in den Vereinigten Staaten."
Wie zufürieden sind Sie mit der Entwicklung Ihres IP Portfolios und den Einnahmen daraus? veröffentlicht am 3.10.2005 durch Andreas Fügner
Markenbewertung in der Bilanz
Drei Ansätze existieren zur Bewertung imaterieller Vermögenswerte in der Bilanz:
- Markt-Ansatz
- Kostenansatz
- Ertragsansatz
Beim Marktansatz leitet sich der „Fair Value“ aus Marktpreisen gleicher oder vergleichbarer Güter ab, z. B. bei Grundstücken.
Für Marken ist dieser Ansatz ungeeignet. Zum einen gibt es zu wenig nachvollziehbare und publizierte Markenverkäufe. Zum anderen existieren wenig „vergleichbare Güter“.
Beim Kostenansatz entspricht „Fair Value“ den aufzuwenden Kosten zur Reproduktion.
Für Marken ist dieser – leider häufig auch bei Markenwert-Rankings angewandte – Ansatz widersinnig. Hier wird ein schlechte Markenmanager, der ineffizient große Summen einsetzt, mit hohem Markenwert belohnt.
Beim Ertragsansatz errechnet sich „Fair Value“ als Gegenwartswert zukünftiger ökonomischer Vorteile, also aus Einnahmen.
Nur dieser Ansatz ist für Marken - und Lizenzen - geeignet.
veröffentlicht am 23.9.2005 durch Andreas Fügner
Vom Langeweiler zur Premium Marke
Das Handelslatt berichtet über die erfolgreiche Neu-Positionierung der Marke Audi:
„Audi hat sein Biedermann-Image längst abgestreift. Die neuen Modelle sind gefüragt, insbesondere die "Sportback"-Variante des A3 und der A6 Variant. Das Design kommt gleichermaßen sportlich und elegant daher. Für 2006 sind weitere Modelle in der Pipeline.
Vor knapp 20 Jahren hätte das niemand für möglich gehalten. Audi galt als Langeweiler, die Verkaufszahlen waren mau. Außer dem Audi-Quattro rollte wenig Spektakuläres aus den Werkshallen heraus.
Doch das ist lange her. Mittlerweile stammt die Hälfte des Betriebsgewinns des ersten Halbjahres beim angeschlagenen VW-Konzern von der Tochter aus Ingolstadt.
Audi, das Zugpferd von VW - darüber wäre vor nicht allzu langer Zeit lauthals gelacht worden.“
Wer über eine Neu- oder Re-Positionierung nachdenkt, sollte zwei Tatsachen vor Augen haben:
1. Zeithorizont Audi benötigte über 10 Jahre für den Image-Wandel.
2. Einsatz Audi investierte in Innovation UND Kommunikation. veröffentlicht am 23.9.2005 durch Andreas Fügner
Roland Berger Strategy Consultants stellt Studie zu Marken und Innovation im Lebensmitteleinzelhandel vor
- Produktqualität wird für die Kunden wichtiger - Erfolgreiche Premiummarken arbeiten konsequent an der Käuferreichweite - Langfüristige Unternehmensentscheidungen beeinflussen den Markenerfolg
Kunden achten wieder mehr auf die Qualität von Produkten im Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Erfolgreiche Premiummarkenhersteller haben dies erkannt und setzen deshalb gezielt auf einen ausgefeilten Mix aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und Produktpolitik, um möglichst viele Kunden zu erreichen und diese dauerhaft an sich zu binden.
Dies ergibt eine Studie über "Erfolgreiche Markenführung durch Premiumstrategien und Innovation" von Roland Berger Strategy Consultants, des Markenverbandes und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Für die Studie haben Roland Berger Strategy Consultants und die GfK zwischen 2001 und 2004 insgesamt 1.993 deutsche Marken analysiert. Zusätzlich wurden im Frühjahr 2005 rund 2.100 Haushalte zum Thema Innovationen im Lebensmitteleinzelhandel befüragt.
