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Marken News

Markenrecht: Nutzung vor Eintragung

In den USA gilt beim Markenrecht Nutzung vor Eintragung,
im Europäischen Recht dagegen siegte bisher stets die
Eintragung vor der Nutzung.

N-TV berichtet von der ersten Ausnahme:

"Der Malteser-Orden mit seiner ber 900-jährigen
Tradition hat sich in einem viel beachteten
Rechtsstreit seine Rechte am eigenen Namen
und damit als Markenzeichen zurck geholt....

Der schwedische Spirituosenkonzern V&S wollte
vor dem Hamburger Oberlandesgericht den Maltesern
das Recht auf den eigenen Namen und das Werbezeichen,
das achtspitzige Malteser-Kreuz, verbieten lassen.
Die Schweden beriefen sich darauf, dass ihr
Rechtsvorgänger schon im Jahr 1923 das Malteser-Kreuz
beim Reichspatentamt in Berlin habe eintragen lassen.

Der Malteser-Orden, bereits im Jahr 1099 in Jerusalem
gegrndet, hatte dies in den Folgejahren vollkommen
vergessen oder geglaubt, wegen seiner weltweiten
Bedeutung so etwas gar nicht nötig zu haben.
Erst 1995 ließ die bischöfliche Brauerei Bischofshof
die Marke Malteser beim Patentamt in Mnchen eintragen.
Im Jahr 2003 begann die Stuttgarter Brauerei Hofbräu
mit einer Lizenz der kirchlichen Brauerei Bischofshof
in Regensburg Malteser-Weißbier zu brauen.
Der Konflikt war da: Sowohl die Schweden als auch die
Stuttgarter vertrieben ihre Produkte, nämlich Aquavit
und Weißbier, mit dem Malteser-Kreuz als Markenemblem.

Die Schweden witterten einen Verstoß gegen ihre
Markenrechte aus dem Jahr 1923. Sie zogen vor das
Landgericht Hamburg und siegten.
Das wollten die Brauereien Hofbräu und Bischofshof
nicht schlucken. Hofbräu verwies darauf, dass sie
unter Lizenz von Bischofshof brauten, deren
Brautradition bis ins Jahr 1693 zurck gehe.
Sie verwiesen darauf, dass sich die Geschichte des
Ordens und des Kreuzes bis zu den Kreuzzgen ins
Heilige Land zurckverfolgen ließen.
Hofbräu ließ dicke Bibliotheksbände durchwälzen,
um die ungebrochene Tradition des Brauens von Bier
durch den Malteser-Orden zu dokumentieren.

Der schwierige Markenrechtsstreit vor Gericht in
Hamburg hat sich für den Orden und die Brauereien
ausgezahlt. Bisher habe fast immer gegolten,
dass eine Marke das Schutzrecht habe, wenn sie
beim Patentamt eingetragen sei.

Die "Abgrenzungsvereinbarung" zwischen den Parteien
sieht nun vor, dass die Schweden ihre herkömmliche
Marke Malteser-Aquavit auch weiterhin für Spirituosen
mit dem achtspitzigen weißen Kreuz auf rotem
Hintergrund verwenden drfen.
Stuttgarter Hofbräu darf für sein Malteser-Weißbier
auch knftig mit dem gelben Malteser-Kreuz vor blauem
Hintergrund werben.......


Damit ist nun erstmals die ältere Nutzung einer
Markeneintragung berlegen.

veröffentlicht am 20.12.2006 durch Andreas Fügner


Bennetton Brillen

WWD berichtet, dass Benetton SpA eine Lizenz
für Brillen unter den Marken Benetton und
Sisley vergeben hat.

Die Kollektion erscheint im Frhjahr 2007
und die Firmen prognostizieren für die Lizenz
jährliche Verkäufe von ca. 35 Million Euro.

Die Lizenz läuft bis 2013.

Benetton hatte bereits Lizenznehmer, zuletzt
die italienische Tochtergesellschaft der
Deutschen Metzler.

Der neue Lizenznehmer hält auch Lizenzen für
Gianfüranco Ferr� Les Copains und Vivienne
Westwood.

veröffentlicht am 14.12.2006 durch Andreas Fügner


4711 verkauft

Wie das Handelsblatt berichtet, erwirbt M�rer+Wirtz
die Traditionsmarke 4711.

Procter & Gamble, seit der Übernahme der Wella AG
Besitzer von 4711, startete im April 2006 den Verkauf
von 4711 im Paket mit den Marken Tosca, Sir Irish Moos
und Extase im Rahmen einer Versteigerung.

M�rer+Wirtz vermarktet neben Tabac Original und
Nonchalance auch die Lizenzen von Betty Barclay,
Otto Kern, Carlo Calucci, s. Oliver, New Yorker,
Fishbone und die im September gestarteten Dfte
von Mustang.

veröffentlicht am 12.12.2006 durch Andreas Fügner


Wieder kaufen Asiaten eine Weltmarke

Das Handelsblatt berichtet von einem weiteren Erwerb
einer Weltmarke durch ein Asiatisches Unternehmen:

Der Bieterkampf um die weltweit bekannte
Staubsaugermarke Hoover ist entschieden.
Die legendäre Marke wird zum 1. Januar von der
Hongkonger Techtronic Industries Co. bernommen.

Hoover macht einen Umsatz von rund 600 Mill. Dollar
und hat weltweit 3000 Mitarbeiter. Die Marke war
vergangenes Jahr mit dem Mutterkonzern Maytag an den Haushaltsgerätehersteller Whirlpool bergegangen....

TTI ist bisher vor allem im Heimwerkerbereich
(Bohrmaschinen, Kreissälen) stark und ist auch hier
durch die Übernahme international bekannter Marken
stark gewachsen.....

2004 hatte TTI von Atlas Copco die beiden
Elektrowerkzeugmarken AEG und Milwaukee im Paket für
627 Mill Dollar bernommen.

veröffentlicht am 8.12.2006 durch Andreas Fügner


Top 100 FMCG weltweit

Die Lebensmittelzeitung listet die Top 100
FMCG Firmen. Aus Deutschland kommen die
Dfolgenden acht Unternehmen:

Platz 20 Henkel

Platz 31 Tchibo

Platz 41 Oetker

Platz 57 Südzucker

Platz 94 T�nies

Platz 95 Cobana

Platz 99 Pfeifer & Langen

Platz 100 Mller

Für die Größe Deutschlands als Heimatmarkt
sind das zu wenige und zu wenig hoch
platzierte. So kommen aus Großbritannien
13 Unternehmen und aus Japan 11.

Deutschland nat immer noch Nachholbedarf
beim Brandmanagement.

veröffentlicht am 13.11.2006 durch Andreas Fügner


Die Überwindung von Made in China

Wie Japanische Unternehmen in den 70ern
folgten Chinesische Unternehmen im Ausland
bis vor Kurzem dem industriellen Modell.

Im internationalen Wettbewerb setzten die
Chinesischen Unternehmen auf gute Produkte
zu niedrigeren Preisen.

So fertigt die Galanz Gruppe aus Guangdong
fast 50% aller Mikrowellenherde weltweit,
die unter 80 Marken verkauft werden.

Vor einigen Monaten änderte China dies.
Lenovo erwarb die PC Sparte von IBM, BenQ
kaufte Siemens Mobiltelefone und die Nanjing
Automobile Group erwarb die MG Rover Group.

Die Chinesische Regierung hat erkannt, dass man
im internationalen Wettbewerb Marken braucht und
hat für den Erwerb solcher 15 Milliarden US Dollar
bereit gestellt.

So wie Sony heute eine globale Top Marke ist,
drfen wir in 10 Jahren Chinesische Marken in
der Gruppe der Top Marken erwarten.

veröffentlicht am 6.11.2006 durch Andreas Fügner


Courvoisier Herrenparfum

Beam Global Spirits & Wine Inc. gab heute bekannt,
dass durch die Einfhrung des Duftprodukts
Courvoisier L′edition Imperiale deren Flaggschiff-
Cognac Courvoisier den Markt der Luxusparfme betritt.
Die Herrenparfum-Produktlinie gibt heute Ihr Debt
auf der Tax Free World Association Exhibition (TFWE)
in Cannes, Frankreich.

Die Kollektion, die in Lizenz entwickelt wurde,
wird ein Eau de Parfum und ein Eau de Toilette
anbieten, die im Frhjahr 2007 weltweit im
High-End-Einzelhandel erhältlich sein werden.

Die Zielgruppe des Courvoisier L′edition Imperiale sind
anspruchsvolle, zielstrebige und erfolgsbewusste Männer
im Alter von 25-35 Jahren. Diese jungen Männer sind
modebewusst und davon berzeugt, dass Markenartikel
wie Courvoisier ein Symbol des Erfolgs darstellen.

Courvoisier L′edition Imperiale wird zunächst in
exklusiven Kaufhäusern angeboten. Später soll der Duft
auch in Duty-füree Shops auf den wichtigsten Märkten,
d. h. Europa, Asien und Nordamerika zu haben sein.
Die weltweite Einfhrung wird durch Werbemaßnahmen
und Präsenz auf Messen unterstützt werden.

veröffentlicht am 24.10.2006 durch Andreas Fügner


Lizenzen und Kartellrecht

Marken sind ein Monopol.
Entsprechend mahnen Juristen bei
der Vergabe von Markenlizenzen
hätfig vor dem Kartellrecht.

Der BGH entschied nun per Beschluss
gegen das klagende Kartellamt in einem
Verfahren gegen Gruner + Jahr (G+J)
und ein spanisches Verlagshaus.

G+J hat mit den Zeitschriften Geo und P.M.
bereits die fhrende Position im Markt für
populärwissenschaftliche Zeitschriften.
1999 erwarb G+J die Lizenz für "National
Geographic".

Fr das Kartellamt bestand darin der Ausbau
einer marktbeherrschenden Position.
Die Lizenz sollte untersagt werden.

Der BGH entschied nun, dass die Lizenz
gar nicht in die Zuständigkeit des
Bundeskartellamtes fällt.
"Nach Ansicht des BGH ist der Abschluss
des Lizenzvertrages nicht als Zusammenschluss
im Sinne von 37 GWB zu qualifizieren.
Der Fusionskontrolle des Gesetzes unterworfen
werde lediglich das externe Wachstum von
Unternehmen, wenn also bereits bestehende
Marktpositionen bernommen wrden.
Auf den Lizenzbereich bertragen könne dies
nur dann angenommen werden, wenn der
Lizenznehmer an Nutzungsrechten an einer
Marke oder an Urheberrechten mit Hilfe
der Lizenz an der Stelle des Lizenzgebers
in dessen Marktstellung einrcke.
Vorliegend sei dies jedoch nicht der Fall,
da mit der Lizenz nur die Möglichkeit verbunden
sei, nicht realisiertes Marktpotential zu
erschließen und eine Marktstellung zu erlangen.
Dies sei aber dem Bereich internen Wachstums
eines Unternehmens zuzurechnen, das durch das
GWB auch dann hingenommen werde, wenn dadurch
eine marktbeherrschende Stellung entsteht oder
verstärkt werde.

veröffentlicht am 13.10.2006 durch Andreas Fügner


Die NY Times hat einen interessanten Artikel
ber "Geister- oder Waisen-Marken", also Marken,
die aktuell nicht genutzt werden.

Die Marke des Anstosses ist Bromo Seltzer,
das Antiacidum und Analgetikum von 1888.
Sein neuer Inhaber versucht, das Interesse an
der Marke wieder zu beleben.

Bromo Seltzer gehört zu den Verbraucherprodukten
bekannt als Geister-Marken oder Waisen-Marken,
weil sie einmal beeindruckend in ihren Kategorien
waren, aber heute nicht mehr verfgbar sind.

Die Marken wurden von ihren Inhabern - meist
Konzerne die Dutzende Produkte vermarkten -
vergessen oder vernachlässigt und wurden dann
Cash Cow zu Gunsten neuer aktuellerer Marken.

Reduzierte (Kommunikations-) Investitionen fhrten
zu Umsatzverlusten und das zu schlechteren
Platzierungen am PoS. Das verringerte den Umsatz
weiter und fhrt zu einer Abwärtsspirale, die
normalerweise ins Grab fhrt.

Nun gibt es den Trend, Geist-Marken zu verkaufen,
oder besser noch sie an kleinere, unternehmerischere
Unternehmen zu lizenzieren.

veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner


Grenzen der Extensions

Brandchannel.com hat einen interessanten Artikel
ber Brand- und Line-Extensions:

In der Marketing-Welt ist "Tide" bekannt für
seine Line-Extensions und wenn Tide
Waschmaschinen anböte, wrde das Brand Extension
genannt.

In 2004 waren in den USA ca. sechs Prozent der
neuen Produkte Brand- oder Line Extensions.
Viele schreiben die Flle von Extensions der
Tatsache zu, dass es das kosteneffektivere Mittel
zu Pr�enz und Pr�erenz beim Verbraucher ist.

Aber mit ber 30 Oreo Extensions - einschließlich
der unbeliebten Oreo Barbie Puppe von Mattel -,
muss man sich füragen, wie relevant ist dies und
ist der Markt bers�tigt?

Doch Verbraucher schützen Marken, sie vertrauen ihnen
und Verbraucher fhlen sich mit einem neuen Produkt
einer bekannten Marke wohler, als mit einem neuen Produkt
einer No-Name Firma.

McKinsey & Company empfahl Markenartikelherstellern
daher, Line- und Brand-Extensions zum Einstieg in
neue Produktkategorien als wirkungsvolles Mittel
für rentables Wachstum.

veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner


Produktkategorien mit der meisten Markentreue

WWD berichtet von einer neuen Studie:

US Frauen lieben ihre Beauty-Marken.
Von den 10 gelisteten Produkten sind
vier aus dem Bereich Bodycare.

Die Befüragung von 1.264 Frauen in den USA
zeigte, dass Marken auch relevant sind bei
Kaffee und Waschmitteln.

Hier die Rangliste:

1. Seife
2. Kosmetika
3. Haarpflegemittel
4. Alkoholfüreie Getränke
5. Mayonnaise
6. Waschmittel
7. Hand- und Körperlotion
8. Schmerzmittel
9. Kaffee
10. Schuhe

Wen berrascht Platz 10?

veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner


Kodak lizenziert Speicherprodukte

KMP erwarb die exklusive globale Lizenz für
CD-ROMs, DVDs, Videos und andere Speichermedien
unter der Marke Kodak.

Kodak entschied bei seinem historischen Übergang
vom analogen Film zur digitaler Welt, das Geschäf
aufzugeben, und vergab eine Lizenz.

veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner


Werbefiguren

Im Manager Magazin findet sich ein guter Artikel:

Mainzelmännchen, Meister Proper oder Milka-Kuh
Werbefiguren setzen sich in unseren Köpfen fest.
Experte Michael Paul sagt, warum die Reklame-Ikonen
nicht nur bei Kindern beliebt sind, welchem Wandel
sie unterliegen und wie Unternehmen von Brand Mascots
profitieren.