Kunden orientieren sich wieder mehr an der Qualität
"Dass Qualität wieder mehr zählt, lässt sich am wachsenden Marktanteil der Premiummarken ablesen," erläutert Heiner Olbrich, Partner im Kompetenzcenter Consumer Goods & Retail bei Roland Berger Strategy Consultants. Auf dem deutschen Lebensmittelmarkt sind sie neben den Handelsmarken, beispielsweise "JA" von REWE, das einzige Wachstumssegment. Zu den Premiummarken zählen zum Beispiel Tic Tac, Lindt, Beck′s oder Ostmann Gewürze. Insgesamt steigerten die Premiummarken ihren Marktanteil von 2003 bis zum ersten Quartal 2005 von 11,9 auf 12,6 Prozent. Die Handelsmarken legten im gleichen Zeitraum von 32,1 auf 34,4 Prozent zu.
Vier Erfolgsfaktoren für Premiummarken
"Erfolgreiche Marken setzen auf den richtigen Mix aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und Produktpolitik, um mehr Käufer zu erreichen und an sich zu binden", erklärt Johann C. Lindenberg, Präsident des Markenverbandes. Diese Hersteller nutzen alle Vertriebswege - auch die Discounter, bei denen sie zwischen 2001 und 2004 15 Prozent ihres Umsatzes erzielten. Ergänzend greifen erfolgreiche Premiummarken auf alternative Vertriebswege (17 Prozent Umsatzanteil) zurück, wie Kauf- und Warenhäuser, Tankstellen, Fachgeschäfte, Internet und Versandhandel. Weniger erfolgreiche Premiummarken gerieren hingegen nur acht Prozent ihres Umsatzes über Discounter, 13 Prozent über alternative Vertriebswege.
Wichtig im Werben um den Kunden ist neben dem richtigen Vertriebsweg auch eine beständige Präsenz in Print und Fernsehen. Die Studie ergab, dass die "Gewinnermarken" ihre Werbeausgaben zwischen 2001 und 2004 um ein Prozent pro Jahr erhöhten, während ihre weniger erfolgreichen Mitbewerber ihr Budget im gleichen Zeitraum jährlich um acht Prozent kürzten. Zudem führen kontinuierliche Werbebotschaften eher zum Erfolg als kurzfüristiger Aktionismus. So setzten zwischen 2001 und 2004 23 Prozent der erfolgreichen Marken TV-Spots aus dem Vorjahr ein, aber nur sechs Prozent der "Verlierer".
Preisaktionen (Promotion) im Handel scheinen hingegen wenig Erfolg versprechend, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten. Während weniger erfolgreiche Markenhersteller zwölf Prozent ihres Umsatzes mit Promotion machen, lag dieser Anteil bei erfolgreichen Premiummarken bei gerade mal sieben Prozent. Wenn sie sich an Preisaktionen beteiligten, senkten die "Gewinnerprodukte" ihre Preise allerdings stärker gegenüber dem Normalpreis ab (minus 19 Prozent) als ihre weniger erfolgreichen Mitbewerber (minus 13 Prozent).
Ein weiteres wichtiges Element ist schließlich die Produktverpackung: Erfolgreiche Marken passen ihre Verpackung kontinuierlich dem Zeitgeist an. Alle 33 Gewinnermarken von 310 Premiummarken veränderten von 2001 bis 2004 ihr Design, während 20 von 47 Verlierermarken keine Veränderungen vornahmen.
Gewinnermarken definieren sich durch steigenden Marktanteil und Preis, während bei Verlierermarken Marktanteil und Preis sanken.
Vier Faktoren entscheiden über den Markenerfolg
Ganz wichtig sind Innovationen für den Erfolg einer Marke. 34 Prozent der Befüragten wünschen sich mehr Produktinnovationen. Damit Premiummarken mit ihren Innovation am Markt Erfolg haben, gilt es, vier Punkte zu beachten:
- Langfüristige Innovationssteuerung, - Fokus auf Kundennutzen, - Zusammenarbeit mit dem Handel, - Warenpräsentation im Geschäft.
Erfolgreiche Markenartikler machten mit Neuprodukten der vergangenen drei Jahre 53,1 Prozent ihres Umsatzes, weil sie langfüristig ihre Werbebotschaften planten oder Discounter als Vertriebsweg nutzten. Bei den "Verlierern" belief sich der Umsatzanteil dieser Produkte auf 24,7 Prozent.
Neuprodukte müssen Kunden einen echten Mehrwert bieten. Für den Verbraucher entscheiden bessere Leistungen (49 Prozent), Convenience (etwa Fertiggerichte, kleinere Produktgrößen) (34 Prozent), Gesundheit (22 Prozent) und die Qualität der Zutaten (21 Prozent). Design (14 Prozent) und Geldersparnis (13 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle. Nicht nur mit ganz neuen, sondern auch mit verbesserten Produkten können Hersteller dabei punkten: "Nehmen wir das Beispiel Dany Sahne Pudding: Hier ersetzte das Unternehmen den hohen, schmalen Becher durch einen breiten und flachen, der Löffeln bis zur Neige erleichtert. Danach stieg der Umsatz des Produktes von 24,6 Millionen Euro im Jahr 2002 auf 50,7 Millionen Euro im Jahr 2004. Im gleichen Zeitraum stieg der Marktanteil von 4,8 auf 8,9 Prozent", erklärt Olbrich.
Bei der Neuprodukteinführung sollten die Hersteller fürühzeitig mit dem Handel zusammenarbeiten. Sonst besteht die Gefahr, dass sich das neue Produkt nicht am Markt behauptet, da die Platzierung von jährlich rund 30.000 Neuprodukten den Handel überfordert. Tatsächlich verschwinden 75 Prozent der Neuprodukte im Folgejahr aus den Regalen.
Schließlich ist es wichtig, Produkte entsprechend im Geschäft zu inszenieren. Denn 65 Prozent der Innovationen werden erst am Verkaufspunkt ("Point of sale") wahrgenommen. Nur 22 Prozent der Innovation erreichen die Kunden durch TV-Produktwerbung, 14 Prozent durch Handzettel- oder Händlerwerbung. So bietet etwa Lindt saisonale Produkte an eigenen Verkaufsständen in den Geschäften an.
(FAZ) veröffentlicht am 18.9.2005 durch Andreas Fügner
Wer darf mit WM 2006 wie werben
Viele Unternehmen möchten mit der Fußball-WM 2006 werben. Wer die Bezeichnungen WM 2006 und Fußball WM 2006 wie für die Vermarktung seiner Waren und Dienstleistungen nutzen darf, hat das Bundespatentgericht geklärt.
Die Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz hat anhand des Urteils sämtliche Waren und Dienstleistungen, für die keine Lizenz des Weltfußballverbands Fifa nötig ist, in einer Broschüre aufgelistet - und den Waren und Dienstleistungen gegenübergestellt, für die Unternehmen eine Lizenz benötigen.
Außerdem enthält die Broschüre einen Leitfaden für Unternehmen, was sie bei der Werbung mit der WM beachten sollten. veröffentlicht am 7.9.2005 durch Andreas Fügner
Ein ganzheitliches und funktionsübergreifendes Markenmanagement scheitert in Deutschlands Top 100 Unternehmen vor allem an fehlenden Strukturen und Prozessen, einem unzureichenden Verständnis des Managements für die Relevanz der Marke sowie Defiziten bei der Umsetzung der Positionierung.
Nur in 29 % der befüragten Unternehmen ist die Markenpositionierung verhaltenswirksam umgesetzt und besitzt einen Einfluss auf Unternehmenskultur sowie die Einlösung des Leistungsversprechens.
Für 71 % der befüragten Führungskräfte ist die Sensibilisierung und Überzeugung des Top- Managements für die strategische Bedeutung der Marke die zentrale Herausforderung für den Erfolg von Markenmanagement.
Die Schaffung entsprechender Organisations- strukturen (51%) sowie der Aufbau und Einsatz geeigneter Instrumente (42%) folgen.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Identity Consultants Henrion Ludlow Schmidt unter Deutschlands Top 100 Unternehmen. veröffentlicht am 31.8.2005 durch Andreas Fügner
Mehr als jeder dritte Verbraucher weltweit meidet bestimmte Marken absichtlich. Das ergab eine Online-Umfürage des amerikanischen Meinungsforschungs- unternehmens GMI unter 15.500 Konsumenten aus 17 Ländern.
Am boykottfüreudigsten sind die Chinesen. Mehr als die Hälfte greift bei bestimmten Produkten nicht zu. In Dänemark zählen sich 49 % zu den Verweigerern, in Frankreich 46 % und in Deutschland 42 %. Weltweit sind es 36 Prozent, darunter mehr Männer als Frauen.
Am stärksten geächtet werden die Marken Nike, McDonald′s, Coca-Cola und Nestlé. Bei deutschen Käufer stehen Müller-Milch und McDonald′s an erster Stelle der boykottierten Anbieter.