Werbefiguren werden von Markenartikelherstellern
oder deren Werbeagenturen entwickelt, um deren
Produkte und Dienstleistungen zu personalisieren
und ihnen einen Charakter zu geben.

So reitet der Marlboro Man seit 1954 in Richtung
Freiheit und Abenteuer, Meister Proper zeigt uns
seit 1958 wie man richtig putzt, und seit 1972
wissen wir, dass Khe lila sind.

Werbefiguren haben das Ziel, die von ihnen
verkörperte Marke und das dazugehörige Angebot
im Gedächtnis eines potenziellen Kunden zu verankern
und zu hohen Kauf- beziehungsweise Wiederkaufüraten
zu verfhren.

Die entscheidende Bedeutung der Werbefigur ist, dass
sie viel stärker in unser Unterbewusstsein dringt,
als der bloße Markenartikel.

Durch eine Umfürage des Deutschen Werbemuseums
wissen wir seit Mai dieses Jahres, wer die beliebteste
deutsche Werbefigur ist: der Bärenmarke-B�, gefolgt
von den Mainzelmännchen auf Platz zwei und dem
Charmin-B� auf Rang drei.

In den USA besitzen Werbefiguren noch einen
wesentlich höheren Stellenwert als in Deutschland,
knapp 40 Prozent der in der Bundesrepublik
eingesetzten und bekannten Werbefiguren sind in
Amerika entwickelt worden.

Die amerikanische Marketingzeitschrift
Advertising Age präsentierte vor Kurzem die
"10 Advertising Icons of the Century":
Platz eins: der Marlboro Man
Platz zwei: Ronald McDonald
Platz drei: Jolly Green Giant,
ein grner amerikanischer Riese des
Lebensmittelkonzerns General Mills,
der seit 1928 hochwertiges Gemse anpreist.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass
Werbefiguren eine Erfindung des Werbefernsehens
sind.
Die ältesten,noch heute aktiven Figuren, sind
weit ber 100 Jahre alt und entstanden lange
bevor Produkte ber elektronische Medien beworben
wurden.
Johnnie Walker marschiert seit 1820 im Reiterdress
für den Scotch, der Rotfürosch von Erdal (der bis
1919 allerdings grn war) verzierte bereits 1903
die Schuhcremedosen, der Bärenmarke-B� steht seit
1892 auf Alpenmilch und Bibendum, das Reifenmännchen
von Michelin, kleidet sich seit 1893 ausschließlich
mit Gummireifen.

Werbefiguren sind ursprnglich für Schaufenster und
Verkaufsräume entwickelt worden und waren bei Weitem
aufwendiger konzipiert und größer als heute.
Sie wurden in der Regel eingesetzt, um Handel und
Geschäftspartner für besondere Verdienste, hohe Umsätze,
Jubiläen oder langjährige Treue zu belohnen.

Heute sind fast alle Werbefiguren von vornherein als
kostengnstige Massenartikel produziert, um direkt
in den Besitz von Endverbrauchern zu gelangen.
In der Regel sind sie sehr klein (circa fnf bis zehn
Zentimeter), viele werden als Schlüsselanhänger konzipiert.

Im Laufe der Jahre haben sich die Marketingwelt und die
Werbemedien rasant verändert. Die Werbefiguren haben
entsprechend reagiert: Die ersten Werbefiguren um die
Jahrhundertwende begegneten den Verbrauchern direkt in
Geschäften oder auf Plakatwänden, Litfasssäulen oder in
Zeitungsinseraten.

Mit dem Aufkommen des Werbefernsehens in den 50er
Jahren wurde das Fernsehen Hauptmedium und Nährboden
der Werbefiguren.
Der erste deutsche TV-Werbespot (Persil) lief am 5. November
1956 ber den Bildschirm und viele Figuren, die in den 50er
Jahren entstanden sind (Maggis Fridolin, HB-München,
Tony der Tiger), haben heute Kultcharakter.

Auffallend ist, dass im Laufe der Zeit mehr und mehr echte,
das heißt von Menschen verkörperte, Werbefiguren (wie zum
Beispiel Clementine, Herr Kaiser) durch animierte Kunstfiguren
ersetzt wurden. Die Grnde sind simpel:
Im Gegensatz zu echten Schauspielern (neudeutsch:
Testimonials) haben sie keine Launen und kein
biologisches Verfallsdatum, können also immer wieder
verjngt und neu in Szene gesetzt werden.
Darber hinaus erleichtern sie die immer wichtiger
werdende Präsentation und Vermarktung im Internet
und das dazugehörige Merchandising, zum Beispiel
als Comic- oder Spielfiguren.

Ein Paradebeispiel ist der von der Agentur
Saatchi & Saatchi im Jahr 2001 entwickelte
Wackel-Elvis, eine Figur, die in einem TV-Spot
auf sehr eindrucksvolle Weise das stufenlose
Automatikgetriebe "Multitronic" erklärt und bei
Audi eine unvorhersehbare und explosionsartige
Nachfrage nach dieser Figur auslöste.
Bis heute sind von der Figur, die eigentlich
"The Fan" heißt und später vom Volksmund
Wackel-Elvis getauft wurde, 500.000 Stck verkauft
worden.

Als eine der ersten Werbefiguren des Internets
fhrt uns seit 1997 der Lycos Labrador zielsicher,
schnell und zuverlässig zum Suchziel - ein Labrador
Retriever verkörpert sehr anschaulich die
Eigenschaften und Vorteile des Lycos-Angebots.
1999 wippte Flat-Eric auf einem verbeulten Ford
zu einer Techno-Nummer, die innerhalb weniger Wochen
auf Platz eins der deutschen und englischen Charts
schoss. Im Jahr 2000 erlegten wir im Internet das
Moorhuhn und Robert T. Online erklärte uns den
Börsengang von T-Online. Zum Weihnachtsfest 2004
schließlich beschimpften sich die Meckertassen von
Jamba ("Du kannst mich am A. lecken") - wohl kaum jemand,
der sich nicht darber amsierte - oder aufüregte.
Der Erfolg beruht zum einen auf den witzigen Sounds,
die von Mundstuhl alias C-Hörnchen und F-Hörnchen gesprochen
wurden, und zum anderen auf der sehr gelungenen Animation.

veröffentlicht am 6.10.2006 durch Andreas Fügner


Escada Kinderlizenz

Escada hat das Geschäft mit Kindermode neu
organisiert. Der neue Lizenznehmer aus
Frankreich hat auch die Burberry Lizenz.

veröffentlicht am 25.9.2006 durch Andreas Fügner


Billig alleine reicht nicht

Das Handelsblatt berichtet:

Die Markenverantwortlichen von Kraft, Nestle
und Unilever mssen es mit Erleichterung
registriert haben:
Zum ersten Mal seit Jahren steigt bei den Deutschen
die Überzeugung wieder, dass es sich lohnt,
Markenartikel zu kaufen. Das zeigt die jngste
Allensbacher Werbeträgeranalyse, die zugleich eine
nachlassende Preisorientierung feststellt.

Noch machen diese Einzelergebnisse zwar keine
Trendwende aus, aber Marktforscher und Psychologen
mutmaßen schon, dass der Discounting-Boom bald an
seine Grenzen stoßen könnte.
Erreichen doch Aldi und Co. nicht mehr die Zuwüchse
der vergangenen Jahre, und wenn dann nur durch den
Ausbau der Flächen und mit erweitertem
Markenartikelangebot, wie es Lidl vorgemacht hat.

David Bosshart vom Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Institut
für Wirtschaft und Gesellschaft (GDI) r�onierte bereits
vor einiger Zeit: "Je tiefer die Preise,
desto unglcklicher die Kunden".
Die provokante These des Institutsleiters lautet:
"Wer immer nur Schnäppchen jagt, wird unglcklich."
Auch die Tiefenpsychologen vom Kölner Rheingold-Institut
erkennen eine Gegenbewegung zum Discountboom, bei der
Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung
wieder stärker nach Marke und weniger nach Preis füragen.

Seit mehr als zehn Jahren sind Billiganbieter wie Aldi,
Lidl, Netto, oder Plus auf dem Vormarsch. Ihr Marktanteil
hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 27 auf 40 %
gesteigert.
Das macht den klassischen Supermärkten und Markenartikel-
Produzenten zu schaffen. Deshalb muss es wie Musik in
ihren Ohren klingen, wenn auch AC Nielsen erste Anzeichen
eines Schnäppchenfürustes bei den Deutschen feststellt:
Voriges Jahr ist der Anteil der Haushalte,
die regelmäßig bei Aldi einkaufen, von 86 auf 85 % gesunken.
Bei den brigen Discountern stagnierte der Wert bei 92 %.

Dass sich Verbraucher - wenn auch sehr zaghaft - von den
Discountern abwenden, begrnden Fachleute mit dem Wunsch
nach mehr Qualität. Lebensmittelskandale haben ihre Spuren
hinterlassen - auch der aktuelle Genreis-Skandal drfte
Folgen haben.
"Vor dem Hintergrund solcher Skandale sind Verbraucher
auch tatsächlich bereit, einen höheren Preis für mehr
Qualität zu zahlen", sagt Johannes Siemes, Leiter des Geschäftsbereiches Konsumentenmärkte bei KPMG.
Zurzeit liegt das deutsche Preisniveau für Lebensmittel
im Vergleich zu Westeuropa nur bei 87 %.
Mit anderen Worten: Nirgends ernähren sich die Menschen
so gnstig wie hier zu Lande.

Darber hinaus sind es traditionelle Supermärkte und
Fachgeschäfte, die neuen Produkten eine Chance geben,
Discounter nehmen Innovationen meist erst auf,
wenn diese sich woanders etabliert haben und
kopieren sie dann unter eigener Marke.
Auch der Trend zu Bio-Produkten belegt, wie wichtig
den Deutschen Qualitätsware ist. Zwar machen die
�o-Lebensmittel erst drei % des Marktes aus,
doch hat sich der Umsatz seit 2000 auf rund vier Mrd.
Euro knapp verdoppelt. Nun haben auch die Discounter
den Trend erkannt und bieten ein begrenztes
Bio-Sortiment an.

Lebensmittel sind seit jeher die Stärke der Discounter
wie Aldi & Co. Probleme haben diese eher mit den so
genannten Non-Food-Artikeln, die laut Branchenkennern
beispielsweise bei Aldi 40 Prozent des Umsatzes ausmachen,
Tendenz sinkend. Da sich der Discount-Gedanke nun auch
in allen anderen Einzelhandelsbereichen durchsetzt,
wird die Konkurrenz immer größer.

Marktkenner sind sich einig, dass es eine Erfolg
versprechende Strategie im deutschen Einzelhandel
auch knftig nicht geben wird -
weder für Händler noch für Markenartikler.
Sie mssen sich darauf einstellen, dass der Verbraucher
weiter ��rst sprunghaft bleibt, und auch Porsche-Fahrer
ihre Monatsration Reis und Nudeln beim Discounter einkaufen.
Dennoch wird sich zeigen, dass Themen wie Functional Food,
Bio, Genuss, Wellness und Produktinnovationen nicht spurlos
an Penny oder Plus vorbeigehen.
Wollen sie ihren Marktanteil halten, mssen sie
auf diese Trends eingehen.

veröffentlicht am 16.9.2006 durch Andreas Fügner


Markenartikler spren Aufwind

Nach harten Jahren scheinen die Markenhersteller
wieder Tritt zu fassen: McKinsey sieht Anzeichen
für eine Verbesserung der Lage.

Seit 1998 konnten die Markenartikler ihre Umsätze
jährlich um 3,6 Prozent auf insgesamt 361 Milliarden
Euro steigern, fand die Unternehmensberatung in
einer gemeinsamen Studie mit dem Markenverband heraus
("Die Bedeutung von Marke und Markenartikelindustrie).

Auch die Exportquote, die derzeit bei 45 Prozent liegt,
zog im genannten Zeitraum an.
Aber: Am gesamten Exportvolumen der deutschen Wirtschaft
sank der Markenanteil zwischen 2003 und 2005 von 22 auf
20 Prozent.
Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes ist die Bedeutung
der Markenhersteller laut McKinsey ebenfalls rckläufig.
Ihr Anteil an diesem Segment ging von 33 auf 31 Prozent
zurck.

Bezogen auf die Gesamtwirtschaft konnte die
Markenwirtschaft, die rund 1,5 Millionen Menschen
beschäfigt, ihren Anteil von knapp ber sieben
Prozent am Bruttoinlandsprodukt stabilisieren.

Die prekäre Lage der Markenartikler fhrt die Studie
vor allem auf den Inlandsmarkt mit seinen preisfixierten
Verbrauchern und den aggressiven Discountern zurck.
Aldi & Co. haben allein im Lebensmittelhandel (LEH)
einen Marktanteil von 40 Prozent erobert.
Allerdings gibt es auch Anzeichen der Besserung.
"Es scheint, als habe die Markenindustrie die Talsohle
durchschritten", meint Thomas Tochtermann, Director
im Hamburger Bro von McKinsey.
Ein wichtiger Indikator: Erstmals seit 1995 stieg das
Qualitätsbewusstsein der Verbraucher wieder an.

veröffentlicht am 11.9.2006 durch Andreas Fügner


US-Eliteuniversität vermarktet ihr Ansehen gekonnt

Die älteste Universität der Vereinigten Staaten
steht für etwas ganz Besonderes. Füllt der Name
Harvard, dann denkt man an Elite und weltweites
Ansehen.

Kein Wunder, dass die Marke Harvard auch gerne
ohne Lizenz kopiert wird, doch die Universität
hat ein effektives Kontrollnetzwerk aufgebaut.

Der Lizenzgeber selbst, die Harvard University,
hat in diesem Jahr 1,3 Millionen Dollar an den
Merchandising-Produkten verdient.

Rund 140 Lizenzen hat die Universität vergeben.
Damit bei der Lizenzvergabe alles mit rechten
Dingen zugeht, gibt es eine eigene Abteilung mit
fnf Mitarbeitern, das Harvard Trademark Program.

Doch die Lizenzvergabe ist nur eine Aufgabe des
Trademark Programs. Die andere, eigentlich wichtigere,
ist der Schutz der Marke Harvard.

veröffentlicht am 11.9.2006 durch Andreas Fügner


Zigarettenmarke Davidoff wechselt für halbe Milliarde den Besitzer

Das Handelsblatt berichtet, dass Tchibo
sich von seiner Zigarettenmarke Davidoff
trennt. Der Name geht an die britische
Imperial Tobacco.

Der Kaufpreis betrage 540 Mill. Euro,
teilte Imperial Tobacco mit.
Der Verkauf muss noch vom Kartellamt
genehmigt werden
Imperial Tobacco produziert Davidoff-
Zigaretten seit der Übernahme des
deutschen Zigarettenherstellers Reemtsma
im Jahr 2002 bereits in Lizenz.