Als Begründung nannten die Befüragten vor allem unfaire Arbeitsbedingungen und umweltfeindliche Praktiken.
Nebensächlich waren dagegen die regionale Herkunft und negative Medienberichte.
(wuv) veröffentlicht am 31.8.2005 durch Andreas Fügner
Michelin auf dem Tenniscourt
Der Reifenhersteller Michelin und ein Tennis- und Bekleidungshersteller bringen einen neuen Tennisschuh auf den Markt, genannt All Court. Michelin wird nur auf der Sohle erscheinen.
Der Schuh ist Teil eines Lizenzprogramms, das im Jahre 2000 mit dem Ziel gestartet wurde, um Michelin in weitere Produkt- bereiche zu bringen.
Für uns ist das eher Co-Branding. Oder eine Schuhsohlen-Lizenz.
Die Abstrahlung auf die Marke Michelin erscheint füraglich. veröffentlicht am 24.8.2005 durch Andreas Fügner
DIN Standard zur Markenwertmessung
Nach Auskunft des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. dürfen wir im Sommer 2006 mit einem Meta-Standard zur Messung des Markenwertes rechnen.
Bleibt die Hoffnung, dass dann die vielen unseriösen Verfahren mit diffuser „Blackbox“ verschwinden.
veröffentlicht am 18.8.2005 durch Andreas Fügner
Fremder Markenname als AdWord bei Google.at zulässig
Das Buchen eines füremden Markennamens als AdWord bei Google.at ist nicht rechtswidrig. Dies geht aus einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgericht Wien (Az. 1 R 134/05s) hervor. Ein Unternehmen, das Anti-Aging-Produkte vertreibt und entsprechende Markenrechte besitzt, hatte Google in Wien verklagt. Es wehrt sich dagegen, dass bei Eingabe eines Markennamens in die Suchmaske von Google.at Anzeigen mit Links zu Konkurrenzangeboten eingeblendet werden. Das Erstgericht hatte den Antrag auf einstweilige Unterlassungsverfügung abgewiesen, weil weder Markeneingriff noch sonst wettbewerbswidriges Verhalten von Google erkennbar sei. Im Rekursverfahren hat das Oberlandesgericht (OLG) diese Entscheidung bestätigt, den ordentlichen Revisionsrekurs zum Obersten Gerichtshof nicht zugelassen.
Theoretisch könnte im Hauptverfahren eine gegenteilige Entscheidung fallen. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da das OLG in seinen Ausführungen nicht nur eine (Mitstörer-)Haftung von Google verneint, sondern auch konkret die Rechtslage aus Sicht des Markenrechts und des Wettbewerbsrechts erörtert. Das Keyword-Advertising in einer Suchmaschine sei nicht mit Meta-Tagging auf einer Website gleichzusetzen. ′Im Gegensatz zum Meta-Tagging findet sich der mit dem Suchbegriff verknüpfte Werbelink (zur Website des Werbenden) nicht in der Trefferliste, sondern in einem eigenen, als solchen gekennzeichneten Werbeblock.′ Eine markenmäßige Verwendung könnte nur bei Verwechslungsgefahr untersagt werden. ′Die durch die Eingabe des Keywords (AdWords) ausgelöste Werbeanzeige wird getrennt von der Trefferliste dargestellt und deutlich als werbliche Anzeige gekennzeichnet′, führt das OLG aus, ′Der durchschnittliche Internetuser erkennt die gekennzeichnete Werbeanzeige als unabhängige Werbung eines Dritten und unterstellt keine geschäftliche Verbindung zwischen dem Werbenden und dem Markeninhaber."
Damit folgt die Behörde der Auffassung des Landgericht Hamburg im Fall Metaspinner gegen Google und widerspricht füranzösischen, nicht rechtskräftigen Entscheidungen (Le Meridien gegen Google, Louis Vuitton gegen Google). veröffentlicht am 16.8.2005 durch Andreas Fügner
Ralph Lauren, erfolgreich lizenzieren
Die RL Ergebnisse des 1. Quartals zeigen es:
Netto Umsatz: $ 752.0 million Netto Ertrag: $ 50.7 million Lizenz Einnahmen: $ 57.0 million
Wo wäre RL ohne Lizenzen?
veröffentlicht am 10.8.2005 durch Andreas Fügner
Otto muss Marken löschen
Eine geschützte Marke muss auch genutzt werden. Bleibt es bei einem formellen Registereintrag, droht ihr nach fünf Jahren das Aus. Das bestätigte jetzt ein Urteil des Bundesgerichtshofs.