Davidoff ist die Premiummarke im Konzern.
Imperial-Tobacco-Chef Gareth Davis
unterstrich die weltweiten Erfolge mit
dem Produkt in den vergangenen vier Jahren.
Die Zusammenarbeit mit der Oettinger Davidoff
Group, die die Markenrechte abseits der
Zigaretten hält, bleibe bestehen.

Zu Imperial Tobacco beziehungsweise dessen
Tochter Reemtsma gehören neben Davidoff
unter anderem noch die Marken Peter
Stuyvesant, West und John Player.

veröffentlicht am 23.8.2006 durch Andreas Fügner


Vertrauenswrdigste Marken

Die Reader′s Digest Gruppe veröffentlichte
ihre jährliche Untersuchung von Marken mit
dem höchsten Verbrauchervertrauen.

In den Europaweit erhobenen Kategorien
gewannen die folgenden Marken:

Kategorie Marke
Automobil Volkswagen
Küchengeräte Miele
Computer Siemens
Mobiltelefone Nokia
Mobilanbieter Vodafone
Kamera Canon
Reiseveranstalter TUI
Bank Sparkasse
Kreditkarte Visa
Versicherung Allianz
Internet Anbieter AOL
Tankstelle Aral
Vitamine Abtei
Kopfschmerz-Tablette Aspirin
Erkältungsmittel Wick
Haarpflege Schwarzkopf
Kosmetik Jade
Hautpflege Nivea
Waschmittel Persil
Frhstck Cerealien Kellogg′s


In Deutschen Kategorien siegten zudem:

Kategorie Marke
Bekleidung C&A
Kaffee/Tee Tchibo
Reiniger Frosch
Lebensmittel Maggi
Einzelhandel Aldi
Getränke Gerolsteiner
Sekt Rotkäppchen
Spirituosen Asbach
Süßigkeiten Haribo
Mundpflege Odol


Wir gratulieren allen Gewinnern,
ganz besonders Asbach.

veröffentlicht am 22.8.2006 durch Andreas Fügner


Wieder geht eine Marke in Asiatischen Besitz

BMW verkauft den Namen Rover nach China

Der chinesische Automobilhersteller SAIC hat einem
Zeitungsbericht zufolge das Rennen um die Rechte
an der britischen Automarke Rover gewonnen.

Der Mnchener Automobilkonzern BMW hat beim Verkauf
der Marke Rover offenbar der Shanghai Automotive Industry
(SAIC) für 11 Mio. Pfund (rund 16,2 Millionen Euro)
den Zuschlag erteilt. Das berichtet die "Financial
Times" am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Der Rechteverkauf solle voraussichtlich im September perfekt
gemacht werden. Dem Bericht zufolge muss allerdings Ford
dem noch zustimmen, denn die Amerikaner - Produzent der
Land-Rover-Geländewagen - haben das Vorkaufsrecht für die
Marke.

Ein SAIC-Sprecher bestätigte am Mittwoch in Schanghai,
dass es entsprechende Kontakte zu BMW gebe. Allerdings
sei noch keine endgltige Entscheidung gefallen.

Die Markenrechte waren mit der Insolvenz von MG Rover
an den fürheren Eigentmer BMW zurckgefallen. Auch der
SAIC-Konkurrent Nanjing Auto, dem bereits die Rover-
Schwestermarke MG gehört, hatte sich für die Rechte
interessiert.

SAIC war Nanjing zwar im vergangenen Jahr im Rennen um
MG Rover unterlegen, die unter einer Schuldenlast von
1,4 Milliarden Pfund zusammengebrochen war, hat aber
die Rechte zum Bau des Kleinwagens Rover 25 und eines
Rover-75-Modells.

Nanjing will chinesischen Medienberichten vom Frhjahr
zufolge sein erstes mit zugekaufter Technik in China
gefertigtes Modell auf Basis der Limousine MG 75
- einem Schwestermodell des Rover 75 - in der ersten
Jahreshälfte 2007 auf den Markt bringen.
SAIC will staatlichen chinesischen Medien zufolge
2007 Autos im Rover-Design auch in Europa verkaufen.

veröffentlicht am 16.8.2006 durch Andreas Fügner


Telefunken lebt wieder auf

Vor einiger Zeit schrieben wir hier,
dass aufstrebende Produzenten aus Asien
etablierte europäische und US Marken
erwerben werden. Heise berichtet nun:

Telefunken war mit mehr als 20.000 Patenten
einst einer der Pioniere in der
Kommunikationstechnik und Elektronik.
Von dem 1903 gegrndeten Unternehmen, das nach
dem Zweiten Weltkrieg zu einer Ikone des
Wirtschaftswunders wurde und 36.000
Mitarbeiter beschäfigte, bevor es durch
Missmanagement in den Achtzigerjahren vollständig
zerschlagen wurde, ist im Wesentlichen nur noch
die Verwaltung des Markennamens brig geblieben.

Heute gab das trkische Unternehmen Profilo-Telra,
in Europa drittgrößter Hersteller von TV-Geräten,
bekannt, dass es von der Telefunken Licenses GmbH
die Markenrechte lizenziert hat und nun unter dem
traditionsreichen Label Produkte der
Unterhaltungselektronik vertreiben wird.

Profilo-Telra, das seinen Hauptsitz in Istanbul hat
und 2005 einen Umsatz von 530 Millionen US-Dollar
erzielte, produziert seit 1980 Fernsehgeräte für
Firmen wie Sony, Matsushita, Thomson und Philips
sowie für die Eigenmarken großer Handelsketten.
Im vergangenen Jahr belief sich der Absatz nach
eigenen Angaben auf drei Millionen TV-Geräte, die
Produktionskapazität ist jetzt auf fnf Millionen
Einheiten ausgeweitet worden. Das Produktspektrum
umfasst neben LCD-, Plasma- und DLP-Fernsehern
zwischen 14 und 50 Zoll auch DVD-Player.

Die ersten Telefunken-Produkte will Profilo-Telra
auf der IFA präsentieren, so unter anderem LCD-
Flachbildfernseher und DLP-Projektionsfernseher.

veröffentlicht am 11.8.2006 durch Andreas Fügner


Brand-Hijacking

Eine britische Studie erklärt "Brand-Hijacking"
auf Suchmaschinen zu einem rasant wachsenden Problem.
Danach kaufen Firmen Wörter, Sätze oder Markennamen
ihrer Konkurrenten, um Internetsurfer auf die eigene
Seite umzuleiten.

In den USA fhrte diese Problematik bereits zu Klagen
gegen Google, die die Gerichte allerdings abgewiesen
haben. Die Kläger beanstandeten, dass die Suchmaschine
Unternehmen nicht daran hindert, registrierte Markennamen
ihrer Konkurrenten als Keywords zu kaufen.

In Frankreich musste Google bereits Strafe zahlen,
da Google durch sein Pay-Per-Click Service AdWords
ermöglicht, gezielt Werbung für direkte
Konkurrenten der gesuchten Marke anzuzeigen.

Google AdWords gibt Unternehmen mit geschtzten Markennamen
nun die Möglichkeit, ihre Konkurrenten daran zu hindern,
die Marke in den Werbetext aufzunehmen.

Allerdings mssen die Inhaber der geschtzten Marke
Google ausdrcklich dazu auffordern, dies zu tun.
Diese Änderungen in den Geschäftsbedingungen
erfolgte vor einem Jahr, als der Designer Luis Vuitton
gegen die Suchmaschine klagte.

Vor kurzem bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil
aus dem Vorjahr. Google musste 300.000 Euro Strafe zahlen.

(asw)

veröffentlicht am 5.7.2006 durch Andreas Fügner


Markenartikel mit Rckenwind

Der Markenverband meldet:

Die Markenartikelwirtschaft in Deutschland meldet
für das Geschäftsjahr 2005 steigende Umsatzzahlen.
Die Industrieumsätze an Markenwaren erreichten im
vergangenen Jahr rund 361 Mrd. Euro,
eine Zunahme um nominal 4 %.

Das Inlandsgeschäft stieg um 3,6 % auf 200 Mrd. Euro,
der Export um 4,5 % auf 161 Mrd. Euro.

Gewinner sind die Ernährungsindustrie, die Automobilbranche,
das Pharmasegment und die Hersteller von Haushaltsgeräten
bzw. Unterhaltungselektronik, Verlierer sind die
Bekleidungsindustrie und Produzenten von Markenware
im Bereich Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmittel.

Das laufende Geschäftsjahr 2006 ist von großer Zuversicht
geprägt.
71 % der Markenartikelunternehmen rechnen mit
einer Zunahme der Inlandsumsätze.
Bei den Betrieben mit eigenem Exportgeschäft erwarten
66 % eine Steigerung der Umsätze.
Gleichzeitig gehen 49 % der Markenverbandsmitglieder
von wachsenden Erträgen aus.
50 % der Markenartikelanbieter wollen das Werbe-Volumen
in 2006 steigern.

veröffentlicht am 5.7.2006 durch Andreas Fügner


Marken stehen auf dem Prüfstand

Die Absatzwirtschaft berichtet aus
einer Befüragung der MarketingPartner AG:

"60 Prozent der Unternehmen, die eine
Mehr-Marken-Strategie verfolgen,
planen innerhalb der nächsten zwei Jahre
die Anzahl der Marken zu reduzieren.
Zwei Drittel der befüragten Unternehmen gab an,
ihr Mehr-Marken-Portfolio um bis zu 25 %
reduzieren zu wollen. Bei einem Drittel
der Unternehmen stehen sogar mehr als 25 %
aller Marken auf dem Prüfstand.
Durchschnittlich führen die befüragten
Unternehmen acht Marken."

veröffentlicht am 14.6.2006 durch Andreas Fügner


Umsatz mit Lizenz-Produkten

Hier einige Zahlen vom License Magazine.

Geschätzter weltweiter Einzelhandelsumsatz
mit Lizenz-Produkten im Jahr 2004: $175,3 Milliarden

Dieser teilt sich auf in die folgenden Kategorien.

Characters $40,0 Milliarden

Mode $37,3 Milliarden

Brands & Trademarks $35,5 Milliarden

Entertainment $20,8 Milliarden

Art & Publishing $18,6 Milliarden

Sport $18,0 Milliarden

Online & Interactive $5,09 Milliarden

veröffentlicht am 8.6.2006 durch Andreas Fügner


Marken setzen sich durch, Mars kehrt zurück

AdAge meldet, der Name Masterfoods wird aufgegeben.
Nach fünf Jahren und Millionen verschwendeter
Werbe-Dollars kehrt der 18 Milliarden Dollar
Umsatzgigant mit Marken wie Mars, M&M, Uncle Ben′s
zu Mars zurück.

Es war nicht gelungen, die Handelskunden auf den
neuen Namen umzugewöhnen. Der Vertrieb hatte massive
Probleme und Einkäufer füragten immer wieder:
„Who the heck is Masterfoods?“.

Auch die erhofften Einsparungen und Synergien
wurden nicht erreicht.


veröffentlicht am 1.6.2006 durch Andreas Fügner


Messeveranstalter gegen Plagiatismus

Das Handelsblatt berichtet:

Sehr lange ist das Thema Plagiate
stiefmütterlich behandelt worden.
Doch jetzt bekommen die Aussteller,
die auf Messen Plagiate anbieten,
unerwarteten Druck – von Veranstaltern.

Immer mehr Messeveranstalter schlagen sich
im Kampf gegen Plagiate auf die Seite der
Markeninhaber und werden ihrerseits aktiv.

Zusammen mit dem Zoll hat die Messe Frankfurt
zu Beginn dieses Jahres die Aktion
„Messe Frankfurt against copying“ gestartet.
Zu jeder Messe gehört ein Stand mit
Informationen von Zoll und Patentamt,
wie man Plagiatoren ausbremsen kann –
samt passenden Formularen.
Vor Ort ist auch ein Anwalt, der den Firmen
gleich helfen soll.
Auch die Messe Essen und die Deutsche Messe
in Hannover stellen inzwischen Fachanwälte
während der Schauen.

veröffentlicht am 29.5.2006 durch Andreas Fügner


Möwenpick Lizenz für Edelgebäck

Ein Kekshersteller will sich künftig stärker
als Anbieter von Edelgebäck profilieren.

Das Unternehmen hat von der Schweizer
Mövenpick eine Lizenz für den Vertrieb
von Gebäck unter der Marke Mövenpick in
Deutschland und Österreich erworben.

Dabei setzt das Unternehmen, das zu den
drei mit Abstand größten deutschen
Keksherstellern zählt, ganz bewusst
auf das Edelimage der Traditionsmarke,
unter deren Namen in Deutschland unter
anderem schon Eis, Kaffee und Konfitüre
angeboten werden.

"Im Premium-Gebäckmarkt sehen wir noch
große Lücken, es gibt wenige tatsächliche
Premium-Angebote, deshalb gibt es hier
erhebliches Entwicklungspotenzial",
sagt der geschäftsführende Gesellschafter.

Die Mövenpick-Lizenz bietet nun die Chance,
das Markenimage aufzupeppen.
Das ist wichtig, denn mit teurem Edelgebäck
lässt sich wesentlich mehr verdienen als mit
Billigkeksen.
Wie alle Lebensmittelhersteller leiden auch die
Gebäckanbieter unter einem extrem harten
Preiswettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel.
Wer es schafft, eine Premium-Marke zu etablieren,
kann sich der harten Preiskonkurrenz etwas
entziehen.

Der Markt für Backwaren ist im vergangenen Jahr nach
Angaben des Branchenverbandes BDSI mengenmäßig
um 2,8 Prozent gestiegen. Marktführer ist das
Hannoveraner Traditionsunternehmen Bahlsen.

Zu den großen Gebäckherstellen in Deutschland
zählt mit einem Jahresumsatz von 453 Mio. Euro
noch die Aachener Lambertz Gruppe, vor allem
bekannt durch ihre Printen.

veröffentlicht am 9.5.2006 durch Andreas Fügner


Markenartikel-Firmen optimistisch für 2006

Die im Markenverband zusammengeschlossenen
Unternehmen blicken optimistisch auf die
wirtschaftliche Entwicklung in 2006.
Jedes sechste Mitglied beurteilt die Lage
mit gut bzw. sehr gut. Ein "befüriedigend"
kommt von etwa zwei Dritteln der Mitglieder.

Knapp 40 Prozent der Markenartikel-Unternehmen
schätzen die Ertragsaussichten für 2006 als
positiv ein und ebenso viele prognostizieren
einen spürbaren Konjunktur-Aufschwung für 2006.
Klaus-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes:
"Unsere Branche ist mit Schwung ins Jahr 2006
gestartet und ich bin davon überzeugt, dass es
der Markenartikel-Wirtschaft aufgrund der sich
verbessernden Grundstimmung gelingt, Umsatz und
Erträge weiter langsam aber kontinuierlich zu
steigern."

veröffentlicht am 28.4.2006 durch Andreas Fügner


Lacoste Uhren Lizenz

Eine Sprecherin von Lacoste gab bekannt,
die Lizenz beginnt am 1. Januar 2007.
Enddatum und Konditionen nannte sie nicht.