Dem Urteil des BGH zufolge hat das Versandhaus Otto zwar Kataloge und Versandtaschen, nicht aber die Waren selbst mit der Marke ′Otto′ gekennzeichnet. Um den Anspruch auf die Benutzung eines Markenzeichens aufürecht zu erhalten, werde jedoch vorausgesetzt, dass der Verbraucher einen unmittelbaren Bezug der verwendeten Marke zu einer konkreten Ware herstelle, heißt es in dem Urteil.
Da in den Otto-Katalogen eine Vielzahl von Waren - darunter auch bekannter Markenhersteller - angeboten würden, sähen Konsumenten in solchen Fällen in der Bezeichnung ′Otto′ oder ′Otto-Versand′ lediglich einen Hinweis auf das Versandhandelsunternehmen, nicht jedoch auf ein bestimmtes Produkt. veröffentlicht am 8.8.2005 durch Andreas Fügner
Online-Angebote von Marken-Fälschungen boomen
Besonders im Internet werden Designerjeans und Luxushandtaschen als Schnäppchen für wenige Euro angeboten.
Etliche Markenartikel im Internet wirken auf den ersten Blick zwar täuschend echt, entpuppen sich nach dem Kauf aber als billige Imitation.
Die Zahlen des deutschen Zollkriminalamtes in Köln belegen den Trend bei gefälschten Designerstücken: "Von 2003 auf 2004 ist die Zahl der Beschlagnahmen von Produktfälschungen durch den Zoll um das Zweieinhalbfache gestiegen", sagt Sprecher Wolfgang Schmitz.
Der Wert der gefälschten Waren betrug zudem vergangenes Jahr mit 145 Millionen Euro fast doppelt so viel wie 2002.
Mehr als 40 Prozent der Waren wurden dabei 2004 im Internet angeboten.
Die Masse der Produktfälschungen im Internet ist letztlich nicht nur für betrogene Kunden ein großes Ärgernis. Laut Branchensprecher Röer richten die Plagiate jedes Jahr weltweit einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 200 bis 300 Milliarden Euro an und kosten allein in Deutschland jährlich 70.000 Arbeitsplätze.
(heise) veröffentlicht am 28.7.2005 durch Andreas Fügner
Für die deutsche Markenindustrie wird 2005 ein Jahr grosser Herausforderungen sein. Der Markenklima-Index der Organisation der Media-Agenturen (OMG) zeigt, dass das Konsumklima im 2. Halbjahr 2005 gegenüber dem ersten Halbjahr wieder nachgelassen hat.
Aber dennoch gibt es beim privaten Konsum Anzeichen, die Mut machen. Mit offensivem und zielgerichtetem Marketing scheint es möglich, die Lust auf Markenqualität zu stimulieren. Mehr dazu hier: http://www.marketing-marktplatz.de/Marketing/OffensivMarketing.shtml veröffentlicht am 21.7.2005 durch Andreas Fügner
Werbung vom Volk für das Volk
Markenartikler beteiligen in den USA immer häufiger Konsumenten an der Produktion ihrer Werbung. Wie Business Week berichtet, setzen unter anderem Nike, Cingular Wireless, General Motors, Samsung und Audi auf Werbespots, die von Konsumenten erdacht oder unter Mitwirkung von Verbrauchern entstanden sind.
So soll die Werbung unterhaltsamer, verbrauchernäher und nicht zuletzt auch kostengünstiger werden.
Die Markenartikelindustrie leidet in den USA besonders unter den vielfältigen Möglichkeiten der Verbraucher, Werbung zu umgehen. Videorecorder, die Werbung ausblenden, Werbeblocker im Internet und werbefüreie Internet-Medien machen Konsumenten immer schwerer erreichbar.
Mitwirkung von Verbrauchern in der Werbung hat in den USA bereits einen Namen: Brand Democratization. Erfunden hat den Werbetrend die Werbeagentur von Converse. Die Turnschuh-Marke wirbt seit vergangenem Jahr mit Spots, die von Kunden in Eigenregie produziert wurden. Die Hobby-Regisseure bekommen für veröffentlichte Spots 10.000 Dollar - das sind rund drei Prozent der Produktionskosten eines normalen Converse-Spots.