Die ersten Uhren sollen im Frühjahr 2007
auf den Markt kommen und weltweit über
870 Lacoste-Boutiquen, Kaufhäuser und den
Fachhandel vertrieben werden.

Der Lizenznehmer, der auch Lizenzen von
Coach, Tommy Hilfiger und Hugo Boss hält,
gab die Preise für Lacoste Uhren mit $195
bis $595 an.

(reuters)

veröffentlicht am 29.3.2006 durch Andreas Fügner


Puma vergibt Brillen-Lizenz

Puma hat einen mehrjährigen, weltweiten
Lizenzvertrag für das Segment Brillen
abgeschlossen.
Die erste Brillenkollektion wird im Herbst
vorgestellt und bis Ende diesen Jahres
auf den Markt kommen.

Der Lizenznehmer ist seit 50 Jahren im
Brillengeschäft tätig und gehört zu den
führenden Unternehmen in Produktion, Design,
Marketing und Vertrieb von Brillenfassungen.
Er verfügt über Erfahrung im Lizenzgeschäft
mit Marken wie Boss, Hugo, Elle oder Esprit.
Die Gruppe operiert international, der Vertrieb
umfasst nahezu 100 Länder.

Pumas Lizenz-Portfolio umfasst derzeit Uhren,
Duft- und Körperpflegeprodukte, Bodywear sowie
Socken.

(diverse)

veröffentlicht am 29.3.2006 durch Andreas Fügner


Underberg ebnet Weg zur Markenbeleihung

Endlich, die ersten Banken trauen sich
an die Beleihung von Marken.

Das Handelsblatt berichtet, dass die
HSH Nordbank zusammen mit der
Leasinggesellschaft AGV und der
Kreissparkasse Köln für die
Spirituosenmarke Asbach der Firma
Underberg eine Sale-and-Lease-Back-
Transaktion arrangiert hat.

Die Leasinggesellschaft hat das
Markenrecht erworben und zurückgeleast.
Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kauft
der Unternehmer die Rechte zurück.


Markeninhaber sollten der Underberg AG
danken.

(handelsblatt)

veröffentlicht am 22.3.2006 durch Andreas Fügner


Produktintegration komplett

Die Sonnenbrille aus CSI,
oder das Kleid aus DSDS?

In den USA ist ein Schritt zur
Integration von Produkt und
Entertainment gemacht.

Unter www.StarStyle.com können
Fernsehzuschauer Produkte, die
sie in Fernsehsendungen sehen,
suchen und online erwerben.

Die Liste der teilnehmenden Shows
ist noch kurz, die der Marken
bereits sehr lang.

StarStyles selbst ist (noch) kein
Einzelhändler, sondern kooperiert
mit vielen großen Häusern der USA.

Spannend wird, ob sich StarStyles
auch als Messlatte für Product
Placement nutzen läßt.

veröffentlicht am 21.3.2006 durch Andreas Fügner


Markenkauf vs. Markenaufbau

Wie einige Medien berichteten, erwarb
die Japanische Link Theory das weltweit
bekannte Modelabel Helmut Lang.

Wieder ging ein Europäische Label
an ein Asiatisches Unternehmen,
das zuvor bereits die Deutsche Marke
Rosner gekauft hatte.

Bemerkenswert ist, das Link Theory
ausschließlich die Markenrechte erwarb,
ohne "jeden Ballast".
Der geschätzte Kaufpreis von 30 Mio.
Dollar ist nur ein Bruchteil dessen,
was weltweit für den Aufbau eines Labels
mit ähnlichem Bekanntheitsgrad hätte
aufgewandt werden müssen.

Mit seinen drei Standbeinen in den USA,
Asien und Europa hat Link Theory nun
excellente Chancen zur Wiederbelebung
des inzwischen auf ca. 24 Mio. Euro
Umsatz geschrumpften Labels.

veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner


Möwenpick Schokolade

Wie das Handelsblatt berichtet,
übernimmt ab Herbst Katjes Fassin
die Vermarktung von Möwenpick
Schokolade.

(handelsblatt)

veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner


Jockey vergibt Socken Lizenz

Laut WWD vergab Jockey in den USA eine
Lizenz für Damen und Herren Socken.
Lizenznehmer ist der bereits Partner
für Strumpfhosen.

Ab diesen Herbst sollen die Socken in
Deaprtment Stores und im Fachhandel
angeboten werden.

(wwd)

veröffentlicht am 20.3.2006 durch Andreas Fügner


Knapp 71.000 neue Marken

Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA)
wurden im Jahr 2005 insgesamt 70.926 Marken
angemeldet.

Das sind 7,6% mehr als in 2004.

veröffentlicht am 14.3.2006 durch Andreas Fügner


Seit Januar 2005 arbeitet die Deutsche DIN
an einer Norm zur Markenbewertung.

Nun hat ON, das Österreichische Pendant zu
DIN, unter ONR 16800 eine Norm veröffentlicht.
Zu beziehen ist sie hier:
http://www.on-norm.at/publish/2433.html

Laut DIN soll die in Arbeit befindliche
Norm auf internationalen Standard der ISO
gebracht werden, da eine nationale Lösung
dem DIN wenig sinnvoll erscheint.

veröffentlicht am 7.3.2006 durch Andreas Fügner


Das Handelsblatt präsentiert die Ergebnisse
einer ACNielsen Studie zu Designer Marken.

Die weltweit begehrtesten Marken sind danach:

Giorgio Armani 30 %
Gucci 27 %
Versace 26 %
Chanel 22 %
Christian Dior 19 %
Ralph Lauren 18 %
Prada 17 %
Yves Saint Laurent 17 %


Die tatsächlich gekauften Marken sind:

Giorgio Armani 19%
Chanel 19%
Versace 16%
Ralph Lauren 16%
Yves Saint Laurent 15%
Christian Dior 15%
Gucci 15%


Bedenklich ist, nur 20% der Befüragten
Deutschen glauben, dass Designer Marken
hochwertiger als Standard-Marken sind.

Und für 20% der Interviewten sind Plagiate
von Designer-Marken genauso gut wie die
Originale.

veröffentlicht am 7.3.2006 durch Andreas Fügner


Asiaten kaufen Amerikanische & Europäische Marken

In 2005 erlebten wir einige spektakuläre Übernahmen
Amerikanischer und Europäischer Marken durch
Asiatische Unternehmen.

Die Chinesische Lenovo erwarb das IBM PC Geschäft
und damit multinationale Präsenz und Absatzwege.
Der Chinesischer Fernsehhersteller TCL kaufte RCA.
BenQ übernahm das Mobiltelefongeschäft von Siemens
und Grundig ist schon länger in asiatischem Besitz.

Auch außerhalb der Elektronik übernimmt die
"verlängerte Werkbank" Asien immer öfter Europäische
und Amerikanische Marken.

Pringle of Scotland ist ebenso in Asiatischen Händen
wie Laura Ashley und die ehemals Deutsche Mondi.

Neben Marktzugang und höheren Margen sind zwei
Faktoren für die fortgesetzte Einkaufstour Asiatischer
Unternehmen ausschlaggebend.

Zum Einen greifen langsam Gesetze zum Schutz des
geistigen Eigentums in Asien. So mancher Hersteller
von Raubkopien und Fälschungen stellt auf Eigenmarken
um oder erwirbt etablierte Marken.

Zum Anderen, und das ist noch wesentlicher, verfügen
viele Asiatische Firmen über hohe Dollar Reserven.
Der enorme Außenhandelsüberschuss mit den USA füllte
Asiatische Kassen, die nun immer öfter für den Erwerb
Amerikanischer und Europäischer Marken verwendet
werden.

veröffentlicht am 23.2.2006 durch Andreas Fügner


Glaubwürdigste Werbung

Seit einiger Zeit präferieren wir in der
Kommunikation Brand Entertainment.

Als Bestätigung berichtet ZMG zur Akzeptanz
von Werbung.
Auf die Frage: In welchem Medium finden Sie
Werbung am glaubwürdigsten?", antworteten
Personen ab 14 Jahren:

Tageszeitungen 68%

Anzeigenblätter 59%

Zeitschriften 53%

Hörfunk 51%

Fernsehen 48%

Kino 45%

Internet 32%

Direktwerbung 29%

(wuv)

veröffentlicht am 21.2.2006 durch Andreas Fügner


50% des Gewinns aus Lizenzen

Das US-Jeanswear- und Lifestyle-Unternehmen
Guess Inc aus Los Angeles hat im Geschäftsjahr
2005 die höchsten Umsätze und Gewinne seit dem
Börsengang 1996 erzielt.

Die Umsätze stiegen um 28,4% auf 936,1 Mill. $
(785,9 Mill. Euro) und nähern sich damit der
Milliarden-Schwelle.

Der Nettogewinn hat sich von 29,6 Mill. $ auf
58,8 Mill. $ fast verdoppelt.
Auf das weltweite Lizenzgeschäft entfällt nach
Unternehmensangaben inzwischen die Hälfte des
Gewinns. Die Lizenzerlöse stiegen um 2,3% auf
48,3 Mill. Dollar.

(TWnetwork)

veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner


Profit Brand

Wenige Tage nach Veröffentlichung der Studie
„Markenbewertung und Markenmanagement“
von PwC, Prof. Sattler und dem Markenverband
bespricht AllAboutBranding.com das neue Buch
„ProfitBrand“.

Und wieder einmal fürage ich mich:

Wie kann man den größten Einzelposten des
Unternehmenswertes vernachlässigen?

Wie kann man sich dessen Messung verschließen?

Wo doch bekannt ist, dass man nur steuern kann,
was man auch misst.


Zur Studie geht es hier:

www.wuv.de/wuv/studien/2006/02/24599/index.php

und die Buchbesprechung finden Sie hier:

www.allaboutbranding.com/index.lasso?article=419

veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner


Grenzenloser Luxus

Den erfolgreichsten - Chanel - vernachläßigend
und Gerry Weber irrtümlich zu Luxus zählend
schreibt das Handelsblatt:

"Edelmarken wie Montblanc nutzen ihren guten Namen
für neue Produkte und erweitern ihr Portfolio seit
Jahren systematisch – eine Gratwanderung zwischen
Exklusivität und Allgegenwärtigkeit.

Ein Zigarrenhersteller kreiert Parfüm, ein
Füllfederschleifer näht Handtaschen, ein Koffermacher
entwirft Abendkleider – und das ganze auf handwerklich
höchstem Niveau. Verrückte Welt?

Luxusmarkenhersteller wie Davidoff, Montblanc und
Louis Vuitton erweitern ihr Produktportfolio seit
Jahren systematisch. Luxus kennt keine Grenzen mehr.

Die Markendehnung ist im Luxussegment aber auch eine
Gratwanderung. Eine Gratwanderung zwischen Exklusivität
und Allgegenwärtigkeit.

Die weltgrößten Luxusgüterkonzerne – das füranzösische
Konglomerat LVMH und die eidgenössische Gruppe Richemont
– stehen nach den Krisenjahren Anfang des Jahrzehnts
besser denn je da. Die Umsätze steigen, die Gewinne
explodieren.

Ein Grund für den Wiederaufstieg ist das breite
Produktportfolio. „Die Markendehnung erhöht den
Bekanntheitsgrad und reduziert die Abhängigkeit
von einer Produktgruppe“, sagt Franz-Peter Falke,
Präsident des Markenverbands.

Zugleich würden mit Uhren oder Schmuck neue Umsatz-
und Gewinnquellen erschlossen, die mehr
Wachstumsdynamik zeigten.

Davidoff als Musterbeispiel

Wie weit Markendehnung bisweilen geht, zeigt das
Beispiel Davidoff. Die Zigarrenmarke steigerte
mit dem Parfum „Cool Water“ die eigene Bekanntheit immens,
und das, obwohl sowohl die Produkte – duftendes Parfum
und rauchige Zigarre – als auch die Zielgruppen
– Altherren und Jungvolk – unterschiedlicher kaum sein
konnten. Die Unternehmensberatung McKinsey zählt Davidoff
deshalb zu den Musterbeispielen für erfolgreichen
Markentransfer.

Es ist die Philosophie, die über den Erfolg einer
Markendehnung entscheidet.
„Das Produktsortiment von Montblanc folgt dem Prinzip
des zeitlosen und klassischen Designs. Das gilt für
unsere mechanischen Uhren, die feinen Lederwaren und
die Schmuckkollektionen. Nicht in dieses Schema passt
zum Beispiel Mode. Mode ist Trends unterworfen,
die heute in und morgen out sind“, sagt Lutz Bethge,
Geschäftsführer International von Montblanc.

Auch Louis Vuitton folgt einer klaren Leitlinie.
Zum Portfolio des einstigen Pariser Koffermachers
gehören nur Produkte, die man auch mit auf Reisen
nehmen kann.
Neben den ursprünglichen Koffern gibt es heute noch
Schmuck, Uhren und Städteführer. Auch Mode gehört
zum Reisegepäck. Interieur wie etwa ein Porzellanservice
oder eine Stehlampe würde jeden Koffer sprengen –
und gehören folglich nicht dazu.

Die Expansion ist aber auch eine Gratwanderung.
„Einstiegsprodukte wie Schlüsselanhänger oder
Reiseführer dürfen nicht Überhand nehmen“, warnt
Antonella Mei-Pochtler, Markenexpertin der Boston
Consulting Group, „Und an jeder Ecke sollte sich
eine Luxusmarke auch nicht anbieten.“
Die Distanz zum Alltäglichen müsse gewahrt bleiben
– im Sortiment wie im Vertrieb.

Dass eine Markendehnung aber nicht zwangsläufig von
Erfolg gekrönt ist, dafür steht Harley-Davidson.
Das Ursprungsprodukt der amerikanischen Marke
sind schwere Motorräder.
Die Loyalität der überwiegend männlichen Kunden
wurde durch eine breite Palette an Merchandising
Produkten überstrapaziert, die von Socken über
Schmuck und Weinkühler bis Parfüm reichte.

Eingefleischte Harley-Fans lehnten diese
„Disneysierung“ nicht nur ab, sondern drohten
mit Boykott.
Um größeren Imageschaden zu vermeiden, gestand der
Konzern die Fehleinschätzung schließlich ein.
Der Ausflug von Harley-Davidson in die Lifestyle-
Welt endete abrupt.

Konzerne sind auch Getriebene

Bei ihrer Expansion sind die Luxusgüterkonzerne aber
auch Getriebene. Die kritische Markengröße, ab der
sich internationale Kampagnen in Marketing und
Vertrieb erst lohnen, steigt seit Jahren.

„Luxusmarken sind entweder global präsent oder
gar nicht“, erläutert Markenexpertin Mei-Pochtler.

Auch die Krise im Facheinzelhandel zwingt die
Edelmarken, in die Breite zu gehen. Mit einem Produkt
allein kann kein eigenes Ladennetz bestückt werden.
Ein breites Sortiment ist Voraussetzung für den Aufbau.
Bestes Beispiel ist Gerry Weber.

Die Damenmodemarke bietet ab Sommer auch Herrenmode an
– und zwar einzig und allein aus Einzelhandelslogik.
Die Untergeschosse der „Houses of Gerry Weber“ blieben
bis dato ungenutzt, da sich Damenmode nur überirdisch
verkauft.
Ein Luxus, den sich Gerry Weber auf Dauer nicht leisten
will. Um das Basement zu nutzen, ließ Gerry Weber
deshalb jetzt in Lizenz eine Herrenkollektion entwickeln.


veröffentlicht am 17.2.2006 durch Andreas Fügner


Die Welt hortet Marken wie nie

Deutschland führt
Noch nie wurden so viele internationale Marken
registriert wie 2005. Zum 13. Mal in Folge belegt
Deutschland den ersten Platz. Kein anderer Staat
hat auch nur annähernd so viele internationale Marken
im Madrider System der WIPO beantragt.

Auffallend ist, dass sich die Lebensmittel-Discounter
zu Eigenmarken-Schwemmen entwickelt haben. Der größte
einzelne Antragsteller kommt aus Österreich: Es handelt
sich um die Aldi-Tochter Hofer. Konkurrent Lidl liegt
weltweit an zweiter Stelle, Aldi selbst auf Platz 7,
Plus an 17. Position.

An dem seit 1891 bestehenden Madrider System beteiligen
sich mittlerweile 77 Staaten.
Eine einmal im System registrierte internationale Marke
kann durch eine einfache "Designation" auf jedes
Mitgliedsland ausgedehnt werden und genießt dort
dann den selben Schutz, wie eine im jeweiligen nationalen
Register verzeichnete Marke.

33.565 Registrierungen (+ 13,9 %) waren 2005 ebenso Rekord
wie 356.476 Designationen (+ 19,6 %). Insgesamt waren zum
Jahreswechsel 450.039 internationale Trademarks und rund
5,1 Millionen Designationen verzeichnet.

5.802 Anträge (17,3 %) kamen 2005 aus Deutschland,
Frankreich belegt den 2. Rang mit 3.497 Anträgen (10,4 %).
Dritter sind die USA mit 2.847 neu beantragten Marken
(8,5 %). Im zweiten vollen Jahr der Mitgliedschaft der
USA stieg ihre Antragsmenge um 63,9 %.
Weitere 1.852 Anträge (5,5 %, 7. Rang) wurden über das
Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) der EG in
Alicante eingereicht und dürften zum Teil ebenfalls aus
Deutschland stammen.

Insgesamt kamen 66 % aller Neuanmeldungen aus der EU.
Belgien, Italien, die Schweiz und China komplettieren
die Top 8.

Die Statistik der umtriebigsten Antragsteller führen
Hofer, Lidl, Jannsen Pharmaceutica (Belgien), die
Deutsche Telekom, Henkel, Novartis (Schweiz), Aldi,
Siemens, Nestle(Schweiz), Bosch und Beiersdorf an.
Mit Plus (17. Platz) und Altana Pharma (18. Platz)
finden sich zwei weitere deutsche Firmen in den
Top 20. Lidl und Hofer gehören nun zu jenen 21
Unternehmen, die mehr als 500 Marken besitzen.

China hat die seit 1997 führende Schweiz als Zielland
der meisten Designationen abgelöst.
13.576 Marken sollen seit 2005 zusätzlich in China
Schutz genießen.

Dreistellige Prozentzahlen bei den Zuwachsraten
gab es für Syrien, Namibia und den Iran.

veröffentlicht am 10.2.2006 durch Andreas Fügner


Brand Inspector

Gerät kommt Produktpiraten auf die Spur

Sicherheitstechniker vom Fraunhofer-Institut
für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik
(IPK) haben ein mobiles System für die Erkennung
von Marken- und Produktfälschungen entwickelt.

Zwar gibt es bereits auf dem Markt eine Reihe von
Sicherheitsmerkmalen wie Hologramme und Codierungen.
Doch all diese Kennzeichen müssen auch schnell und
sicher erfasst werden - damit etwa der Zoll einfach
Fälschungen erkennen kann.
Für eben diesen Zweck haben die Fraunhofer-Forscher
den Brand Inspector entwickelt.Das mobile System
überprüft die Echtheit von Verpackungen und bedient
sich dabei Standardgeräten wie Handcomputern (PDA),
Handys und Scannern.
Grundlage sind digitale Wasserzeichen, die versteckt
angebracht und ohne technische Hilfe nicht wahrzunehmen
sind.
"Neu an unseren Sicherheitsmerkmalen ist, dass nicht
nur Ziffern, sondern auch Fotos oder Fingerabdrücke
kryptografisch verschlüsselt auf eine Verpackung
aufgedruckt werden", sagt Entwickler Bertram Nickolay
von der Abteilung Sicherheitstechnik des IPK in Berlin.

Wichtig war dabei, die Herstellungskosten niedrig zu
halten. Schließlich kämen bei Wegwerfverpackungen keine
aufwendigen Sicherungen in Frage wie bei Pässen oder
Geldscheinen. Ein Weg zur fälschungssicheren Verpackung
sei es, die aufgedruckten Bilder kundenspezifisch zu
verändern.
So entsteht ein Bild, das neben einer Codierung auch
Tracking-Daten enthält, um Verpackungen für einen
bestimmten Zulieferer zu kennzeichnen",
erklärt Nickolay. Für den normalen Betrachter bleibe
die Veränderung unsichtbar - nicht aber für
Sicherheitsleute und Kriminalbeamte mit entsprechender
Ausrüstung.

Unser Ziel ist es, dass Beamte mit möglichst einfach
zu bedienenden Standardgeräten arbeiten können",
erklärt Nickolay. Es genügen ein normaler Scanner,
eine Webcam und ein Handy oder ein PDA mit Fotofunktion.
Eine Software erkennt und bewertet dann die wesentlichen
Daten.
"Damit eignet sich der Brand Inspector nicht nur für
Verpackungen, sondern auch für Tickets oder Fahrscheine",
sagt der Fraunhofer-Forscher.

(handelsblatt)

veröffentlicht am 6.2.2006 durch Andreas Fügner


Meinungsführer bevorzugen persönlich bekannte Quellen

Weltweit genießen „Menschen wie Du und ich“
inzwischen das meiste Vertrauen – mehr als
Ärzte und Wissenschaftler.
In Deutschland gilt dies für 73 Prozent der
Meinungsführer, in den USA für 68 Prozent.
Mit dem Trust-Barometer untersucht die
Agentur Edelmann jährlich das Vertrauen in
Institutionen, Unternehmen und Medien.

Dabei zeigt sich wieder:
Entscheidungsträger rund um den Globus bedienen
sich vorzugsweise persönlich bekannter
Informationsquellen.
Nach einem Rückgang um zehn Prozentpunkte im
vergangenen Jahr vertraut in Deutschland
weniger als jeder fünfte Befüragte den Aussagen
von CEOs oder CFOs. Die Befüragten in Deutschland
bringen ihren heimischen Unternehmen geringeres
Vertrauen (68 Prozent) entgegen als die Befüragten
in anderen Ländern (Werte von mehr als 70 Prozent,
in Japan sogar mehr als 90 Prozent).

Auch Unternehmen mit Hauptsitz in den
„emerging markets“ China und Indien leiden
weltweit unter Vertrauensdefiziten
(weniger als 40 Prozent).

Weiterhin kämpfen bekannte US-Marken a priori
mit einem Vertrauensabschlag in Europa,
beispielsweise Coca-Cola (USA: 65 Prozent vs.
Europa: 41 Prozent, Deutschland: 46 Prozent)
oder McDonald’s (USA: 51 Prozent vs. Europa:
30 Prozent, Deutschland 37 Prozent).

Dagegen leiden nicht-amerikanische Marken in
keinem anderen Markt der Welt unter diesem Phänomen.

Im Bereich der Medien hat das Internet als erste
Informationsquelle für Nachrichten in den
vergangenen zwölf Monaten weiter an Bedeutung
gewonnen (19 Prozent in den USA, 20 Prozent in
Deutschland). Mit nur noch 22 Prozent in Deutschland
ist der Vorsprung des Fernsehens fast aufgezehrt,
während Tageszeitungen in Deutschland (31 Prozent),
aber auch in Frankreich, Italien, Japan und Brasilien
weiterhin als erste Wahl gelten.

„Wir stehen heute vor einem Wendepunkt in der
Entwicklung der Unternehmenskommunikation.
Die Erosion des Vertrauens in institutionalisierte
Informationsquellen ist soweit vorangeschritten,
dass ‚Menschen wie Du und ich’ eine herausragende
Position in der Informationsabsicherung einnehmen“,
kommentiert Richard Edelman, President und CEO von
Edelman. Unternehmen in Deutschland und jedem anderen
Markt seien daher gut beraten, die eigene
Glaubwürdigkeit mit Dialogangeboten an Konsumenten,
Mitarbeiter und andere Stakeholder zu stärken.

(handelsblatt)

veröffentlicht am 24.1.2006 durch Andreas Fügner


Diesel & L′Oreal

Mehr als Jeans demnächst von Diesel

Nun steigt das Unternehmen auch in das
Parfümgeschäft ein. Gestern gaben Diesel
und der Kosmetikkonzern L′Oreal eine Lizenz
für Parfüms bekannt.

Wir wollen mit Diesel weltweit unter die
Top Ten der Parfüms kommen, verkündete Marc
Menesguen, Generaldirektor von L′Oreal.
Langfüristig will Diesel die Kooperation auf
weitere Produkte wie Cremes und Kerzen
ausdehnen.

Zudem sollen wie bei anderen Designer-Häusern
außer Parfüm auch andere Accessoires wie Schuhe
und Taschen die Kassen füllen.
Im April wird Diesel auf der Branchenmesse in
Basel mit Fossil, die schon jetzt die Uhren
für die Italiener herstellen, seine
Schmuckkollektion vorstellen.

Eine Linie für Wohnungseinrichtungen ähnlich wie
Armani Casa soll 2007 hinzukommen. Für 2007 plant
Rosso auch den Einstieg ins Hotelgeschäft.
Rosso hat bereits 1990 das Pelican Hotel in Miami
gekauft, lange bevor italienische Häuser wie
Bulgari und Armani das Ressort- und Hotelgeschäft
entdeckten.

veröffentlicht am 17.1.2006 durch Andreas Fügner


Dolce & Gabbana zu P&G

Procter & Gamble und Dolce & Gabbana verkündeten,
dass P&G Prestige Products, die Geschäftseinheit
für edle Düfte von P&G, einen Vertrag zum Abschluss
einer Lizenzvereinbarung mit Dolce & Gabbana S.r.l.
unterzeichnet hat. P&G wird ab dem 1. Juli 2006 das
bestehende Parfümsortiment vermarkten und vertreiben.

"Dolce & Gabbana gilt auf der ganzen Welt als Symbol
für italienischen Glamour. Die Marke steht für einen
zeitlosen Stil für unkonventionellen Luxus, der in
jeder neuen Saison Innovation mit dem starken
mediterranen Flair seines Ursprungs verbindet.
Ihr sinnlicher und einzigartiger Stil findet bei den
Prominenten aus Hollywood und der Musikbranche Anklang
und geniesst Ikonenstatus.
Diese Faktoren schaffen ein überragendes, traumhaftes
Niveau, das der Marke alle wichtigen Mittel zur
Kreierung und zum erfolgreichen Wachstum von
Parfümklassikern in die Hand gibt," kommentierte
Hartwig Langer, Präsident von P&G Prestige Products.

Durch die Unterzeichnung der Lizenzvereinbarung für
Parfüme mit Dolce & Gabbana kann P&G Prestige Products
seinem gegenwärtigen Geschäftssortiment eine starke
Palette an edlen Luxusparfümen hinzufügen, sodass sein
starkes Luxuswarenangebot ergänzt und weiter gefestigt
wird.

Laut WWD soll der Lizenzvertrag als Garantiesumme
100 Mio. Euro und 10% Royalties beinhalten.

veröffentlicht am 15.12.2005 durch Andreas Fügner


BMW schult mit eigener Marken-Akademie

Was eine großartige Einrichtung:

"Die BMW-Group hat am Donnerstag ihre
Marken-Akademie der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Die vor drei Jahren gegründete Brand-
Academy des Unternehmens soll das
Verständnis für die drei Marken BMW,
Mini und Rolls-Royce bei Mitarbeitern,
Handelpartnern und Agenturen fördern.
In eintägigen Seminaren lernen
Teilnehmer dort Grundwissen zu Marken
im allgemeinen und die Ausrichtung der
drei Unternehmensmarken kennen.

"Für den langfüristigen Erfolg ist es
unabdingbar, dass Mitarbeiter und
Partner die unterschiedlichen
Identitäten der Marken verstehen und
die Differenzierungsmerkmale zum
Wettbewerb kennen", so BMW-Marketing-
und Vertriebsvorstand Michael Ganal.

In dem firmeneigenen Institut im Norden
Münchens werden jährlich etwa 2.500
Teilnehmer geschult.
Der Großteil sind BMW-Führungskräfte.
Die BMW-Brand-Academy betreibt außerdem
Grundlagenforschung und ist interner
Dienstleister für die Marketingabteilungen
des Automobilkonzerns."


Nicht nur wird jeder Mitarbeiter auf die
Marke(n) eingeschworen, jährlich verlassen
2.500 Botschafter der Marke das Institut.

veröffentlicht am 2.12.2005 durch Andreas Fügner


Modemarken eröffnen Hotels

WWD berichtet, zwei Mode Marken steigen in die
Hotelerie ein: Missoni und Byblos.

Missoni, mit einer Heimtex Kollektion,
vergab eine weltweite Lizenz an eine
Belgische Hotelgruppe. Geplant sind 30
kleine bis mittlere Hotels bis zum Jahr
2010 unter dem Namen Hotel Missoni.
Die ersten drei sollen bis 2007 öffnen,
unter anderem in Dubai und Edinborough.
Weitere Standorte sollen London, Paris,
Amsterdam, St. Petersburg, Mailand und
Istanbul sein.
Für 2010 erwartet Vittorio Missoni,
der Marketing Manager von Missoni Umsätze
in Höhe von $350 million.

Gleichzeitig eröffnete der Inhaber von
Byblos ein 5 Sterne Hotel in Verona.

Missoni und Byblos folgen damit Armani,
Versace, Ferragamo und Bulgari in den
Markt der Luxushotels.

veröffentlicht am 2.12.2005 durch Andreas Fügner


Marke Ferrari erzielt $700 Mio.

Der Leiter Brand Development and Partnerships
erklärte beim F1 Sponsorship Forum, dass Ferrari′s
Einnahmen aus Merchandising und Lizenzen,
inklusive der neuen Ferrari shops weltweit $700
Mio. im Jahr betragen.

Er führte aus: "Rennsport ist absolute Voraussetzung
für Marke und Produkt". Ferrari plant 50 Läden
weltweit, trotz der Gefahr der Verwässerung.
Er nannte keine Details, aber die Einnahmen
aus Merchandising werden auf $70 Mio. geschätzt,
was etwa dem 5-fachen anderer Formel 1 Teams
entspricht.

veröffentlicht am 17.11.2005 durch Andreas Fügner


Wen erreichen (Marken-) Kinofilme?