(asw) veröffentlicht am 20.7.2005 durch Andreas Fügner
Trussardi Duft
Trussardi unterzeichnete einen langfüristigen, globalen Lizenzvertrag für Duft. P&G hatte das Ende seiner Lizenzvereinbarung mit Trussardi verkündet, die es durch den Erwerb Wellas übernommen hatte.
Lizenzen mit Tony u. Tina, Charles Jourdan und Yohji Yamamoto liefen ebenso aus.
Das Abkommen gibt uns die Chance, den italienischen Markt zu entwickeln und mit der Marke zu entscheiden, was wir in anderen Märkten tun, sagte der Gründer des Pariser Lizenznehmers. Das fünf Jahre alte Unternehmen machte 71 Million Euro Umsatz im letzten Jahr.
Die Trussardi Gruppe, die letztes Jahr 122 Million Euro umsetzte, hat 100 Boutiquen und 120 Corners weltweit.
(wwd) veröffentlicht am 14.7.2005 durch Andreas Fügner
Porsche Design & adidas
Der Sportartikel-Hersteller adidas-Salomon und Porsche Design haben eine langfüristige Partnerschaft vereinbart. Ziel der Kooperation sei es, gemeinsam eine technologisch orientierte Premium-Marke im Sportbereich zu etablieren, teilte adidas am Montag in Herzogenaurach mit. Die Partnerschaft erstrecke sich auch auf das Lizenzgeschäft.
Unter dem Namen ′Porsche Design′ und den Markennamen adidas und TaylorMade sollen Sportschuhe, Textilien sowie Golf-, Tennis- und Laufausstattungen entwickelt und gestaltet werden. Die ersten Artikel seien im Jahr 2007 im gehobenen Sportfachhandel und in exklusiven Porsche-Design-Läden erhältlich.
adidas-Konkurrent Puma arbeitet bereits seit Anfang des Jahres mit der Sportwagen-Marke Ferrari zusammen. Puma rüstet seitdem den Formel-1-Rennstall von Ferrari aus. Der Sportartikel-Hersteller liefert neben feuer- festen Rennprodukten auch die Teambekleidung und Teamschuhe sowie Accessoires. Zugleich hatte Puma die weltweite Lizenz für die offizielle Kollektion von Ferrari-Artikeln erworben. veröffentlicht am 12.7.2005 durch Andreas Fügner
Die Deutsche Telekom hat es mit ihrem magentafarbenen T wieder geschafft. Sie ist die teuerste Marke in Deutschland. Ihr Wert: 23,69 Milliarden Euro.
Dies ergibt das neue Markenwert-Ranking der Unternehmensberatung BBDO Consulting.
Auf dem zweiten Platz folgt mit 20,43 Milliarden Euro Daimler-Chrysler. Der Autobauer hat sich damit vom dritten Platz im vergangenen Jahr wieder vorgearbeitet. Auffallend: Unter den Top-Ten finden sich dieselben Marken wie im Jahr zuvor.
Augenfällig ist: Adidas als einziger Konsumartikler im Dax 30 erscheint im Ranking erst auf Platz 19. Doch der Sportartikelhersteller will nachlegen und seine Marketingausgaben um 900 Millionen Euro erhöhen.
(handelsblatt) veröffentlicht am 4.7.2005 durch Andreas Fügner
Markenartikler legen beim Umsatz zu
Die Markenartikeler erzielten 2004 einen Umsatz von 347 Milliarden Euro. Im Inland holten die Unternehmen 1,5 Prozent mehr heraus als im Vorjahr. Beim Export verbuchten die Deutschen mit 154 Milliarden sogar ein Plus von 4,8 Prozent. Jedoch fällt die Bilanz der verschiedenen Sparten unterschiedlich aus. Pharma-Produzenten konnten ihren Umsatz um vier Prozent steigern, dagegen klagen die tabakverabeitende Industrie und die Bekleidungshersteller über Einbußen.
(wuv) veröffentlicht am 29.6.2005 durch Andreas Fügner
Apple ist die am stärksten wachsende Marke
Apple, Erfinder des iPod, ist die am schnellsten wachsende Marke in der Welt. Internet Marken Google, Amazon, Yahoo! und eBay folgen und schieben bekannte, starke Marken wie Coca Cola von der Liste der Top 20.