Das Kino ist ein optimales Medium,
um junge Leute unter 30 Jahren zu erreichen
mit einer ungebrochen hohen Reichweite.

Nach der aktuellen Media-Analyse (MA 05) des
Fachverbands Werbung im Kino (FDW) erreicht
Kinowerbung regelmäßig knapp 60 % der
jungen Bundesbürger pro Woche.
Aus der MA gehen neben der Reichweite auch
soziodemographische Merkmale hervor.

1,54 Millionen junge Menschen zwischen 14
und 29 Jahren gehen Woche pro Woche
mindestens einmal (!) ins Kino.
Doch auch die Jahrgänge bis 39 lieben und
schätzen das Kino. Über 530.000 der 30- bis
39-Jährigen gehen allwöchentlich ins Kino
(IVW-geprüfte Besucherzahlen).

Erkannt hat diesen Vorteil auch WPP.
Der Werbekonzern beteiligt sich mit 5% am
Filmstudio der Weinstein Brüder und erhält
das Recht auf „First Look“ für seine Kunden
wie Ford.

veröffentlicht am 10.11.2005 durch Andreas Fügner


Wie alt sind Ihre kaufenden Kunden?

Ältere Konsumenten sind häufig wichtiger,
als wahrgenommen wird.

Beispiel Designprodukte:
Durchschnittlich 54 Jahre alt ist der Käufer
der Hi-Fi-Anlagen von Bang & Olufsen.

Oder der Automobilmarkt:
Porsche-Käufer sind im Durchschnitt 57 Jahre alt.
Menschen über 50 kaufen 45 % aller Neuwagen
und 80 % der Wagen der Luxusklasse.
Das "Born to be wild"- Gerät, der Harley-Davidson
Chopper, wird im Mittel von 59-Jährigen gekauft.

Die Gruppe der "jungen Alten", also der 60- bis 80-
jährigen, wird 2050 bei einer Bevölkerung von gut
75 Millionen rund 19 Millionen Menschen, also 25 %
umfassen.
80 Jahre oder älter werden rund neun Millionen
Menschen und somit zwölf % der Bevölkerung sein.
Zum Vergleich: 2003 waren nur 3,4 Millionen
Deutsche (vier %) älter als 80 Jahre alt.

Trotz aller Sorgen um die Sicherheit der Renten:
Angesichts der demografischen Entwicklung gilt
die Seniorengeneration von morgen als
gigantischer Zukunftsmarkt.
Die Generation Plus besitzt schon heute mehr als
die Hälfte des gesamten Privatvermögens in
Deutschland.

Und, was für Alte notwendig ist, kann auch für
Jüngere attraktiv und nützlich sein.
Die ablehnende Haltung gegenüber "Komfort-
Produkten" ändert sich, sobald das Produkt
aus der Senioren-Nische herauskommt.
Ein Beispiel, der "Koffer auf Rollen".
Das Produkt hat sein anfängliches Senioren-Image fast
vollständig abgestreift. Es hat sich einfach als praktisch
herausgestellt, schwere Taschen zu ziehen statt zu
schleppen. Eine ähnliche Emanzipation vom Image der
Behindertenausstattung hat die schwellenfüreie Dusche
erlebt. Sie ist für Rollstuhlfahrer die Voraussetzung zur
selbstständigen Benutzung, inzwischen aber zum
Design-Renner im Bad aufgestiegen.

Worauf sollten Sie achten?

Ältere Konsumenten sind erfahren und daher kritisch.
Diese Generation lässt sich nicht für dumm verkaufen.

Vermeiden Sie das Label Seniorenprodukt.
Erfahrene Konsumenten erkennen den auf sie
abgestimmten Nutzen auch ohne „Altershinweis“.

Und in der Kommunikation sollte man Anglizismen
vermeiden. Mit „Convenience Produkten“ können
viele Ältere nun mal (noch) nichts anfangen.

veröffentlicht am 3.11.2005 durch Andreas Fügner


Audi geht auf Sendung

Die FTD berichtet:

Bekannt ist die VW-Tochter Audi für
schnittige Autos mit edlem Design.
Nun geht der Autohersteller mit einer
vollkommen neuen Marketingstrategie
an die Öffentlichkeit:
Per Sendung rund um die Uhr will das
Unternehmen neue Kunden an Land ziehen.

Jüngst startete Audi in Großbritannien mit
Audi Channel einen eigenen Fernsehkanal.
Ist das Projekt von Erfolg gekrönt, könnte das
Unternehmen auch in anderen Ländern auf
Sendung gehen.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche
soll das Publikum des Massenmarktes
angesprochen werden, Autobesitzer wie
Autoliebhaber.
Das Sendeprogramm ist aufgeteilt in
produktbezogenes "Infotainment" während des
Tages und allgemeinere Unterhaltung am Abend
und an Wochenenden.

Rund 7,6 Millionen Haushalte in Großbritannien
können Audi Channel über die Satellitenplattform
Sky Digital empfangen. In den kommenden
Monaten soll die Zahl der Zuschauer noch größer
werden, wenn Audi die Verhandlungen mit dem
Betreiber Freeview und mit Kabelfernseh-
betreibern abgeschlossen hat. Außerdem soll der
Sender Breitband-Internetnutzern über die
Audi-UK-Website zugänglich gemacht werden.

Anlass für die Entscheidung zu einem
markeneigenen Sender war die wachsende
Unzufüriedenheit über den zerstückelten Medienmarkt
und die Sorge, britische Zuschauer wendeten
weniger Zeit für die Fernsehwerbung der Marke auf,
sagt Gary Savage, Marketingvorstand von Audi UK.
"Wir haben beträchtliche Marketingbudgets,
wir erfüreuen uns eines greifbaren Absatzerfolgs in
Großbritannien, und es gibt viel, auf das wir stolz
sein können. Was allerdings Werbung und Marketing
angeht, sind wir ziemlich konventionell gewesen",
sagt er. "Deshalb haben wir unser Schicksal selbst in
die Hand genommen. Erst war es einfach eine nette
Idee, als wir aber die Möglichkeit prüften,
haben wir festgestellt, dass wir mit einer neuen
Sendelizenzart der (britischen Medienaufsichtsbehörde)
Ofcom im Grunde Besitzer eines Senders werden
konnten."

Diese neu geschaffene Lizenz der Ofcom ermöglicht
Anzeigenkunden, über einen eigenen Sender ihre
Marken und Produkte zu bewerben.
Allerdings muss dabei sehr genau zwischen
Verkaufsförderung und Verkauf unterschieden werden.
Und diese Unterscheidung macht Audi sich gern
zunutze: "Audi hält auf jeden Fall an einer auf den
Showroom konzentrierten Vertriebsstruktur fest.
Aber das hier hat die Möglichkeit eröffnet,
Verbraucher auf subtilere Weise zu gewinnen,
auch wenn es sich nicht unmittelbar in den
Absatzzahlen niederschlägt", sagt Charlie Rudd.
Er ist stellvertretender Geschäftsführer der
Werbeagentur BBH, die den Sender für Audi UK
entwickelt hat.

"Das ist ein vollkommen neues Modell,
sowohl für einen Fernsehsender als auch
für einen Werbekunden. Erfolg wird nicht nach
den Zahlen des erwirtschafteten Absatzes definiert.
Es geht vielmehr darum, wie effektiv sich der Sender
auf die Kundenwahrnehmung der Marke Audi
auswirkt.
Es geht darum, einen neuen Weg zu finden,
den Verbraucher zu erreichen. Marken ziehen kein
Interesse auf sich, wenn sie in einem Regal oder
einem Showroom stehen - das ist keine Marke,
sondern ein Produkt", sagt Rudd.

Immer mehr Unternehmen prüfen die Möglichkeit
eines markeneigenen Senders, da sich die
Aufmerksamkeit von der herkömmlichen Werbung
hin zu so genannten Markeninhalten entwickelt.
Dabei geht es um vom Markenbesitzer finanzierte
Unterhaltung, die für Funk, Fernsehen, Mobiltelefone,
Internet und Live-Veranstaltungen genutzt werden
kann.

Nach Ansicht einiger Branchenkenner werden immer
mehr Marken dem Beispiel Audis folgen.
"Davon werden wir noch mehr zu sehen bekommen,
vor allem von Marken der Unterhaltungs- und
Freizeitbranche", sagt Adrian Pettett von Cake,
ein Unternehmen, das Markeninhalte unter anderem
für den Mobilfunkkonzern Orange entwickelt.
"Es geht einen Schritt weiter als Markeninhalt,
aber es gelten immer noch dieselben Regeln:
Egal, was der Werbekunde in Auftrag gibt,
es muss unterhaltsames, qualitativ hochwertiges,
fesselndes Fernsehen sein."

veröffentlicht am 31.10.2005 durch Andreas Fügner


ICC Report Produktpiraterie und -fälschungen

Produktpiraterie und Fälschungen nehmen gefährlich zu
und kosten die Weltwirtschaft geschätzte $600 Milliarden
im Jahr an verlorenen Umsätzen, so ein Report der
internationalen Handelskammer ICC.
Der Report der in Paris ansässigen ICC mit Mitgliedern in
140 Ländern drängt Regierungen zu massiven Schritten,
um den teuren Missbrauch zu beenden.

„Viele kleine und mittlere Unternehmen sind abhängig
von Intellectual Property. Geschmacksmuster,
Copyright, Patente und eingetragene Warenzeichen
sind für zahlreiche Industrien... wie Textil, Spielzeug,
Verlage, Biotechnologie und Einzelhandel elementar",
so der Report.

In Indien verlieren FMCG Hersteller ungefähr 15 %
des Marktanteils an Fälschungen.
Die Kalifornische Wirtschaft verliert $ 34,5 Milliarden
durch Fälschungen und Piraterie.
Fälschungen und Piraterie kosten die EU an
verlorenen Steuereinnahmen ungefähr $9,1
Milliarden im Bekleidungs- und im Schuhsektor,
$3,6 Milliarden bei Duftstoffen und in der Kosmetik
und $4,5 Milliarden im Spielzeug- und
Sportartikelmarkt.

(wwd)

veröffentlicht am 26.10.2005 durch Andreas Fügner


Starbucks: Melodien für Millionen

ASW berichtet vom Starbucks Erfolg
beim Brand Entertainment:

"Nach großen Erfolgen im Vertrieb von Musik
denkt man bei der Kaffeehaus-Kette Starbucks
auch über den Verkauf von Filmen nach.
Das sagte Ken Lombard, President of Starbucks
Entertainment, der britischen Zeitung Guardian.
Noch steuert die Musiksparte nur einen kleinen Teil
zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.
Doch das soll sich ändern – Lombard will das
Geschäft mit Musik und Filmen zu einem
wesentlichen Standbein von Starbucks ausbauen.

Auftrieb erhielten diese Visionen durch die Erfolge einer Starbucks-CD bei den diesjährigen Grammy-Verleihungen.
Das Album „Ray Charles′s Genius Loves Company“,
das von dem Label „Starbucks Hear Music“ initiiert
worden war und sich über 720 000 mal verkaufte,
räumte gleich acht Grammys ab, darunter die Preise
„Best Album of the Year“ und „Best Record of the Year“.
Dies sei ein „historischer Moment“ für das Musik-Team
von Starbucks gewesen, „das Zeichen, dass wir auf
dem richtigen Weg sind“, sagte Lombard.

Starbucks war in den 70er-Jahren als Kaffeemarke
gestartet, entwickelte sich dann aber zu einer der
größten Gastronomie-Ketten der Welt.
Heute besuchen jede Woche 34 Millionen Menschen
die rund 9 500 Starbucks-Cafés in aller Welt.
Mit 18 Kundenbesuchen pro Monat und einem
durchschnittlichen Kundeneinkommen von 55 000
Dollar würde Starbucks auf Anhieb jedes andere Handelsunternehmen der Welt ausstechen.

veröffentlicht am 19.10.2005 durch Andreas Fügner


Lizenzen bringen den Profit

Die International Herald Tribune
schreibt am Sonntag:

"Die holländische Marke Philips findet man
auf Millionen Fernsehern, Stereoanlagen und
anderen elektronischen Produkten auf der Welt.
Fast ebenso sind die Produkte des füranzösischen
Herstellers Thomson überall vorhanden, bekannt
für seine Fernseher, professionelle Video-
Ausrüstung und Set-Top-Boxen.

Doch im letztes Jahr profitierten diese
Elektronikhersteller nicht von ihren Produkten.
Stattdessen erhielt Thomson 75 % seines
Einkommens - € 325 Million von € 434 Million oder
$390 Million von $522 Million - indem er seine
Technologie lzenzierte. Philips hätte mit seinem
Elektronikgeschäft letztes Jahr Verlust gemacht,
wenn es nicht € 478 Million in Lizenzeinnahmen
erzielt hätte.

Unter Druck von preiswerten asiatische Herstellern
sind die historischen Führer der Industrie auf das
Verkaufen von Ideen anstatt Produkte in
zunehmendem Maße angewiesen.
"Geistiges Eigentum spielt eine in zunehmendem
Maße wichtige Rolle für unsere Gruppe," sagte
Rudy Provoost, der Kopf von Philips CE, in einem
Interview. "Es ist eine Tatsache in unserem Geschäft,
dass Sie IP kultivieren und schützen müssen."

Die Frage ist, ob traditionelles Entwickeln, Besitzen
und Ausschlachten von Patenten eine Zukunft hat
in einer Welt, in der Kopien in zunehmendem Maße
einfach zu bauen sind, in der Lizenzgebühren
einfach zu vermeiden sind und deren Konsumenten
"Sharing" dem Besitzen vorziehen.

Noch wird die Technologieindustrie durch Hersteller
wie Sony, Philips und IBM beherrscht, die
konkurrenzfähiger sind, wenn sie Patente und
Patentverletzung durchsetzen. Dieses Jahr wird IBM
um 3.250 Patente anmelden, mehr als jede andere
Firma in den Vereinigten Staaten."


Wie zufürieden sind Sie mit der Entwicklung
Ihres IP Portfolios und den Einnahmen
daraus?

veröffentlicht am 3.10.2005 durch Andreas Fügner


Markenbewertung in der Bilanz

Drei Ansätze existieren zur Bewertung
imaterieller Vermögenswerte in der
Bilanz:

- Markt-Ansatz

- Kostenansatz

- Ertragsansatz


Beim Marktansatz leitet sich der „Fair Value“
aus Marktpreisen gleicher oder vergleichbarer
Güter ab, z. B. bei Grundstücken.

Für Marken ist dieser Ansatz ungeeignet.
Zum einen gibt es zu wenig nachvollziehbare
und publizierte Markenverkäufe.
Zum anderen existieren wenig „vergleichbare
Güter“.


Beim Kostenansatz entspricht „Fair Value“
den aufzuwenden Kosten zur Reproduktion.

Für Marken ist dieser – leider häufig auch bei
Markenwert-Rankings angewandte – Ansatz
widersinnig.
Hier wird ein schlechte Markenmanager,
der ineffizient große Summen einsetzt,
mit hohem Markenwert belohnt.


Beim Ertragsansatz errechnet sich „Fair Value“
als Gegenwartswert zukünftiger ökonomischer
Vorteile, also aus Einnahmen.

Nur dieser Ansatz ist für Marken - und Lizenzen -
geeignet.

veröffentlicht am 23.9.2005 durch Andreas Fügner


Vom Langeweiler zur Premium Marke

Das Handelslatt berichtet über die erfolgreiche
Neu-Positionierung der Marke Audi:

„Audi hat sein Biedermann-Image längst abgestreift.
Die neuen Modelle sind gefüragt, insbesondere die
"Sportback"-Variante des A3 und der A6 Variant.
Das Design kommt gleichermaßen sportlich und
elegant daher. Für 2006 sind weitere Modelle in der
Pipeline.

Vor knapp 20 Jahren hätte das niemand für möglich
gehalten. Audi galt als Langeweiler, die Verkaufszahlen
waren mau. Außer dem Audi-Quattro rollte wenig
Spektakuläres aus den Werkshallen heraus.

Doch das ist lange her. Mittlerweile stammt die Hälfte
des Betriebsgewinns des ersten Halbjahres beim
angeschlagenen VW-Konzern von der Tochter aus
Ingolstadt.

Audi, das Zugpferd von VW - darüber wäre vor nicht
allzu langer Zeit lauthals gelacht worden.“


Wer über eine Neu- oder Re-Positionierung nachdenkt,
sollte zwei Tatsachen vor Augen haben:

1. Zeithorizont
Audi benötigte über 10 Jahre für den Image-Wandel.

2. Einsatz
Audi investierte in Innovation UND Kommunikation.

veröffentlicht am 23.9.2005 durch Andreas Fügner


Roland Berger Strategy Consultants stellt Studie zu Marken und Innovation im Lebensmitteleinzelhandel vor

- Produktqualität wird für die Kunden wichtiger
- Erfolgreiche Premiummarken arbeiten konsequent
an der Käuferreichweite
- Langfüristige Unternehmensentscheidungen beeinflussen den
Markenerfolg

Kunden achten wieder mehr auf die Qualität
von Produkten im Lebensmitteleinzelhandel (LEH).
Erfolgreiche Premiummarkenhersteller haben dies
erkannt und setzen deshalb gezielt auf einen
ausgefeilten Mix aus Distributions-, Preis-,
Kommunikations- und Produktpolitik, um möglichst
viele Kunden zu erreichen und diese dauerhaft
an sich zu binden.

Dies ergibt eine Studie über "Erfolgreiche
Markenführung durch Premiumstrategien und
Innovation" von Roland Berger Strategy Consultants,
des Markenverbandes und der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK).

Für die Studie haben Roland Berger Strategy
Consultants und die GfK zwischen 2001 und 2004
insgesamt 1.993 deutsche Marken analysiert.
Zusätzlich wurden im Frühjahr 2005 rund 2.100
Haushalte zum Thema Innovationen im
Lebensmitteleinzelhandel befüragt.

Kunden orientieren sich wieder mehr
an der Qualität

"Dass Qualität wieder mehr zählt, lässt sich am
wachsenden Marktanteil der Premiummarken
ablesen," erläutert Heiner Olbrich, Partner im
Kompetenzcenter Consumer Goods & Retail bei
Roland Berger Strategy Consultants. Auf dem
deutschen Lebensmittelmarkt sind sie neben den
Handelsmarken, beispielsweise "JA" von REWE,
das einzige Wachstumssegment. Zu den
Premiummarken zählen zum Beispiel Tic Tac, Lindt,
Beck′s oder Ostmann Gewürze.
Insgesamt steigerten die Premiummarken ihren
Marktanteil von 2003 bis zum ersten Quartal 2005
von 11,9 auf 12,6 Prozent. Die Handelsmarken
legten im gleichen Zeitraum von 32,1 auf 34,4
Prozent zu.

Vier Erfolgsfaktoren für Premiummarken

"Erfolgreiche Marken setzen auf den richtigen Mix
aus Distributions-, Preis-, Kommunikations- und
Produktpolitik, um mehr Käufer zu erreichen und
an sich zu binden", erklärt Johann C. Lindenberg,
Präsident des Markenverbandes.
Diese Hersteller nutzen alle Vertriebswege - auch
die Discounter, bei denen sie zwischen 2001 und
2004 15 Prozent ihres Umsatzes erzielten.
Ergänzend greifen erfolgreiche Premiummarken
auf alternative Vertriebswege (17 Prozent
Umsatzanteil) zurück, wie Kauf- und Warenhäuser,
Tankstellen, Fachgeschäfte, Internet und
Versandhandel. Weniger erfolgreiche
Premiummarken gerieren hingegen nur acht Prozent
ihres Umsatzes über Discounter, 13 Prozent über
alternative Vertriebswege.

Wichtig im Werben um den Kunden ist neben
dem richtigen Vertriebsweg auch eine beständige
Präsenz in Print und Fernsehen. Die Studie ergab,
dass die "Gewinnermarken" ihre Werbeausgaben
zwischen 2001 und 2004 um ein Prozent pro Jahr
erhöhten, während ihre weniger erfolgreichen
Mitbewerber ihr Budget im gleichen Zeitraum
jährlich um acht Prozent kürzten. Zudem führen
kontinuierliche Werbebotschaften eher zum Erfolg
als kurzfüristiger Aktionismus. So setzten zwischen 2001
und 2004 23 Prozent der erfolgreichen Marken
TV-Spots aus dem Vorjahr ein, aber nur sechs Prozent
der "Verlierer".

Preisaktionen (Promotion) im Handel scheinen
hingegen wenig Erfolg versprechend, um neue
Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden
zu halten. Während weniger erfolgreiche
Markenhersteller zwölf Prozent ihres Umsatzes mit
Promotion machen, lag dieser Anteil bei
erfolgreichen Premiummarken bei gerade mal
sieben Prozent. Wenn sie sich an Preisaktionen
beteiligten, senkten die "Gewinnerprodukte" ihre
Preise allerdings stärker gegenüber dem
Normalpreis ab (minus 19 Prozent) als ihre weniger
erfolgreichen Mitbewerber (minus 13 Prozent).

Ein weiteres wichtiges Element ist schließlich die
Produktverpackung: Erfolgreiche Marken passen
ihre Verpackung kontinuierlich dem Zeitgeist an.
Alle 33 Gewinnermarken von 310
Premiummarken veränderten von 2001 bis 2004 ihr
Design, während 20 von 47 Verlierermarken keine
Veränderungen vornahmen.

Gewinnermarken definieren sich durch steigenden
Marktanteil und Preis, während bei Verlierermarken
Marktanteil und Preis sanken.

Vier Faktoren entscheiden über den Markenerfolg

Ganz wichtig sind Innovationen für den Erfolg
einer Marke. 34 Prozent der Befüragten wünschen
sich mehr Produktinnovationen.
Damit Premiummarken mit ihren Innovation am
Markt Erfolg haben, gilt es, vier Punkte zu beachten:

- Langfüristige Innovationssteuerung,
- Fokus auf Kundennutzen,
- Zusammenarbeit mit dem Handel,
- Warenpräsentation im Geschäft.

Erfolgreiche Markenartikler machten mit
Neuprodukten der vergangenen drei Jahre
53,1 Prozent ihres Umsatzes, weil sie langfüristig
ihre Werbebotschaften planten oder Discounter
als Vertriebsweg nutzten.
Bei den "Verlierern" belief sich der Umsatzanteil
dieser Produkte auf 24,7 Prozent.

Neuprodukte müssen Kunden einen echten
Mehrwert bieten. Für den Verbraucher entscheiden
bessere Leistungen (49 Prozent), Convenience (etwa
Fertiggerichte, kleinere Produktgrößen) (34 Prozent),
Gesundheit (22 Prozent) und die Qualität der
Zutaten (21 Prozent).
Design (14 Prozent) und Geldersparnis (13 Prozent)
spielen eine untergeordnete Rolle. Nicht nur mit
ganz neuen, sondern auch mit verbesserten Produkten
können Hersteller dabei punkten: "Nehmen wir das
Beispiel Dany Sahne Pudding: Hier ersetzte das
Unternehmen den hohen, schmalen Becher
durch einen breiten und flachen, der Löffeln
bis zur Neige erleichtert. Danach stieg der Umsatz
des Produktes von 24,6 Millionen Euro im Jahr 2002
auf 50,7 Millionen Euro im Jahr 2004. Im gleichen
Zeitraum stieg der Marktanteil von 4,8 auf 8,9 Prozent",
erklärt Olbrich.

Bei der Neuprodukteinführung sollten die Hersteller
fürühzeitig mit dem Handel zusammenarbeiten.
Sonst besteht die Gefahr, dass sich das neue Produkt
nicht am Markt behauptet, da die Platzierung von
jährlich rund 30.000 Neuprodukten den Handel
überfordert. Tatsächlich verschwinden 75 Prozent
der Neuprodukte im Folgejahr aus den Regalen.

Schließlich ist es wichtig, Produkte entsprechend im
Geschäft zu inszenieren. Denn 65 Prozent der
Innovationen werden erst am Verkaufspunkt
("Point of sale") wahrgenommen. Nur 22 Prozent der
Innovation erreichen die Kunden durch
TV-Produktwerbung, 14 Prozent durch Handzettel-
oder Händlerwerbung. So bietet etwa Lindt
saisonale Produkte an eigenen Verkaufsständen
in den Geschäften an.

(FAZ)

veröffentlicht am 18.9.2005 durch Andreas Fügner


Wer darf mit WM 2006 wie werben

Viele Unternehmen möchten mit der
Fußball-WM 2006 werben. Wer die
Bezeichnungen WM 2006 und
Fußball WM 2006 wie für die
Vermarktung seiner Waren und
Dienstleistungen nutzen darf,
hat das Bundespatentgericht geklärt.

Die Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz hat
anhand des Urteils sämtliche Waren und
Dienstleistungen, für die keine Lizenz des
Weltfußballverbands Fifa nötig ist, in einer
Broschüre aufgelistet - und den Waren und
Dienstleistungen gegenübergestellt, für die
Unternehmen eine Lizenz benötigen.

Außerdem enthält die Broschüre einen
Leitfaden für Unternehmen, was sie bei der
Werbung mit der WM beachten sollten.

veröffentlicht am 7.9.2005 durch Andreas Fügner


Ein ganzheitliches und funktionsübergreifendes Markenmanagement scheitert in Deutschlands
Top 100 Unternehmen vor allem an fehlenden
Strukturen und Prozessen, einem unzureichenden
Verständnis des Managements für die Relevanz
der Marke sowie Defiziten bei der Umsetzung
der Positionierung.

Nur in 29 % der befüragten Unternehmen ist die
Markenpositionierung verhaltenswirksam umgesetzt
und besitzt einen Einfluss auf Unternehmenskultur
sowie die Einlösung des Leistungsversprechens.

Für 71 % der befüragten Führungskräfte ist die
Sensibilisierung und Überzeugung des Top-
Managements für die strategische Bedeutung
der Marke die zentrale Herausforderung
für den Erfolg von Markenmanagement.

Die Schaffung entsprechender Organisations-
strukturen (51%) sowie der Aufbau und Einsatz
geeigneter Instrumente (42%) folgen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der
Identity Consultants Henrion Ludlow Schmidt
unter Deutschlands Top 100 Unternehmen.

veröffentlicht am 31.8.2005 durch Andreas Fügner


Mehr als jeder dritte Verbraucher weltweit
meidet bestimmte Marken absichtlich.
Das ergab eine Online-Umfürage des
amerikanischen Meinungsforschungs-
unternehmens GMI unter 15.500
Konsumenten aus 17 Ländern.

Am boykottfüreudigsten sind die Chinesen.
Mehr als die Hälfte greift bei bestimmten
Produkten nicht zu. In Dänemark zählen
sich 49 % zu den Verweigerern, in Frankreich
46 % und in Deutschland 42 %.
Weltweit sind es 36 Prozent, darunter mehr
Männer als Frauen.

Am stärksten geächtet werden die Marken
Nike, McDonald′s, Coca-Cola und Nestlé.
Bei deutschen Käufer stehen Müller-Milch
und McDonald′s an erster Stelle der
boykottierten Anbieter.

Als Begründung nannten die Befüragten
vor allem unfaire Arbeitsbedingungen und
umweltfeindliche Praktiken.

Nebensächlich waren dagegen die
regionale Herkunft und negative
Medienberichte.

(wuv)

veröffentlicht am 31.8.2005 durch Andreas Fügner


Michelin auf dem Tenniscourt

Der Reifenhersteller Michelin und ein Tennis-
und Bekleidungshersteller bringen einen
neuen Tennisschuh auf den Markt,
genannt All Court.
Michelin wird nur auf der Sohle erscheinen.

Der Schuh ist Teil eines Lizenzprogramms,
das im Jahre 2000 mit dem Ziel gestartet
wurde, um Michelin in weitere Produkt-
bereiche zu bringen.

Für uns ist das eher Co-Branding.
Oder eine Schuhsohlen-Lizenz.

Die Abstrahlung auf die Marke Michelin
erscheint füraglich.

veröffentlicht am 24.8.2005 durch Andreas Fügner


DIN Standard zur Markenwertmessung

Nach Auskunft des DIN Deutsches Institut für
Normung e. V. dürfen wir im Sommer 2006
mit einem Meta-Standard zur Messung des
Markenwertes rechnen.

Bleibt die Hoffnung, dass dann die vielen
unseriösen Verfahren mit diffuser „Blackbox“
verschwinden.

veröffentlicht am 18.8.2005 durch Andreas Fügner


Fremder Markenname als AdWord bei Google.at zulässig

Das Buchen eines füremden Markennamens
als AdWord bei Google.at ist nicht
rechtswidrig.
Dies geht aus einer aktuellen Entscheidung
des Oberlandesgericht Wien (Az. 1 R 134/05s)
hervor.
Ein Unternehmen, das Anti-Aging-Produkte
vertreibt und entsprechende Markenrechte besitzt,
hatte Google in Wien verklagt. Es wehrt sich
dagegen, dass bei Eingabe eines Markennamens
in die Suchmaske von Google.at Anzeigen mit Links
zu Konkurrenzangeboten eingeblendet werden.
Das Erstgericht hatte den Antrag auf einstweilige
Unterlassungsverfügung abgewiesen, weil weder
Markeneingriff noch sonst wettbewerbswidriges
Verhalten von Google erkennbar sei.
Im Rekursverfahren hat das Oberlandesgericht
(OLG) diese Entscheidung bestätigt, den
ordentlichen Revisionsrekurs zum Obersten
Gerichtshof nicht zugelassen.