Laut der Marketing Beratung Vivaldi Partners und Forbes steigerte Apple seinen Markenwert um 38% in den letzten vier Jahren, hauptsächlich durch den iPod.
Der PDA mit Telefon und Email, Blackberry, und die Suchmaschine Google liegen auf Platz zwei mit 36% Wachstum, Amazon and Yahoo! auf vier und fünf, mit 35% respektive 33%.
Marken wie Coca-Cola und McDonald′s, die sehr stark in Werbung investieren, schafften es nicht einmal unter die Top 20. Nike kam auf den 16. Platz und Toyota, mit dem höchsten Markenwert von US $ 25,8 Milliarden, auf Platz 17.
Marke Wertsteigerung
1. Apple 38% 2. Blackberry 36% 3. Google 36% 4. Amazon 35% 5. Yahoo! 33% 6. eBay 31% 7. Red Bull 31% 8. Starbucks 24% 9. Pixar 23%
(brandweek) veröffentlicht am 14.6.2005 durch Andreas Fügner
US Gesetzesverschärfung gegen Markenkopien
Der US Kongress stimmte am Montag für ein Gesetz zur Strafverschärfung bei Raubkopien. Grund sind Milliarden US Dollar Verluste durch gefälschte Bekleidung, Taschen und Accessoires.
Das Gesetz verschärft die Strafen für die, die mit gefälschten Labels oder Verpackungen handeln oder diese herstellen. Unter anderem können zukünftig Maschinen zerstört werden, die zur Herstellung von Labels oder Verpackung gefälschter Waren benutzt werden. Ebenso sieht das Gesetz Schadensersatz für den Markeninhaber vor.
Bisher waren diese Vergehen straffürei. Das Gesetz geht nun in den Senat, wo man Zustimmung erwartet.
(wwd) veröffentlicht am 24.5.2005 durch Andreas Fügner
Calvin Klein, Cerruti, Chloé und Lagerfeld gehen an Coty
Der niederländisch-britische Konsumgüter- konzern Unilever verkauft für 800 Millionen US-Dollar (637 Millionen Euro) seine Abteilung für Luxusparfums an das US-Unternehmen Coty.
Wie der Konzern am Freitag in Rotterdam mitteilte, kann der Verkaufserlös noch um weitere 100 Millionen Dollar steigen, falls sich der Absatz gut entwickelt.
Die Vereinbarung mit Coty Inc. umfasst die Parfumlizenzen für Calvin Klein, Cerruti, Vera Wang, Chloé und Lagerfeld.
Im vorigen Jahr erreichte Unilever mit Luxusparfums weltweit einen Umsatz von mehr als 600 Millionen US-Dollar (490 Millionen Euro). Die Sparte wurde von Unilever jedoch nicht zu den Kernaktivitäten gezählt. veröffentlicht am 20.5.2005 durch Andreas Fügner
Missoni Parfum Lizenz
Nach einem Jahr Spekulation gab Missoni seine neue Parfum Lizenz bekannt. Die Markteinführung des neuen Duftes erfolgt im Frühjahr 2006.
Die Bekanntheit der Marke für farbenfürohe Mode macht sie auch für Kosmetik begehrlich.
Missoni war bereits in den 80ern mit Max Factor in Parfum gestartet, dann wurden diese verkauft und die Lizenz eingestellt.
Der Lizenznehmer, der bisher in den USA am stärksten ist, beschreitet damit Neue Wege in Europa. Er will mit der Lizenz Marktanteile in Europa gewinnen und seine globale Stärke ausbauen. Ob weitere Europäische Lizenzen hinzu kommen werden, ließ er offen.
veröffentlicht am 19.5.2005 durch Andreas Fügner
Wie erreichen Sie junge Konsumenten?
Die MRI Teenmark Studie in den USA ergab für 2004, dass von der Gruppe der 10- bis 27-jährigen:
26 % Konzerte besuchen, 27 % Sportveranstaltungen besuchen, 38 % im Internet surfen, 40 % Videospiele spielen, 53 % Bücher lesen und 53 % ins Kino gehen.
Dahingegen gaben fast ein Fünftel, 18,7 %, an, keine Zeitschriften zu lesen.
Die Botschaft ist eindeutig:
Wenn Sie junge Konsumenten erreichen und Für Ihre Marke faszinieren wollen,
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