Theoretisch könnte im Hauptverfahren eine
gegenteilige Entscheidung fallen.
Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da das OLG
in seinen Ausführungen nicht nur eine
(Mitstörer-)Haftung von Google verneint,
sondern auch konkret die Rechtslage aus Sicht
des Markenrechts und des Wettbewerbsrechts
erörtert.
Das Keyword-Advertising in einer Suchmaschine
sei nicht mit Meta-Tagging auf einer Website
gleichzusetzen. ′Im Gegensatz zum Meta-Tagging
findet sich der mit dem Suchbegriff verknüpfte
Werbelink (zur Website des Werbenden) nicht in
der Trefferliste, sondern in einem eigenen,
als solchen gekennzeichneten Werbeblock.′
Eine markenmäßige Verwendung könnte nur bei
Verwechslungsgefahr untersagt werden.
′Die durch die Eingabe des Keywords (AdWords)
ausgelöste Werbeanzeige wird getrennt von der
Trefferliste dargestellt und deutlich als werbliche
Anzeige gekennzeichnet′, führt das OLG aus,
′Der durchschnittliche Internetuser erkennt die
gekennzeichnete Werbeanzeige als unabhängige
Werbung eines Dritten und unterstellt keine
geschäftliche Verbindung zwischen dem
Werbenden und dem Markeninhaber."

Damit folgt die Behörde der Auffassung des
Landgericht Hamburg im Fall Metaspinner
gegen Google und widerspricht füranzösischen,
nicht rechtskräftigen Entscheidungen
(Le Meridien gegen Google, Louis Vuitton gegen
Google).

veröffentlicht am 16.8.2005 durch Andreas Fügner


Ralph Lauren, erfolgreich lizenzieren

Die RL Ergebnisse des 1. Quartals
zeigen es:

Netto Umsatz: $ 752.0 million
Netto Ertrag: $ 50.7 million
Lizenz Einnahmen: $ 57.0 million

Wo wäre RL ohne Lizenzen?

veröffentlicht am 10.8.2005 durch Andreas Fügner


Otto muss Marken löschen

Eine geschützte Marke muss auch genutzt
werden. Bleibt es bei einem formellen
Registereintrag, droht ihr nach fünf Jahren
das Aus. Das bestätigte jetzt ein Urteil des
Bundesgerichtshofs.

Dem Urteil des BGH zufolge hat das
Versandhaus Otto zwar Kataloge und
Versandtaschen, nicht aber die Waren selbst
mit der Marke ′Otto′ gekennzeichnet.
Um den Anspruch auf die Benutzung eines
Markenzeichens aufürecht zu erhalten,
werde jedoch vorausgesetzt, dass der
Verbraucher einen unmittelbaren Bezug der
verwendeten Marke zu einer konkreten Ware
herstelle, heißt es in dem Urteil.

Da in den Otto-Katalogen eine Vielzahl von
Waren - darunter auch bekannter Markenhersteller
- angeboten würden, sähen Konsumenten in
solchen Fällen in der Bezeichnung ′Otto′
oder ′Otto-Versand′ lediglich einen Hinweis auf
das Versandhandelsunternehmen, nicht jedoch
auf ein bestimmtes Produkt.

veröffentlicht am 8.8.2005 durch Andreas Fügner


Online-Angebote von Marken-Fälschungen boomen

Besonders im Internet werden Designerjeans
und Luxushandtaschen als Schnäppchen für
wenige Euro angeboten.

Etliche Markenartikel im Internet wirken
auf den ersten Blick zwar täuschend echt,
entpuppen sich nach dem Kauf aber als
billige Imitation.

Die Zahlen des deutschen Zollkriminalamtes
in Köln belegen den Trend bei gefälschten
Designerstücken: "Von 2003 auf 2004 ist die Zahl
der Beschlagnahmen von Produktfälschungen
durch den Zoll um das Zweieinhalbfache
gestiegen", sagt Sprecher Wolfgang Schmitz.

Der Wert der gefälschten Waren betrug zudem
vergangenes Jahr mit 145 Millionen Euro fast
doppelt so viel wie 2002.

Mehr als 40 Prozent der Waren wurden dabei
2004 im Internet angeboten.

Die Masse der Produktfälschungen im Internet ist
letztlich nicht nur für betrogene Kunden ein
großes Ärgernis. Laut Branchensprecher Röer
richten die Plagiate jedes Jahr weltweit einen
volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 200
bis 300 Milliarden Euro an und kosten allein in
Deutschland jährlich 70.000 Arbeitsplätze.

(heise)

veröffentlicht am 28.7.2005 durch Andreas Fügner


Für die deutsche Markenindustrie wird 2005
ein Jahr grosser Herausforderungen sein.
Der Markenklima-Index der Organisation der
Media-Agenturen (OMG) zeigt, dass das
Konsumklima im 2. Halbjahr 2005 gegenüber
dem ersten Halbjahr wieder nachgelassen hat.

Aber dennoch gibt es beim privaten Konsum
Anzeichen, die Mut machen. Mit offensivem
und zielgerichtetem Marketing scheint es möglich,
die Lust auf Markenqualität zu stimulieren.
Mehr dazu hier:
http://www.marketing-marktplatz.de/Marketing/OffensivMarketing.shtml

veröffentlicht am 21.7.2005 durch Andreas Fügner


Werbung vom Volk für das Volk

Markenartikler beteiligen in den USA
immer häufiger Konsumenten an der
Produktion ihrer Werbung.
Wie Business Week berichtet, setzen
unter anderem Nike, Cingular Wireless,
General Motors, Samsung und Audi auf
Werbespots, die von Konsumenten
erdacht oder unter Mitwirkung von
Verbrauchern entstanden sind.

So soll die Werbung unterhaltsamer,
verbrauchernäher und nicht zuletzt auch
kostengünstiger werden.

Die Markenartikelindustrie leidet in den USA
besonders unter den vielfältigen Möglichkeiten
der Verbraucher, Werbung zu umgehen.
Videorecorder, die Werbung ausblenden,
Werbeblocker im Internet und werbefüreie
Internet-Medien machen Konsumenten immer
schwerer erreichbar.

Mitwirkung von Verbrauchern in der Werbung
hat in den USA bereits einen Namen:
Brand Democratization.
Erfunden hat den Werbetrend die Werbeagentur
von Converse. Die Turnschuh-Marke wirbt seit
vergangenem Jahr mit Spots, die von Kunden
in Eigenregie produziert wurden.
Die Hobby-Regisseure bekommen für
veröffentlichte Spots 10.000 Dollar - das sind rund
drei Prozent der Produktionskosten eines
normalen Converse-Spots.

(asw)

veröffentlicht am 20.7.2005 durch Andreas Fügner


Trussardi Duft

Trussardi unterzeichnete einen langfüristigen,
globalen Lizenzvertrag für Duft. P&G hatte
das Ende seiner Lizenzvereinbarung mit Trussardi
verkündet, die es durch den Erwerb Wellas
übernommen hatte.

Lizenzen mit Tony u. Tina, Charles Jourdan
und Yohji Yamamoto liefen ebenso aus.

Das Abkommen gibt uns die Chance,
den italienischen Markt zu entwickeln und
mit der Marke zu entscheiden, was wir in
anderen Märkten tun, sagte der Gründer des
Pariser Lizenznehmers. Das fünf Jahre alte
Unternehmen machte 71 Million Euro Umsatz
im letzten Jahr.

Die Trussardi Gruppe, die letztes Jahr 122 Million
Euro umsetzte, hat 100 Boutiquen und 120
Corners weltweit.

(wwd)

veröffentlicht am 14.7.2005 durch Andreas Fügner


Porsche Design & adidas

Der Sportartikel-Hersteller adidas-Salomon und
Porsche Design haben eine langfüristige
Partnerschaft vereinbart. Ziel der Kooperation
sei es, gemeinsam eine technologisch orientierte
Premium-Marke im Sportbereich zu etablieren,
teilte adidas am Montag in Herzogenaurach mit.
Die Partnerschaft erstrecke sich auch auf das
Lizenzgeschäft.

Unter dem Namen ′Porsche Design′ und den
Markennamen adidas und TaylorMade sollen
Sportschuhe, Textilien sowie Golf-, Tennis- und
Laufausstattungen entwickelt und gestaltet
werden. Die ersten Artikel seien im Jahr 2007
im gehobenen Sportfachhandel und in exklusiven
Porsche-Design-Läden erhältlich.

adidas-Konkurrent Puma arbeitet bereits seit
Anfang des Jahres mit der Sportwagen-Marke
Ferrari zusammen. Puma rüstet seitdem den
Formel-1-Rennstall von Ferrari aus.
Der Sportartikel-Hersteller liefert neben feuer-
festen Rennprodukten auch die Teambekleidung
und Teamschuhe sowie Accessoires.
Zugleich hatte Puma die weltweite Lizenz für die
offizielle Kollektion von Ferrari-Artikeln erworben.

veröffentlicht am 12.7.2005 durch Andreas Fügner


Die Deutsche Telekom hat es mit ihrem
magentafarbenen T wieder geschafft.
Sie ist die teuerste Marke in Deutschland.
Ihr Wert: 23,69 Milliarden Euro.

Dies ergibt das neue Markenwert-Ranking der Unternehmensberatung BBDO Consulting.

Auf dem zweiten Platz folgt mit 20,43 Milliarden
Euro Daimler-Chrysler. Der Autobauer hat sich
damit vom dritten Platz im vergangenen Jahr
wieder vorgearbeitet.
Auffallend: Unter den Top-Ten finden sich dieselben
Marken wie im Jahr zuvor.

Augenfällig ist: Adidas als einziger Konsumartikler
im Dax 30 erscheint im Ranking erst auf Platz 19.
Doch der Sportartikelhersteller will nachlegen und
seine Marketingausgaben um 900 Millionen Euro
erhöhen.

(handelsblatt)

veröffentlicht am 4.7.2005 durch Andreas Fügner


Markenartikler legen beim Umsatz zu

Die Markenartikeler erzielten 2004 einen Umsatz
von 347 Milliarden Euro. Im Inland holten die
Unternehmen 1,5 Prozent mehr heraus als im
Vorjahr.
Beim Export verbuchten die Deutschen mit
154 Milliarden sogar ein Plus von 4,8 Prozent.
Jedoch fällt die Bilanz der verschiedenen Sparten
unterschiedlich aus.
Pharma-Produzenten konnten ihren Umsatz um
vier Prozent steigern, dagegen klagen die
tabakverabeitende Industrie und die
Bekleidungshersteller über Einbußen.

(wuv)

veröffentlicht am 29.6.2005 durch Andreas Fügner


Apple ist die am stärksten wachsende Marke

Apple, Erfinder des iPod, ist die am schnellsten
wachsende Marke in der Welt. Internet Marken
Google, Amazon, Yahoo! und eBay folgen und
schieben bekannte, starke Marken wie Coca
Cola von der Liste der Top 20.

Laut der Marketing Beratung Vivaldi Partners und
Forbes steigerte Apple seinen Markenwert um 38%
in den letzten vier Jahren, hauptsächlich durch
den iPod.

Der PDA mit Telefon und Email, Blackberry, und
die Suchmaschine Google liegen auf Platz zwei
mit 36% Wachstum, Amazon and Yahoo! auf vier
und fünf, mit 35% respektive 33%.

Marken wie Coca-Cola und McDonald′s,
die sehr stark in Werbung investieren,
schafften es nicht einmal unter die Top 20.
Nike kam auf den 16. Platz und Toyota,
mit dem höchsten Markenwert von US $ 25,8
Milliarden, auf Platz 17.

Marke Wertsteigerung

1. Apple 38%
2. Blackberry 36%
3. Google 36%
4. Amazon 35%
5. Yahoo! 33%
6. eBay 31%
7. Red Bull 31%
8. Starbucks 24%
9. Pixar 23%

(brandweek)

veröffentlicht am 14.6.2005 durch Andreas Fügner


US Gesetzesverschärfung gegen Markenkopien

Der US Kongress stimmte am Montag für ein
Gesetz zur Strafverschärfung bei Raubkopien.
Grund sind Milliarden US Dollar Verluste
durch gefälschte Bekleidung, Taschen und
Accessoires.

Das Gesetz verschärft die Strafen für die,
die mit gefälschten Labels oder Verpackungen
handeln oder diese herstellen. Unter anderem
können zukünftig Maschinen zerstört werden,
die zur Herstellung von Labels oder Verpackung
gefälschter Waren benutzt werden.
Ebenso sieht das Gesetz Schadensersatz für den
Markeninhaber vor.

Bisher waren diese Vergehen straffürei.
Das Gesetz geht nun in den Senat,
wo man Zustimmung erwartet.

(wwd)

veröffentlicht am 24.5.2005 durch Andreas Fügner


Calvin Klein, Cerruti, Chloé und Lagerfeld gehen an Coty

Der niederländisch-britische Konsumgüter-
konzern Unilever verkauft für 800 Millionen
US-Dollar (637 Millionen Euro) seine
Abteilung für Luxusparfums an das
US-Unternehmen Coty.

Wie der Konzern am Freitag in Rotterdam
mitteilte, kann der Verkaufserlös noch um
weitere 100 Millionen Dollar steigen,
falls sich der Absatz gut entwickelt.

Die Vereinbarung mit Coty Inc. umfasst die
Parfumlizenzen für Calvin Klein, Cerruti,
Vera Wang, Chloé und Lagerfeld.

Im vorigen Jahr erreichte Unilever mit
Luxusparfums weltweit einen Umsatz
von mehr als 600 Millionen US-Dollar
(490 Millionen Euro).
Die Sparte wurde von Unilever jedoch
nicht zu den Kernaktivitäten gezählt.

veröffentlicht am 20.5.2005 durch Andreas Fügner


Missoni Parfum Lizenz

Nach einem Jahr Spekulation gab Missoni
seine neue Parfum Lizenz bekannt.
Die Markteinführung des neuen Duftes
erfolgt im Frühjahr 2006.

Die Bekanntheit der Marke für
farbenfürohe Mode macht sie auch
für Kosmetik begehrlich.

Missoni war bereits in den 80ern mit
Max Factor in Parfum gestartet, dann
wurden diese verkauft und die Lizenz
eingestellt.

Der Lizenznehmer, der bisher in den
USA am stärksten ist, beschreitet damit
Neue Wege in Europa. Er will mit der
Lizenz Marktanteile in Europa gewinnen
und seine globale Stärke ausbauen.
Ob weitere Europäische Lizenzen hinzu
kommen werden, ließ er offen.

veröffentlicht am 19.5.2005 durch Andreas Fügner


Wie erreichen Sie junge Konsumenten?

Die MRI Teenmark Studie in den USA
ergab für 2004, dass von der Gruppe
der 10- bis 27-jährigen:

26 % Konzerte besuchen,
27 % Sportveranstaltungen besuchen,
38 % im Internet surfen,
40 % Videospiele spielen,
53 % Bücher lesen und
53 % ins Kino gehen.

Dahingegen gaben fast ein Fünftel, 18,7 %,
an, keine Zeitschriften zu lesen.

Die Botschaft ist eindeutig:

Wenn Sie junge Konsumenten erreichen und
Für Ihre Marke faszinieren wollen,